Die Sache ist halt, dass der Ottonormalamerikaner genau das gewählt hat. Ein nicht unerheblicher Teil der Wählerschaft sieht das Abbrennen von Wall Street ausschließlich positiv, weil er keine Lust hat, dass die Gewinne durch Produktionssteigerungen und Wirtschaftswachstum ausschließlich an die oberen 10% fließen. Dasselbe Problem haben wir immerhin auch - wenn auch in abgeschwächter Form - bei uns, was auch einer der Gründe ist, warum Wähler die AfD wählen - eben aus Rache am (Wirtschafts-) System.
Dabei geht es doch darum, genau dieses System zu zementieren und den Fokus noch mehr auf USA zu lenken. Die Superreichen werden noch reicher werden, noch mehr Macht bekommen. Die (ausreichende) Hälfte der (Ottonormal)amerikaner hat dabei seinen eigenen Schlachter gewählt. Trump mach nichts besser. Er macht es nur schlimmer.
Die Idee ist doch: Ich lasse Waren nur noch gegen Zölle ins Land. Da alle bei uns verkaufen müssen, um nicht pleite zu gehen, wird das jede Menge Geld in die Kassen spülen. Damit werden dann die Steuern, wie versprochen, massiv gesenkt. Gleichzeitig schaffe ich den Anreiz, hier im Land Produktionskapazitäten zu erzwingen. Das bring nochmal Milliarden an Investitionen ins Land. Am Ende haben wir noch mehr Geld und produzieren wieder so wie in der Guten alten Zeit für die Welt.
Dieses Gedankenkonstrukt hat so viele Fehler, dass es gar nicht in Gänze - ja, vermutlich nicht einmal mehr als nur ansatzweise - funktionieren wird.
- Die Welt ist eine andere als in er guten, alten Zeit. Du kannst als USA nicht 70 Jahre den Freihandel pushen, daran dir eine goldene Nase verdienen, um dann einfach das System von einem Tag auf den anderen umzudrehen.
- Selbst wenn es mehr (Industrie-) Produktionskapazitäten in einigen Jahren gibt, wer soll da arbeiten? Die USA haben das gleiche demografische Problem wie alle anderen großen Nationen dieser Welt. Ohne Migration wird das nicht laufen, aber die will man ja seitens der White Supremacists aka MAGA-Anhänger nicht.
Das sind nur zwei gewichtige Punkte.
Von den ganzen, massiven Problemen, Verwerfungen und Wohlstandsverlusten auf dem Weg der Umstellung will ich gar nicht erst anfangen.
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Der US-Präsident begründete seine Haltung erneut mit den in seinen Augen unfairen Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU. "Die Europäische Union hat uns sehr, sehr schlecht behandelt", sagte Trump und kritisierte: "Sie kaufen unsere Autos nicht (...), sie kaufen unsere Agrarprodukte nicht. Sie kaufen praktisch nichts von uns."
Ja, warum denn nicht?
Die Karren sind hier, außer denen von Tesla, schlicht, bis auf ein paar arme Irre, die mit einem F150 (habe einen in der Familie

) herum fahren, nicht alltagstauglich. Wir haben keine auf Riesenkarren ausgelegte Städte. Von üblichen Verbräuchen jenseits der 10l auf 100 KM ganz zu schweigen. Würde sich der Herr nur einen Deut dafür interessieren, er würde nicht so einen Stuss reden. Wir kaufen nicht, weil die Karren scheiße sind. So wie er!
Und Agrarprodukte. Ja, woran das wohl liegt? Wir wollen in der Mehrheit keine Gentechnik im Essen haben. Klar, wir schützen unsere Bauern massiv durch Subventionen (, was in anderen Teilen unseres Längengrades zu massiven Problemen führt), aber im Wesentlichen ist auch da keine Frage von Zöllen, sondern von "hier unverkäuflich".
Schon sehr schräg, dass er das immer wieder mit so etwas begründet. Entweder ist das einfach nur eine Nebelkerze, oder der Mann ist einfach nur dumm.
Meanwhile in the US ...