Geforce RTX 3090: Spielerin zockt Crysis 3 über den Grafikspeicher

Warum macht man nicht ein Mainboard mit 2 Prozessorenplätze. Eines für CPU und eines für GPU.
Dazu kann man dann entsprechend die Ram selber bestücken bzw. CPU und GPU separat kaufen.

Das alles mit extrem schneller Anbindung und fertig, ganz ohne ein PCI anschluss.

So gäbe es ein RAM für beide Prozessoren.

Das wäre doch viel Sinnvoller, dazu gibt es entsprechende Selbstbau-Kits um das Mainboard entsprechend des Herstellers frei zu modizieren.

Das ist technisch nicht ganz so einfach.
- Zum einen müssten sich alle Hersteller auf einen "GPU-Sockel" einigen. Dieser Sockel und auch das GPU Layout dürften über Jahre hinweg nicht geändert werden. Ansonsten könntest du nicht mehr aufrüsten. Neue Anschlüsse (oder Revisionen) wie Displayport oder HDMI würden ein kompletten Tausch des System nötig machen incl. inkompatibilität von alten Komponenten!
- Neue GPUs wären dann immer auf die "Kapazität" des Sockels limitiert. Mehr Pins für zukünftig mehr Speicher oder ein höheres TDP-Limit wären ausgeschlossen.
- Jede GPU muss mit allen möglichen Kombinationen der Speichergröße umgehen können, was diese teurer macht.
- Jedes Mainboards müssten immer den GPU-Maximalausbau unterstützen, sodass diese auch deutlich teurer wären.
- Die GPU muss dennoch elektrisch an die CPU angebunden werden. Wie dies geschieht, ist letztendlich egal. Zur Zeit ist es halt PCIe.
- Bei RAM sind die "Leistungsverluste" durch die Steckkontakte und die Entfernung zum Controller enorm.
Die Grafikkarte wäre dadurch z.Z. auf normalen DDR4 limitiert. Die Entfernung zur GPU darf bei GDDR6(X) nur wenige Zentimeter betragen (ich meine mal 1 3/4 Zoll, also run 4.5 cm ) und muss verlötet sein. Bei HBM-Speicher sind weniger als einen cm! Schneller Speicher müsste also, wie z.B. bei den Konsolen, direkt neben des CPU/GPU mit auf das Mainboard gelötet sein.

Diese Probleme hat man halt alle gelöst, in dem man sich auf eine Schnittstelle für GPUs incl. eigenem Speicher, sprich Grafikkarten geeinigt hat. Früher war das AGP, heute ist es PCIe.
 
Cool
Vram(Ramdisk) -> PCIe 4.0 -> RAM -> PCIe 4.0 -> Vram(Gpu)
da freut sich bestimmt die Grafikkarte, wenn sie Bandbreite mit Müll teilen darf :)
 
Was spricht dagegen das DDR6 RAM steckbar zu machen, so wie DDR4 RAM?

Die mangelnde Signalqualität von Steckverbindungen und die nötigen Leiterbahnenlängen. Insbesondere wenn dreimal mehr Leitungen unterbringen möchte als bislang üblich. GDDR6 ist nicht schneller als parallel entwickelter DDR4, weil jemand eine "6" in den Namen geschrieben hat, sondern weil er auf Grafikkarten unter wesentlich besseren Bedingungen arbeiten kann als normaler Hauptspeicher auf einem Mainboard.
 
Ich hab sowas ähnliches schon mit dem Tool Softperfect RamDisk gemacht, nur halt mit dem RAM statt VRAM. Ist ganz witzig. Man braucht halt optimalerweise 32GB RAM oder mehr, damit man was für die Spieldateien reservieren kann. Klappt jedenfalls recht gut. Die Ladezeiten sind extrem kurz. Wenn man die RAM-Disk dann noch auf einer PCIe-M.2-SSD speichert, dann dauert selbst das Laden/Speichern des Images nur noch ca 5 Sekunden bei 16GB.

Wenn man freien Arbeitsspeicher oder einfach übertrieben viel davon hat, kann man das schon machen. :D

Andererseits... wir leben in Zeiten von PCIe4.0-SSDs, die theoretisch bald bis zu 7,000 MB/s packen. Da fragt man sich ob man überhaupt noch ne RAM-Disk benötigt... Besonders bei den heutigen Spieleinstallationsgrößen.

