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Go Chiller: Kühlflüssigkeit mit Graphen-Nanopartikel

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
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Mit der Kühlflüssigkeit Go Chiller verspricht das australische Unternehmen FlexeGraph eine deutlich bessere Kühlleistung gegenüber Konkurrenzprodukten. Bei der "Secret Sauce", die das möglich mache, handelt es sich um beigesetzte Graphen-Nanopartikel. Auch dem Problem der Korrosion sowie der Schaumbildung habe man sich angenommen.

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NatokWa

BIOS-Overclocker(in)
30,49€ Pro LITER ? Uff .... bei meinen beiden Kreisläufen und großen RaDi's komme ich schon rein rechnerisch auf annähernd 3 Liter *g*
Wobei mir meine erreichten Temps vollkommen reichen und ich mir eher gedanken machen würde das auch die besten "Nanopartikel" sich irgendwann mal so ziemlich überall absetzen und am liebsten da wo es ohnehin schon "eng" ist...

Und was mir auch auffällt ...... Probleme mit Schaumbildung ? Hatte ich noch nie und wär'n mir auch bisher auch sonst recht unbekannt *g*
 

LKrieger

Komplett-PC-Käufer(in)
Sehe ich absolut genauso^^. Sollte mal lieber etwas erfunden werden, was keine Weichmacher mehr aus den Schäuchen herausspült. Das ist das einzige Problem mit dem ich dann nach etlichen Jahre mal zu kämpfen habe. Dann müssen doch irgendwann mal die Schläuche raus.
Nein ich bin kein Hardtuber, geht auch gar nicht bei meinem System ;) .
Mit meinen knapp 10 Litern im riesigen Kreislauf wird dieser Spaß dann ohnehin unbezahlbar werden.
 

Gordon-1979

Volt-Modder(in)
Ich habe das bedenken, das der Gewährleistungsanspruch von den Pumpen dann verloren geht.
Daher bleibe ich bei Double Protect.
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Ich bezweifle mal den Nutzen des Krempels. Nano bedeutet, dass die Partikel zu klein sind, um etwas zur Wärmeleitung beizutragen. Das müssen sie auch sein, sonst flockt das ganze aus. Ich vermute eher, dass sie da etwas an der Durchlaufgeschwindigkeit gedreht haben. Ich erinnere mich noch an die Videos, in denen der 8auer den Dreck aus den Kühlblöcken und dem Radiator gekratzt hat, den er vorher selbst, in Form irgendeiner Farbe, reingebracht hat.

Aber Casemodding hat sowieso nichts mit Funktionalität zu tun, mich hat es schon genervt, dass die Netzteilkabel schwarz sind (diese Farben wollen einem etwas sagen!).

Die besten Kühlflüssigkeiten sind reines H2O oder Glykol. Biozide müssen beim Wasser sein, wenn man keinen Bakterienteppich auf dem Kühlblock haben möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Schori

Software-Overclocker(in)
Sehe ich absolut genauso^^. Sollte mal lieber etwas erfunden werden, was keine Weichmacher mehr aus den Schäuchen herausspült. Das ist das einzige Problem mit dem ich dann nach etlichen Jahre mal zu kämpfen habe. Dann müssen doch irgendwann mal die Schläuche raus.
Das Ausspülen lässt sich doch ganz einfach verhindern.
Es muss von vorherein schon genug Weichmacher im Wasser sein. :ugly:
 

Lubi7

PC-Selbstbauer(in)
Wegen der Schaumbildung und ach so besseren Temperatur......die haben ihr Zeug wohl gegen ein Bier eines namhaften Herstellers antreten lassen ^^
 

geist4711

Software-Overclocker(in)
warten wir mal ab, ob das zeugs nicht ausflockt bzw sich in ritzen und kühlern ablagert.
ausserdem ist das zeug viel viel viiiieeeel zu teuer.
nur für meinn mora-kreisla wären das nämlich schon 60€ inkl reserve zum nachfüllen.....
 

