AW: Härtestes Horror-Game
Ich finde diese Definition sehr treffend:
Der
Mainstream (englisch, wörtlich
Hauptstrom) spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground.
Auch wenn sich aktuell viele "ältere" Spieler zu Spielen der Quake-Reihe hingezogen fühlen, so richtet man sich damit doch eindeutig an die gesammte Zielgruppe der Ego- und Taktikshooter Spieler. Eine Abgrenzung oder besser eine Ausrichtung zu eine Nische findet dort auch nicht statt.
Ein Spiel, welches wie oben angeregt, ausschließlich auf Schock und Horror setzt und dadurch eine bestimmte Zieelgruppe erreichen will, habe ich noch nicht gesehen.
Ich ziehe mal den Vergleich zur Filmindustrie. Dort werden Filme produziert die sich ganz klar an die Leute richten die den 99. Spiederman sehen wollen. Es gibt klasse Filme die mit kleinem Budget aber konsequenter Stiltreue an kleine Zielgruppen gerichtet sind (keine Pornos). Ob es nun um den küstlerischen Aspekt geht oder den lyrischen in Form von Tollen Dialogen... davon findet man Abnseits des Popcorn.Kinos sehr gute Sachen. Natürlich auch viel Schund, was aber glaube ich daran liegt das ein Film leichter zu Produzieren ist wie ein Videospiel (siehe Boll).
Ich habe noch kein Spiel gesehen was konsequent für eine Zielgruppe wie, sagen wir mal als Beispiel 20 bis 40 Jahre, ledig, Horror- und Gothicfan, hört Metal und liest Edgar Allan Poe, konzipiert wurde.
Was ist mit Kunst- und Stiltreue? Ich könnte mir, grade wo der Wolfman wieder ins Kino kommt, auch mal ein Spiel im Gewand der klassischen Gruselfilme vorstellen. Auch in Schwarz/Weiß. Warum macht denn keiner mal sowas? Weil es der Masse nicht gefällt.
Von daher würde ich doch sagen das Quake Wars eindeutig dem Mainstream zuzuordnen ist. Zumindest nach meinem persönlichen Empfinden.
