Griechenland verabschiedet sich aus dem Euro?

Da muss ich dir sogar recht geben. Der Karren steckt in Griechenland schon lange im Dreck. Deshalb denke ich das Griechenland selbst nur noch ein grosser Knall, der das ganze korrupte System zusammenbrechen lässt, helfen würde. Bleibt nur die Frage wie das z.B. auf den Euro abfärben würde. :ugly:

Dumm nur das eine Staatspleite fast garnicht die treffen wird die dafür gesorgt haben das Griechenland heute in der Lage ist in der es ist und die sich auf dem Rücken der Allgemeinheit sich bereichert haben, sondern wieder vor allem nur die einfachen Menschen die ehr wenig dafür können.
Wer in Griechenland Geld besitzt und in der Vergangenheit keine Steuern zahlte, sowie anderwertig von profitiert hat, nun der hat sein Vermögen sowieso schon lange woanders in Sicherheit gebracht und in Jachten und Grundstücke angelegt.
Dieses Personen trifft es sowieso nicht besonders wen der Staat Pleite gehen wird.

So sieht es doch aus, von daher, leiden tun darunter die falschen.
 
Dein Palaver hat vor allem 0 mit der Realität zu tun, als ob egal was für eine Regierung noch Handlungsfähig wäre bei dem Spardiktat das dort seit Jahren läuft.
Aber Hauptsache mal wieder seine Politischen Ressentiments auf Griechenland übertragen. Und natürlich hat das Video was mit deiner Aussage zu tun, die Lage in der wir uns jetzt aktuell Befinden ist 1:1 die selbe wie 3 Jahre davor und haben sie schon mit anderen Regierungen durch, die auch keine Lösung für das Problem anbieten können. Also tu nicht so als hätten dort Linke Kräfte in einem Rausch aus Verschwendung den Karren vollends gegen die Wand gefahren. Der Wagen steckte schon seit Anfang an im Dreck und das hatten ganz andere Regierungen zu verantworten.

Das "Spardiktat" leitet sich aus volkswirtschaftlichen Theorien ab oder glaubst du, dass die Fachleute der EU es willkürlich verhängt haben bzw fordern? Andere Länder haben sich auch von der Krise erholt, nur Griechenland schafft es nicht. Und wenn du nur ein bißchen die aktuelle Realität checken würdest, dann würdest du merken, dass die linke Spinner-Regierung Griechenland gerade auf eine Katastrophe zusteuert. Gründe dafür hab ich schon genannt. Aber was soll ich mit dir Posts austauschen... Guck halt weiter deine Youtube-Filmchen und komm dir schlau vor. :ugly:

Edit: SO, jetzt ist es passiert. Der Anfang vom Ende. Griechenland: Eurozone lehnt Verlängerung von Hilfsprogramm ab - SPIEGEL ONLINE
 
so ein Land wie Griechenland das sich in den Euro mit falschen Zahlen reingemogelt hat hätte man schon lange rausschmeißen müssen aber besser später als nie ... raus mit denen aber ganz schnell !

Ich berichtige das mal:
So ein Land wie Deutschland, das sich in den Euro mit falschen Zahlen reingemogelt hat hätte man schon lange rausschmeißen müssen aber besser später als nie ... raus mit denen aber ganz schnell !

Ja richtig: Die damalige Bundesregierung hat insgesamt etwa 3% BIP Staatsverschuldung in einem Sonderfonds versteckt, um nicht über die 60% zu kommen.
Deutschland war auch bereits Anfang der 2000er zu Strafzahlungen verdonnert worden, weil es die Stabilitätskriterien nicht eingehalten hatte.

Neben Luxemburg und der Slowakei (zumindest bis zur WW-Krise 2009) wäre demnach jetzt kein Land mehr im Euro...

Aber wir haben das ja hingekriegt und auf dem Rücken der kleinen und kleinsten Leute einen Europa und Weltweit einzigartigen Niedriglohnsektor etabliert, in dem Menschen 40h die Woche arbeiten können und trotzdem nicht über die Armutsschwelle kommen können und auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind.