Psylor

Schraubenverwechsler(in)
Wenn man das Zeug ablässt, austauscht, den Rechner ausrangiert, dann ist das doch Sondermüll sondergleichen und muß speziell entsorgt werden, oder? Find ich nicht so pralle.
 

T-MAXX

Software-Overclocker(in)
Die Flüssigkeit ist giftig, ohne mich...
Verstehe nicht warum es Firmen gibt die so eine Kühllösung auf den Markt werfen.
Ich nutze seit meiner ersten PC Stunde, die zwar schon verdammt lange zurück liegt immer eine Luftkühlung.
Hatte mit dieser Kühllösung nie Probleme.:daumen:
 

Deathmachine

Freizeitschrauber(in)
Wenn man das Zeug ablässt, austauscht, den Rechner ausrangiert, dann ist das doch Sondermüll sondergleichen und muß speziell entsorgt werden, oder? Find ich nicht so pralle.

Die Flüssigkeit ist giftig, ohne mich...
Verstehe nicht warum es Firmen gibt die so eine Kühllösung auf den Markt werfen.

Ich vermute, dass die meisten Zusätze als giftig deklariert werden.
Gerade die antibakteriellen und antikorrosiven Bestandteile werden wohl nicht zum Trinken geeignet sein.

@Topic:
Neben des möglichen Temperaturunterschiedes würde mich vor allem interessieren, ob die Graphitpartikel mechanisch Probleme machen, weil sie sich an Stellen festsetzen und da eventuell durch Reibung was kaputt machen, oder ob die da eher wie normales Graphitpulver wirken und sogar schmierende Wirkung haben.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Nano bedeutet, dass die Partikel zu klein sind, um etwas zur Wärmeleitung beizutragen. Das müssen sie auch sein, sonst flockt das ganze aus.
Erstens hat Größe nichts mit Wärmeleitung zu tun und zweitens ist die Wärmeleitung in Kühlkreisläufen wurscht da es sich um Wärmekonvektion handelt - es sei denn du verwendest keine Pumpe und wartest bis die Wärme sich durch Wärmeleitung selbst in den Radiator leitet. Funktioniert mit Wasser verdammt schlecht^^

Das Konzept beruht darauf dass die Leistung eines Wasserkühlers im Wesentlichen davon begrenzt ist, wie schnell die Metalloberflache ihre Wärmeenergie an das Wasser/Kühlmittel abgeben kann. Fluidtechnisch haste hier das Problem, dass direkt am Rand einer Rohrströmung die Fließgeschwindigkeit sehr klein ist (theoretisch Null), auch wenn das durch erzwungene Turbulenz in Feinstrukturkühlern nicht ganz so extrem ist. Wenn man an der Stelle durch beimischen von Graphen eine Verbesserung erzielen kann da dann winzige Kohlestückchen mehr Energie pro Zeit an der Oberfläche aufnehmen können als pures Wasser kann das schon einen Effekt haben.
Die besten Kühlflüssigkeiten sind reines H2O oder Glykol.
Nö. Wasser hat nur eine der höchsten Wärmekapazitäten (was eine hohe Trägheit des Systems erzeugt aber nicht zwingend eine hohe Leistung) und Glykol nutzt man aus Korrosions und Bio-Gründen, nicht wegen der Leistung.
Der Hauptgrund für Wasser (ggf. mit ein bisschen Glykol) als Kühlmittel dürfte sowieso sein dass es überall billig verfügbar, problemlos handhabbar und leistungstechnisch oben dabei ist.


Was das "nano" als Buzzword bedeutet ist auch noch so ne Sache. Wenn die Partikel tatsächlich im nano-Bereich sind könnt ihr alles an Verstopfung usw. wo sich die Leute hier Gedanken machen sofort vergessen da die Partrikel dann viel winziger sind als manch anderes was da so in der Suppe schwimmt (beispielsweise abgelöste Lotrückstände von der Fertigung des Radis, Plastikpartikel aus dem Pumpenrad usw - das ist sehr viel größer als "nano").
Problematisch wirds nur dann, wenn entweder nano hier lange kein nano ist sondern eher mikro (siehe Pastellzeug...) oder wenn die Partikel in dem genutzten Medium die Tendenz haben aneinander zu haften.
Besonders letzteres dürfte das größte Problem des Herstellers gewesen sein, denn viele winzige Partikelchen in einer Suppe haben rein aus der Physik her schon das Bestreben zu verklumpen um die Oberfläche zu verringern (und damit nen energieärmeren Zusatnd zu erreichen). Dagegen wird aber wohl (hoffentlich) aktiv vorgegangen worden sein, denn sonst werden aus Nanopartikel ganz schnell Makropartikel. :-D
 

