Da sich sogar die XBox Game Studios "zurückgezogen" haben, zeigt aber, wie weit man Microsofts Worten glauben schenken darf. Wie war das noch, dass sie den Kunden die Wahl der Plattform überlassen wollten und darum die Spiele nicht nur im Windows-Store und auf der XBox anbieten wollten? Natürlich ist hier GeForce Now nicht die Plattform, sondern Steam.
Allerdings hast du eine Endkundenlizenz bei Steam gekauft und keine B2B Lizenz, dass eine andere Firma die Spiele, mit Voreinrichtung, verwalten darf. Nvidia bräuchte dafür eine B2B Lizenz mit den Publishern. Eine richtige VM ist das nämlich nicht, was Nvidia hier anbietet, denn sonst könnte ich da auch andere Betriebssysteme installieren, aber das was Nvidia anbietet ist nur eine voreingerichtete Spieleoberfläche.
Ich sehe es eher so, dass Nvidia höchstens mit Valve verhandeln müsste, da sie quasi im Namen der Nutzer auf deren Steam-Account zugreifen. Da könnte Valve z.B. Sicherheitsbedenken haben.
Nvidia vertreibt die Spiele nicht, weshalb sie mit den Publishern keine Verträge eingehen müssten, denn die Verträge bestehen schon zwischen dem Besitzer des Steam-Accounts und den Publishern, von denen dieser Spiele gekauft hat. Ich gehe davon aus, dass in keinen der EULAs steht, welche Hardware man zum Spielen des gekauften Spiels verwenden darf und selbst wenn, würde ich die Legalität anzweifeln. Nvidia bietet ja nur Zugang zum Steam-Account und passt halt ihren Service entsprechend an, um die Kompatibilität mit bestimmten Titeln zu gewährleisten. Solang sie nicht am Programmcode der jeweiligen Spiele rumbasteln...
Das mit dem Bereithalten der Spieledaten sehe ich nicht kritisch, da ich mir auch MMORPG Spieleclients runterladen kann, ohne einen (aktiven) Account zu haben. Es gibt sicher kein Gesetz, welches verpflichtet, z.B. solch einen Client zu löschen, wenn man seinen Account löscht. Der Programmcode hat ohne eine Nutzungsmöglichkeit keinen Wert, sondern ist quasi Datenmüll. Genauso war es früher üblich, Demos, Patches usw. von diversen Seiten runterladen zu können (oder CD-Rom Beilagen von PC Games und Co.), ohne dass diese für jeden Patch den Publisher um Erlaubnis bitten mussten.
Generell gehört das Lizenzrecht mal generalüberholt. Zu viele Unternehmen missbrauchen das System und versuchen die Rechte anderer zum eigenen Vorteil zu beschneiden. Am liebsten wollen Publisher ja die Möglichkeit haben, jederzeit die Nutzung der gekauften Software unterbinden zu können und die Software am liebsten nochmal an den selben Käufer zu verkaufen. Die Gehirnwäsche hin zu "Nutzungsrecht" statt Eigentum wirkt ja schon bei einigen. Rechte werden eingeschränkt, ohne wirkliche Vorteile wie z.B. wesentlich niedrigeren Preis als Ausgleich zu bieten.
Stadia setzt dem Ganzen noch die Krone auf.