AW: gtx 680-770 bios flash (features verfügbar? )
Guten Morgen zusammen! Nach dem Spiel, England vs. Italien, muss ich mich erstmal ein wenig beruhigen (hätte es den Rotweißen echt gegönnt) und wo könnte man um die Uhrzeit besser abschalten als im PCGH Forum...
Ich werde hier einfach meine Erfahrungen weitergeben, denn ich habe vor einigen Tagen meine Palit 680 mit dem Bios meiner Palit 770 geflasht. Die Millionfrage - "Was war der Sinn des ganzen?"
Ich habe mir vor drei Wochen einen 64:27 Monitor gekauft - oder wie es der Einfachheit halber, 21:9 heißt. Ich musste feststellen, dass die GTX 680 die Auflösung von 2560x1080 in einigen Spielen für meinen Geschmack einfach nicht mehr sauber stemmen konnte. Keine Frage, in keinem Spiel fielen die FPS unter 30, aber ich spiele dennoch gerne bei mindestens 60 und mehr Bildern pro Sekunde. Der Monitor hat mich schon einiges gekostet und ich wollte wirklich nicht unbedingt in eine neue High-End Karte investieren. Da kam mir die Idee einfach mal zu probieren, wie sich das ganze im SLI verhält. Aber! Erstens hat meine GTX 680 nur 2GB und zweitens lag der neupreis für eine GTX 680 mal wieder in völlig absurden Dimensionen. Gebraucht war die Karte leider zu dem Zeitpunkt nirgends verfügbar, also dachte ich an die baugleiche GTX 770. Ja liebe PCGH Community, ich weiß alles komische Gedanken, aber ich habe in der Vergangeheit schoneinmal zwei verschiedene Nvidia GK´s zum kuscheln gebracht - "Sli with Different Cards" und konnte auch jetzt meiner Neugier nicht standhalten. Im Outlet habe ich dann eine gebrauchte Palit GTX 770 (2GB) für ca. 220€ ergattern können, zugegeben ein wenig Glück war jetzt auch dabei. Nach dem Einbau der GTX 770 und Neuinstallation der Nvidia Treiber habe ich einfach nur den netten Helfer aus besagtem Thread genutzt, neugestartet und prompt ploppte unten rechts am Bildschirmrand die Meldung auf "Dieses System ist SLI fähig...". Zum Einsatz kam der aktuelle Whql Treiber 337.88.
Jubel, Grins, Freu und schon konnte der Benchmark wahn beginnen. Das System lief astrein mit den beiden Karten, das einzige was mich noch gestört hat, waren die unterschiedlichen Taktraten von Speicher und GPU. Somit kam mir die gleiche Idee wie dem TE und da ich jetzt sowieso schon auf Risiko gespielt hatte, war mir der worst case, dass der Karte die Lichter ausgehen, auch relativ wumpe. Im Vorfeld habe ich versucht die GTX 680 auf 3500Mhz Speichertakt zu setzten, stabil waren aber leider nur 3300Mhz. Der nächste Schritt war dann das Bios beider Karten per GPU-Z auszulesen und im Kepler Bios Editor entsprechend anzupassen. Da eine GTX 770 Grundsätzlich mit mehr GPU Spannung arbeitet, habe ich diesen kurzerhand auf den Wert der 680 gesenkt, um mögliche Problemquellen mit der 680 zu vermeiden. Ausserdem habe ich auch den Speichertakt der 770 von 3500Mhz auf 3300Mhz angepasst und geflasht, alle anderen Einstellungen blieben unangetastet. Das ganze habe ich dann auf die 680 gedonnert - und tatsächlich, alles wunderbar.
Nächste Benchmarkorgie : Keine Steigerung der FPS, aber teils heftige Ruckler im Bild. Beim Blick ins Bios der GTX 770 (was ja jetzt auch auf der 680 lief) fiel mir sofort auf, dass die Werte in der "Voltage Table" wesentlich niedriger waren als bei der 680. Also habe ich die Werte der Mindestspannung wieder weiter in richtung der 680 gedrückt und nochmal auf die 680 geflasht. Wieder Bildruckler, wieder zuwenig Spannung in den PStates und co. oder doch ein anderes Problem? Dritter versuch, wieder das Spannungsminimum angehoben - Peng, beinahe 800 Punkte mehr im Firestrike und ein Butterweiches Bild. Später habe ich dann auch noch schrittweise die Spannungen der 770 von 1212.5mV auf 1175.0mV im Bios Editor gesenkt und die Temps um ca. 2-3 Grad unter Last senken können. Wie dem auch sei, ich habe das ganze nur probiert, um die Karten so synchron wie möglich arbeiten zu lassen und es hat tatsächlich funktioniert, denn die Karten takten beim spielen bei gleicher auslastung (zum testen z.B. Furmark) auch exakt gleich. Ein möglicher Nachteil besteht aber bei dieser Methode, denn seitdem das Bios der 770 auf der 680 werkelt ist es nicht mehr möglich das Powerlimit der Karte zu verändern, es wird auch von keinem Analyse Tool wie dem MSI Afterburner, oder dem Nvidia Inspector mehr ausgelesen. Statdessen ist es nun möglich, die Karte nach dem Boost 2.0 typischem "Templimit" zu regulieren. Erreicht die Karte also eine gewissen Temperatur, taktet die Karte dynamisch runter und oder wieder rauf, um die eingestellte Temperatur zu halten.
