News Gegen schmelzende GPU-Stecker: Wireview Pro II mit Lieferzeiten aus der Hölle

PCGH-Redaktion

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Thermal Grizzly hat mit dem Wireview Pro II ein neues Überwachungsgerät für den GPU-Stecker 12V-2×6 vorgestellt. Um ein Schmelzen durch Überhitzung zu vermeiden, werden die Adern jetzt einzeln überwacht. Das erhöht aber den Preis.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Gegen schmelzende GPU-Stecker: Wireview Pro II mit Lieferzeiten aus der Hölle

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Der AMPINEL von AquaComputer klingt immer noch sinnvoller weil nicht nur gemessen und angezeigt sondern auch noch Last ausgeglichen und im Notfall Software oder der ganze PC abgeschaltet wird.

Wundere mich warum es hier zum Streit zwischen 8auer und AquaComputer kam wenn die Geräte doch recht unterschiedlich sind. Zum Glück hatmman sich geeinigt :wow:
 
wo hast du das her, das die beiden Seiten sich gestritten haben? Kann man das irgendwo nachlesen? Würd mich ja mal interessieren.
 
AMPINEL von AquaComputer finde ich auch besser, da man nicht ständig überprüfen muss, ob alles in Ordnung ist. Beim hier thematisierten Gegenstück muss man das selbst prüfen. Ich finde den Ansatz gut, aber es ist halt kein perfektes Produkt.
 
Wundere mich warum es hier zum Streit zwischen 8auer und AquaComputer kam wenn die Geräte doch recht unterschiedlich sind. Zum Glück hatmman sich geeinigt :wow:
Das hat mich auch gewundert. Weil beides nicht direkt vergleichbar ist. Wie haben sie sich den geeinigt?
wo hast du das her, das die beiden Seiten sich gestritten haben? Kann man das irgendwo nachlesen? Würd mich ja mal interessieren.
Igor hat den AMPINEL getestet und im entsprechenden Forumsthread hat sich dan Roman zu Wort gemeldet.
 
Der AMPINEL von AquaComputer klingt immer noch sinnvoller weil nicht nur gemessen und angezeigt sondern auch noch Last ausgeglichen und im Notfall Software oder der ganze PC abgeschaltet wird.

Wundere mich warum es hier zum Streit zwischen 8auer und AquaComputer kam wenn die Geräte doch recht unterschiedlich sind. Zum Glück hatmman sich geeinigt :wow:
Roman erklärt in seinem Video dazu, warum er das nicht eingebaut hat.
Wenn du die Last ausgleichst könntest du einzelne Pins auf der GPU überlasten weil die Grafikkarte gibt ja keine Rückmeldung darüber was für Ströme sie aufnimmt auf den Pins.
Bin kein Elektriker aber ich verstehe den Ansatz, hoffe ich hab das richtig verstanden.
Hier das Video, ab Minute 19:40

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Das Ding ist nur ein Monitoringtool, KEINE Lösung.

Wenn du die Last ausgleichst könntest du einzelne Pins auf der GPU überlasten weil die Grafikkarte gibt ja keine Rückmeldung darüber was für Ströme sie aufnimmt auf den Pins.
Bin kein Elektriker aber ich verstehe den Ansatz, hoffe ich hab das richtig verstanden.
Wie soll das passieren?
Die Pins werden überlastet, wenn KEIN Loadbalancing passiert, deshalb werden die heiß und das Plastik schmilzt, weil statt ~100W dann 200W bis >300W durch ein Kabel/Pin fließt und die nur für 150W ausgelegt sind.

Beim Loadbalancing im Ampinel werden AKTIV die Leitungen überwacht und mit Mosfets gedrosselt, sollte zuviel darüber laufen.
Die Mosfets könnten dabei heiß werden meinte der8auer und deshalb hat er es nicht gemacht.
Dabei gibt aber auch das Ampinel eine Warummeldung, wenn angeschaltet, was man alles einstellen kann.