Wer darüber mal wirklich heulen will:

https://www.youtube.com/watch?v=lWKR7tN1Stc
oder die etwas ältere Ultralangversion:
https://www.youtube.com/watch?v=-9mG533Acyo
 
Die Griechen trifft die Staatspleite so oder nicht, sondern die Steuerzahler in den restlichen Ländern.

Nein, der Staatsbankrott wird die griechische Bevölkerung sehr hart treffen. ;)

Früher oder später ist Griechenland sowieso auf die Hilfe des IWF angewiesen.
Staatsanleihen oder dgl. dürften jetzt kaum noch platzierbar sein.

Gewisse Parallelen gibt es da zur Argentinien-Krise Ende der 90er-Jahre.
 
So wie es jetzt aussieht, verabschiedet sich Griechenland (unfreiwillig?) aus dem Euro. Die Finanzminister der Euro-Staaten sitzen seit ein paar Minuten zusammen und beraten. Die ersten Wortmeldungen deuten aber darauf hin, dass das Hilfsprogramm für Griechenland nicht bis kommenden Samstag verlängert wird, um das Referendum in Griechenland abzuhalten.

Keine Sorge, Griechenland wird nicht aus dem Euro fliegen. Was läuft, ist Säbelrasseln, um das Maximum für die deutsche Wirtschaft auf der einen bzw. das griechische Volk auf der anderen Seite rauszuschlagen. Ich bin gespannt, wo man am Ende den Kompromis zieht, aber Fakt ist:

- Man kann Griechenland gar nicht rausschmeißen. Es fehlt schlichtweg ein rechtlicher Rahmen dafür. Und "Mitglied in der Eurozone sein" besteht letztlich auch aus nichts anderem, als "seinen Haushalt in Euro führen" (wie wollte man das Griechenland verbieten?) und "In Absprache mit der EZB Euro drucken". Wenn man letzteres ohne passendes Gesetz untersagt, dann wird sich sicherlich niemand an das Verbot halten, Griechenland hat sein Schuldenproblem gelöst und die EZB ihr Problem der zu geringen Inflation :ugly:

- Es wäre für die anderen Euroländer noch schlechter, wenn Griechenland die Drachme einführen würde. Denn selbst wenn man einvernehmlich aus der Eurozone austritt, wäre man immer noch EU-Mitglied - und innerhalb der EU herrscht Freizügigkeit. Was glaubst du, was es für Griechische Arbeitnehmer bzw. Arbeitslose bedeutet, wenn die einheimische Währung (und damit alle Löhne/Hilfsleistungen) auf einmal auf ein Viertel abgewertet werden? Eben: Absolut jeder Job in einem anderen EU-Land wäre besser. Ein zweites Rumänien braucht niemand in der EU und es ist immer noch günstiger, die griechischen Arbeitslosen im jetzigen griechischen Staat zu finanzieren, als sie durch Arbeitslose in Deutschland zu ersetzen

- Ein knallharter Austrittskurs ist für Deutschland die teurere Lösung. Nur zur Erinnerung: Griechenland macht derzeit 0,5-1% Primärüberschuss! Wenn die morgen aufhören, Hilfsleistungen zu empfangen und zeitgleich aufhören, ihre Schuldenraten zu zahlen, dann führt das zu einer besseren Haushaltslage. Zugegebenermaßen müssen dann ihre eigenen Banken stabilisieren, weswegen das ganze nur bedingt attraktiv ist - aber das ist nichts gegen die Situation in Deutschland, wenn die hiesigen Banken die Kredite abscheiben müssen, die sie Griechenland mit dicken Zinsen aufs Auge gedrückt haben. Da Merkel&Co es aber nicht zulassen werden, dass die armen, armen Eigentümer und Vorstände (also z.T. die Politiker selbst) von Deutscher und Commerzbank ihre Millionengewinne verringern müssen, gibt es ohnehin nur zwei Möglichkeiten:
a) Wir geben den Griechen ein paar Milliarden, die packen ein paar Millionen drauf und das kriegen dann deutsche Banken
b) Wir geben den deutschen Banken mehr als ein paar Milliarden und die Griechen machen ihr eigenes Ding


Fazit: Die Griechen bleiben definitiv im Euro. Die spannende Frage ist, ob Merkel und Schäuble sie dazu zwingen können, noch näher am Existenzminimum zu vegetieren und noch mehr ihres Tafelsilbers für fast nichts an deutsche Investoren zu verrramschen?
 