Um jetzt aber nochmal zum Kern des ganzen - Sind Features verfügbar, istein Mehrwert oder FPS zuwachs zu erwarten? - Ganz klar ist zu sagen, es macht nicht wirklich Sinn die 680 mit dem Bios einer 770 zu bestücken. Um die Performance einer 770 zu erreichen versucht man einfach den Speichertakt um 500Mhz, also auf insgesamt 3500Mhz zu erhöhen! Die Tatsache, dass die Karte mit dem Bios im Leerlauf mit 135Mhz statt ca. 350Mhz läuft, dürfte wohl auch kaum interessieren. Die Maximalspannung ist bei einer 770 ein klein wenig höher und die Minimalspannungen sind teilweise um 127mV niedriger - Meine GTX 680 mochte diese kleinen Werte nicht und mussten um ca. 80mV nach oben korrigiert werden. Mit dem Bios der 770 ist es mir nun möglich auch bei der 680 das Temperatur Limit einzustellen, ob dieses Feature notwendig ist, muss wohl jeder selber wissen. Zum Übertakten kann ich so gut wie noch gar nichts sagen, denn das habe ich hier in der SLI konfiguration nun erstmal nicht in erwägung gezogen. Ich habe das ganze nur praktiziert, um den bestmöglichen SLI Betrieb mit den Karten zu erreichen und möchte auch ganz klar betonen, dass ich natürlich keine Garantie für den Erfolg dieser Methode gebe, geschweige denn für Schäden in jeglicher Form hafte. Ich habe hier zwei Palit Karten verwendet und denke dass das auch gute Voraussetzungen für einen Erfolg waren. Ausserdem wird die Karte weiterhin als GTX680 erkannt, die Device ID wird über Wiederstände auf der Grafikkarte definiert und die einzige Möglichkeit die Device ID zu ändern besteht in der Modifikation dieser. Hier könnte man auch ein werkeln, aber dafür bedarf es Erfahrung im Löten und vor allem auch vernünftigem Lötwerkzeug - ist ja auch wieder ein anderes Thema, ebenso ob 2GB und SLI überhaupt noch Sinn machen
Am Ende noch ein Bildschirmfoto und ein aktueller 3DMark Firestrike mit den beiden Karten :
Guten Morgen zusammen! Nach dem Spiel, England vs. Italien, muss ich mich erstmal ein wenig beruhigen (hätte es den Rotweißen echt gegönnt) und wo könnte man um die Uhrzeit besser abschalten als im PCGH Forum...

Ich werde hier einfach meine Erfahrungen weitergeben, denn ich habe vor einigen Tagen meine Palit 680 mit dem Bios meiner Palit 770 geflasht. Die Millionfrage - "Was war der Sinn des ganzen?"
Ich habe mir vor drei Wochen einen 64:27 Monitor gekauft - oder wie es der Einfachheit halber, 21:9 heißt. Ich musste feststellen, dass die GTX 680 die Auflösung von 2560x1080 in einigen Spielen für meinen Geschmack einfach nicht mehr sauber stemmen konnte. Keine Frage, in keinem Spiel fielen die FPS unter 30, aber ich spiele dennoch gerne bei mindestens 60 und mehr Bildern pro Sekunde. Der Monitor hat mich schon einiges gekostet und ich wollte wirklich nicht unbedingt in eine neue High-End Karte investieren. Da kam mir die Idee einfach mal zu probieren, wie sich das ganze im SLI verhält. Aber! Erstens hat meine GTX 680 nur 2GB und zweitens lag der neupreis für eine GTX 680 mal wieder in völlig absurden Dimensionen. Gebraucht war die Karte leider zu dem Zeitpunkt nirgends verfügbar, also dachte ich an die baugleiche GTX 770. Ja liebe PCGH Community, ich weiß alles komische Gedanken, aber ich habe in der Vergangeheit schoneinmal zwei verschiedene Nvidia GK´s zum kuscheln gebracht - "Sli with Different Cards" und konnte auch jetzt meiner Neugier nicht standhalten. Im Outlet habe ich dann eine gebrauchte Palit GTX 770 (2GB) für ca. 220€ ergattern können, zugegeben ein wenig Glück war jetzt auch dabei. Nach dem Einbau der GTX 770 und Neuinstallation der Nvidia Treiber habe ich einfach nur den netten Helfer aus besagtem Thread genutzt, neugestartet und prompt ploppte unten rechts am Bildschirmrand die Meldung auf "Dieses System ist SLI fähig...". Zum Einsatz kam der aktuelle Whql Treiber 337.88.
Jubel, Grins, Freu und schon konnte der Benchmark wahn beginnen. Das System lief astrein mit den beiden Karten, das einzige was mich noch gestört hat, waren die unterschiedlichen Taktraten von Speicher und GPU. Somit kam mir die gleiche Idee wie dem TE und da ich jetzt sowieso schon auf Risiko gespielt hatte, war mir der worst case, dass der Karte die Lichter ausgehen, auch relativ wumpe. Im Vorfeld habe ich versucht die GTX 680 auf 3500Mhz Speichertakt zu setzten, stabil waren aber leider nur 3300Mhz. Der nächste Schritt war dann das Bios beider Karten per GPU-Z auszulesen und im Kepler Bios Editor entsprechend anzupassen. Da eine GTX 770 Grundsätzlich mit mehr GPU Spannung arbeitet, habe ich diesen kurzerhand auf den Wert der 680 gesenkt, um mögliche Problemquellen mit der 680 zu vermeiden. Ausserdem habe ich auch den Speichertakt der 770 von 3500Mhz auf 3300Mhz angepasst und geflasht, alle anderen Einstellungen blieben unangetastet. Das ganze habe ich dann auf die 680 gedonnert - und tatsächlich, alles wunderbar.
Nächste Benchmarkorgie : Keine Steigerung der FPS, aber teils heftige Ruckler im Bild. Beim Blick ins Bios der GTX 770 (was ja jetzt auch auf der 680 lief) fiel mir sofort auf, dass die Werte in der "Voltage Table" wesentlich niedriger waren als bei der 680. Also habe ich die Werte der Mindestspannung wieder weiter in richtung der 680 gedrückt und nochmal auf die 680 geflasht. Wieder Bildruckler, wieder zuwenig Spannung in den PStates und co. oder doch ein anderes Problem? Dritter versuch, wieder das Spannungsminimum angehoben - Peng, beinahe 800 Punkte mehr im Firestrike und ein Butterweiches Bild. Später habe ich dann auch noch schrittweise die Spannungen der 770 von 1212.5mV auf 1175.0mV im Bios Editor gesenkt und die Temps um ca. 2-3 Grad unter Last senken können. Wie dem auch sei, ich habe das ganze nur probiert, um die Karten so synchron wie möglich arbeiten zu lassen und es hat tatsächlich funktioniert, denn die Karten takten beim spielen bei gleicher auslastung (zum testen z.B. Furmark) auch exakt gleich. Ein möglicher Nachteil besteht aber bei dieser Methode, denn seitdem das Bios der 770 auf der 680 werkelt ist es nicht mehr möglich das Powerlimit der Karte zu verändern, es wird auch von keinem Analyse Tool wie dem MSI Afterburner, oder dem Nvidia Inspector mehr ausgelesen. Statdessen ist es nun möglich, die Karte nach dem Boost 2.0 typischem "Templimit" zu regulieren. Erreicht die Karte also eine gewissen Temperatur, taktet die Karte dynamisch runter und oder wieder rauf, um die eingestellte Temperatur zu halten.
Um jetzt aber nochmal zum Kern des ganzen - Sind Features verfügbar, istein Mehrwert oder FPS zuwachs zu erwarten? - Ganz klar ist zu sagen, es macht nicht wirklich Sinn die 680 mit dem Bios einer 770 zu bestücken. Um die Performance einer 770 zu erreichen versucht man einfach den Speichertakt um 500Mhz, also auf insgesamt 3500Mhz zu erhöhen! Die Tatsache, dass die Karte mit dem Bios im Leerlauf mit 135Mhz statt ca. 350Mhz läuft, dürfte wohl auch kaum interessieren. Die Maximalspannung ist bei einer 770 ein klein wenig höher und die Minimalspannungen sind teilweise um 127mV niedriger - Meine GTX 680 mochte diese kleinen Werte nicht und mussten um ca. 80mV nach oben korrigiert werden. Mit dem Bios der 770 ist es mir nun möglich auch bei der 680 das Temperatur Limit einzustellen, ob dieses Feature notwendig ist, muss wohl jeder selber wissen. Zum Übertakten kann ich so gut wie noch gar nichts sagen, denn das habe ich hier in der SLI konfiguration nun erstmal nicht in erwägung gezogen. Ich habe das ganze nur praktiziert, um den bestmöglichen SLI Betrieb mit den Karten zu erreichen und möchte auch ganz klar betonen, dass ich natürlich keine Garantie für den Erfolg dieser Methode gebe, geschweige denn für Schäden in jeglicher Form hafte. Ich habe hier zwei Palit Karten verwendet und denke dass das auch gute Voraussetzungen für einen Erfolg waren. Ausserdem wird die Karte weiterhin als GTX680 erkannt, die Device ID wird über Wiederstände auf der Grafikkarte definiert und die einzige Möglichkeit die Device ID zu ändern besteht in der Modifikation dieser. Hier könnte man auch ein werkeln, aber dafür bedarf es Erfahrung im Löten und vor allem auch vernünftigem Lötwerkzeug - ist ja auch wieder ein anderes Thema, ebenso ob 2GB und SLI überhaupt noch Sinn machen

Am Ende noch ein Bildschirmfoto und ein aktueller 3DMark Firestrike mit den beiden Karten :