Gucken Unternehmen zu sehr auf Noten?

Simmt.

Normal ist es so: Man bekommt 100 Bewerbungen und schaut sich die Noten an. Alles unter 2,3 fliegt raus, alles über 1,5 auch. Dann kommt die Detailarbeit. Wer Rechtschreibfehler im Anschreiben hat (wenigstens, wenn's zuviele sind), ist automatisch raus. Dann - und wirklich erst dann - schaut mal jemand auf außerschuliches Engagement oder sowas. Wobei es natürlich auch noch stark darauf ankommt, was für einen Job der Typ den ausfüllen soll. Wenn er Kundenakquise machen soll, wäre es schon sehr hilfreich, wenn man sehen könnte, daß der Bewerber keine Angst vor dem Umgang mit fremden Menschen hat. Wenn er im Büro Sachbearbeiter oder ähliches sein soll, interessiert das soziale Engagement auch wieder kein Schwein.
 
Du darfst nicht vergessen, dass auch auf den Namen/Bild geguckt wird.
Ist der nicht typisch deutsch oder zumindest europäisch, fliegt die Bewerbung auch raus, unabhängig davon ob die Bewerbung jetzt schriftlich gut ist.
 
Simmt.

Normal ist es so: Man bekommt 100 Bewerbungen und schaut sich die Noten an. Alles unter 2,3 fliegt raus, alles über 1,5 auch. Dann kommt die Detailarbeit. Wer Rechtschreibfehler im Anschreiben hat (wenigstens, wenn's zuviele sind), ist automatisch raus. Dann - und wirklich erst dann - schaut mal jemand auf außerschuliches Engagement oder sowas. Wobei es natürlich auch noch stark darauf ankommt, was für einen Job der Typ den ausfüllen soll. Wenn er Kundenakquise machen soll, wäre es schon sehr hilfreich, wenn man sehen könnte, daß der Bewerber keine Angst vor dem Umgang mit fremden Menschen hat. Wenn er im Büro Sachbearbeiter oder ähliches sein soll, interessiert das soziale Engagement auch wieder kein Schwein.

unter 2,3 fliegt er raus?
 
Nein, auch wenn das niemand zugeben würde (da es ja Diskriminierung ist), wird das gemacht.

ich wusste es! Ich bin selbst halb perser, sehe auch dementsprechend raus. Ich habe mich für 2 praktiken beworben damals. Deutsche bank, mit Foto, gleich abglehent. Commerzbank, ohne Foto, für Bewerbungsgespräch eingeladen. Trotz sehr guten Verlauf, bei einer deutschin, abgelehnt.

Jeden dem ich das sage lacht mich aus. Dann hab ich 0,00 chancen. Schlechte Noten, Halb perser, Junge.
 
Du darfst nicht vergessen, dass auch auf den Namen/Bild geguckt wird.
Ist der nicht typisch deutsch oder zumindest europäisch, fliegt die Bewerbung auch raus, unabhängig davon ob die Bewerbung jetzt schriftlich gut ist.

Ich finde, das siehst Du etwas pessimistisch. Aber vielleicht liegt das auch daran, daß ich bis Studienende in einem sehr internationalen Umfeld gearbeitet habe. Mir wäre es persönlich auch bei der Mitarbeiterauswahl ziemlich wurscht. Solange der Typ gut ist, kann er heißen, wie er will.

unter 2,3 fliegt er raus?

Da würde ich die Grenze ziehen. Wenn ich mir anschaue, was junge Studienanfänger heute für Zeugnisnoten haben und wie gut sie schreiben und rechnen können bzw. was sie für Kenntnisse von Geschichte und Literatur haben, wird mir zum Teil richtig schlecht.
 
Naja auch hier gilt, dass die Note nichts über solche Eigenschaften sagt. Aber das hatten wir schonmal.
Aber wieso unter? Du meinst sicherlich über?
 
Doch, das tut sie. Ich weiß, daß viele sagen, Noten wären nicht alles und würden die Persönlichkeit und Fähigkeiten nicht richtig abbilden. Das ist aber nur Geschwätz von denen, die keine guten Noten haben. Mehr nicht.
 
Ok, jemand der stumpf auswendig lernt ist schlauer als jemand der nicht lernt und ne 2 schreibt. Das finde ich schlichtweg falsch.
 
ich wusste es! Ich bin selbst halb perser, sehe auch dementsprechend raus. Ich habe mich für 2 praktiken beworben damals. Deutsche bank, mit Foto, gleich abglehent. Commerzbank, ohne Foto, für Bewerbungsgespräch eingeladen. Trotz sehr guten Verlauf, bei einer deutschin, abgelehnt.

