Es ist sicher ein Unterschied zwischen Festbrennweiten und Zoomobjektiven erkennbar. Die Frage ist allerdings, ob ein Hobbyfotograf das noch erkennt und vor allem braucht. Aufgrund der höheren Flexibilität würde ich Dir zunächst ebenfalls zu einem Tamron 17-50 raten. Du hast vom leichten Weitwinkel bis zur Normalbrennweite den wichtigsten Bereich abgedeckt.
Beim Tamron würde ich auch zur Version mit Bildstabi raten. Du kannst damit ca. 2 Blendenstufen weiter aus der Hand ohne Verwackler fotografieren. Bei schlechten Lichtverhältnissen durchaus brauchbar. Ich nutze meines als "Immerdrauf" und bin damit sehr zufrieden.
Hier einmal der Anfang der Blendenreihe: 1.- 1.4- 2.- 2.8-. 4- 5.6- 8- 11 ...
Mit jeder Blendenstufe verdoppelt bzw. halbiert sich die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft. Das bedeutet, dass bei Blende 1.4 doppelt so viel Licht, wie bei Blende 2 auf den Sensor trifft. Von Blende 1.4 zu 1.8 sind es ca. 2/3 Blenden. Der Unterschied ist also nicht ganz unerheblich. Bei der Kaufentscheidung zu bedenken ist auch, dass die meisten Objektive ihre beste Abbildungsleistung ca. 2 Blenden oberhalb der Offenblende haben. Bei einem Objektiv mit 1.4 hättest Du die beste Leistung also bereits bei Blende 2.8, während Du beim 1.8 die beste Leistung erst bei Blende 4 hast.
Das 50mm 1.4 hat gegenüber dem 1.8 auch noch den Vorteil, dass es ein seidenweiches, sehr schönes Bokeh (unscharfer Bereich im Hintergrund) hat. Das Nikkor, nicht das Sigma. Ob es Dir den doppelten Kaufpreis wert ist, musst Du selbst entscheiden. Ich möchte mein Nikkor AF-S 50mm 1.4G jedenfalls nicht mehr hergeben. Das Objektiv ist einfach top.
Zum Weitwinkel. Ich bin ebenfalls am überlegen, ob ich mir mal eines zulege. Zur Auswahl standen bei mir das Tokina 11-16mm 2.8 und das Nikkor 10-24mm 3.5-4.5. Das Tokina hat den Vorteil, dass es die höhere Lichtstärke hat. Es soll allerdings zu heftigen Lensflares (Spiegelungen bei Gegenlicht) neigen (wie die meisten WW-Objektive, das Tamron weniger sark, dafür aber Neigung zu CAs). Wenn Weitwinkel, wird es bei mir also das Nikkor. Ich will es überwiegend in der Landschaftsfotografie einsetzen und da braucht man diese Lichtstärke eher selten. Auch hier gilt, ob es Dir den höheren Preis wert ist, musst Du selber entscheiden.
Was sonst noch wichtig ist: Im Vergleich zu einer Kleinbildkamera verlängert sich der Brennweitenbereich hier um den Faktor 1,5. Das entspricht also beim Tamron 17-50mm, 25,5 - 75mm KB. Das liegt an der Sensorgröße der meisten Kameras (Ausnahme z.B. D700). Such mal nach Cropfaktor.
Vergiss den Aufklappblitz Deiner Kamera. Kauf Dir da mal einen Aufsteckblitz. Ein Nissin 622 ist gebraucht mitunter für unter €100,- zu bekommen. Für die meisten Situationen ist er durchaus ausreichend. Ich weiss nicht, ob Du den Aufklappblitz Deiner Kamera auch für die Mastersteuerung nutzen kannst. Bei meiner D90 funktioniert entfesseltes Blitzen mit dem Nissin ganz gut. Der ist sicher nicht zu vergleichen mit einem SB 900, den ich mir gerade zugelegt habe, besser als so ein Aufklappblitz aber allemal.
Sollte ich mir heute noch einmal eine neue Kamera kaufen, wird es wohl eine D7000. Allein schon wegen der erheblich größeren Anzahl Autofokusmessfelder. Bisher bin ich mit meiner D90 allerdings voll zufrieden.
Als weitere Empfehlung: Schau Dir mal den
Fotolehrgang im Internet an.
LG