EDIT:
Ja ok, hab nochmal nachgemessen, mein DDR4-Speicher packt im Dual-Channel deutlich über 50 GB/s. ^^
Ist schon ne Spur schneller...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die mangelnde Signalqualität von Steckverbindungen und die nötigen Leiterbahnenlängen. Insbesondere wenn dreimal mehr Leitungen unterbringen möchte als bislang üblich. GDDR6 ist nicht schneller als parallel entwickelter DDR4, weil jemand eine "6" in den Namen geschrieben hat, sondern weil er auf Grafikkarten unter wesentlich besseren Bedingungen arbeiten kann als normaler Hauptspeicher auf einem Mainboard.
Dann dürfte ja PCIe nicht funktionieren. :) Hier werden auch per Steckverbindung bei PCI6.0x16 bis zu 120Gigabyte/sec übertragen. Und da sind die Leitungen viel länger als von der CPU zum RAM.
Klar, das ist noch nicht 600Gigabyte/sec. Aber machbar wäre es bestimmt. :-D Zumal die PCIe Daten ja durch ZWEI Steckverbindungen laufen. (CPU-Sockel und PCIe-Slot)
 
PCIe funktioniert (mit diesen Bandbreiten) auch nur mit Hilfe von Tricks über solche Leitungslängen.
PCIe5.0 mit iirc 32 GB/s ist der letzte Standard der noch mit zwei Zuständen arbeitet, PCIe6.0 soll vergleichbar wie GDDR6X mit 4 Zuständen pro Signal arbeiten (um den Arbeitstakt selbst nicht weiter erhöhen zu müssen was signalqualitätstechnisch einfach nicht mehr geht). Leitungslängen von mehr als gefühlten 10 Zentimetern gehen hier auch schon seit PCIe4.0 nur über Signalverstärker ("Redriver") auf dem Board und da sind wir noch Welten von Übertragungsraten von vRAM entfernt.

Auf viele Hundert oder gar 1000+ GB/s wird PCIe nicht kommen, dafür sind die zu überwindenden Umgebungsparameter einfach physikalisch nicht geeignet. Um das zu umgehen wird ja schon lange an HBM geforscht so dass Speicher mittel-/langfristig möglichst nahe an den Rechenchip verlagert wird und damit Signalwege möglichst kurz und Bandbreiten möglichst hoch werden können.

Wenn noch 10 Jahre vergangen sind wird es wohl Lösungen geben, die sehr schnelle CPUs, GPUs und Piles of HBM dazwischen in einem Package vereinen. Dann ist das Entfernungsproblem Geschichte (und geht direkt in ein Kühlungsproblem über im Highend-Bereich :ugly:)..
 
PCIe funktioniert (mit diesen Bandbreiten) auch nur mit Hilfe von Tricks über solche Leitungslängen.
PCIe5.0 mit iirc 32 GB/s ist der letzte Standard der noch mit zwei Zuständen arbeitet, PCIe6.0 soll vergleichbar wie

Hust Hust:
Bildschirmfoto vom 2020-10-05 14-30-23.png
 
Klar, wenn ich verbreitere wird auch die Bandbreite größer (genau wie höherbittige Speicherinterfaces es bei Grafikkarten tun), macht es aber wiederum wesentlich komplizierter/teurer - wenn das die einfache Lösung wäre hätten wir ne GTX3080 mit 512 oder mehr bit Anbindung und dafür weniger am-Limit-GDDR, bedeutet mehr bandbreite bei weniger TDP... das geht zwar, ist aber (NVidia zu) teuer.

Selbst mit maximaler Ausbaustufe und PCIe6.0 was wir geschätzt vor 2025 kaum im Endkundensegment sehen werden, eher später, kommste "nur" auf 120 GB/s - bis dahin dürften Highend-GPUs beim Zehnfachen sein.
 
Dann dürfte ja PCIe nicht funktionieren. :) Hier werden auch per Steckverbindung bei PCI6.0x16 bis zu 120Gigabyte/sec übertragen. Und da sind die Leitungen viel länger als von der CPU zum RAM.
Klar, das ist noch nicht 600Gigabyte/sec. Aber machbar wäre es bestimmt. :-D Zumal die PCIe Daten ja durch ZWEI Steckverbindungen laufen. (CPU-Sockel und PCIe-Slot)

Werden sie das (Präsens) oder werden sie das werden (Futur)? Aktuell liegt das Limit von PCI-E ×16 bei gut 31 GB/s (je Richtung) und das erfordert schon einen riesigen Slot mit 64 Daten- zuzüglich weiteren Masseleitung (für beide Richtungen), der unmöglich in 20-facher Ausführung eingesetzt werden könnte. Das größere Problem ist aber der logische Aufbau, denn es handelt sich um 16 einzelne Streams zu je 2 GB/s, die anschließend auf Fehler geprüft und rekombiniert werden. Vorgänge beziehungsweise Latenzen, die für einen RAM nicht in Frage kommen. PCI-Express-Übertragungen haben Verzögerungen im Bereich von 100ten bis 1.000den Nanosekunden, RAM liegt bei unter 10 ns.
 