Das "Spardiktat" leitet sich aus volkswirtschaftlichen Theorien ab oder glaubst du, dass die Fachleute der EU es willkürlich verhängt haben bzw fordern? Andere Länder haben sich auch von der Krise erholt, nur Griechenland schafft es nicht. Und wenn du nur ein bißchen die aktuelle Realität checken würdest, dann würdest du merken, dass die linke Spinner-Regierung Griechenland gerade auf eine Katastrophe zusteuert. Gründe dafür hab ich schon genannt. Aber was soll ich mit dir Posts austauschen... Guck halt weiter deine Youtube-Filmchen und komm dir schlau vor. :ugly:

Edit: SO, jetzt ist es passiert. Der Anfang vom Ende. Griechenland: Eurozone lehnt Verlängerung von Hilfsprogramm ab - SPIEGEL ONLINE


Sorry, aber da merkt man das du von Volkswirtschaft bzw. Wirtschaftlichen Vorgängen im Allgemeinen nicht einen Hauch einer Ahnung hast. Aber wozu auch fundiertes Wissen zu einem Thema wenn man auch einfach auf andere "Pleitegeier" schimpfen kann, die sich einfach zu dumm anstellen in ihrer Unfähigkeit...
Also mal was ganz Grundlegendes, eine Volkswirtschaft funktioniert nicht wie Oma Ernas Haushalt. Das heißt Konkret im Gegensatz zu Oma Erna MUSS ein Staat immer dann die höchsten Ausgaben tätigen wenn sich seine Wirtschaft in der Krise befindet - alles andere würgt ein Land komplett ab und sorgt für das Chaos von deinen tollen Fachleuten, die einfach nicht den Zustand zugeben können das in Griechenland ein riesen Haufen ******** aus Globaler Finanzsicht getätigt wurde. Wir als Deutsche und viele andere Nationen und das geht zurück bis in die 30er als die Weltwirtschaft abgeschmiert ist - seitdem wissen Ökonomen das und es ist wirklich der einfachst zu verstehende zusammenhang - Ein Staat muss sich paradox zu seinen Einnahmen verhalten, ansonsten funktioniert er wie ein Katalysator und verstärkt nur den zusammenbruch dramatisch.
Meinste Aktionen wie hier aus der Krise ala "Abwrackprämie" usw. waren Sparaktionen ? Nein es waren dramatische Ausgaben um die Wirtschaft zu stabilisieren. Während wir und andere Länder das vernünftigste Getan haben was man als Volkswirtschaft in einer Krise tun kann, Ausgaben erhöhen um so die Konjunktur wieder zu stärken - haben wir uns jahrelang vor Griechenland gesetzt, ihnen erzählt sie müssen in der selben Situation nur lang genug Sparen und alles wird wieder in Ordnung...
Während die Situation schon ab dem ersten Crashtag so aussah, das man wusste das die Enorme Schuldenlast die auf Griechenland abgewälzt wurde, für exponentielles Schulden wachstum sorgen würde.
Aber Bild Lesern wie dir kann man ja jeden Scheiss verkaufen, solange man am ende des Tages gegen andere Hetzen kann die "faul,unfähig & undankbar" sind, ist doch alles super...
 
@Putinversteher: Das stimmt so nicht. Wenn ich mich aus meinen paar Semestern VWL noch richtig erinnere hat das Deficit Spending nie ein nachweisbaren längerfristigen Effekt auf die Wirtschaft gehabt. Trotzdem wird es gerne weiterhin gefordert, aber die einfach gedachte Formel in Krisenzeiten solle der Staat Investitionen tätigen und kann dann in ner Boomphase die Kosten wieder reinholen, funktioniert so nicht. Im Gegenteil verschuldet sich der Staat meist weiter und kriegt die Schulden nie wieder rein. Das sind leider die empirischen Fakten...