Duke711

Freizeitschrauber(in)
Wobei man aber hier wieder auf der Hut sein sollte:

Wasser hat bei 75 L/h in einem feinstrukturigen Kühler einen Wärmeübergangskoeffizienten von 11600 W / m² *k mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,62 W / m * K. Man kann natürlich die Wärmeleitfähigkeit durch Partikel z.B. auf 2,5 W / m * K steigern. Das würde dann zu einer Steigerung des Wärmeübergangskoeffizienten von 11600 auf ~ 45000 W / m² *k führen, ist nur die Frage, bringt das was?

Nein, wenn man sich mal die Grafik von einem XPX, der schon mit geringen Volumenströmen skaliert, anschaut:

75 L/h -> 11600 W / m² *k
285 L/h -> 32500 W / m² * k

Man erkennt, dass der entscheidenste Faktor die Wärmekapazität ist. Die größte Temperaturänderung findet bei < 50 L/h statt, weil sich das Wasser im Kühler dann zu stark aufheizt dT -> Inlet - Outlet. Überhalb 50 L/h heizt sich das Wasser im Kühler kaum noch auf und die Temperaturverringerung findet fast ausschließlich über den höheren Wärmeübergangskoeffizienten statt. Aus diesem Grund skalieren die Kühler mit sehr feinen Strukturen (Breite < 0,3 mm) kaum noch mit einem hohen Volumenstrom.
Hier würde dann die neue Kühlflüssigkeit nichts bewirken und könnte bei schlechterer Wärmekapazität mit gleicher Pumpleistung sogar schlechter abschneiden.

2jpg.jpg


Wo man auch immer die angeblichen 6 K erreicht haben mag, das sind dann entweder sehr geringe Volumenströme von < 60 L/h gewesen und oder eine Kombination mit sehr grobmaschigen Kühlern. Der mutmaßtlich getestete Kühler


Scheint jetzt auch nicht die beste und feinste Struktur zu haben. Mal wieder die große Werbetrommel betätigt. Denn bei einem XPX wären es nur ~ 1,5 K gewesen, wenn man sich an die goldene Empfehlung ( 60 L/h) hält. Für 1,5 K wäre mir die Flüssigkeit das Geld nicht wert.
 
Zuletzt bearbeitet:

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Ja, was das alles bringt ist natürlich ne ganz andere Sache. Die 6K Differenz werden sicherlich der absolute Bestcase gewesen sein (es wäre ja blöd was anderes anzugeben).

Praktisch gesehen ist das sowieso irrelevant. Das Zeug dürfte wenns gut läuft im normalen Betrieb vielleicht 2-3K besser sein als pures Wasser. Nichts, was in einer Wasserkühlung von großer Bedeutung wäre (und wenn doch bauste halt mehr Radifläche und/oder Pumpenleistung ein).
Mir dafür sauteures Zeug reinzukippen wo niemand weiß wie es sich langfristig verhält und wo nichtmal klar ist welche gesundheitlichen Risiken davon ausgehen (iirc ist das bei Graphen noch immer nicht erforscht... klar will ich das zeug nicht trinken aber Lecks passieren/Shit happens und meine Tochter ist noch in nem Alter wo sie alles was rumliegt essen will) sehe ich doch als ziemlich unsinnig an.^^
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
So kann mans auch sehen. :ugly:

Technisch gesehen vielleicht ein "am Limit noch das letzte K rausholen".
Aber wahrscheinlich gehts eher darum marktwirtschaftlich "mit coolem Buzzword teures Zeug verkaufen".