Ich hab vor einem Vierteljahr mal NVME vs RAMDISK auf einem HP DL385 mit Epyc getestet. Ging darum, ob ein Datenbankmonster damit noch beschleunigt werden könnte (Stichwort: Datensicherheits Suizid Mode). Letztlich konnte die RAM Disk aber die NVMEs nicht outperformen. Hatte fast ein wenig den Eindruck dass der RAM Speed schon für die CPU das Limit war und NVME logischerweise an das gleiche Limit gestoßen ist. Dann kam hinzu dass es dafür nur eine Sorte Rigel gibt, 2933MHz. Und dann kam hinzu dass man bei 2 DIMMs pro Channel Transferspeed verliert und und und.

Statt RAM Disk wird es sinnvoller sein, wenn die Grafikkarte in Zukunft einen M.2 Slot hat von dem sie das Spiel direkt lesen kann. Die GPU braucht eh die meisten Daten und was ins normale RAM und zur CPU gehört kann die GPU ja weiterleiten
 
Hab ich doch glatt mal mit 2GB getestet :D
und dann gleich CrystalDiskMark 7 laufen lassen aus Spaß. Wahnsinn wie schnell das ist. :D
jedenfalls ne coole idee.
 
Naja, bis jemand CoD: MW über den Videospeicher zockt wirds wohl noch ein wenig dauern.. xD

Denke aber bis dahin haben wir DirectStorage und brauchen keinen 256 GB VRAM...
 
Als erstes möchte ich den bemerkenswerten Geschmack der Frau bezüglich eines meiner Lieblingsspiele hervorheben. Gute Wahl.
Dann hat sie es gemacht weil sie bewiesen wollte, das es geht. Beweis erbracht 100 Punkte.
Ausserdem verstehe ich nun endlich wofür man 24 GB Vram braucht und auch gleichzeitig warum ich es nicht brauche, super! Spart mir ne Menge Geld. Danke?
 
Wenn das Spiel dafür ungeeignet ist frage ich mich warum Sie dann nicht (noch) ein anderes Game was besser mit der Technik funktioniert getestet hat?????? Das ist jetzt das was ich nicht verstehe :)
 
Ich gebe dir mal zwei Zahlen:
Bandbreite von schnellem DDR4-Speicher im Dual-Channel: ca. 50 GB/s.
Bandbreite von GDDR6(X) auf modernen Grafikkarten: ca. 500-800 GB/s.

Würdest du eine GPU auf einem Mainboardsockel unterbringen und das an Bandbreite nutzen was so mit RAM-Slots neben dem Sockel aktuell möglich ist würde eine RTX3090 auf die Performance von gefühlt einer GTX1050 zusammenbrechen. Deswegen macht man das nicht... ;-)

Dass man bei Grafikkarten heute mit aller Gewalt, viel TDP Budget und allerlei technischen Kniffen (QDR bei GDDR6X, möglichst kurze Leiterbahnen zwischen GPU und RAM-Chip, Backboredrilling im PCB, crossoveroptimierter Leiterbahnverlauf und zig anderen Dingen) versucht die Bandbreite von Grafikspeicher ans Limit zu fahren macht man ja nicht aus Spaß. Da auf derart "lahme" Techniken zu setzen wie "RAM-Riegel im Slot neben nem Sockel" würde die Performance der Grafikkarten ins bodenlose stürzen lassen.
Das verstehe ich schon, warum nicht gleich den GDDR6X auf das Mainboard packen?

Das Mainboard hat doch ein PCI-E Anschluss und der Anschluss muss ja die gleiche Leistung bringen wie der GDDR6X Ram. Sonst würde ja das PCI-E den GDDR6X ausbremsen, denn die Daten liegen auf der SSD (Spielspeicherort).

Mit einem Dual-CPU/GPU Sockel kann man die Leistungsbremsen umgehen. Der gemeinsame Ram kann wie eine Portition frei bestimmt werden (das lässt sich beliebig anpassen).

Die Hersteller fertigen Upgrade-Kits, mit Spannungswandler, diversen Chips als Plug&Play auf dem Mainboard (dafür sind extra Slots vorhanden). Zusätzlich können die Hersteller alternative Kühlungen, sowie LED und allgemein den Style verändern.
 
VRAM ist in keiner Weise besser für die Daten geeignet als Hauptspeicher. Deswegen ist der ganze Test für die Katz.

Was die neue Lösung von NVidia und MS besonders macht, ist die Möglichkeit, die GPU zum dekomprimieren der Daten zu verwenden. Das ist alles. Aber genau dieser Aspekt wurde hier nicht genutzt.
 
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