Nebenbei muss Griechenland erstmal die elementarsten Dinge auf die Reihe bringen wie ein funktionierendes Steuersystem, Bekämpfung der Korruption, transparente Renten, Entschlackung der Bürokratie etc. bevor auch nur an sinnvolle Investitionen zu denken wäre. Unternehmen werden aktuell den Teufel tun und in Griechenland investieren und da nützen auch Milliardenhilfen der Nachbarn nix so lange nicht ne vernünftige Basis geschaffen wird.
 
...Nebenbei muss Griechenland erstmal die elementarsten Dinge auf die Reihe bringen wie ein funktionierendes Steuersystem, Bekämpfung der Korruption, transparente Renten, Entschlackung der Bürokratie etc. bevor auch nur an sinnvolle Investitionen zu denken wäre. Unternehmen werden aktuell den Teufel tun und in Griechenland investieren und da nützen auch Milliardenhilfen der Nachbarn nix so lange nicht ne vernünftige Basis geschaffen wird.

Genau so siehts aus. Im momentanen Zustand ist das Land eine gigantische Geldverbrennungsmaschine. Der Wille daran etwas zu ändern scheint auch nicht sonderlich ausgeprägt zu sein.
 
Jein, aus empirischer Sicht ist es natürlich fragwürdig - das Problem sind die alternativen. Natürlich liest es sich auf dem Papier besser wenn man den Sparkurs beibehält - aber man muss sich doch mal mit den realen Situationen vor Ort auseinandersetzen. Und du kannst dich ja umsehen, von den USA über Deutschland, GB usw. alle haben Deficit Spending betrieben. Unsere Wirtschaftskreisläufe sind ja auch garnicht daran interessiert Schulden wirklich abzubauen, da dies ja auch Kapitalentzug bedeuten würde, sondern immer nur die aktuellen Schulden bedienen zu können.
Aber du beschreibst ja eigentlich recht gut das Problem des Euros, Griechenland muss sich Deutschland anpassen um im Euro Rahmen funktionieren zu können, ob das für Griechenland oder Deutschland an einem Punkt wirklich Sinn macht fragt ja kaum einer mehr weil so lange die "der Euro ist alternativlos" und "ohne den Euro zerbricht Europa" Ideologie verbreitet wurde.
 
Kann nicht valide beurteilen, ob es Griechenland mit eigener Währung wirtschaftlich wieder besser geht oder nicht. Ich hoffe es jedenfalls.

Mit hoher Sicherheit nicht. Normalerweise liegt der Vorteil einer eigenen Währung darin, dass man die Inflation kontrollieren kann:
Hat man hohe Schulden in der Landeswährung und wenig Barvermögen (aber ein gewisses Sachvermögen) steigert man die Inflation. Ergebnis: Die Schulden sind kaum noch etwas wert und können aus dem inflationsbedingt numerisch höheren Umsatz oder aus dem jetzt numerisch wertvolleren Sachvermögen leicht beglichen werden. (Vergl. Deutschland Ende der 20er: Die Schuldenlast aus dem 1. WK war anfangs erdrückend. Zum Ende hatte sie den Gegenwert von ein paar Pfund Brot. Die Vermögen derjenigen, die ihr Geld auf der Bank hatten, weil es nicht ganz für ein Haus gereicht hätte, waren zwar auch entwertet - aber das jukt den Staat ja nicht.)
Einen zweiten Vorteil hat eine eigene Währung für Netto-Exportländer wie China - oder Deutschland, die den Euro ja gerne wie ihre eigene Währung behandeln: Wertet man die Währung (wiederum über Inflation) ab, so sinken die Arbeits-, Energie-,...Kosten, die in den Preisen der eigenen Produkte stecken. Diese können somit international besser/mit (in Landeswährung) höherer Gewinnspanne verkauft werden. Zugleich werden zwar Importe teurer, aber da man mehr ex- als importiert, macht man trotzdem Gewinn. (D.h.: Die Industriellen machen meist den Gewinn, die untere Hälfte der Bevölkerung, die die importierten Konsumgüter nutzt, macht Miese. Aber Umverteilung von unten nach oben kommt bei denen, die tatsächlich Wahlen entscheiden, ja meist gut an.)


