Raumfahrt: Der Weg zu den Sternen

Tekkla

Volt-Modder(in)
Ich finde das Thema Weltraum seit jeher hochinteressant. Besonders die jüngsten Entwicklungen im privaten Sektor lassen mich aufhorchen. SpaceX ist ja dank deren tendenziell großmäuligen Chefs häufiger in aller Munde, während sich eher heimlich das Unternehmen von Jeff Bezos anschickt, SpaceX den Rang abzulaufen.

Ich beginne dieses Thema deshalb mit einem Link zum jüngsten Flug einer New Glenn Rakete von Blue Origin, wo man bereits beim 2. Versuch eine Landung der Rakete hinbekam, wo SpaceX mit der Falcon 9 fast 20 Anläufe brauchte.

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Einerseits auf Klimaschutz pochen, andererseits auf Raumfahrt stehen...genau mein Humor.
Raumfahrten sind ja eher Machbarkeitsstudien nach d3m Motto "wer hat den längsten"...unnötig.
 
Wie hat die Welt nur ohne GPS funktioniert. :ugly:
Gut, man spart sich den Wälzer im Auto und GPS ist toll, aber Überlebenswichtig ist es nicht.
 
Ich beginne dieses Thema deshalb mit einem Link zum jüngsten Flug einer New Glenn Rakete von Blue Origin, wo man bereits beim 2. Versuch eine Landung der Rakete hinbekam, wo SpaceX mit der Falcon 9 fast 20 Anläufe brauchte.
Auch wenn ich da einen leicht hämischen Unterton gegenüber Space X vernehme, kann ich sagen, daran ist überhaupt nichts ungewöhnlich.
Der erste muss immer die ganze Entwicklungsarbeit leisten. Meist sogar völlig neue Prozesse und Systeme zusammen mit Herstellern entwickeln.
Space X hat quasi die Vorarbeit für New Glenn geleistet. Hinzu kommt, dass New Glenn auch noch ca. 10 Jahre später seinen Jungfernflug hatte. Und dann werden bestimmt auch ein paar Mitarbeiter mal "ausgetauscht" worden sein.
10 Jahre war eine technische Generation, bei uns in der Luft- und Raumfahrt. Man sagte immer, dass etwas sich min. 10 Jahre bewährt haben musste unter einfachen Einsatzbedingungen, bevor es für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt evaluiert wurde.
Mein erstes Raumfahrtprojekt, für das ich Teile entwickeln durfte hat mich auch Schweiß und Tränen gekostet. Aber für die folgenden Projekte war das eine gute Ausgangsbasis und die Entwicklungszeit konnte deutlich verkürzt werden. Nach dem ersten Projekt wusste ich, was meine Teile auf den Testständen erwartet und was die Fertiger alles können oder nicht.
 
Raumfahrten sind ja eher Machbarkeitsstudien nach d3m Motto "wer hat den längsten"...unnötig.
Na ja, ohne Raumfahrt -oder besser gesagt, Satellitentechnik - wüssten wir nicht mal in dieser Tiefe, dass wir ein Thema der Erderwärmung haben.
Flugzeuge bräuchten noch oben ne Glaskuppel zur Navigation mit Sextant.
Schifffahrt wird dann bei dem heutigen Verkehrsaufkommen auch tricky.
Und du hättest vermutlich nicht mal ein Smartphone in der heutigen Ausprägung, weil wesentliche Grundlagenforschungen hierzu auf der ISS stattfand. Vermutlich wäre es in Relation zu heute irgendwo bei Stand 1995-2000.
Tatsächlich würde die hochtechnisierte Gesellschaft von heute zusammenbrechen, gäbe es auf einen Schlag keine Satellitentechnik mehr.

Klar könnte man auch problemlos in ca. 1980 weiterleben, man muss nicht immer alles trendy-spacig-modern haben.
Ob dies dann die Mehrheit der Menschen haben möchte, steht woanders
Dies entscheidet aber nicht ein Einzelner, der den Impact der Technologie auf unsere heutige Gesellschaft gar nicht überblickt.
 
Ich finde auch richtig krass wie lebensfeindlich der Weltraum ist. Und wie wenig wir eigentlich bisher in ihn vorgedrungen sind. Im Gegensatz zu den Beobachtungsmöglichkeiten.
Das gerade dort wo (bisher bekanntes) Leben auftritt, nämlich bei uns, es so vielfältig ist.
Und wie dünn die Atmosphäre ist und uns vor dem Weltraum schützt.
Im inneren der Erde, eigentlich den größten Teil welcher heiß und flüssig ist, ist es auch sehr lebensfeindlich.
Leben und Lebensfeindlichkeit liegen sehr nah beieinander.
 
