Grundsatzfragen WLAN

poweruser181

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,

ich darf demnächst bei unserem Umzug
ein neues Netz aufbauen. Da wir in einen Altbau umziehen, ist mit vorhandenen Kabelkanälen etc nicht besonders viel zu holen. Wir haben uns dagegen entschieden überall neue leitungen verlegen zu lassen, Zu teuer. Das Geld das wir so sparen wollen wir als Budget für ein WLAN netzwerk setzen. Natürlich wollen wir nach möglichkeit drunter bleiben :D. Ich wollte die hauptlast auf einen AC Router legen. deshalb jetzt zu meiner Frage. So weit ich weiß sind auch Netze nach AC Standard Abwärtskompatibel zu geräten eines älteren standards? ... Was passiert aber mit den Schnelleren Geräten im Netz? Werden die dann auch eingebremst? Sprich wenn ich ein paar AC Geräte im Netz hab und dann z.B. ein b Gerät dazu kommt, können die anderen im netzwerk dann immer noch mit AC arbeiten oder müssen die dann auch nach b standard schleichen?

thx&mfg
 
Jedes Gerät nimmt den schnellsten "Standard" an. Ausgebremst wird es nicht. Da es abwärtskompatibel ist, gibt es da auch keine Probleme.
 
Ein AC Router ist nicht zwangsweise kompatibel mit "älteren" Geräten. Wenn es ein vernünftiger Router ist, dann wird er vermutlich das 2.4 und das 5 Ghz Frequenzband unterstützen. Wenn er allerdings nur das 5Ghz Frequenzband welches für AC genutzt wird unterstützt, dann sind keine Verbindungen mit Geräten mit einem älteren Standard als N möglich, da das 5Ghz Band erst ab 802.11n unterstützt wird.
 
Kommt drauf an:
5 GHz unterstützt die Standards ac/a/n. Je nachdem wie der Router eingestellt ist, kann er verschiedene Bänder unterstützen. Meiner kann z.B. nur entweder ac oder n verwenden (einstellbar übers Routermenü). Wenn du jetzt also ac und n-Geräte im 5GHz Band verwenden willst, musst du warscheinlich auf n stellen (wenns der Router nicht selbst macht, wenn sich so ein Gerät einloggen will). Im Normalfall unterstützen ac-Geräte auch n, sind aber dann entsprechend langsamer.
Bei 2,4 GHz gibts ja b/g/n. Die meisten Router unterstützen die alle, aber wenn sich z.B. ein b oder g-Gerät ins Netz einloggt, werden andere Geräte die n unterstützen gezwungen, mit b oder halt g zu funken, die Geschwindigkeit bzw. das Protokoll orientiert sich also am schwächsten Glied im Netz.
 
Grundsätzlich hast du recht. Ich bin von einem Dualband-Router ausgegangen. Das 5 GHz Band gibt es aber schon seit der 802.11a Version.
 
Kommt drauf an:
5 GHz unterstützt die Standards ac/a/n. Je nachdem wie der Router eingestellt ist, kann er verschiedene Bänder unterstützen. Meiner kann z.B. nur entweder ac oder n verwenden (einstellbar übers Routermenü). Wenn du jetzt also ac und n-Geräte im 5GHz Band verwenden willst, musst du warscheinlich auf n stellen (wenns der Router nicht selbst macht, wenn sich so ein Gerät einloggen will). Im Normalfall unterstützen ac-Geräte auch n, sind aber dann entsprechend langsamer.
Bei 2,4 GHz gibts ja b/g/n. Die meisten Router unterstützen die alle, aber wenn sich z.B. ein b oder g-Gerät ins Netz einloggt, werden andere Geräte die n unterstützen gezwungen, mit b oder halt g zu funken, die Geschwindigkeit bzw. das Protokoll orientiert sich also am schwächsten Glied im Netz.
Also würde ich dann für jeden Standart den ich unterstützen können will einen eigenen AP einrichten müssen, damit nichts gebremst wird, oder kommen an der stelle die unten genannten dual band router ins spiel?