Aber: Griechenland ist nicht in Drachmen verschuldet, sondern in Euro. Wenn eine neue Währung abwerten würden, dann würde die Schuldenlast im Vergleich zum Haushalt sogar steigen. Und Griechenland ist auch ein Netto-Importland, würde mit einer billigen Währung sogar schlechter dastehen.



@Putinversteher: Das stimmt so nicht. Wenn ich mich aus meinen paar Semestern VWL noch richtig erinnere hat das Deficit Spending nie ein nachweisbaren längerfristigen Effekt auf die Wirtschaft gehabt. Trotzdem wird es gerne weiterhin gefordert, aber die einfach gedachte Formel in Krisenzeiten solle der Staat Investitionen tätigen und kann dann in ner Boomphase die Kosten wieder reinholen, funktioniert so nicht. Im Gegenteil verschuldet sich der Staat meist weiter und kriegt die Schulden nie wieder rein. Das sind leider die empirischen Fakten...

Das Problem ist, dass noch nie ein Staat gesagt hat "hey, jetzt ist Boom". Das sagt man immer nur rückblickend. Aktuell z.B. hat Deutschland ein, im Vergleich zum Umfeld, gigantisches Wirtschaftswachstum. Und müsste die Abgaben auf dieses Wachstum deutlich erhöhen, um die Verluste der Krise reinzuholen. Aber stattdessen beten uns die Lobbyorganisationen weiterhin das "wir müssen die Wirtschaft stärken"-Mantra vor und Wähler und Politik folgen dem.
Wenn man das System so anwendet, dass man in Krisenzeiten die Investitionen erhöht und in Boomzeiten auch die Investitionen erhöht, dann sind natürlich am Ende nur einige wenige reich - der Staat aber Pleite. Nutzt man das Konzept dagegen so, wie eigentlich vorgesehen, funktioniert ist. Und das gar nicht mal so sehr in Wirtschaftszahlen - sondern in Sachnutzen. Der richtige Zeitpunkt, die marode Infrastruktur wieder in Stand zu setzen ist dann, wenn die Wirtschaft kriselt und die Bauindustrie nichts zu tun hat und einem gute Preise macht.
Aber dummerweise waren Merkel&Co in der letzten Krise ja noch voll mit dem Vor-die-Wand-fahren der erneuerbaren Industrien beschäftigt, da konnten sie sich nicht um Krisenmaßnahmen kümmern und haben die Ex-Arbeiter lieber fürs arbeitslos sein bezahlt, als dafür, dringend benötigte Projekte umzusetzen. Erst jetzt, wo die Wirtschaft die vorhandenen Ressourcen selbst auslastet, redet man über Investitionen. Und weil die jetzt so teuer sind, macht man gleich noch PPP draus...
Anmerkung an der Stelle: 2013 lag das Budget für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen bei 1800 Euro pro Nase, dazu müssten Daumen*PI 600 Euro pro Nase HartzIV+Miete pro Nase kommen, von denen die Leute leben vegetieren. Aber 2400 Euro für einen ungelernten Mindestlohn-Handwerker inkl. Material, um Schulen zu sanieren, die wären zu teuer gewesen.
(wenn ich soviel essen würde, wie ich kotzen möchte, gäbs die nächste Flüchtlingswelle, also lass ich das lieber)

Nebenbei muss Griechenland erstmal die elementarsten Dinge auf die Reihe bringen wie ein funktionierendes Steuersystem, Bekämpfung der Korruption, transparente Renten, Entschlackung der Bürokratie etc. bevor auch nur an sinnvolle Investitionen zu denken wäre. Unternehmen werden aktuell den Teufel tun und in Griechenland investieren und da nützen auch Milliardenhilfen der Nachbarn nix so lange nicht ne vernünftige Basis geschaffen wird.

