Moin Moin.....also beim ASUS Board gibt es 9 LLC Level. 1=off, 5=High, 9=Extreme
Die LLC wirkt direkt auf die Eingangsspannung (CPU input), und bewirkt eine Glättung der Sinuskurve des Eingangssignals. Ist die Kurve also zu groß kann man mit dem LLC da entgegen wirken und das Signal wieder glätten (Stabilisieren). Das wiederum setzt sich dann auch bis zu den anderen Spannungen wie die vCore oder SA fort (SA aber weniger).
Daraus resultiert dann auch eine Stabilere vCore, der vDroop/Overshoot wird reduziert. Heist am Ende, man wird weniger Spannung auf dem Kern benötigen um einen gewisse Frequenz zu betreiben und kann dadurch auch höher Takten...was Wir ja wollen
Stellt man die LLC zu hart ein bewirkt sie genau das Gegenteil....System wird wieder instabil und die Temps gehen auch noch mit nach oben.
Wie es sich jedoch im einzelnen verhält ist dann auch wieder abhängig von der jeweiligen CPU/Board/BIOS Kombination. Ich selbst habe es auch noch nicht vollständig durch getestet, da ich meine entgültige CPU noch nicht habe.....aber Ich werde einmal paar Tests machen um zu sehen wie sich die input bzw vCore dann genau verhält.
Berichtigt mich bitte wenn ich einen Fehler drin habe, aber es sollte so Passen
Gruß
edit: an dieser Stelle auch nochmal Danke an "MehlstaubtheCat" gesagt
Ähm, ganz so stimmt das nicht.
[...]
Die LLC wirkt direkt auf die Eingangsspannung (CPU input),
Das ist richtig.
und bewirkt eine Glättung der Sinuskurve des Eingangssignals.
Das ist falsch. An der Eingangsspannung der CPU (Vin) liegt eine Gleichspannung mit einer überlagerten Brummspannung (=Rippleaspannung) an. Die Brummspannung ist dreieckförmig und kommt von dem Lade- und Entladevorgängen an den Schaltwandlern.
Ist die Kurve also zu groß kann man mit dem LLC da entgegen wirken und das Signal wieder glätten (Stabilisieren).
Auch das ist nicht ganz so. Die Amplitude der Brummspannung wird nicht (direkt) über die Einstellung der Loadline geregelt, da diese von der anliegenden Last und der Schaltfrequenz der Schaltwandler sowie der Anzahl der aktivierten Phasen abhängt. Eine höhere Einstellung der LLC kann aber bewirken, das mehr Phasen aktiviert (wobei unter Last eh alle Phasen an sein sollten) werden, bzw. das die Schaltfrequenz der Wandler erhöht wird. Die LLC bewirkt aber das die Spannung unter Last (je nach Einstellung) weniger stark als von Intel spezifiziert absinkt.
Das wiederum setzt sich dann auch bis zu den anderen Spannungen wie die vCore oder SA fort (SA aber weniger).
Prinzipiell richtig. Dadurch das die Spannung weniger stark unter Last einbricht kann der integrierte Wandler einfacher seine Spannungen bereitstellen, da dieser nun auch beim Minimalwert von Vin (also im "Tal" der Brummspannung) noch ausreichend mit Spannung versorgt wird. Dadurch kann der Schaltwandler günstigere Tastgerade (also das Verhältnis zwischen der An- und Auszeit im Schaltzyklus) einsetzen um die Spannung zu generieren. (Wenn Vin an der Stelle zu gering über Vout liegt, kann es passieren, das der Tastgerad recht nahe an 1 herankommt, was in der Regel für Schaltwandler sehr ungünstig ist (hohe verluste) oder gar nicht erst bereitgestellt werden kann (eventuelles Limit für den Tastgerad um den Schaltwandlwer zu schützen), wodurch dann die Ausgangsspannung einbricht. Da die integrierten Regler auch nicht ohne Verlust arbeiten, muss auch dafür etwas Spannung eingeplant werden.)
Daraus resultiert dann auch eine Stabilere vCore, der vDroop/Overshoot wird reduziert.