Irgendwo hats schon seine Daseinsberechtigung. Wäre ja sonst auch langweilig.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Graphen: Extrem teuer in der Herstellung, verklumpt ohne Trägerstruktur schnell zu schnödem Graphit
Graphit: Volumetrische Wärmekapazität ungefähr 75 Prozent geringer als die von Wasser (nicht das Graphen/Diamant viel besser wären)
Anteil von Partikeln in einer Substanz, die noch als Flüssigkeit und nicht als Schlamm bezeichnet werden kann: Vermutlich nicht sonderlich groß. 5 Prozent? 10 Prozent?
6 Kelvin Temperaturverbesserung auf einem 200-250-W-Chip: Ungefähr der aufsummierte Leistungsgewinn, den die gesamte Wasserkühlerentwicklung des letzten Jahrzehnts gebracht hat.

Fachredakteure sollen keine Vorurteile haben, aber irgendwie kann ich ein gewisses Misstrauen nicht unterdrücken. Weiß zufällig jemand, ob sich in Aktivkohle Strukturen bilden, die man als Marketing-Experte rechtssicher mit Graphen in Verbindung bringen könnte? Ein minimaler Anteil reicht da ja schon aus und insbesondere Blutkohle hat feine, blattartige Mikrostrukturen und geht von teilweise hexagonal flächig orientierten Molekülen aus.


Ich vermute, dass die meisten Zusätze als giftig deklariert werden.
Gerade die antibakteriellen und antikorrosiven Bestandteile werden wohl nicht zum Trinken geeignet sein.

@Topic:
Neben des möglichen Temperaturunterschiedes würde mich vor allem interessieren, ob die Graphitpartikel mechanisch Probleme machen, weil sie sich an Stellen festsetzen und da eventuell durch Reibung was kaputt machen, oder ob die da eher wie normales Graphitpulver wirken und sogar schmierende Wirkung haben.

Laut Hersteller ist die Viskosität circa 50 Prozent höher als bei Wasser, von daher würde ich eher eine höhere mechanische Belastung erwarten. Das gilt aber auch für viele andere Zusätze. Zusätzliche Schmierung dürfte bei der Lebensdauer verbreiteter Pumpen für modulare Kühlungen unbedeutend sein – die Lager sind so konstruiert, dass sie in Verbindung mit normalem Wasser zum Teil Jahrzehnte halten.


Nö. Wasser hat nur eine der höchsten Wärmekapazitäten (was eine hohe Trägheit des Systems erzeugt aber nicht zwingend eine hohe Leistung) und Glykol nutzt man aus Korrosions und Bio-Gründen, nicht wegen der Leistung.
Der Hauptgrund für Wasser (ggf. mit ein bisschen Glykol) als Kühlmittel dürfte sowieso sein dass es überall billig verfügbar, problemlos handhabbar und leistungstechnisch oben dabei ist.