Der Unterschied ist also, das man mit dem Ampinel den PC noch weiternutzen kann bis zu einem bestimmten Punkt und beim Wire View 2 geht das nicht, da gibt es nur piepen oder PC direkt aus.

Im Grunde kann das Ampinel das gleiche wie das Wire View 2 UND noch mehr und kostet dabei deutlich weniger.
 
beim Wire View 2 geht das nicht, da gibt es nur piepen oder PC direkt aus.
Wann es piept und wann es abschaltet kannste frei konfigurieren. Wenn du willst dass es erst bei 12 statt 10A piepst und erst bei 15 oder 20A abschaltet um den PC der sich grade am selbstzerstören ist weiterzubenutzen steht dir das frei. Das Abschalten ist sowieso optional da du die Kabelpeitsche zum Boardpin nicht benutzen musst.
 
Sorry, relativ nutzloses und vollkommen überteuertes Tool. Was wir brauchen, ist eine aktive Steuerung am Netzteil, die die Stromspitzen abriegelt und die Last in den Adern gleichmäßig verteilt.
Wie soll das gehen? ATX 3.0 Netzteile sollen Stromspitzen von 200% aushalten.
200% durch EIN Kabel ist aber bei Dauerlast genug um es zu schmelzen.
Ein ATX 2.4 Netzteil ist aber nur für ~130% Stromspitze gerated und da könnte man alles darüber hinaus abriegeln.
 
Wie soll das gehen? ATX 3.0 Netzteile sollen Stromspitzen von 200% aushalten.
200% durch EIN Kabel ist aber bei Dauerlast genug um es zu schmelzen.
Ein ATX 2.4 Netzteil ist aber nur für ~130% Stromspitze gerated und da könnte man alles darüber hinaus abriegeln.
Das Problem ist ja nicht, dass das Netzteil es nicht aushalten kann. Wie man aus einem Video vom 8Auer sieht, können auch die Kabel vom Netzteil zum PC relativ schnell 150 Grad und mehr erreichen. Da hat er die Stromstärken gemessen, während einzelne Adern noch viel Luft nach oben hatten, gab es andere, die über das doppelte des Nennstroms über den Draht gejagt haben. Also sowas kann man doch regeln, in dem die Last bereits am Netzteil gleichmäßig auf die Adern verteilt.

Das ist in meinen Augen auch das wahre Problem der schmelzenden Stecker, da die größte Schwachstelle die Kontakte an der Grafikkarte sind. Mit so einem Tool, wie im Artikel, kann ich als User ja nur die Grafiklast verringern (Bildwiederholrate z. Bsp.), wenn ich es erkenne. Aber sind wir mal ehrlich, wenn man in Battlefield oder anderen Spielen mitten im Gefecht ist, schaue ich auch auf kein Tool.
 
So sollen Nutzer auf einen Blick erkennen können...
Ich mach doch nicht meinen PC auf, um darin irgendwas zu gucken. Leute, ich geh das Risiko einfach ein, dass ich zu den 99,999% gehöre, wo das Kabel nicht schmort. Und wenn dann wird der PC schon nicht wie ein Drache Feuer speien. Ich habe extra nachgeschaut, die Hausratversicherung würde mir einen neuen PC kaufen.
 
Bei derartigen Produkten bin ich innerlich kontrovers veranlagt. Auf der einen Seite begrüße ich die Entwicklung derartiger Tools wie den Wireview, Ampinel & Co. und finde den unternehmerischen Aspekt dahinter interessant. Auf der anderen Seite komme ich mir inzwischen durchaus ver*rscht vor, so etwas optional zu erwerben. Ich erwarte diese Funktion bereits ab Werk integriert. Das fühlt sich für mich ähnlich wie der Kauf eines neues Smartphones an und mir im Anschluss die Werbung mit "Heute reduziert, ein tolles Ladekabel für xy Euro" entgegenruft. Ähm Hallo, warum nicht in der Box ? Alles wird derart filetiert, nur um auch noch den letzten Euro auszupressen.
 