Das stimmt bis auf den Overshoot. Dadurch das der integrierte Regler (abgesehen von der höheren "Spannungsreserve") eine geringere Schwankung der Eingangsspannung (Spannungsabfall unter Last) ausgleichen muss, verbessern sich die Spannungsqualitäten dadurch etwas. Beim Thema Overshoot, sieht das ganze aber anders aus. Ein Overschoot (= Überschwingen) entsteht dadurch, das eine Laständerung nicht schnell genug ausgeregelt, bzw. überkompensiert wird. Das Gegenstück zum Overshoot ist der Undershoot (Unterschwingen). Ein Undershoot kann auftreten, wenn die Last schlagartig erhöht wird. Das ist z.B.: dann der Fall wenn die CPU vom Idle auf Vollast wechselt. Hier ist es wichtig, das Vin während dieser transienten Phase trotzdem noch einen so hohen Wert besitzt, das der integrierte Regler koreckt arbeiten kann. Bei erhöhten LLC - Einstellungen soll die Spannung von vorneherein gar nicht so weit absinken, wodurch die Pufferzone für den Undershoot größer ausfällt. Intel hat ja irgendwo mal 400 mV Differenz zwischen Vin und Vcore empfohlen um diesem Problem zu begegnen, da sonst Vin unter eine der erzeugten Spannungen fallen könnte, was dann zu Instabilitäten führen würde (da ja dann der integrierte Regler während dieser Zeit gar nicht arbeiten könnte). Wobei das entsprechend auch von den LLC - Einstellungen abhängen sollte (geringeres Absinken der Spannung unter Last, mehr Puffer für den Undershoot). Da in diesem Lastszenario der integrierte Wabndler auch stark belastet wird (da dieser ja selber die schnelle Laständerung ausregeln muss), dürfte dieser von einer höheren LLC gerade in diesem Fall profitieren. Der Overshoot hingegen tritt bei genau dem entgegengesetzten Szenario auf, bei einem schnell Wechsel der CPU von Vollast auf Idle. Unter Umständen kann dieser nicht schnell genug ausgeregelt werden und es kommt zu einer transienten Spannungsspitze. Um die CPU vor dieser Spannungsspitze zu schützen soll die Spannung (laut der Intelvorgabe) unter Last absinken, denn die Höhe dieser Spannungsspitze ist umso größer je größer (und schneller) die Last ist/wegfällt. Je höher nun die LLC - Einstellung ist, desto höher ist nun auch der Scheitelwert der Spannungsspitze, da sich diese ja auf die bereits anliegende Spannung aufsummiert. Da aber die Höhe des Under- und Overshoots maßgeblich vom Aufbau der Spannungsversorgung (und deren (An)steuerung) abhängt und sich die Intelvorgabe auch entsprechend auf die Referenzspannungsversorgung bezieht, können die Mainboardhersteller durchaus auch mit entsprechenden LLC - Einstellungen die entstehenden Spannungswerte unterhalb der maximal zulässigen (bzw. gefährlichen) Werte halten. Da aber potenziell der Overshoot gefährlicher ist (Haswell-E scheint ja relativ empfindlich auf hohe Vin Spannungen zu reagieren, anscheinend kann es ab 2,2V bereits zu sehr schnellen Ausfällen kommen, zumindest bei hohen Kerntemperaturen), wird dies mit zunemender LLC - Einstellung und vor allem auch erhöhter Vin immer schwieriger. Da beides in der Regel auch noch mit der entsprechend durch die Übertaktung erhöhten Last kombiniert wird, erhöhen sich die Anforderungen an die Spannungsversorgung weiter. In der höchsten LLC - Einstellung ist die Spannung ja in der Regel sogar höher unter Last als ohne Last, was entsprechend die Spannungsspitze weiter steigert. Durch den integrierten Wandler in der CPU ist das aber weniger schlimm als bei den vorherigen CPU - Generationen. Das liegt daran, das früher die Vcore entsprechend angehoben wurde, wodurch der fließende Strom noch weiter gesteigert wurde, wodurch die Spannungsspitze noch größer ausgefallen ist. Durch den integrierten Wandler aber sinkt der fließende Strom durch die Spannungsanhebung aber sogar ab. Das liegt daran, dass der integrierte Wandler die Vcore usw. konstant hält wodurch die von ihm abgegebenen Leistung gleich bleibt. Da beim Schaltwandler die aufgenommene Leistung der abgegebenen Leistung + Verluste enspricht, sinkt entsprechend durch die erhöhte Spannung der aufgenommene Strom.
Heist am Ende, man wird weniger Spannung auf dem Kern benötigen um einen gewisse
Frequenz zu betreiben und kann dadurch auch höher Takten...was Wir ja wollen
Stellt man die LLC zu hart ein bewirkt sie genau das Gegenteil....System wird wieder instabil und die Temps gehen auch noch mit nach oben.
Wie bereits erwähnt kann der integrierte Wandler leichter seine Ausgagnsspannungen stabil halten. Warum aber bei zu hohen LLC Einstellungen die Stabilität wieder nachlässt, kann mehere Ursachen haben. Eventuell ist bei bereits erhöhter Vin diese dann bereits so hoch, das der Wandler wieder in den Bereich der ungünstigeren Tastgerade (Tastgrad zu gering) kommt und eventuell beginnt Schaltzyklen auszulassen (was dann die Qualität der erzeugten Spannung entsprechend verschlechtert) oder / und wieder hohe Verluste erzeugt. Das liegt vermutlich daran, das der Wandler auf einen bestimmten Bereich der Tastgade optimiert wurde. (Schaltwandler werden in der Regel so dimensioniert, das die Verluste in den Schaltelementen in etwa gleich sind. Je nach dem dimensionierten Tastgrad bedeutet das, das die Schalttransistoren unterschiedliche elektrische Eigenschaften haben.)
Ich hoffe, ich konnte ein wenig die Spannungsversorgung beleuchten.