Wobei die Panspermie-Theorie aktuell wieder im Aufwind ist.
Die letzten Forschungsergebnisse von Astereoiden etc.. legen sehr Nahe, dass es nicht nur Bausteine, sondern sehr komplexe Molekülverbiundungen scheinbar überall gibt.
Lebensfeindlich scheint relativ zu sein. :)

Beantwortet mit Sicherheit nicht die Kernfrage, wo denn genau nun allererstes mikrobisches Leben enstand, erweitert jedoch deutlich den Horizont der Möglichkeiten.
 
Na ja, ohne Raumfahrt -oder besser gesagt, Satellitentechnik - wüssten wir nicht mal in dieser Tiefe, dass wir ein Thema der Erderwärmung haben.
Flugzeuge bräuchten noch oben ne Glaskuppel zur Navigation mit Sextant.
Schifffahrt wird dann bei dem heutigen Verkehrsaufkommen auch tricky.
Und du hättest vermutlich nicht mal ein Smartphone in der heutigen Ausprägung, weil wesentliche Grundlagenforschungen hierzu auf der ISS stattfand. Vermutlich wäre es in Relation zu heute irgendwo bei Stand 1995-2000.
Tatsächlich würde die hochtechnisierte Gesellschaft von heute zusammenbrechen, gäbe es auf einen Schlag keine Satellitentechnik mehr.

Klar könnte man auch problemlos in ca. 1980 weiterleben, man muss nicht immer alles trendy-spacig-modern haben.
Ob dies dann die Mehrheit der Menschen haben möchte, steht woanders
Dies entscheidet aber nicht ein Einzelner, der den Impact der Technologie auf unsere heutige Gesellschaft gar nicht überblickt.
Ein zusätzlicher Navigator schafft Arbeitsplätze und ohne zu wissen, das es einen Klimawandel gibt, würden auch viele nicht wie aufgescheuchte Hühner agieren.
Jo, starkes Argument :schief:
Ich habe nie gesagt, das man auf biegen und brechen Klimahysteriker sein soll, der Threadersteller ist da etwas anders...
 
Ein zusätzlicher Navigator schafft Arbeitsplätze und ohne zu wissen, das es einen Klimawandel gibt, würden auch viele nicht wie aufgescheuchte Hühner agieren.
Hmmm... anderes Thema.
Eher OT, aber:
Es geht weniger um die aufgescheuten Hühner, als um die Zukunft von uns Menschen.
Es wird eben ein wenig arg doof werden, wenn wir nix mehr zu beissen und zu trinken haben und wenn wir so weiter machen, kommt der Zeitpunkt viel früher, als so manch einer denken mag.
Das kann man negieren oder einen winzigen Eigenanteil zur Linderung beitragen.
Je mehr es negieren, um so blöder für alle wird es - ist leider so.

Back zum Topic:
Ja, Blue Origin hat sich mächtig gemausert.
Hat den Vorteil des Nachfolgers und kann die Anfangsfehler von Spacex größtenteils vermeiden.
Bin echt mal gespannt, was die in naher Zukunft aus dem Hut zaubern.
Spacex hat sich eben mit ihrer Falcon (Heavy) als DIE Brot & Butter - Allfrächter ettabliert.
Starship sehe ich eher kritisch, too much auf einmal wollen, ist meist keine gute Idee.
Denke, beide Unternehmen werden aufpassen müssen, von den Chinesen in den nächsten 10-15 Jahren nicht überholt zu werden.
 
Einerseits auf Klimaschutz pochen, andererseits auf Raumfahrt stehen...genau mein Humor.
Raumfahrten sind ja eher Machbarkeitsstudien nach d3m Motto "wer hat den längsten"...unnötig.
In manchen Menschen steckt der Drang nach Wissen, etwas zu erforschen und zu entdecken. Ja, die Erde ist groß, hat im Vergleich zum restlichen Universum jedoch keine Relevanz. Oder doch? Wäre die humanoide Spezies nicht so verdammt machtgeil und hätte, anstelle Geld in Rüstungstechnik und Kriege zu investieren, das Geld in die Raumfahrt investiert, würden wir heute vermutlich schon einen Teil der Milchstraße bewohnen. Dann gäbe es so etwas wie eine Klimakrise wahrscheinlich auch nicht und würde man generell mehr auf die Wissenschaft hören, wäre die ein oder andere Krise durchaus vermeidbar gewesen.
 