Das Problem ist ja nicht, dass das Netzteil es nicht aushalten kann. Wie man aus einem Video vom 8Auer sieht, können auch die Kabel vom Netzteil zum PC relativ schnell 150 Grad und mehr erreichen. Da hat er die Stromstärken gemessen, während einzelne Adern noch viel Luft nach oben hatten, gab es andere, die über das doppelte des Nennstroms über den Draht gejagt haben. Also sowas kann man doch regeln, in dem die Last bereits am Netzteil gleichmäßig auf die Adern verteilt.
Aber nur weil durch die Kabel >20A also 240W Dauerstrom liefen.
Die sind halt nicht für solche höhen Ströme ausgelegt.
Dafür gibt es viele Tabellen im Internet, das hängt von dem Durchmesser, Material und Länge ab.
Aber kurze Spitzen auf 200W pro Kabel so wie es ATX 3.0 vorsieht sind oft kein Problem. Eine Spitze heißt aber max ~0.05 Sekunden und nicht Stundenlang.

Im Netzteil ist der 12VHPWR auch nur EINE Schiene. Heißt also aus eienr Quelle werrden direkt 6 Kabel angeschlossen.
Da wird nicht geregelt welches Kabel wieviel Ampere hat.

Der Witz ist ja, Loadbalancing heißt ja auch, das die Effizienz flöten geht. Wenn man also Loadbalancing im Netzteil betreiben würde, würde dessen Effizienz sinken und das ist wieder schlecht für das ganze Gold/Platin/etc. Rating.
Deswegen will das keiner von denen machen.
 
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Es ist schlimm, dass es solcher Produkte überhaupt bedarf, aber man darf den Pömpel, ja nicht kritisieren :D

Vom Ansatz her sind beide Lösungen grundverschieden und man muss wirklich für sich überlegen, was man wirklich will und braucht. Mal abgesehen davon, dass der Ampinel nicht verglühen wird, weil sich die Elektronik selbst überwacht und sogar Sensoren an den ganzen Pins hängen, wird auch der Wire View Pro 2 nicht verglühen, weil erst gar keine große Leistungselektronik drauf ist.

Allerdings kann das Balancing eines ganz gut verhindern: das Aufschaukeln der Ströme. Da spielt es auch keine Rolle, ob man das extern, im Netzteil oder auf der Grafikkarte löst, denn die Summe der Widerstände ist immer gleich.

Und jetzt stelle ich Euch mal eine ganz fiese Frage:
Jede der 6 Leitungen besitzt mindestens 2 Steckverbindungen, mit den beiden Tools sind es sogar 3. Wir haben also für jede Leitung eine längere serielle Kette von variablen Widerständen. Frage: Woher sollen die Tools wissen), welcher Steckverbinder der schlechte ist: Der am Netzteil, der an der Grafikkarte oder doch der am Tool? Die Ströme geben diese Information leider nicht her, denn es ist ja immer nur einer. Wenn überall perfekte 9 Ampere fließe, sind dann alle Kontakte gleich gut oder gleich schlecht? :D

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Jeder Übergang in dieser Kette trägt zum Gesamtwiderstand bei, und jeder davon kann das thermische Gleichgewicht kippen, wenn die Summe ungünstig ausfällt. Das erklärt auch, warum Systeme mit äußerlich unauffälligen Steckverbindern plötzlich kritische Schieflasten oder Hotspots entwickeln, obwohl kein sichtbarer Defekt vorliegt. Ein Balancer betrachtet nicht nur die einzelnen Leitungen, sondern das Zusammenspiel aller Stränge im realen Betrieb. Denn entscheidend ist nie, ob ein einzelner Pin „gut genug“ ist, sondern wie sich alle gemeinsam verhalten.

Das elektrische System reagiert nicht linear, sondern kumulativ. Zwei nur leicht ungünstige Kontakte ergeben in Summe eben keinen „knapp akzeptablen“ Pfad, sondern im Zweifel genau den Engpass, der am Ende den Unterschied zwischen stabiler Versorgung und schleichendem Versagen ausmacht.