Jeden dem ich das sage lacht mich aus. Dann hab ich 0,00 chancen. Schlechte Noten, Halb perser, Junge.

Ist so, ich weiß nicht, ob es da schon Studien zu gibt, aber leider ein Fakt. :(
Auch wenn ich das bedauerlich finde, so haben viele Menschen mit Migrationshintergrund, obwohl sehr gut in der Schule, schon alleine deswegen schlechtere Chancen, weil sie nicht "Martin" oder "Annika" heißen.

Mein Kind hat jedenfalls keinen typisch deutschen Namen, aber sie wird eh nicht eine Banklehre machen. :D

Ich finde, das siehst Du etwas pessimistisch. Aber vielleicht liegt das auch daran, daß ich bis Studienende in einem sehr internationalen Umfeld gearbeitet habe. Mir wäre es persönlich auch bei der Mitarbeiterauswahl ziemlich wurscht. Solange der Typ gut ist, kann er heißen, wie er will.

Finde ich nicht, natürlich gibts Unterschiede. Einige Unternehmen wollen Studenten haben, bzw. Leute mit abgeschlossenem Studium, die eben internationel Erfahrung haben und wollen in Märkte einsteigen, für die es vorteilhafter ist, jemanden zu nehmen, der von der Optik, dem Namen und der Herkunft da rein passt.

Aber der Schüler, der gerne Versicherungskaufmann werden möchte, hat bessere Chancen, wenn er "Martin" statt "Muhammed" heißt, unabhängig von den Noten.
Und eine "Aische" mit Kopftuch auf dem Bewerbungsbild fällt praktisch schon vorher raus.

Da würde ich die Grenze ziehen. Wenn ich mir anschaue, was junge Studienanfänger heute für Zeugnisnoten haben und wie gut sie schreiben und rechnen können bzw. was sie für Kenntnisse von Geschichte und Literatur haben, wird mir zum Teil richtig schlecht.

Ich weiß, was du meinst, solche kenne ich auch, ich hab schon Abiturienten gesehen, die keine oder wenig Allgemeinbildung haben und nicht mal wussten, wie viele Bundesländer Deutschland hat oder welches die drei Gewalten in Deutschland sind. :(

Ok, jemand der stumpf auswendig lernt ist schlauer als jemand der nicht lernt und ne 2 schreibt. Das finde ich schlichtweg falsch.

Aber du guckst erst mal nach Noten, du hast ja sonst nichts.
Erst im Gespräch kannst du erkenne, ob der auch wirklich eine Ahnung hat.
 
Ok, jemand der stumpf auswendig lernt ist schlauer als jemand der nicht lernt und ne 2 schreibt. Das finde ich schlichtweg falsch.

Warum? Können doch beide gleich schlau sein oder nicht? Der eine kanns halt so vllt. weil er an dem Thema Spaß hat und muss halt sogut wie nichts lernen und der andere muss halt eben alles durchgehen was gemacht worden ist, ob ers jetzt stumpf auswendig lernt oder halt nicht ist ja seine Sache (Ich z.B. leß mir das gemachte Zeug durch reim mir das irgendwie mit eigenen Sätzen zusammen, so kann ichs z.B. besser behalten :D). Heißt aber nicht das der eine dümmer ist als der andere der so ne 2 schreibt :D Manche haben auch einfach in nem Themengebiet Talent :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber nur Geschwätz von denen, die keine guten Noten haben. Mehr nicht.

Dem widerspreche ich. Es ist kein Geheimnis, dass die geistigen Fähigkeiten vieler Menschen nicht mehr das Niveau der vorherigen Generation erreichen. Und es geht weiter abwärts, wie die PISA Studien stets belegen.

Es ist ja durchaus verwunderlich, dass Menschen mit einem Hauptschulabschluss, den sie bspw. vor 20 Jahren "erreicht" haben, oftmals mehr auf dem Kasten haben, als Absolventen der mittleren Reife heutiger Tage. Die sind ja oftmals schon mit simplen Gleichungen, Dreisatz und Wurzelrechnung überfordert.

Noten sagen nahezu nichts über die Fähigkeiten eines Menschen aus, da sie von Menschen vergeben werden.
 
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