Die transportierebare Wärmemenge pro Zeitraum ergibt sich aus Durchfluss, Wärmekapazität und Temperaturdifferenz. Wenn man zum Beispiel Graphen nimmt, dessen volumetrische Wärmekapazität etwas weniger als ein Drittel der des Wassers beträgt, muss man entlang des Kreislaufes dreimal höhere Temperaturunterschiede akzeptieren, um am Ende die gleiche Menge Wärme transportiert zu haben. Aus typischerweise "nur 2-3 Kelvin" würden dann bis zu 10 K werden, die das Wasser im letzte Kühler wärmer als im ersten ist und das bringt einen deutlich messbaren Temperaturunterschied mit sich. Umgekehrt findet Wärmeleitung in modernen Kühlstrukturen nur durch eine extrem dünne Grenzschicht, also über wenige Mikrometer statt. Soweit kann man die Wärmeleitfähigkeit gegenüber Wasser gar nicht erhöhen, dass man auf so kurzer Strecke einen vergleichbaren Effekt wie durch Änderungen an der Wärmekapazität hat.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Die transportierebare Wärmemenge pro Zeitraum ergibt sich aus Durchfluss, Wärmekapazität und Temperaturdifferenz. Wenn man zum Beispiel Graphen nimmt, dessen volumetrische Wärmekapazität etwas weniger als ein Drittel der des Wassers beträgt, muss man entlang des Kreislaufes dreimal höhere Temperaturunterschiede akzeptieren, um am Ende die gleiche Menge Wärme transportiert zu haben.
Ja, natürlich. Es ging auch eher darum wie schnell ich die Energie ins Medium bekomme und nicht wie viel Energie pro Zeit transportiert werden kann - da ist Graphen klar schlechter.
Umgekehrt findet Wärmeleitung in modernen Kühlstrukturen nur durch eine extrem dünne Grenzschicht, also über wenige Mikrometer statt. Soweit kann man die Wärmeleitfähigkeit gegenüber Wasser gar nicht erhöhen, dass man auf so kurzer Strecke einen vergleichbaren Effekt wie durch Änderungen an der Wärmekapazität hat.
Das ist eben die Frage bzw. ich kann nicht abschätzen wie groß die Effekte da sind.
Vielleicht hast du Recht und Wärmekapazität ist(/bleibt) weitaus wichtiger als die Wärmeleitung. Andererseits ändere ich die Kapazität ja nicht wesentlich wenn ich ein bisschen Graphen reinmische, ich schätze mal dass weiterhin der bei weitem überwiegende Anteil Wasser bleiben wird (ich schätze den Anteil an Nanopartikel und Inhibitoren/sonstiger nötiger Chemie auf <5%). Vielleicht ist hier eine (um Faktoren?) verbesserte Wärmeleitung in der wenn auch sehr dünnen Grenzschicht ausschlaggebender als dass ich dadurch cp von 4,18 auf 4 senke. :ka:
 

Duke711

Freizeitschrauber(in)
Ich glaube auch mittlerweile eher das es mehr Bauernfängerei ist, unter "Data" findet man das:


Normalerweise sollte man unter "Data" zumindest mal ein Sicherheitsdatenblatt finden und wenn ich seriös handel, dann kann man auch mal die physikalischen Eigenschaften wie z.B. die Wärmekapazität und Viskosität mit angeben. Erstens richtet sich da ein Anlagenbauer für Serverfarmen und co. Zweitens kann man auch einfach die Flüssigkeit bestellen und das nachmessen, da gibt es also nichts zu verbergen.

Zumal der Test ohne die Angabe vom Volumenstrom und der Wassertemperatur ja sowas von aussagekräftig ist... Ich bin ja dafür das PCGH das mal mit mehreren Kühlern (CPU mit feiner Struktur/ GPU mit grobmaschiger Struktur) testet und dann mal um eine Stellungnahme bittet.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Dann wäre der Durchfluss bei gleicher Pumpleistung sogar um 16% geringer. Wie schaut es dann mit der Wärmekapazität aus?

Angegeben haben sie nur die Viskosität. https://www.gochiller.com/the-secret-sauce/
Aber da es ziemlich wenige* Stoffe gibt, die überhaupt eine höhere volumetrische Wärmekapazität als Wasser haben, muss sie eigentlich schlechter ausfallen. Möglicherweise ergibt sich ein leichter Vorteil gegenüber anderen Fertiggemischen, die mit 20-50 Prozent Glykol oder ähnlichen Trägermedium einfach ihrerseits deutlich schlechter als Wasser sind.

* reiner Disclaimer. Genaugenommen hat eine flüchtige Recherche gar keine Substanz zu Tage gefördert, die das bei Raumtemperatur und Normaldruck schafft.


Ja, natürlich. Es ging auch eher darum wie schnell ich die Energie ins Medium bekomme und nicht wie viel Energie pro Zeit transportiert werden kann - da ist Graphen klar schlechter.