Ein Balancer ist natürlich auch kein Wundermittel, aber er kann Ströme verteilen, Schieflasten ausgleichen und Hotspots entschärfen, nur kann er keine physikalischen Defekte beheben. Wenn ein Kontakt oder eine Leitung bereits mechanisch beschädigt, thermisch degradiert oder durch Oxidation hochohmig geworden ist, lässt sich das auch mit feinster Regelung nicht rückgängig machen. Ein Balancer kann den Schaden bestenfalls erkennen, aber nicht reparieren. Wird beispielsweise ein Kontakt durch Überhitzung erweicht oder die Federkraft in der Buchse nimmt ab, dann ist die Kontaktfläche verkleinert, der Übergangswiderstand steigt und die Erwärmung beschleunigt sich. Ab diesem Punkt hilft kein noch so präzises Balancing mehr – die Verbindung ist verloren. Das Gleiche gilt bei Kabelbrüchen, gequetschten Adern oder korrodierten Steckflächen. Die Elektronik kann nur den Anstieg der Differenzströme oder Spannungsabfälle detektieren und darauf reagieren.

Und nun kommen wir zum Unterschied der beiden Ansätze:

Der Wire View Pro 2 ist einstufig, der Ampinel zweistufig aufgebaut: Beim einstufigen Schutzschalter greift eine Logik und schaltet einfach ab. Beim Balancer erfolgt die Regelung, die temporäre Schieflasten glättet und kritische Zustände vermeidet. Wird jedoch eine definierte Grenze überschritten oder eine einzelne Leitung deutlich auffällig, muss die Schutzlogik übernehmen. Dann zählt nicht mehr die Balance, sondern der Schutz. Der Balancer meldet den Fehler, löst einen Alarm aus und schaltet im Ernstfall die GPU-Versorgung ab, bevor der Stecker überhitzt oder gar verschmort.

Mehr ist physikalisch nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Wenn ein Stecker oder ein Kabel mechanisch oder thermisch versagt, bleibt nur der Austausch. Kein Algorithmus und kein MOSFET kann einen verbrannten Kontakt heilen. In solchen Fällen hilft nur die klare Meldung an den Nutzer, das Abschalten der Versorgung und der konsequente Wechsel von Kabel oder Stecker, alles andere wäre nur Symptombehandlung. Ein Balancer kann also vorbeugen und schützen, aber nicht retten, was bereits zerstört ist.

Ein Load-Balancer (egal ob auf der Karte oder extern) kann die Lebensdauer von Steckverbindern deutlich verlängern, weil er die Belastung der einzelnen Kontakte auf ein gleichmäßiges Niveau bringt und so die physikalischen Alterungsmechanismen verlangsamt. Jeder Kontakt in einem 12V-2×6-Stecker altert nämlich nicht gleichmäßig, sondern in Abhängigkeit von Stromdichte, Temperatur und mechanischer Spannung. Schon minimale Unterschiede im Anpressdruck oder in der Oberflächenbeschaffenheit führen dazu, dass einige Pins mehr Strom übernehmen als andere. Diese „guten“ Kontakte werden dadurch stärker erwärmt, was zu einer beschleunigten Relaxation der Federkraft, Materialermüdung und lokalem Oxidwachstum führt. Mit jedem Hitzezyklus steigt der Übergangswiderstand weiter an und es ist ein schleichender Prozess, der am Ende zu einem echten Defekt führen kann. Nennen wir es mal salopp schleichender Tod. Ein Load-Balancer greift genau an dieser Stelle ein. Er erkennt, wenn einzelne Adern überproportional belastet werden, und verschiebt die Ströme dynamisch auf die übrigen Leitungen.

Ob man sich so ein komplexes Teil dann kauft, muss jeder selbst entscheiden, denn in den meisten Fällen wird ein WireView Pro 2 reichen, um optisch eine schlechte Kontaktverteilung zu erkennen. Am besten wäre aber eine Steckverbindung, die solche Dramen erst gar nicht verursacht. :D
 
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