AW: Friedensnobelpreis für Barack Obama
Obama mag ja eine "deutliche Verbesserung" gegenüber seinem Vorgänger darstellen, jedoch sehe ich - gerade nach dieser kurzen Amtszeit - keinen Grund, der eine solche Ehre rechtfertigen würde.
Obama habe ein neues internationales Klima geschaffen, hieß es in der Begründung.
Sicher, er ist beliebt, momentan everbody's darling, hat Charisma und ist zudem intelligent, allerdings sollten das nicht die Kriterien sein, die für eine solche Nominierung oder Preisverleihung angelegt werden;
allerdings hat mit die Preisverleihung an Arafat auch verwundert, ein gewisses politisches Kalkül kann man da nicht von der Hand weisen ...
Er ist um bleibt der Präsident der Vereinigten Staaten, und wie man bislang gesehen hat, ist er genauso stark in die vorhandenen Strukturen verankert wie jeder andere Präsident vor ihm.
Aus meiner Sicht - momentan - ungerechtfertigt bzw. verfrüht.
Man sollte nicht nur Preisträger, die akut zur Beendigung oder nachhaltigen Besserung von Konflikten beigetragen haben, nominieren; gerade humanitäre Hilfe wird, meines Erachtens, stark vernachlässigt ...
mein Vorschlag wäre eine Person vom Schlags
Karlheinz Böhm, der mit seiner praktischen, langfristigen und weitgehend medienabstinenten Hilfe bewundernswerte Arbeit leistet; indirekt trägt das genauso stark zur Friedenssicherung, dazu in einem Krisengebiet, bei.
Gruß.