AW: Friedensnobelpreis für Barack Obama
Afaik verlang die Genfer Konvention das. Aber was ist denn überhaupt eine "Uniform"?
Mit Ausnahme von Rangabzeichen (auf die Einsatzabhängig afaik aus strategischen Gründen auch mal verzichtet wird) gibt es so gut wie jedes westliche "Militär"-Kleidungsstück auch für Zivilisten und gerade diverse Kleidungsstücke in Tarnmuster erfreuen sich breiter Beliebtheit.
Da kann man imho genausowenig von einer klaren Abtrennung sprechen, wie bei Soldaten der Taliban, die ähnliche/gleiche Lumpen tragen, wie die restliche Bevölkerung.
(einer der Punkte, die mal auf den aktuellsten Stand gebracht werden müssten. Nicht das deutsche Soldaten für amerikanische Touristen gehalten und misshandelt werden

)
Nein nein nein.
Schau dir mal eine Bundewehrunifirm an und dann die Klamotten, die du in Army Shops kriegst.
Der Unterschied ist schon da, und ich rede nicht vom Rangabzeichen auf den Schultern.
Und, jetzt mal ernsthaft, die "Lumpen", die die Taliban tragen und die auch viele Zivilisten tragen, sind alles andere als eine Uniform.
Man beachte die Definition des Begriffs "Uniform".
Außerdem muss man ja auch noch von ziviler und militärischer Uniform unterscheiden.
Keiner will Flugbegleiterinnen abknallen, nur weil sie alle die gleiche Uniform tragen.
Berufst du dich auf ein Vertragswerk, dessen Namen du vermutlich noch niemals gehört hast, wenn dir jemand ein M16 an die Schläfe hält?
Das Vertragswerk wird aber auch von fast allen nicht wirklich befolgt. Oder haben die Iraker das wärend des Krieges getan oder Nordkorea?
Oder die Talibanen und die Russen in Afghanistan?
Oder sonst wer?
Das Vertragswerk ist schon alleine deshalb sinnlos, weil man vergehen nicht bestrafen kann.
Es ist zumindest ein bestimmter Staat, der angreift...
Nö, es sind ein paar mehr. Die USA sind ja nicht alleine in Afghanistan.

Ein paar Deutsche machen da auch Ferien.
Viele "Terroisten" im Irak oder Afghanistan sind bestenfalls Terrorverdächtige (und damit imho endgültig Zivilisten). Ansonsten gilt die Genfer Konvention afaik auch für Söldner.
Welcher Zivilist geht in ein anderes Land, bewaffnet sich dort und bekämpft Soldaten?
Ist er dann immer noch Zivilist?
Nee, das sehe ich nicht so. Ist er aber auch Söldner?
Was bekommen denn die einfachen Kämpfer in Afghanistan?
Geld, Versorgung der Familie?
Machen es einige nicht auch aus Überzeugung (soll es echt geben)?
Was sind dann die?
Das ist ja überhaupt der Grund, warum "Terroristen" in Guantanamo und nicht auf US-Territorium festgehalten werden, damit man ihnen nicht die Grundrechte gewähren muss, die einem Festgenommenen in den USA zustehen.
Und weil man sie nach Ägypten oder sonst wohin fliegt, fallen die "Folterungen" auch nicht in amerikanische Zuständigkeiten.
Fragwürdig. Sie wurden (nach Freispruch: Zu unrecht) verhaftet und anschließend auf einen anderen Kontinent verschleppt. Ich sehe keinen Grund, warum der Verschlepper sie anschließend auch noch in ein vom ihm gewähltes Land deportieren dürfen sollte. Entweder man entlässt sie ganz normal aus dem Knast (und damit in die USA), man bringt sie dahin, wo sie hinwollen (wenn sie reingelassen werden), oder dahin, wo man sie gefangengenommen hat. (Wobei letzteres dank der Diplomatie der US of A zwischenzeitlich in vielen Fällen eine Region ist, bei der die Freizulassenden gleich vorab einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsflüchtling stellen können)
Hmm. Du willst also die Meschen, deren Hass wohl in den Jahren nicht weniger geworden ist, und die die amerikanische Lebensweise ablehnen, im Land lassen, in dem Land, in dem man einfacher einer Waffe bekommen kann als eine Flasche Milch?
Man stelle sich mal vor, ein Nordkoreanischer Demokrat und Regimegegner schafft es, sich nach China zu flüchten, wird dort unter fadenscheinigen Argumenten gefangengenommen, dann 3 Jahre im Iran gefoltert und jetzt soll es richtig sein, ihn nach Nordkorea abzuschieben, wo er hingerichtet werden wird?
Jep, so sieht es aus. Er ist ja Koeraner und in dieses Land wird er ausgeliefert.
Hmm, abgesehen dass der Vergleich echt sehr weit hergeholt ist.
Nehmen wir mal den deutschen Terroristen an, der in Afghanistan ausgebildet wird und dann nach Amerika reist um ein AKW in die Luft zu sprengen.
Er wird erwischt und kommt nach Guantanamo. Dort wird er drei Jahre lang "befragt". Es stellt sich heraus, dass er wahrscheinlich beteiligt ist, aber man kann es nicht mit letzter Sicherheit beweisen, daher wird er schließlich von einem US Gericht freigesprochen. Soll der nun in den USA bleiben und nicht abgeschoben werden?