In manchen Menschen steckt der Drang nach Wissen, etwas zu erforschen und zu entdecken.
Ich gehe sogar noch etwas weiter.
Gäbe es nicht von Anfang an Menschen (oder Vorfahren), die daran interessiert waren + sind, wie es hinter dem nächten Horizont aussieht, würden wir alle zusammen heute noch auf Affenbrotbäumen in der Serengeti sitzen.

Da ist es mit Sicherheit auch schön, ohne jemals dort gewesen zu sein.
Aber auf die Dauer vielleicht dann doch langweilig und mittlerweile bei 9 Mrd. (?) Menschen dürfte es da langsam eng werden.

Neugier, Wissensdurst sind in den Genen unserer Spezies.
Daran ist nix Falsches, auch wenn auf dem Weg wir so ziemlich jeden Fehler machten, den man machen kann.

Die Galaxis ist verdammt groß und ich persönlich befürchte, dass wir in den nächsten paar Jahrhunderten als Mensch bestenfalls bis zum Rande unseres eigenen Systems kommen.
Aber immerhin.
Allein Hoffnung und Sehnsucht sind starke Motivatoren.
Der Weg ist das Ziel.

Somit glaube ich nicht an ein humanes, galaxisweites "Imperium", auch nicht in zigtausend Jahren.
Aber an Neugierige weit weg von der Heimat, die Unglaubliches zu sehen bekommen werden.
 
Die Galaxis ist verdammt groß und ich persönlich befürchte, dass wir in den nächsten paar Jahrhunderten als Mensch bestenfalls bis zum Rande unseres eigenen Systems kommen.
Glaube ich auch nicht. Auch wenn wir neue Gesetzmäßigkeiten entdecken sollten, durfen sie sich nicht mit dem beißen, was wir kennen.
Schneller als Licht, wird es nicht geben und damit sind die Ausbreitungen begrenzt.
Und wir können keine Sonden bauen, die Millionen Jahre lang funktionieren.
 
Yepp, wobei das Erreichen von c ne Nummer des Unmöglichen bleiben wird.
Selbst wenn wir mal irgendwann Kernfusion im Griff haben, werden die physikalisch schnellsten Raumschiffe mit humanoider Besatzung ca. 10-20% von c erreichen, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Ende im Gelände.

Aber die "Entdeckung" der Erde (aus zugegebener Maßen engstirniger, euopäischer Sicht als Betrachtungsausgangsbasis) dauerte ebenso Jahrhunderte, ja genau genommen weit über ein Jahrtausend.

Das ist der Preis der Entfernung.

Ich kann mir aber in paar Jahrhunderten/Jahrtausenden durchaus Außenposten oder gar Siedlungen weit draussen im System vorstellen. Vielleicht auf Ceres, Vesta oder gar dem Mars, vielleicht sogar ganz weit draußen auf Eris, Haumea oder auf Pluto.
 

Vielleicht sind ja Generationenraumschiffe irgendwann möglich.
Ich halte die jeden Falls deutlich realistischer als Konzepte wie den Warp-Antrieb etc. :D

Warp Antrieb, wer weis das schon, was in X Jahren oder Jahrtausenden evtl. Technologisch möglich sein wird.

Und wer weis, vielleicht haben wird dann auch Kontakt zu einer oder mehreren Ausserirdischen Lebensformen.

Wie heisst es so schön: Dies alles steht noch in den Sternen, alles Zukunftsmusik.

PS: Hoffentlich gibt es keine "Borg." :lol:
 
Im Großen und Ganzen bin ich Raumfahrtfan.

Was mich die letzten Jahre aber ratlos zurückgelassen hat, waren die relativ ernstzunehmenden Pläne auf den Mars zu fliegen, dort eine Art Raumstation zu bauen, Geoengineering + Climate Engineering zu betreiben um den Mars wieder bewohnbar zu machen.:stupid:
Ganz ehrlich --> der Mars hat kein Magnetfeld, in der Folge wurde seine Atmosphäre vom Sonnenwinde verweht.
Und diese Problem wollen die lösen?
Ich meine wir haben auf der Erde ein Magnetfeld UND eine Atmosphäre bei der sich gerade um Promillewerte der CO2 Anteil erhöht und wir bekommen DAS nicht gelöst......aber auf dem Mars soll es klappen?:hmm:
 
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