Progression ist ein wichtiger Punkt. Bei Gothic 1 und 2 war es damals schon heftig dass das Spiel am Anfang so brutal schwer ist.
"Brutal schwer" war an Gothic 1 und 2 im Grunde gar nichts, außer halt man hat nicht auf das gehört was einem das Spiel immer wieder klar und eindringlich zu Beginn kommuniziert hat, "bleib auf den Wegen, da ist es relativ sicher, abseits davon kann es sehr gefährlich sein" und ist kopflos in jeden entdeckten Gegner direkt reingestürmt.
Es hatte schließlich schon seinen Grund warum einer der großen Wünsche der Community, nach G1 und G2 war das PB doch bitte einen etwas "fordernderen Schwierigkeitsgrad" einbauen soll, was sie dann ja auch mit der DNDR Erweiterung zu G2 gemacht hatten (wenn auch auf eine etwas unelegante Art).
Grundstätzlich war es aber so das der komplette Schwierigkeitsgrad in G1 und G2 einzig und alleine auf der Basis von vorhandenen / gesammelten Wissen fußte, dadrüber wo man welche nützlichen Items einsammeln kann und wo abseits der Wege halt ggf. schwierige Monster sind (gerade bei Höhlen, wo man sie nicht bereits aus größerer Distanz ausmachen kann), in die man noch nicht unbedingt als unerfahrener Neuling mit Level 4 reinrennen sollte und die man besser erst einmal umgeht.
Genau dieses Wissen hat und kann man halt als "neuer Spieler", nicht besitzen und wer dann halt meint er muss, wie ja schon geschrieben, einfach überall direkt reinstürmen, nun, der wird das Spiel auf niedrigen Level vielleicht schwer finden, weil er dann natürlich permanent auf den Boden geschickt werden wird.
Wusste man die Dinge aber und / oder ist schlicht in der Lage auch mal gegebene Hinweise zu beherzigen, konnte man eigentlich ziemlich leicht durch die Anfangsphase kommen, oder auch schon faktisch direkt nach Spielstart bestimmte Items einsammeln (z.B. Spruchrolle des Feuersturms und Snaperverwandlung) und selbst die härtesten Gegner im Spiel als "namenloser Heldenlauch", in Kapitel 1, aus den Latschen hauen.
Gleichzeitig machte das aber auch den Reiz aus. Da den Spagat hinzubekommen, dass alte Spieler sich da wie zu hause fühlen, aber auch Neueinsteiger das geil finden könnte schwierig sein. Ich würde es aber wieder so machen wie früher.
Das Problem ist kein Spagat, sondern das die heute wesentlich mehr und größere casual Spielerschaft ggf. einfach häufiger das Spiel schmeißen wird, wenn ihnen kein Kompass direkt und dauerhaft anzeigt wo sie hinlaufen müssen und sie dann auch noch bei ihrer "Irrfahrt" rechts und links vom Wegrand von Monstern umgehauen werden können, denen sie noch nicht gewachsen sind, die sie aber natürlich als erste Reaktion auf Blickkontakt direkt anhiten müssen.
Das hat aber im Grunde eben absolut nichts mit irgend einer Form von Schwierigkeitsgrad zu tun, gerade nicht bei einer so kompakten Spielwelt, wie der von G1.
Außer du würdest dann auch den Schwierigkeitsgrad einer Bergwanderung daran bemessen wollen ob man es schafft auf dem ausgeschilderten Weg zu bleiben, um an sein Ziel zu gelangen, oder meint man muss dann einfach den Weg verlassen und sich in schwieriges Gelände begeben, wo man dann an seine Grenzen stößt, weil man nicht permanent ein Navi zur Hand hat, was einem sagt wo man langlaufen soll.
Weiß man eigentlich schon ob es verschiedene Schwierigkeitsgrade geben wird?
Nein, weiß noch keiner mit Sicherheit, da es aber heute faktisch zum guten Ton gehört, um auch absolut niemanden zurück zu lassen, kann man eigentlich davon ausgehen das es sicherlich mehrere einstellbare Schwierigkeitsstufen geben wird.