Äh: Der Mangel an Korruptionsbekämpfung wird garantiert kein einziges Unternehmen von Investitionen in Griechenland abhalten :schief:
Und die Bürokratie "entschlacken", als tausende Leute zu entlassen, bringt volkswirtschaftlich auch wenig, wenn man schon 25% Arbeitslosigkeit hat - genauso, wie eine Anhebung des Renteneinstiegsalters. Der Staat muss diese Leute so oder so am Leben halten, man kann sich nur aussuchen, ob sie dafür auch was tun. Wo Griechenland problemlos sparen könnte, das wären z.B. Militärbeschaffungen. Also bei ThyssenKrupp und Rheinmetall.
Aber "zufälligerweise" war es in der gesamten Krisenzeit nie eine Troika-Forderung, dass Griechenland aufhört, mangelhafte U-Boote und unnötige Leopard-Panzer zu kaufen. Viel wichtiger war den "hilfsbereiten" "Experten", dass man alle Staatsunternehmen, die Gewinn abwerfen könnten, möglichst billig verkauft und der Bevölkerung den letzten Cent aus der Tasche zieht.
Auch bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung höre ich ständig nur etwas von dem kleinen Restaurant-Besitzer, der nicht jede Cola auf der offiziellen Rechnung stehen hat, und nur selten etwas von dem Multimillionär, der sein Schwarzgeld in Luxemburg, Deutschland, Österreich,... geparkt hat.
(siehe Klammer am Ende des mittleren Teils dieses Posts)
 
Wichtige Schlagworte in der Schuldenkrise

BANKENRUN
Aus Angst vor der Staatspleite haben die Griechen längst Milliarden Euro von ihren Konten geholt oder ins Ausland geschafft. Am Wochenende bildeten sich vor Bankomaten im Land lange Schlangen, weil die Griechen angesichts der wachsenden Unsicherheit ihr Geld in Sicherheit bringen wollen. Bei einem akuten Bankenrun versuchen die Kunden massenweise, ihre Konten leer zu räumen. Die Folgen: Die Banken bluten aus, sie können den Firmen kein Geld mehr leihen, die Wirtschaftsaktivität erliegt.

KAPITALVERKEHRSKONTROLLEN
Um einen Bankenrun zu verhindern, müssten die Banken vorübergehend ganz geschlossen und Onlinetransfers unterbrochen werden. Wenn sie wieder aufmachen, würden Auslandsüberweisungen verhindert und Abhebungen an den Automaten auf kleinere Beträge begrenzt werden. So wurde es vor drei Jahren in Zypern gemacht. Den massiven Eingriff müsste die Regierung in Athen praktisch über Nacht mit einem Dringlichkeitsgesetz beschließen – gezwungen werden kann sie von den Euro-Partnerländern nicht.

ZAHLUNGSUNFÄHIGKEIT
Ob ein Staat pleite ist, kann eigentlich nur eine Regierung selbst bestimmen. Aber wenn Ratingagenturen einen sogenannten Credit Event feststellen, gilt das Land am Markt als bankrott. Dazu müsse es aber selbst dann noch nicht kommen, wenn Athen seine beim Internationalen Währungsfonds (IWF) fällige Rate in Höhe von 1,5 Mrd. Euro am 30. Juni nicht begleicht, meint ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Denn dabei gehe es nicht um Marktpapiere. Entscheidend sei nicht der Markt, heißt es hingegen in Euro-Kreisen: Zahlt Athen nicht an den IWF zurück, müsste die Europäische Zentralbank (EZB) den Tropf für das griechische Finanzsystem zudrehen. Die Banken müssten praktisch über Nacht abgewickelt werden.