Das ist eben die Frage bzw. ich kann nicht abschätzen wie groß die Effekte da sind.
Vielleicht hast du Recht und Wärmekapazität ist(/bleibt) weitaus wichtiger als die Wärmeleitung. Andererseits ändere ich die Kapazität ja nicht wesentlich wenn ich ein bisschen Graphen reinmische, ich schätze mal dass weiterhin der bei weitem überwiegende Anteil Wasser bleiben wird (ich schätze den Anteil an Nanopartikel und Inhibitoren/sonstiger nötiger Chemie auf <5%). Vielleicht ist hier eine (um Faktoren?) verbesserte Wärmeleitung in der wenn auch sehr dünnen Grenzschicht ausschlaggebender als dass ich dadurch cp von 4,18 auf 4 senke. :ka:

Die Gesamtwärmeleitung basiert auf der gleichen Durchschnittsrechnung. ;-)
Solange es eine Flüssigkeit mit "nano"-kleinen Einschlüssen ist und kein Gefüge (wie in Wärmeleitpasten), müssten sich Partikel und Trägermedium gemäß ihres Anteils am Gesamtsystem an der Wärmeleitung beteiligen. Wenn die Wärme weiterhin lange Strecken in Wasser zurücklegen muss, weil die Abstände zwischen den Partikeln groß und die Partikel selbst klein sind, kann der Gesamtwärmeleitwert kaum steigen. Sinnvoller ist an dieser Stelle aber ohnehin die Betrachtung des Wärmewiderstandes, in den eben auch die Schichtdicke eingeht. Und den kann man nur an Null annähern, aber wenn er bereits mit Wasser nur wenig über Null liegt, hilft das nichts. Größeres Potenzial gebe es vielleicht noch beim Benetzungsverhalten. Ich glaube jedenfalls nicht, dass man die Grenzsschicht in einem 0,5 mm breiten Kanal noch allein über die Viskosität beschreiben kann, da dürften Oberflächeneffekte eine Rolle spielen. Von denen ist auf der GoChiller-Seite aber nicht die Rede.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Wenn die Wärme weiterhin lange Strecken in Wasser zurücklegen muss, weil die Abstände zwischen den Partikeln groß und die Partikel selbst klein sind, kann der Gesamtwärmeleitwert kaum steigen.
Guter Punkt.
Sofern sich also die Nanopartikel nicht irgendwie (absichtlich...?) an den Wänden ablagern und da irgendeine für den Wärmeübergang günstigere Oberflächenstruktur bilden wie auch immer das aussehen könnte fällt mir auch wenig ein wie der Leitwert da hoch kommen könnte. Weil dass das Graphen einen nennenswerten Volumenanteil an der Gesamtflüssigkeit hat schließe ich einfach mal aus. Alleine schon wenn dien Liter für 30€ oder sowas verkaufen kann da böse gesagt fast nur zu Marketingzwecken Graphen enthalten (also <0,1%)... das Zeug ist ja wahrscheinlich nicht grade günstig aufs Kilo. :haha:

EDIT: Google sagt 40-50 €/g. Also wenn die in den 30€ Verkaufspreis vielleicht 4-5€ fürs Graphen veranschlagen können da nur etwa 0,1g im Liter drin sein.
 

Duke711

Freizeitschrauber(in)
Interessant:





Unbenannt.jpg


Zum Vergleich, Wasser:

20 °C -> 598 mW / m * K
25 °C -> 607 mW / m * K
30 °C -> 616 mW / m * K

Das bedeutet die Testbedingung werden immer surrealer, denn als Vergleich wurde irgendeine eine Mixtur mit hohem Ethylengkykol/Ethandiol Anteil genommen, auch keine üblichen 1:10 oder 1:20 Mischungen. Eher mind. 50/50 Mischungen.

1:10 Ethylengkykol

20 °C -> 544 mW / m * K -> 3971 J/kg * K
25 °C -> 552 mW / m * K

35:100 Ethylengkykol

20 °C -> 433 mW / m * K --> 3558 J/kg * K
25 °C -> 438 mW / m * K


Welche Auswirkungen haben denn die Mischung, abgesehen von der höheren Pumpleistung, an einen 1080 TI GPU Block:

60 L/h ; 33 °C

Wasser: 46,06 °C
1:10 : 46, 37 °C
35:100 : 47,91 °C

100 L/h; 33 °C

Wasser: 43,75 °C
1:10 : 44,31 °C
35:100 : 45,71 °C


Also ich kann die Ergebnisse so nicht mehr erklären. Mit Wasser hat man es auf keinen Fall verglichen, sarkastisch vermutlich eher mit einer Bohrölemulsion, denn selbst 35:100 führt zu keiner so drastischen Verschlechterung von 6 K.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Möglicherweise ein Wechselspiel: Ein hoher Glykolanteil verringert nicht nur die Wärmekapazität pro gepumptem Medium, sondern erhöht auch die Viskosität und damit den Fließwiderstand, sodass eine geringere Menge gepumpt wird. Wenn man dann noch mehrere Wärmequellen in Reihe schaltet, sodass der durchflussabhängige Temperaturgradient entlang des Kreislaufes eine Rolle spielt, schafft man möglicherweise sogar größere Unterschiede zwischen Wasser und Glykol an der hinteren Wärmequelle. (Die fordere kann im Gegenzug sogar kühler werden.)
So ein Vorgehen wäre meiner Meinung nach aber nicht mehr die im Marketing übliche Selbstdarstellung, sondern würde ohne Dokumentation an bewusste Täuschung grenzen.
 

Spezialbeauftragter

Kabelverknoter(in)
Graphen ist im Moment irgendwie in vielen Bereichen so teurer, hipper Zusatz, der offensichtlich gerne mal aus Marketinggründen beigesetzt wird: Schmierstoffe, Reifen, Kühlflüssigkeiten. Man darf wohl hinterfragen, ob die verbundenen Preissprünge in irgendeinem angemessenen Verhältnis zur Zusatzleistung stehen.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Also spätestens bei Schmierstoffen würde ich endgültig auf Marketing-Bullshit tippen. Graphen ist auf atomarer Ebene nichts weiter als einlagiges Graphit und Graphit ist ein billiger Stoff mit unter anderem guten Schmiereigenschaften, der seit langem auch aus anderen Gründen in Reifen verwendet werden kann. Da nachzuweisen "hey, in unserem Produkt zerlegt sich ein Teil des Graphits so, dass man ein paar Fetzen davon als Graphen-Schnipsel bezeichnen kann" halte ich für durchaus möglich. Aber um die besonderen Eigenschaften von Graphen (hohe Wärme- und Stromleitfähigkeit sowie Reißfestigkeit in der Ebene) irgendwie auf makroskopischer Eben spürbar zu machen, braucht man große, sehr teure Sheets und muss diese so auf einem Träger platzieren, dass sie nicht beim kleinsten externen mechanischen Einfluss zu Graphit verschrumpeln.
 

Crush4r

Freizeitschrauber(in)
Also spätestens bei Schmierstoffen würde ich endgültig auf Marketing-Bullshit tippen. Graphen ist auf atomarer Ebene nichts weiter als einlagiges Graphit und Graphit ist ein billiger Stoff mit unter anderem guten Schmiereigenschaften, der seit langem auch aus anderen Gründen in Reifen verwendet werden kann. Da nachzuweisen "hey, in unserem Produkt zerlegt sich ein Teil des Graphits so, dass man ein paar Fetzen davon als Graphen-Schnipsel bezeichnen kann" halte ich für durchaus möglich. Aber um die besonderen Eigenschaften von Graphen (hohe Wärme- und Stromleitfähigkeit sowie Reißfestigkeit in der Ebene) irgendwie auf makroskopischer Eben spürbar zu machen, braucht man große, sehr teure Sheets und muss diese so auf einem Träger platzieren, dass sie nicht beim kleinsten externen mechanischen Einfluss zu Graphit verschrumpeln.
Ich bleibe bei Destiliertem Wasser mit G12. funktionierte bisher immer. Wichtig ist halt nur das keine Silikate drin sind. bei diesem Graphen bin ich mir ziemlich sicher dass die irgendwann zusammenpappen und auch dann irgendwann so groß sind dass sie wieder alles zusetzen.
 
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