Grundsätzlich hast du recht. Ich bin von einem Dualband-Router ausgegangen. Das 5 GHz Band gibt es aber schon seit der 802.11a Version.
Ist WLAN AC Nicht kombiniert auf 2,4 und 5 GHz Gleichzeitig? Wäre das nicht automatisch Dual Band oder hab ich da was falsch verstanden?

mfg
 
ac-WLAN ist nur auf 5 GHz vorhanden, also 5 GHz: ac/a/n und 2,4 GHz: b/g/n. Aber nicht jedes Gerät, was den n-Standard hat, muss dies im 5 GHz-Bereich können. Ob die Geräte auch n im 5 GHz-Band können kannst du sehen, wenn der a-Standard unterstützt wird, der ist älter und daher kann wohl (fast) jedes 5 GHz-n-Gerät auch a.

Dual-Band-Router können auf beiden Bändern funken (manche gleichzeitig, manche nicht, da aufpassen), also du kannst auf 5 und 2,4 GHz je ein Funknetz laufen lassen.
 
Auch drauf achten dass der Router nucht nur Dualband kann, denn das bedeutet lediglich, dass der Router 5Ghz oder 2,4Ghz beherrschen muss. Sondern auch auf "Dualband simultan" achten was bedeutet, dass er 5Ghz und 2,4Ghz gleichzeitig beherrschen muss.

Und möglicherweise wird für eich MU(Multiuser)-MIMO interresannt, da dort W-LAN Antennenkonfigurationen aufgeteilt werden können. Das müssen aber alle Teilnehmer beherrschen! da geht dann z.b. bei einem Router mit 4x4 ein Stream mit einem Notebook zu 2x2 und noch ein Stream zu einem Handy mit 1x1 und noch einem Handy mit 1x1. Dabei sind dann alle als einzelne Streams angebunden und müssen sich nix Teilen.

MfG Basti
 
Ich würde erst mal einen Check machen, welche max. Verbindungsgeschwindigkeit überhaupt anliegt ;)

Gerade in älteren Gebäuden, sind die letzten Meter zwischen Verteilung und Hausanschluß, das Problem ;)
 
@Adi1 ich will unsere DVDs auf einem Home Server virtualisieren um sie in s ganze Haus streamen zu können. unabhängig von der Bandbreite die aus der dose kommt muss da die Bandbreite stimmen :)
und da ich noch nicht genau weiß welche Bandbreite dann die hoch auflösenden Anteile wollen muss ich halt hoch ansetzen :ugly::D
 
Wir haben uns dagegen entschieden überall neue leitungen verlegen zu lassen, Zu teuer.

Was ist daran so teuer? Ein paar Löcher in die Wände bohren ist ja nicht so schwer...

Was passiert aber mit den Schnelleren Geräten im Netz? Werden die dann auch eingebremst? Sprich wenn ich ein paar AC Geräte im Netz hab und dann z.B. ein b Gerät dazu kommt, können die anderen im netzwerk dann immer noch mit AC arbeiten oder müssen die dann auch nach b standard schleichen?

Wie schon an anderer Stelle erwähnt musst du zwischen 2,4GHz W-LAN und 5GHz W-LAN unterscheiden. Diese beiden Varianten die man parallel zueinander verwenden kann bremsen sich nicht gegenseitig aus.

Arbeiten zwei Geräte aber im selben 2,4 bzw. 5GHz Netz bremsen sie sich sehr wohl potenziell gegenseitig aus. W-LAN arbeitet (üblicherweise) per Zeitmultiplexing: Die einzelnen Geräte übertragen abwechselnd, nacheinander ihre Datenpakete. Langsamere Geräte brauchen dabei ein längeres Zeitfenster für eine gegebene Datenmenge und bremsen das Netz damit sogar überproportional stark aus, das kann Geschwindigkeits- und insbesondere auch Latenzprobleme für alle anderen Geräte im Netz mit sich bringen.

Aber: Langsame Geräte übertragen ja in der Regel auch nicht so viele Daten was das Problem dann doch wieder reduziert.


Dennoch: Meiner Meinung nach sollte man W-LAN möglichst exklusiv für (mobile) Geräte benutzen die es wirklich brauchen und alle anderen Geräte per Ethernet anbinden.
 
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Was ist daran so teuer? Ein paar Löcher in die Wände bohren ist ja nicht so schwer...

Ich weiß ja nicht wie das in Wien aussieht aber ich habe auch einen Altbau. Wenn man "überall" neue Kabel verlegen lässt, und so sieht es die Bauvorschrift vor, dass man es durch einen Elektriker machen lässt (bzw. mindestens den Anschluss an den Verteiler), dann kommt da ein Haufen Kohle zusammen. Erst recht wenn es Elektrickser gibt, die nicht arbeiten, wenn Vorarbeit geleistet wurde. Unser vorhaben sollte damals mehrere tausend Euro kosten, ist aber auch kein kleinen Haus.

Beispiel: Eine dämliche Potentialausgleichschiene mit Kreuzeder (ca. 25 Meter Kabelweg) und Anbindung an Gas-, Wasser- und Stromnetz samt Messung kostete alleine 487,XX€ Brutto. Material inklusive.

Die Meinungen gehen aber weit auseinander. Die einen wollen es selber machen, die anderen haben keine Zeit oder wollen sich nicht damit auseinandersetzen. Wir mussten es machen lassen - leider. Wissen wäre vorhanden gewesen.

B2T: Prinzipiell sollte man immer nach Möglichkeit Ethernet verwenden, weil es einfach relativ störungsfrei ist. 5 GHz ist schön, gerade ich hochfrequenzierten Bereichen aber die Reichweite sinkt quasi pro Wand um ein paar Meter, schlimmer als beim 2.4 GHz Netz. Relativ moderne Geräte sollten bereits allesamt das 2.4 GHz N-Netz unterstützen und darauf solltest du auch möglichst schalten, das hat den Vorteil das kein Roaming (innerhalb eures Netzwerks) stattfindet und ein "langsames" Gerät (was im G-Netz schneller unterwegs wäre, wegen der Reichweite) nicht die Geräte im N-Netz mit besseren Empfang ausbremst.

Gerade im Altbau musst du schauen, wie die Baumasse aussieht. Wir haben im Boden viel Kohlasche und die sorgt dafür, dass das WLAN-Signal nach knapp einer Decke fast vollständig weg ist bzw. nur noch mit ca. 25% ankommt.
 
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Ich weiß ja nicht wie das in Wien aussieht aber ich habe auch einen Altbau. Wenn man "überall" neue Kabel verlegen lässt, und so sieht es die Bauvorschrift vor, dass man es durch einen Elektriker machen lässt (bzw. mindestens den Anschluss an den Verteiler), dann kommt da ein Haufen Kohle zusammen. Erst recht wenn es Elektrickser gibt, die nicht arbeiten, wenn Vorarbeit geleistet wurde. Unser vorhaben sollte damals mehrere tausend Euro kosten, ist aber auch kein kleinen Haus.

Wir reden hier von Netzwerkkabeln und nicht von Stromkabeln das sind doch zwei paar Schuhe.

Ich würde grundsätzlich alles aufputz machen und nur durch Wände bohren, nicht aufstemmen.

Zumindest bei uns in Wien/Österreich ist was das betrifft nicht nur Selbermachen erlaubt, der Vermieter kann es einem gegebenenfalls nichtmal verbieten.

Allzu kompliziert oder zeitaufwendig ist das auch nicht, wenn man keine übertriebenen ästhetischen Ansprüche hat kann man auch in einem größeren Einfamilienhaus locker an einem Nachmittag ein Kabel in jedes Zimmer legen.
 
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