GREXIT
Eine Pleite Athens hätte nicht automatisch das Euro-Aus für Griechenland – also den Grexit – zur Folge. Tatsächlich ist ein Rauswurf aus dem Euro-Club durch die übrigen Mitglieder nur möglich, wenn die griechische Regierung am Ende selbst zustimmt. Rechtlich gesehen müsste Athen auch aus der EU austreten und sich dann um eine Wiederaufnahme bewerben. 70 Prozent der Griechen wollen den Euro aber behalten. Bei einem Verbleib im Euro ohne weiteren finanziellen Beistand von EZB und Euro-Ländern trocknen Banken und Wirtschaft aber aus. Die Regierung wäre also zum Grexit und der Rückkehr zur Drachme gezwungen. Eine chaotische Übergangsphase von mindestens einem halben Jahr wäre die Folge, schätzten Ökonomen.

PARALLELWÄHRUNG
Eine Art Mittelweg zwischen Euro und Grexit wäre die Einführung einer Parallelwährung: Weil dem Staat Barmittel fehlen, zahlt er Beamte und Rentner zumindest zum Teil mit Schuldscheinen aus. Um überhaupt noch Geschäfte zu machen, würden Händler und Dienstleister die Schuldscheine als Zahlungsmittel akzeptieren. Wegen des Risikos wären die Schuldscheine allerdings weniger Wert als der Euro. Die Schuldscheine werden in der Finanzwelt “IOU” genannt, nach dem Englischen “I Owe You” (Ich schulde Dir). Kalifornien griff im Sommer 2009 erfolgreich auf das Hilfsmittel zurück, um eine Pleitephase zu überbrücken.
 
Quelle ist APA und nicht der Standard.

Verstehe ich nicht so ganz, da das Geld bei den Banken nur virtuell existiert und größer ist als die Summe die ausgezahlt werden kann.
Demnach müssten sie immer Geld übrig haben.

Die Bank verdient an den Kunden. Wenn die ganzen Leute ihr Geld von den Kontos abheben ist logischerweise kein Geld mehr da und die Bank verdient nichts mehr, kann also auch nichts mehr verleihen.
 
Die Bank verdient an den Kunden. Wenn die ganzen Leute ihr Geld von den Kontos abheben ist logischerweise kein Geld mehr da und die Bank verdient nichts mehr, kann also auch nichts mehr verleihen.

Glückwunsch, du hast offensichtlich Banken und das Geldsystem nicht verstanden. Banken verleihen nicht Geld von ihren Kunden...
 
Wenn man sich überlegt was passieren würde, wenn Griechenland aus dem Euro fliegen würde, dann kann man sehen, dass das wirklich keiner wollen kann. Fliegt Griechenland aus dem Euro sind 100 Mrd. Euro der Deutschen Staatskasse endgültig weg, dass das insbesondere Merkels Ruf schädigen würde und dann würden Rechtspopulistische Parteien wie die afd richtig an Wählerstimmen zulegen. Dass heißt Merkel wird auf keinen Fall dazu beitragen, dass Griechenland aus dem Euro fliegt. (Zwar will ich nicht, dass Merkel an der Macht bleibt, aber wenn die afd Wählerstimmen gewinnt ist das nie gut).

Dass man in Griechenland bei einem Rauswurf mit extremen humanitären Problemen rechnen muss sollte jedem klar sein. Wenn wir uns Griechenland ansehen stellen wir zunächst einmal fest, dass Griechenland mehr Nahrungsmittel importiert als exportiert. Folglich würde eine schwache Währung bedeuten (welche bei einem Rauswurf definitiv kommen würde) dass Nahrungsmittel exorbitant teurer werden würden. Was das bedeutet muss ich hoffentlich keinem erklären.

Dementsprechend ist es wie es schon angesprochen wurde Griechenland sowie die Gläubigerländer können nicht wollen, dass Griechenland aus dem Euro fliegt. Dementsprechend wird es dazu nicht kommen.


Edit: mit den oben genannten 100 Mrd sind natürlich nicht die eigentlichen Schulden gemeint, die so oder so erstmal weg sind, sonder ein potentieller Schaden, welcher in der Staatskasse entstehen würde. Solche Richtwerte haben einige Ökonomen aufgestellt. Genaue Quellenangaben kann ich dazu aber nicht tätigen, da es schon zu lange her ist, dass ich von diesem Wert gehört habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück