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Finanzkrise - Alles gut?

teachmeluv

PCGH-Community-Veteran(in)
Der Kapitalismus ist genau so ein Märchen wie Lotto-Spielen. Jeder kann es zu etwas bringen bzw "Reichtum" erlangen, aber nicht alle. Und da man wegen der hier bereits genannten Überschuldung die dafür anstehenden Zinsen erwirtschaften muss, wird das angestrebte und geforderte ewige Wachstum über kurz oder lang seinen Tribut fordern. In Frankreich gehen die Menschen genau deswegen auf die Strasse und es bedingt die Strömungen aus den anderen Teilen der Welt in den wohlhabenden Westen. Die Finanzkrise ist längst da, wird aber durch Ablenkung immer noch gut verschleiert. Wir regen uns über Dieselfahrverbote und mögliche Tempolimits auf, aber man geht lieber aus Angst vor einer Islamisierung des Abendlandes in großen Massen demonstrieren, vor der nicht mal die Kirche Angst hat.

Zitat Volker Pispers: Wir sitzen alle in einem Zug und rasen auf einen Abgrund zu. Wir tauschen nur alle vier Jahre den Lokführer aus und sagen: Halt Kurs!

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Das hatten wir hier nunmal fast 100 Jahre lang nicht mehr

Krieg vergessen? Damals hatten die Leute auch nichts, um sich was zu kaufen.
Ich kenne noch die Geschichten von meinen Großeltern, als sie während des Krieges aus Ostdeutschland fliehen mussten und mit nichts hier ankamen und von den Leuten, die hier lebten, schief angeschaut wurden, denn sie galten nicht als Flüchtlinge, denen man helfen musste, sondern als Eindringlinge, die einem was wegnehmen wollten.

Und angesichts der wachsenden Zahl von Nationalisten in Europa kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wieso die offenbar wieder genau das gleiche erleben wollen. :nene:
 
TE
geisi2

geisi2

Freizeitschrauber(in)
Krieg vergessen? Damals hatten die Leute auch nichts, um sich was zu kaufen.
Ich kenne noch die Geschichten von meinen Großeltern, als sie während des Krieges aus Ostdeutschland fliehen mussten und mit nichts hier ankamen und von den Leuten, die hier lebten, schief angeschaut wurden, denn sie galten nicht als Flüchtlinge, denen man helfen musste, sondern als Eindringlinge, die einem was wegnehmen wollten.

Und angesichts der wachsenden Zahl von Nationalisten in Europa kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wieso die offenbar wieder genau das gleiche erleben wollen. :nene:

Krieg ist ja ansich auch nur eine Art von "Reset".
Frage ist immer wie das Ganze falls es wirklich zu einer schweren Krise im Finanzsystem kommt dann durchschlägt.
Lustig ist das geschichtlich gesehen nie gewesen.

Man kann es mMn auch nicht mehr wirklich vergleichen. Die Welt hat sich schon gewaltig geändert, ist wesentlich komplexer geworden und alles ist vernetzt.
Das macht das Ganze auch wesentlich fragiler.

Mir wärs ehrlich gesagt auch am allerliebsten es käme zu gar keiner Krise. Aber es sieht nun mal nicht gut aus.
Ob wie der Chefökonom der DB annimmt die nächsten 3-5 Jahre oder früher oder später kann halt niemand sagen.
Man hat ja gesehen das nur ein Dominosteinchen fallen muss, siehe Lehman Brothers 2008. Und hier sagen nunmal Experten und nicht der Geisi oder sonstwer das sich leider seit damals nichts geändert hat bzw. es bei weitem schlimmer ist.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Krieg vergessen? Damals hatten die Leute auch nichts, um sich was zu kaufen.

Natürlich. Nur war da die Krise nicht ausgelöst durch einen Kollaps des Finanzsystems worums hier geht.
Der bedeutende Unterschied ist wenns Krieg gibt wissen die Leute (hoffentlich auch heute noch) es kommt eine sehr harte Zeit. Ein harter Finanzcrash kündigt sich nicht an - der könnte schon kommenden Montag sein und "das konnte ja niemand ahnen".

Das ist in etwa so, wie wenn du dir überall bei Kredithaien Schulden aufnimmst ohne Ende und lebst wie der König in Frankreich. Dass irgendwann dann Inkasso Moskau in deiner Tür steht und dirn Scheitel zieht konnte da ja auch niemand ahnen. Wenn mans so vergleicht ist das eigentlich jedem klar. Aber wenn Staaten, Banken und riesen Unternehmen genau das gleiche tun (faule Kredite aufnehmen bis an die Decke ohne Chance es je zurückzahlen zu können nur um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten) stört das offenbar niemanden in der Bevölkerung. Bis es scheppert. Das dauert zwar bei Staaten und Banken einige Jahre länger als bei ner Privatperson aber der Vorgang ist der gleiche... es scheppert dann eben nur für alle und nicht nur bei denen dies verbockt haben.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Natürlich kann keiner sagen ob der Crash 2019, 2020 oder 2025 kommt. Aber DASS er kommt ist sicher. Und dieses Mal ist die Fallhöhe (Blasen, Schulden, Targets,...) weitaus höher als sie es jemals zuvor war in der Geschichte. Die letzten Male gabs Dinge wie Zwangshypotheken, Enteignung von Bankkonten/Lebensversicherungen/Renten usw., Goldverbot und ähnliches - wird dieses Mal wohl nicht reichen.


Das klingt alles sehr wüst und schwarzmalerisch und für die meisten wohl auch völlig unwahrscheinlich - und genau deshalb wird es passieren. Ein Crash den die Mehrheit kommen sieht ist ja keiner. ;)
Und zumindest die Grundversorgung für sich und seine Familie zeitlich begrenzt aufrecht zu erhalten ist nun wirklich kein Aufwand - Konserven, Wasser und Gaskocher sind billig und leicht zu verstauen. Aber naja, heute ist die größte Sorge von jüngeren Menschen die noch nie eine echte krise erlebt haben eher, dass sie kein Netz mehr haben werden. Nicht auszudenken was mit denen passiert wenn sie feststellen, dass es vielleicht mal ein paar Tage keine Lebensmittel zu kaufen gibt. :schief:
Ich kann leider nicht beurteilen ob es wirklich so schlimm werden könnte, aber ich hoffe mal nicht.
Aber ich glaube das liegt daran, dass die Kapitalmärkte bzw Aktienmärkte, Immobilienmärkte usw nicht immer mit der realen Wirtschaft korrelieren.
Und wenn die Differenz zu groß wird dann knallt es.
Dann lebt alles auf Pump. Staaten, Banken, Firmen, Privatleute. Ist ja im Kapitalismus Gang und Gebe. Alle sind voneinander abhängig.
Richtig durchblicken tut da eh kein normal Sterblicher. Ich jedenfalls nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Ich kann leider nicht beurteilen ob es wirklich so schlimm werden könnte, aber ich hoffe mal nicht.
Es muss nicht zwingend, könnte aber sehr wohl.

