Hallo liebes Forum, war bislang nur passiver Mitleser, aber an dieser Stelle möchte ich nun doch noch einmal nachhaken.
Ich stehe schon seit einiger Zeit vor derselben Frage: 4790K bzw. mittlerweile 6700K vs. 5820K?
Diese Frage wurde ja inzwischen auch schon etliche Male behandelt. Ich würde an sich ebenfalls zu Haswell-E neigen, da der Rechner nicht nur als Pattform für besonders leistungshungrige Spiele dienen soll, sondern auch der Musikproduktion. Allerdings bin ich bei meinen Recherchen vor einiger Zeit auf eine Problematik gestoßen, die ich als ziemlich schwerwiegend betrachte, die aber andererseits fast nirgends erwähnt wird: Bei Anwendungen, die vorwiegend nur einen Kern nutzen, scheinen die Haswell-E- Prozessoren Schwierigkeiten zu haben, bei höherer Anforderung entsprechend hochzutakten. Erst wenn mehr als ein Kern wirklich gefordert wird, taktet der Prozessor entsprechend hoch, so dass beispielsweise ältere Spiele mit einem 5820K z.T. angeblich erheblich schlechter laufen als mit deutlich älteren (Zwei- oder Vierkern-) CPUs.
Diese Problematik wurde beispielsweise hier diskutiert:
Singlecore Turboproblem (nicht nur) beim Haswell-E
Oder hier:
http://extreme.pcgameshardware.de/m...-i7-5820k-schlechte-single-core-leistung.html
Es werden zwar auch Workarounds angegeben, aber ich bin noch nicht so richtig im Bild, inwieweit das auch wirklich zur Lösung des Problems führt. Ein mit Mods hochgezüchtetes Morrowind oder Oblivion beispielsweise (Titel, die von vornherein stark CPU-lastig sind), garniert mit Dingen wie ENB, SweetFX u.a. Shadereffekten, erweitertem Distant LOD und zusätzlichen VI-Instanzen, das Ganze vielleicht noch auf >FHD, benötigt halt auch entsprechende Leistungsreserven (auch wenn das Limit bei solchen älteren Titeln mittlerweile eher softwareseitig besteht), und würde ich nun zum 5820K greifen und dabei feststellen, dass der in solchen Fällen gar nicht richtig in die Puschen kommt und mit vielleicht 1,8 GHz (Hausnummer) vor sich hingammelt, weil zwar ein höherer Bedarf an Rechenleistung, nicht aber an mehr Kernen besteht, dann wäre das als Upgrade ein ziemlicher Fail...
Es wundert mich immer wieder, dass dieses Phänomen fast nirgends erwähnt wird. Spielen die meisten Leute nur neuere Titel? Oder sind entsprechende Workarounds viel weitläufiger bekannt, als es für mich den Anschein hat?
Denn andernfalls würde ich es auch generell als problematisch sehen, den 5820K bei einem Spielerechner als gleich- oder gar höherwertige Alternative zum 4790K/6600K/6700K zu bezeichnen oder zu empfehlen. Zukunftssicherheit ist eine Sache, und iwann in absehbarer Zeit mögen immer mehr Spiele mehr als vier Kerne nutzen. Aber beim Upgrade oder Neukauf sollte doch nicht nur der Blick in die Zukunft, sondern auch der Blick in die eigene Spielesammlung eine Rolle spielen - ich bin doch sicher nicht der Einzige, für den auch mancher ältere Titel ein echter Evergreen ist, der nicht nur im Regal verstaubt, sondern in dieser aktualisierten Form nach wie vor mit Abstand zum Besten und Tiefgängigsten gehört, was die Welt der PC-Spiele so hergibt?
Deshalb nochmal ganz grundsätzlich die Frage an all diejenigen, die eine Haswell-E- CPU nutzen UND zwar auch für (gemoddete) Spiele wie eben Morrowind, Oblivion, Fallout3 u.v.a.: Bestehen Performanceprobleme seitens dieser CPU? Sind diese durch die genannten Workarounds lösbar, d.h. ist es ausreichend, bei den Energieoptionen zum Einen "Höchstleistung" zu aktivieren, zum Anderen in den erweiterten Optionen manuell die CPU-Mindestleistung von 100% auf 5% zurückzusetzen? Funktioniert das dann zuverlässig? Wie sind generell Eure Erfahrungen mit Haswell-E und älteren (SingleCore-lastigen) Spielen?
Würde mich sehr freuen über Hinweise und Erfahrungsberichte!
P.S.: ...und darüber, wenn mich jemand aufklären könnte, wo zum ... ich hier Emoticons finde?