Aber ich glaube das liegt daran, dass die Kapitalmärkte bzw Aktienmärkte, Immobilienmärkte usw nicht immer mit der realen Wirtschaft korrelieren.
Exakt. Nicht immer ist gut - der Unterschied ist jenseits von gut und Böse. Das ist ja das Problem. Es gibt populäre Aktienwerte mit KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnissen) von über 100. Bedeutet man müsste die Aktie über 100 Jahre lang haben, bis das Unternehmen seinen aktuellen Wert erwirtschaftet hat. Dass das völliger Schwachsinn ist und ein absoluter Mondpreis sollte einleuchten. Die Leute handeln trotzdem zu diesen Preisen und wundern sich wenn bei einem Crash die Aktie um 90% fällt (was immer noch ein KGV von 10 bedeuten würde!).

Richtig durchblicken tut da eh kein normal Sterblicher. Ich jedenfalls nicht.
Das ist ja genau das Ziel. Leute die Zusammenhänge verstehen sind viel schwieriger bis gar nicht zu manipulieren. Die kannste ncht brauchen. ;)
Ich verstehe auch bei weitem nicht alles was da abgeht. Aber wenn man sich ein bisschen informiert und maln Buch oder zwei darüber liest was das Finanzsystem so ausmacht reicht das schon um sehr schnell zu bemerken wie die Masse vera*scht wird.
 

teachmeluv

PCGH-Community-Veteran(in)
Es muss nicht zwingend, könnte aber sehr wohl.


Exakt. Nicht immer ist gut - der Unterschied ist jenseits von gut und Böse. Das ist ja das Problem. Es gibt populäre Aktienwerte mit KGVs (Kurs-Gewinn-Verhältnissen) von über 100. Bedeutet man müsste die Aktie über 100 Jahre lang haben, bis das Unternehmen seinen aktuellen Wert erwirtschaftet hat. Dass das völliger Schwachsinn ist und ein absoluter Mondpreis sollte einleuchten. Die Leute handeln trotzdem zu diesen Preisen und wundern sich wenn bei einem Crash die Aktie um 90% fällt (was immer noch ein KGV von 10 bedeuten würde!).


Das ist ja genau das Ziel. Leute die Zusammenhänge verstehen sind viel schwieriger bis gar nicht zu manipulieren. Die kannste ncht brauchen. ;)
Ich verstehe auch bei weitem nicht alles was da abgeht. Aber wenn man sich ein bisschen informiert und maln Buch oder zwei darüber liest was das Finanzsystem so ausmacht reicht das schon um sehr schnell zu bemerken wie die Masse vera*scht wird.
Da ich ihn auch so schön zitiert habe: Volker Pispers (leider im Ruhestand/Schaffenapause) stellt das in seinen Programmen immer wunderbar aufbereitet und verständlich dar, was so passiert. Und auch Leute ohne tiefergehendes Wissen um Politik und Wirtschaft verstehen, was er da erzählt. Und nein, kein Aluhut bei ihm zu sehen.

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DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Das meinte ich ganz oben mit "die meisten haben die Dimensionen einer echten Krise nicht verstanden weil sie nie eine erlebt haben".

Das rauf und runter ist normal und unbedenklich. Bei einer echten Krise gibts kein AG1 mehr weil der Staat pleite ist. Und deine Ersparnisse sind weg weil du enteignet wurdest und/oder die Währung wertlos ist. Da stehen die Menschen auf den Straßen und haben keinen Strom, kein Wasser, nichts zu essen und es gibt nichts zu kaufen. Gegebenenfalls mehrere Wochen. Einschließlich Unruhen, Plünderungen, Chaos.

Das hatten wir hier nunmal fast 100 Jahre lang nicht mehr (zuletzt als 100g Butter ein paar Milliarden Mark kosteten) - was aber nicht bedeutet dass es nicht mehr so kommen kann. Die Finanzindustrie tut alles dafür dass die Chance auf so einen "echten" Crash (Finanzkrise 2008/2009 ist dan Witz dagegen) wahrscheinlicher zu machen. Wie gesagt - die Fallhöhe war noch nie so hoch wie aktuell - sowohl nahezu alle Unternehmen als auch so gut wie alle Staaten sind völlig überschuldet. Wenn da irgendwas zusammenbricht fällt das ganze System um wie ein Kartenhaus. Und dann geht erst mal eine zeitlang GAR NICHTS mehr.

Da hilft dann Selbstversorgung im eigenen Garten und für die Basisversorgung mit Strom eine paar Solarzellen auf dem Dach.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Stimmt, Pispers hat da sehr gutes Kabarett gemacht... wie war das in der Marktwirtschaft? "Jeder kann reich werden... aber nunmal nicht alle." Das triffts auf den Punkt.

Dass die arm-reich-Schere immer weiter klafft weiß ja auch fast jeder. Der "Mittelstand" zu dem ich auch noch gehöre (ich meine nicht den Merz-Mittelstand :ugly:)wird ja immer kleiner. Und da meine Chancen zu den Reichen zu kommen sehr nahe Null sind weiß man was langfristig passiert. Persönlich habe ich nur das Glück, aktuell ziemlich gut da zu stehen (ziemlich gut bezahlter Job, eigenes Haus). Das kann sich aber sehr schnell ändern wenns knallt da dann der Job schnell weg ist (das war 2013 schon fast der Fall als es in meiner Branche ordentlich geknallt hat, es ist bis heute noich nicht toll...) und die gute Situation damit ebenso.

Da hilft dann Selbstversorgung im eigenen Garten und für die Basisversorgung mit Strom eine paar Solarzellen auf dem Dach.
Selbstvoreorgung im Garten ist was sehr vorteilhaftes, die Solarzellen helfen dir nicht besonders, es sei denn du hast sehr viele davon und nen großen Akku im Keller. Dann biste natürlich der Held vom Feld in der Krise als mehr oder weniger einziger der elektrisches Licht und ggf. eine funktionierende Heiziung und Nahrungsaufbewahrung hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
geisi2

geisi2

Freizeitschrauber(in)
Kann ich nur bestätigen. Aber kann sich ja jeder selbst ein Bild machen und sich nur mal mit dem Thema Geldschöpfung auseinandersetzen.
 

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Wenn mans so vergleicht ist das eigentlich jedem klar. Aber wenn Staaten, Banken und riesen Unternehmen genau das gleiche tun (faule Kredite aufnehmen bis an die Decke ohne Chance es je zurückzahlen zu können nur um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten) stört das offenbar niemanden in der Bevölkerung. Bis es scheppert. Das dauert zwar bei Staaten und Banken einige Jahre länger als bei ner Privatperson aber der Vorgang ist der gleiche... es scheppert dann eben nur für alle und nicht nur bei denen dies verbockt haben.

Das Problem ist halt, dass die Finanzindustrie jede Form von Verlusten auf den Staat ummünzen kann, ohne selbst dafür haften zu müssen.
Ich hab früher mal gelernt, dass Kapitalanlagen auch das Risiko mit sich bringen, dass das mal in die Hose gehen kann und dann ist die Knete futsch.
Inzwischen ist das aber so, dass jedes Risiko inzwischen abgewälzt wurde. Sei es auf die Allgemeinheit, dass die dann dafür zahlt, oder eben auf die Arbeitnehmer, die mit ihren geringen Löhnen den Erfolg der Unternehmen steigern.
Wie viel verdient so ein Paketdienstleister, wenn er für DHL, Hermes und Co. fährt? DHL hat letztens einen Gewinn von 5 Milliarden eingestrichen und plant den auszubauen -- auf wessen Kosten wohl?
 

teachmeluv

PCGH-Community-Veteran(in)
Das Problem ist halt, dass die Finanzindustrie jede Form von Verlusten auf den Staat ummünzen kann, ohne selbst dafür haften zu müssen.
Ich hab früher mal gelernt, dass Kapitalanlagen auch das Risiko mit sich bringen, dass das mal in die Hose gehen kann und dann ist die Knete futsch.
Inzwischen ist das aber so, dass jedes Risiko inzwischen abgewälzt wurde. Sei es auf die Allgemeinheit, dass die dann dafür zahlt, oder eben auf die Arbeitnehmer, die mit ihren geringen Löhnen den Erfolg der Unternehmen steigern.
Wie viel verdient so ein Paketdienstleister, wenn er für DHL, Hermes und Co. fährt? DHL hat letztens einen Gewinn von 5 Milliarden eingestrichen und plant den auszubauen -- auf wessen Kosten wohl?
DHL ist ja auch groß im Abwälzen von Verantwortung auf Sub-Sub-Sub-Unternehmer. Klar dass da am Ende hauptsächlich Gewinn erwirtschaftet wird.

Bzgl dem "jeder kann, aber nicht alle." : Wie soll zum Beispiel eine Altenpflegerin auch jemals durch den im Kapitalismus geforderten Fleiß den finanziellen Aufstieg schaffen?

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Bzgl dem "jeder kann, aber nicht alle." : Wie soll zum Beispiel eine Altenpflegerin auch jemals durch den im Kapitalismus geforderten Fleiß den finanziellen Aufstieg schaffen?

Vermutlich, in dem sie Lotto spielt oder so.

Reich werden ist meiner Meinung nach eh begrenzt. Von seiner Arbeit reich werden, halte ich heute für sehr schwierig. Und wer heute schon wenig verdient, wird im Alter eh aufstocken müssen, sofern das überhaupt möglich ist und bezahlbaren Wohnraum für gering Verdiener wird es in den nächsten Jahrzehnten immer weniger geben.
Keine Stadt oder Bundesland investiert wirklich.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Von seiner Arbeit reich werden, halte ich heute für sehr schwierig.

Wer immer noch glaubt man könne dadurch reich werden dass man viel arbeitet ist genau der Maschinerie verfallen die die Großen der Masse einreden wollen. Natürlich gibts Einzelfälle die das schaffen (durch eigene Arbeit sehr viel geld zu verdienen) aber das ist die seltene Ausnahme.

Reich werden nicht die, die (ihr Leben lang) selbst arbeiten sondern die andere für sich arbeiten lassen und diverse andere Assets anhäufen und damit exponentiell steigendes passives Einkommen generieren. Nur muss man um das zu erreichen einige Dinge haben und tun was für die meisten nicht so einfach möglich ist - du brauchst in aller Regel ordentlich Startkapital, eine große Risikobereitschaft, sehr gute Ideen und nicht zuletzt auch etwas Glück. Klar gehört dazu auch gerade am Anfang eine sehr hohe Leistungsbereitschaft (woran die allermeisten wohl scheitern) aber wenn man da mal durch ist verdient man danach übertrieben gesagt Geld im Schlaf. Wer eine gut funktionierende Firma gegründet hat und vernünftig mit seinen Gewinnen umgeht und das ein paar Jahre tut sowie seinen Lebensstandard nicht unverhältnismäßig mit seinem Einkommen erhöht (!) muss nie wieder arbeiten gehen. Das schaffen aber nunmal nur die wenigsten - wie gesagt: Jeder kann reich werden. Aber nicht alle.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Wer immer noch glaubt man könne dadurch reich werden dass man viel arbeitet ist genau der Maschinerie verfallen die die Großen der Masse einreden wollen. Natürlich gibts Einzelfälle die das schaffen (durch eigene Arbeit sehr viel geld zu verdienen) aber das ist die seltene Ausnahme.

Ich würde sagen, man kann nur durch Arbeit reich werden, wenn man dabei gegen einige Strafbestimmungen verstößt.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Wenn du das machst kannste auch ohne viel Arbeit reich werden. Nur ist das Risiko dabei sehr, SEHR groß. :D

(Es sei denn du bist eine Bank. Dann kannste das machen und das Risiko trägt die Allgemeinheit - das ist ja der Trick)
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Ja das größere Verbrechen ist eine Bank zu gründen, statt eine zu überfallen. :D

Ich weiß aber nicht mehr, wer das gesagt hat.

Womit wir aber wieder bei meinem Satz von oben wären.
 

Leob12

Lötkolbengott/-göttin
Wer immer noch glaubt man könne dadurch reich werden dass man viel arbeitet ist genau der Maschinerie verfallen die die Großen der Masse einreden wollen. Natürlich gibts Einzelfälle die das schaffen (durch eigene Arbeit sehr viel geld zu verdienen) aber das ist die seltene Ausnahme.

Reich werden nicht die, die (ihr Leben lang) selbst arbeiten sondern die andere für sich arbeiten lassen und diverse andere Assets anhäufen und damit exponentiell steigendes passives Einkommen generieren. Nur muss man um das zu erreichen einige Dinge haben und tun was für die meisten nicht so einfach möglich ist - du brauchst in aller Regel ordentlich Startkapital, eine große Risikobereitschaft, sehr gute Ideen und nicht zuletzt auch etwas Glück. Klar gehört dazu auch gerade am Anfang eine sehr hohe Leistungsbereitschaft (woran die allermeisten wohl scheitern) aber wenn man da mal durch ist verdient man danach übertrieben gesagt Geld im Schlaf. Wer eine gut funktionierende Firma gegründet hat und vernünftig mit seinen Gewinnen umgeht und das ein paar Jahre tut sowie seinen Lebensstandard nicht unverhältnismäßig mit seinem Einkommen erhöht (!) muss nie wieder arbeiten gehen. Das schaffen aber nunmal nur die wenigsten - wie gesagt: Jeder kann reich werden. Aber nicht alle.

Genau, man braucht in erster Linie viel Geld um noch mehr Geld zu verdienen.
Hat man einmal viel Geld, sind Verluste auch weitaus einfacher zu verkraften.

Die Tellerwäscher-Millionärs-Geschichte ist zwar schön und gut, aber pro Millionär gibts unzählige die es nicht geschafft haben.

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DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Genau, man braucht in erster Linie viel Geld um noch mehr Geld zu verdienen.
Hat man einmal viel Geld, sind Verluste auch weitaus einfacher zu verkraften.

Vor allem kann man in Immobilen und Aktien investieren, die im Gegensatz zum Sparbuch noch deutlich mehr Gewinne/Miete abwerfen. Wie soll das jemand mit 400€ im Monat machen, der gerade so über die runden kommt.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Es geht nicht darum viel geld zu haben das man investieren kann sondern viel Geld nicht zu brauchen.

Es klingt immer so schön hier kauf Aktien(fonds) und du wirst reich. Ja, stimmt - aber nur wenn du auch mal harte Verluste verkraften kannst die unweigerlich kommen. Reich wird der, der Geld in die Börse (sinnvoll) werfen kann und es da 20 Jahre liegen lassen kann. Auf solche Langzeitperioden machste bei breit gestreuten Anlagen immer Gewinn. Nur darfste halt nicht nach 2,3,5 Jahren schon kommen und sagen ich brauche mein Geld. Dann funktionierts nicht - und genau das ist das Problem der meisten Anleger.
Das Geld an der Börse wandert von den Ungeduldigen zu den Geduldigen. Und es gibt gerade in unserer zunehmend beschleunigten Zeit viiiiiel mehr Ungeduldige als Geduldige. Deswegen machen (laut Statistiken der großen Traderbanken) ~90% aller Kleinanleger (kurzzeitig) Verluste an der Börse.
 
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geisi2

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Freizeitschrauber(in)
Man muss auch selbst immer etwas ehrlich sein. Ich hab gut das 4-fache von dem verdient was meine Frau verdient.
Als Erzieherin im Kindergarten wird man jetzt auch nicht so rosig bezahlt und da wird heutzutage schon einiges gefordert.
Mal von der Verantwortung abgesehen, lass mal einem Kind unter deiner Aufsicht etwas passieren...Albtraum.

Im Vergleich mit der Verantwortung war meine Bezahlung dagegen schon fast unanständig hoch.
Ich mein ist ja toll wenn man IT Projekte leitet kann auch wichtig sein, nur gings im meinen Fall eher um Marketing.

Aber eigentlich hat das mit dem Thema jetzt nicht mehr unbedingt etwas zu tun. Aber auch das müsste öfters mal angesprochen werden.
Ich frag mich eh warum Menschen das auf sich nehmen gemessen an der Bezahlung. Wer selbst mal einen Pflegefall in der Familie hat od. hatte und miterlebt hat was diese Menschen leisten...
Da sollte jeder Manager mal ganz ganz demütig werden und etwas leisere Töne spucken.

Thema für den Fall der Fälle vorsorgen...
Ja man kann da schon viel selber machen wenn man denn noch die Möglichkeit hat. In der Stadt ist das mit eigenem Anbau schon wieder schwierig.
Was man aber machen kann ist Gemeinschaften bilden. Alleine ist eh immer schwierig.

Bei uns in der Gegend ist momentan das Tiny House stark im kommen. Ich hab mittlerweile den dritten der sich so ein Häuschen bei mir am Gelände bauen will.
Das sind dann solche Teile auf Rädern wie hier: tiny haus - Google-Suche
Gibt auch eine Initiative die eine Siedlung mit den Teilen gründen will. Ich war ja wirklich erstaunt was da geht, ein Musterhaus steht auch auf dem Gelände und das ist quasi voll autark.
Vom Solarstrom bis zur Wasseraufbereitung inkl. Komposttoilette. Kostet dann allerdings auch schlappe 140.000k.

Für mich persönlich wär das jetzt nicht unbedingt was...aber ansich find ichs gut.
Und es machen sich immer mehr Leute Sorgen über die Zukunft. Und das in einer Gegend die mit zu den reichsten in D gehört.
 

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Nur dann, wenn der Kapitalmarkt stärker wächst als die Weltwirtschaft.

Die Weltwirtschaft kann langfristig nicht schneller wachsen als die Primärproduktion. Die Primärproduktion kann nicht schneller wachsen als die Rohstoffvorkommen. Die Rohstoffvorkommen können bestenfalls NACHwachsen.
=> Ein ständig wachsendes System ist unmöglich, da hat wuselsurfer vollkommen recht.

Wir wachsen ja. Dauerhaft und nahezu unbegrenzt (die Wirtschaftsleistung der Menschheit wächst kontinuierlich seit Tausenden von Jahren).

0 Jahre davon ist sie nachhaltig gewachsen und wir befinden uns mittlerweile in einer Phase, in der die daraus resultierenden Verluste relativ stärker wachsen, als der Gesamtzuwachs. Wenn es so weiter geht, werden in einigen Jahrzehnten ein Maß erreicht haben, bei denen die Verluste auch absolut stärker wachsen. Dann gibt's nur noch Inflation und Umverteilung des wenigen.

Genau wie "Guthaben" auf Konten. Nein, ihr habt keine Guthaben - ihr habt Schuldverschreibungen eurer Bank.

Das ist schon rein etymologisch "Guthaben": Wir "haben" etwas "gut" bei der Bank, sie schuldet uns etwas ;) .
Was es nicht ist: "Eigentum". Das hat nur die Bank - oder eben nicht.


Eben deswegen krachts ja.
Und genau das problem hatten wir die ersten 10.000 Jahre Menschheit nicht. Es gibt keinen "Inflationsausgleich" von 7000 Jahren - aus einem einfachen Grund: Es gab keine nennenswerte Inflation in dieser Zeit.
Geld hatte einen echten Gegenwert (denn die Münzen waren aus Edelmetallen). Da der Wert hier nicht beliebig festlegbar ist wie bei Geldscheinen gibts auch keinen Spielraum für Inflation. Es gab eine Menge X an beispielsweise Silber (die nicht besonders schnell stieg) und daraus resultierend eine menge y an Münzen. Es konnte niemand sagen "ich präge jetzt mehr Geld" (wie die Notenbanken es seit Jahren exzessiv tun) denn es war nicht mehr Edelmetall da.

Falsch. Die Geldproduktion war an die Verfügbarkeit von Metallen gekoppelt, ja. Aber das hat das Potential für Inflation nur verringert, es hat sie nicht unmöglich gemacht. "Gold" hat, abgesehen von den geringen Mengen, die wir heute als Korrosionsschutz auf elektrischen Kontakten und als IR-reflektierende Beschichtung benötigen, genausowenig einen "echten Gegenwert" wie bedrucktes Papier. Im Gegenteil: Mit letzterem kann man sich Zigarren anzünden oder den Arsch abwischen - geht mit Goldbarren eher schlecht. Das Gold und insbesondere Silber seit Jahrtausenden so hoch gehandelt werden ist genauso ein Selbstläufer Prozess, wie bei gedrucktem/geprägtem Geld - die Leute wollen es, weil sie wissen, dass sie sich etwas dafür kaufen können. Aber der Gesamtwert, den die Menschheit der Gesamtheit der in Umlauf befindlichen Edelmetalle zugesprochen hat, war genauso begrenzt, wie er es heute für Geldscheine ist. Und wenn zu große Mengen von dem einen oder anderen in den Markt gedrückt wurden, kam es heute wie damals zu Inflation. Der Unterschied besteht allein darin, dass man heute nur eine Druckerpresse anschmeißen (oder ein paar Bits kippen) muss - früher musste man Südamerika erobern und ein paar zehntausend Sklaven in Silberminen schuften lassen. Aber den Straßenpreis von Geld respektive Silber haben beide Maßnahmen auf gleiche Weise gesenkt, wie die spanische Krone seinerzeit unangenehm festellen musste.

Damals gab es zwar auch Inflation, die hatte aber einen anderen Grund: Da die Münzen selbst Wertträger waren kabem viele Menschen auf die Idee, sich von den Münzen was abzukratzen und so nach und nach Edelmetall zu Hause zu horten. Höchstgefährlich da streng verboten aber man weiß ja wies ist. Daher kommt übrigens (sehr wahrscheinlich) die Redewendung "Sich eine Scheibe abschneiden" - vom abschneiden des Randes einer Silber oder Goldmünze zur eigenen Bereicherung. Da Münzen so mit der zeit immer dünner/kleiner wurden sank auch ihr (Material-)Wert. Mittelalterinflation sozusagen. :D

Ne "Scheibe" abzuschneiden hätte die Prägung von der Münze entfernt. Das dürfte wohl eher auf Brot- oder Bratenscheiben zurückzuführen sein, die sich jemand selbst genommen hat, obwohl er nicht dazu befugt war. Im Mittelalter selbst wurden Edelmetall-Münzen meines Wissens nach ohnehin eher als Rundbarren behandelt und nach Bedarf sogar geteilt, aber im Zweifelsfall immer gewogen. (Was nicht heißen soll, dass es davor oder danach nicht tatsächlich viele Leute auf die beschriebene Art ihren Schnitt gemacht haben. Todesstrafen auf derartige Praktiken sind afaik schon aus vor-griechischer Zeit dokumentiert.)


Ist das eine der Gründe warum das Bargeld abgeschafft werden soll? Dann kann es ja rein physisch schon keinen Bankrun mehr geben und daran wird ja gearbeitet, siehe Schweden.

Eher nicht. Die Abschaffung von Bargeld hat massive Vorteile für die Arbeits- und Steuerbehörden (totale Überwachung) und die Banken (große Einsparungen), aber ein Bank-run funktioniert analog genauso gut oder schlecht, wie digital. Wenn 20% der Kunden einer Bank ihren Kontoinhalt an eine andere überweisen wollen, muss der Laden auch so seine Zahlungsunfähigkeit eingestehen, ohne dass ein einziger Schein angefasst wurde.

Wieviel % Geldscheinmenge ist denn überhaupt in Umlauf bezogen auf die Guthaben?

Genaue Zahlen kenne ich dazu nicht (solange die Banken Geld drucken kennt sie vermutlich niemand), aber laut wiki gibt es scheinbar nicht mal eine Billion Euromünzen/-scheine. Allein die Guthaben, die diverse Geldleier bei der Bundesregierung haben, sind schon doppelt so hoch, aufgeteilt auf alle Einwohner der Eurozone (und mit 0 Cent für die Unternehmen) wären es nur 3000 € pro Kopf. Allein das jährliche BIP ist 15 mal größer und ich würde davon ausgehen, dass die meisten "Guthaben" Euros deutlich weniger als 1 mal pro Jahr ausgegeben werden, weil sie in längerfristigen Anlagen gebunden sind.


Das rauf und runter ist normal und unbedenklich. Bei einer echten Krise gibts kein AG1 mehr weil der Staat pleite ist. Und deine Ersparnisse sind weg weil du enteignet wurdest und/oder die Währung wertlos ist. Da stehen die Menschen auf den Straßen und haben keinen Strom, kein Wasser, nichts zu essen und es gibt nichts zu kaufen. Gegebenenfalls mehrere Wochen. Einschließlich Unruhen, Plünderungen, Chaos.

Ein Staat geht nicht so einfach pleite, erst recht nicht in so einer Situation. Wenn plötzlich kein Geld mehr da ist, wird halt welches gedruckt. Viel problematischer ist die Gegenrichtung: Wenn plötzlich zu viel Geld in Umlauf ist. Dafür müssten die Leute aber nicht alle ihr Guthaben abheben und nach Hause tragen, sondern es alles ausgeben. Vergleichsweise unwahrscheinlich. Und Börsencrashs vernichten bekanntermaßen sogar virtuelle Euros in ganz großem Stil und führen somit in erster Instanz sogar zu Deflation. Problematischer sind in beiden Fällen die Auswirkungen auf die Wirtschaft als solche: Störungen im System verringern die Produktivität, massive Störungen führen so Ausfallerscheinungen und Verlangsamungen. Dadurch wird nicht der Strom abgestellt und die Grundversorgung bricht zusammen (erst recht nicht für "Wochen". Allein die Lieferverträge werden auf Großhandelsebene zum Teil jahresweise abgeschlossen), aber es folgen halt Massenentlassungen, Armut und große Verschiebungen im Wert typischer langfristiger Anlagen, so dass man sich nur schwer dagegen absichern kann.


Vermutlich, in dem sie Lotto spielt oder so.

Reich werden ist meiner Meinung nach eh begrenzt. Von seiner Arbeit reich werden, halte ich heute für sehr schwierig.

Allein von seiner eigenen Arbeit reich werden ist per Definition unmöglich. "Reich" im Sinne des Volsmundes ist jemand, der ein Vielfaches mehr besitzt als der Durchschnitt. Der Durchschnitt arbeitet aber schon rund 1/3 der Zeit, die nach längerfristig zwingend nötigen Dingen (schlafen, essen, Körperhygiene, Arbeitswege... brauchen Zeit) mehr oder minder frei einteilbar sind. Selbst unter heftiger Selbskasteiung und Verzicht auf alles, was "Reichtum" attraktiv macht, kann man also maximal das dreifache seiner Mitmenschen erarbeiten. Alles darüber hinaus ist nur möglich, wenn man Reichtum mehr oder minder geschenkt bekommt (Erbe, Rohstofffunde, Glücksspiel,...) oder wenn man von fremder Arbeit profitiert. Dazu gehören auch besser bezahlte angestellte einer Firma, die letztlich nicht (wesentlich) mehr arbeiten/zum Produkt beitragen (können), als die am unteren Ende der Lohnrangliste, aber trotzdem einen wesentlich höheren Anteil von den Einnahmen erhalten.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Alles darüber hinaus ist nur möglich, wenn man Reichtum mehr oder minder geschenkt bekommt (Erbe, Rohstofffunde, Glücksspiel,...) oder wenn man von fremder Arbeit profitiert.
Ich glaube, du hast [erfolgreiche] Kunstschaffende (Autoren, Schauspieler, Regisseure) und [erfolgreiche] Profisportler (Formel-1-Fahrer, Fußballer, Boxer, Tennis- und Golfspieler, etc.) sowie [erfolgreiche] Models vergessen.;)

Und ach ja, dann gäb's da noch die Sorte von Leuten, welche einen Haufen Kohle alleine dadurch generieren, indem sie für 10-18-jährige auf Youtube belanglose Videos streamen.:wayne:
 
Zuletzt bearbeitet:

teachmeluv

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich glaube, du hast [erfolgreiche] Kunstschaffende (Autoren, Schauspieler, Regisseure) und [erfolgreiche] Profisportler (Formel-1-Fahrer, Fußballer, Boxer, Tennis- und Golfspieler, etc.) sowie [erfolgreiche] Models vergessen.;)

Und ach ja, dann gäb's da noch die Sorte von Leuten, welche einen Haufen Kohle alleine dadurch generieren, indem sie für 10-18-jährige auf Youtube belanglose Videos streamen.:wayne:
Das Stichwort dabei sind "Subventionen" ergo Marketing etc.

Wo kommt das Geld für die Sportler und Models usw denn her? Aus deiner Tasche :-)

Die Unternehmen geben den besonderen Gestalten der genannten Bereiche Geld, damit sie Werbung machen und wir die Produkte, Tickets und Merchandise-Artikel kaufen.

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RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich glaube, du hast [erfolgreiche] Kunstschaffende (Autoren, Schauspieler, Regisseure) und [erfolgreiche] Profisportler (Formel-1-Fahrer, Fußballer, Boxer, Tennis- und Golfspieler, etc.) sowie [erfolgreiche] Models vergessen.;)
Und darüber wird sich nicht aufgeregt wenn Künstler & Sportler Unmengen an Geld verdienen.:ugly:
Aber über Politiker und Manager schon.
Ok, bei Politikern wird dann oft das Argument mit den Steuern genannt. Die werden ja vom Volk bezahlt.
Aber was die für Verantwortung tragen und mal locker ne 70 Stunden Woche haben, das sehen die Kritiker nicht.:D
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Und darüber wird sich nicht aufgeregt wenn Künstler & Sportler Unmengen an Geld verdienen.:ugly:

Aufregen kann man sich immer, aber man darf sich dann nicht wundern, wenn die Karte für das Fußballspiel immer teurer wird, das Trikot des Lieblingsspielers ein Vermögen kostet und das Abo beim Bezahlsender immer mehr ins Fleisch schneidet.
Daran sieht man aber auch, dass jede Sportart jetzt alles ausschlachtet, was nur geht und irgendwann wird auch diese Blase platzen.
Ich hab Championsleague im ZDF geguckt, gucke das aber jetzt nicht mehr. Stört mich auch nicht. Dann lebe ich eben ohne den Kram.

Aber über Politiker und Manager schon.
Ok, bei Politikern wird dann oft das Argument mit den Steuern genannt. Die werden ja vom Volk bezahlt.
Aber was die für Verantwortung tragen und mal locker ne 70 Stunden Woche haben, das sehen die Kritiker nicht.:D

Na ja, ich hab ja nichts dagegen, dass ein Top Manager gutes Geld verdient, aber es sollte in Relation stehen.
Wenn die Deutsche Bank in den USA ständig am Pranger steht, die Geschäfte nicht laufen, ist es lächerlich, dass die Manager trotzdem Top Boni bekommen und dafür Stellen streichen.
Und Politiker sind ja sehr gut versorgt. Wenn ich so den Wulff anschaue, der gefühlt ein paar Tage Bundespräsident war, davor Ministerpräsident. Der kriegt eine nette Pension. Wie alt ist der noch? Jedenfalls wird er die noch lange bekommen.

Daher auch mein Appel:
Wir brauchen Dich! Dich als Steuerzahler. Als Melkopfer der Nation. Du hältst alles am Laufen, weil Du alles bezahlst, was anderer in den Sand setzen. :daumen: :D
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Und Politiker sind ja sehr gut versorgt. Wenn ich so den Wulff anschaue, der gefühlt ein paar Tage Bundespräsident war, davor Ministerpräsident. Der kriegt eine nette Pension. Wie alt ist der noch? Jedenfalls wird er die noch lange bekommen.

Daher auch mein Appel:
Wir brauchen Dich! Dich als Steuerzahler. Als Melkopfer der Nation. Du hältst alles am Laufen, weil Du alles bezahlst, was anderer in den Sand setzen. :daumen: :D
Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn nachweislich Steuergelder verschwendet werden, die Pensionen zu kürzen.:D
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn nachweislich Steuergelder verschwendet werden, die Pensionen zu kürzen.:D

Das geht nicht. Du kannst auch einen Politiker wegen Dummheit im Amt nicht belangen. Die sind gesetzlich abgesichert.
Was man machen müsste ist sich besseres Personal zu besorgen, wenn es darum geht, mit der Industrie Verträge auszuhandeln.
Kann ja nicht sein, dass der Bund ständig übern Tisch gezogen wird, egal um was es gerade geht.
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
In der freien Wirtschaft haben Fehlentscheidungen für jeden Konsequenzen...

Na ja, gibt Ausnahmen. Man beachte da mal Bernd Pischetsrieder.
Der war mal Chef von BMW und hat das Rover Debakel zu verantworten und wurde schließlich gefeuert.
Er kam bei VW unter, als neuer Boss, denn er hat ja bei BMW gezeigt, was er drauf hat. Er verlor den Machtkampf mit Piech (interessanter Weise mit der Stimme von Wulff, der damals Ministerpräsident von Nikedersachen war) und ist heute im Aufsichtsrat von einer Versicherung.

Oder muss ich Hartmut Mehdorn erwähnen? Ex Bahn Chef. Der hat dann als Chef des BER in Berlin gearbeitet, da er sich ja bestens mit Verspätungen auskennt.

Das Dilemma ist, dass man es den Leuten schlicht nicht verkaufen kann, dass bei Misswirtschaft die führenden Köpfe trotzdem Abfindungen und Boni bekommen, während der Arbeitnehmer seinen Job verliert. Das liegt meines Erachtens an den Verträgen, die mit dem Aufsichtsrat ausgehandelt werden. Denn der Aufsichtsrat besteht ja auch aus Managern und die wollen sich ja nicht gegenseitig schaden, von daher werden dann Verträge geschlossen, die absolut lächerlich erscheinen.
 

teachmeluv

PCGH-Community-Veteran(in)
Na ja, gibt Ausnahmen. Man beachte da mal Bernd Pischetsrieder.
Der war mal Chef von BMW und hat das Rover Debakel zu verantworten und wurde schließlich gefeuert.
Er kam bei VW unter, als neuer Boss, denn er hat ja bei BMW gezeigt, was er drauf hat. Er verlor den Machtkampf mit Piech (interessanter Weise mit der Stimme von Wulff, der damals Ministerpräsident von Nikedersachen war) und ist heute im Aufsichtsrat von einer Versicherung.

Oder muss ich Hartmut Mehdorn erwähnen? Ex Bahn Chef. Der hat dann als Chef des BER in Berlin gearbeitet, da er sich ja bestens mit Verspätungen auskennt.

Das Dilemma ist, dass man es den Leuten schlicht nicht verkaufen kann, dass bei Misswirtschaft die führenden Köpfe trotzdem Abfindungen und Boni bekommen, während der Arbeitnehmer seinen Job verliert. Das liegt meines Erachtens an den Verträgen, die mit dem Aufsichtsrat ausgehandelt werden. Denn der Aufsichtsrat besteht ja auch aus Managern und die wollen sich ja nicht gegenseitig schaden, von daher werden dann Verträge geschlossen, die absolut lächerlich erscheinen.
Wiedeking ist auch ein tolles Beispiel. Unter ihm hat Porsche ja zeitweise mehr Gewinn als Umsatz gemacht.

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Nightslaver

PCGH-Community-Veteran(in)
Kann ja nicht sein, dass der Bund ständig übern Tisch gezogen wird, egal um was es gerade geht.

Das Problem ist doch es lohnt sich ja meistens auf die eine oder andere Art, für die zuständigen Politiker, sich über den Tisch ziehen zu lassen und da liegt doch das Problem.
Wer für seine Post-Politikkarriere vorsorgen will lässt sich möglichst oft während seiner Amtszeit zu Gunsten der Wirtschaft über den Tisch ziehen und versucht es möglichst dem dummen desinteressierten Bürger (der sich von seinem Volksvertreter nur zu bereitwillig einreden lässt das es gut ist, statt auch nur minimal selber dafür zu interessieren worum da eigentlich geht) als gutes Geschäft / Maßnahmenpaket zu verkaufen.

Es scheitert also in der Regel nicht daran das man keine vernünftigen Berater hat, oder zumindest bekommen könnte, sondern eben daran das man sie garnicht möchte, weil sie der eigenen "Karriere" in der Wirtschaft ehr hinderlich als "nützlich" wären.
Dann muß man sie dazu zwingen diese Gesetze zu ändern.:devil:

Nur wie willst du das erreichen wo der Wählerwille im Zweifelsfall einfach ignoriert und trotzdem dagegen gehandelt wird?
Ein gutes Beispiel dafür ist hier in Berlin wäre der Volksentscheid über den Flughafen Tegel.
Obwohl der Entscheid in einer weiteren betrieblichen Nutzung des Flughafens mündete hat die zuständige Regierung einfach beschlossen sich nicht an den Entscheid zu halten (da ja nicht rechtlich bindend und der "rechtlich" nicht bindende Wille des Volkes zählt ja nicht).

In der freien Wirtschaft haben Fehlentscheidungen für jeden Konsequenzen...

Schön wäre es...nur gibt es leider genug Beispiele, die Threshold ja zum Teil schon genannt hat, wo das leider nicht so ist.
Grundsätzlich gilt leider auch zunehmend, es war für große Unternehmen und ihre Führungen noch nie so risikofrei wie heute den Karren in den Dreck zu setzen und ungescholten davon zu kommen (sogar noch mit dicker Abfindung).
Im Zweifelsfall springt auch der Staat mit Steuergeldern ein und rettet einfach, besonders wenn es sich dabei um Schlüsselindustrien, oder den Finanzsektor handelt.

Der kapitalistische, bzw. unternehmerische Grundsatz dass das unternehmerische Risiko halt auch mit entsprechenden Gewinnen vergolten wird wird leider zusehens ad absurdum geführt.
Das Risiko wird auf die Allgemeinheit / Steuerzahler ausgelagert, die Gewinne aber wachsen und werden von den Unternehmen (vor allem deren Anlegern und Führung) eingestrichen und immer weniger mit der Allgemeinheit / Steuerzahler geteilt (z.B. Stichwort Steuervermeidung).

Das Entscheidungen da in der freien Wirtschaft Konsequenzen haben trift in der Regel nur noch für kleine Familienbetriebe mit privater Haftung zu, wo der Eigentümmer noch mit seinem eigenen Vermögen einsteht, schon ab einer GmbH wird das Risiko deutlich entschärft (Haftung nur noch mit den Einlagen des Unternehmens) und je größer das Konstrukt wird desto verzerter wird es und desto einfacher ohne Konsequenzen für sein handeln mit viel Geld für den gebauten eigenen Mist davon zu kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

ruyven_macaran

Trockeneisprofi (m/w)
Ich glaube, du hast [erfolgreiche] Kunstschaffende (Autoren, Schauspieler, Regisseure) und [erfolgreiche] Profisportler (Formel-1-Fahrer, Fußballer, Boxer, Tennis- und Golfspieler, etc.) sowie [erfolgreiche] Models vergessen.;)

Und ach ja, dann gäb's da noch die Sorte von Leuten, welche einen Haufen Kohle alleine dadurch generieren, indem sie für 10-18-jährige auf Youtube belanglose Videos streamen.:wayne:

Und wer von denen erarbeitet sein Geld selbst? Zeig mir ein reiches Modell, dass den gleichen Stundenlohn hat, wie die Arbeiterinnen, die die Klamotten von deren Verkauf das Modell bezahlt wird. Zeig mir den reichen Fußballer, bei dem nicht mehrere tausend Arbeiter den Durchschnittslohn eines oder mehrerer Arbeitstage zusammelegen müssen, um ihn 90 Minuten spielen sehen zu dürfen.
All diese Leute profitieren von der Arbeit anderer Leute und sind deswegen reich. Nicht weil sie selbst mehr machen, als andere. (In unangenehm vielen Fällen machen sie nicht einmal irgendetwas so wirklich viel besser.)


Na ja, Merz hat sich in den gehobenen Mittelstand gearbeitet.
Vor allem beim Verkauf der West LB hat er gut verdient -- 5000€ pro Tag verdienen andere jetzt nicht.

Man kann sich darüber streiten, ob er das verdient hat (ich plädiere ganz klar für nein), aber erarbeitet haben dieses Geld definitiv die Mitarbeiter und vor allem die Kunden respektive Gläubiger der West LB. Aber garantiert nicht Merz, der hat sich nur an fremder Arbeit bereichert.
 

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Nur wie willst du das erreichen wo der Wählerwille im Zweifelsfall einfach ignoriert und trotzdem dagegen gehandelt wird?
Ein gutes Beispiel dafür ist hier in Berlin wäre der Volksentscheid über den Flughafen Tegel.
Obwohl der Entscheid in einer weiteren betrieblichen Nutzung des Flughafens mündete hat die zuständige Regierung einfach beschlossen sich nicht an den Entscheid zu halten (da ja nicht rechtlich bindend und der "rechtlich" nicht bindende Wille des Volkes zählt ja nicht).
Leider können nur Politiker die Gesetze ändern. Und wenn es zu ihrem Nachteil ist machen sie es nicht. Dann ist denen das Volk egal.

Schön wäre es...nur gibt es leider genug Beispiele, die Threshold ja zum Teil schon genannt hat, wo das leider nicht so ist.
Grundsätzlich gilt leider auch zunehmend, es war für große Unternehmen und ihre Führungen noch nie so risikofrei wie heute den Karren in den Dreck zu setzen und ungescholten davon zu kommen (sogar noch mit dicker Abfindung).
Im Zweifelsfall springt auch der Staat mit Steuergeldern ein und rettet einfach, besonders wenn es sich dabei um Schlüsselindustrien, oder den Finanzsektor handelt.

Der kapitalistische, bzw. unternehmerische Grundsatz dass das unternehmerische Risiko halt auch mit entsprechenden Gewinnen vergolten wird wird leider zusehens ad absurdum geführt.
Das Risiko wird auf die Allgemeinheit / Steuerzahler ausgelagert, die Gewinne aber wachsen und werden von den Unternehmen (vor allem deren Anlegern und Führung) eingestrichen und immer weniger mit der Allgemeinheit / Steuerzahler geteilt (z.B. Stichwort Steuervermeidung).

Das Entscheidungen da in der freien Wirtschaft Konsequenzen haben trift in der Regel nur noch für kleine Familienbetriebe mit privater Haftung zu, wo der Eigentümmer noch mit seinem eigenen Vermögen einsteht, schon ab einer GmbH wird das Risiko deutlich entschärft (Haftung nur noch mit den Einlagen des Unternehmens) und je größer das Konstrukt wird desto verzerter wird es und desto einfacher ohne Konsequenzen für sein handeln mit viel Geld für den gebauten eigenen Mist davon zu kommen.
Ja da gibt es auch reichlich Ungerechtigkeiten. Und eine Kassiererin wurde wegen einer Unterschlagung von einen 1,30€ Pfandbon fristlos entlassen.:nene:
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Wiedeking ist auch ein tolles Beispiel. Unter ihm hat Porsche ja zeitweise mehr Gewinn als Umsatz gemacht.

Das lag an der Porsche Hausbank und nicht an Wiedeking.

Man kann sich darüber streiten, ob er das verdient hat (ich plädiere ganz klar für nein), aber erarbeitet haben dieses Geld definitiv die Mitarbeiter und vor allem die Kunden respektive Gläubiger der West LB. Aber garantiert nicht Merz, der hat sich nur an fremder Arbeit bereichert.

Interessant ist ja, dass Merz die 5000€ täglich eingestrichen hat, auch an Wochenenden und Feiertagen.
Die Sache sollte auch mal untersucht werden aber das haben seine CDU Freunde Rüttgers und Co. verhindert.
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Interessant ist ja, dass Merz die 5000€ täglich eingestrichen hat, auch an Wochenenden und Feiertagen.
Die Sache sollte auch mal untersucht werden aber das haben seine CDU Freunde Rüttgers und Co. verhindert.

Hab doch immer gesagt, das sein Jahreseinkommen von 1 Mio € nicht auf legale Weise zustande gekommen sein kann. Wäre interessant, ob er dafür zumindest Steuern gezahlt hat, sonst wäre definitiv Steuerhinterziehung gegeben.
 

Axdrn

Kabelverknoter(in)
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