Filesharing: Vodafone Kabel will Drosselung ab 10 GB künftig konsequent durchsetzen

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All diese Portale sind nicht betroffen und unbegrenzt ungedrosselt. Du kannst bei Steam 24/7 durch mit 200 MBit ziehen wenn du so viele Spiele kaufst.

Ich weiß nicht wie oft man das noch schreiben muss bis auch der letzte das versteht.

Ja kann man aus dem Text rauslesen nur irgendwie bleibt ein übler Nachgeschmack das so etwas folgen könnte. Ist ja letztlich nur die nächste Stufe von uns Volumen Parasiten die man abkochen kann
 
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Im Bewusstsein der Reaktionen folgender Einwurf: Ich finde den Hass auf Vodafone in der Sache nicht gerechtfertigt.

Folgende Denkanstöße

1. Hier wird eine Vertragsbedingung durchgesetzt, die jedem Nutzer vor Vertragsabschluss bekannt war. Wer kann ernsthaft darauf pochen, einen Vertrag dauerhaft einseitig nicht einzuhalten? Sollte auch Steam betroffen sein, geht das nicht und muss korrigiert werden. Als VF wäre ich aber auch damit vorsichtig. Ihr erinnert euch vielleicht an den Shitstorm wegen der dafür nötigen Technik (Deep Package Inspection)? Ohne solche Technik wird es mit der exakt vertragsgemäßen Priorisierung von Diensten allerdings schwierig.

2. Die Speed-Verluste in bestimmten Ballungsräumen sind real und für Normalnutzer extrem ärgerlich. Ich hatte selbst mal eine solche Wohnung und konnte meine 100 Mbit Leitung (da noch richtig teuer) abends nicht vernünftig nutzen. Da habe ich wegen der Power-User nicht die bezahlte und fair genutzte Leistung bekommen. Und ja - Normalnutzer und Power-User sind verschiedene Kategorien. Der durchschnittliche Traffic im Monat (!) liegt bei gut 30 GB (• Breitband - Durchschnittliches Datenvolumen pro Anschluss bis 2015 | Statistik). Weit entfernt von den 300 GB (o2) oder 30x10 GB (VF). Warum soll der überwiegende Anteil Normalnutzer die Power-User subventionieren und in Sachen Speed leiden?

3. "Jaa, aber die Konkurrenz zu den Normalnutzern kommt ja nur durch mangelnden Ausbau zustande." Das stimmt! Ist aber ein reines Versäumnis der Politik. Alle Telcos müssen wirtschaftlich unter gegebenen Rahmenbedingungen arbeiten, die die Politik geschaffen hat. Dazu gehört, dass es bürokratisch/rechtlich/wirtschaftlich unmöglich ist, ein eigenes Festnetz aufzubauen. Im Kabelnetz hat die Politik eine gebietsweise Monopolisierung herbeigeführt, im übrigen Festnetz eine Vormacht der Telekom. Warum gibt es keine Konsortien unter Aufsicht der Bundesnetzagentur, die flächendeckend Glasfaser verlegen und bei denen sich - auch post hoc - eine Vielzahl an Anbietern einkaufen können? Chance versäumt. Bei FTTH werden einfach die Fehler der Vergangenheit wiederholt.
Was können Vodafone und andere dafür?

4. Beim Vergleich mit dem Ausland muss eben auch die dortige Politik, Kaufkraft etc. berücksichtigen. In der hochgelobten Schweiz bekommt man unter politisch-wirtschaftlich günstigeren Bedingungen fast überall schnelles Internet. Landesweit verfügbar wäre z. B. Sunrise, 65 CHF (60 €) für die 100 Mbit-Leitung. Ach so, lieber Swisscom? 79,- CHF für 50/10 Mbit. Jeweils ohne TV. Was zahlt ihr für eure KD/Unitymedia-Pakete?

Fazit: Ich bin für eine andere Politik (!) beim Breitbandausbau. Bis es soweit ist, handelt VF richtig, da nur bestehende Ressourcen verteilt werden können. Wie wäre es mit einer Tarifstruktur: Eine Fair-Use-Flat etwas günstiger als derzeit. Und ein "wirklich" unlimitierter Tarif für Power-User, der sich preislich an den Geschäftkundentarifen orientiert. Ach so, zu teuer? ;)

Verzeihung. Wie wäre es mal mit einem "Denkanstoß" für Dich?

Wenn das Netzsegment überbucht ist, sind kaum "die Power-User" schuld daran. Schonmal auf der Autobahn im Stau gewesen oder morgens mit der Bahn zur Arbeit gefahren???
Wenn die Kapazitäten ausreichend dimensioniert sind ist das alles kein Problem.

Wie bereits beschrieben: Wenn ein Kabelsegment 1,6GB/sec Bandbreite hat, können 16!!! Anschlüsse mit 100Mbit/sec dauerhaft ohne Geschwindigkeitseinbrüche surfen, etc.
Wenn aber Abends um 20 Uhr auf diesem Segment 20 oder mehr Anschlüsse Ihre gebuchte Geschwindigkeit von 100Mbit abrufen wollen, was passiert dann wohl?^^

Dann sind das die bösen Power-User...

Aber warum bezahle ich dann einen monatlichen Festpreis, wenn ich den nicht nutzen kann. Ist das dann nicht Augenwischerei???
Du kaufst bestimmt auch ein Auto mit 100PS und gibst Dich zufrieden, wenn Du 50PS nutzen kannst. Den Rest kannst Du ja nicht wegen den anderen bösen Autofahrern nutzen...
 
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Im Bewusstsein der Reaktionen folgender Einwurf: Ich finde den Hass auf Vodafone in der Sache nicht gerechtfertigt.

Folgende Denkanstöße


2. Die Speed-Verluste in bestimmten Ballungsräumen sind real und für Normalnutzer extrem ärgerlich. Ich hatte selbst mal eine solche Wohnung und konnte meine 100 Mbit Leitung (da noch richtig teuer) abends nicht vernünftig nutzen. Da habe ich wegen der Power-User nicht die bezahlte und fair genutzte Leistung bekommen. Und ja - Normalnutzer und Power-User sind verschiedene Kategorien. Der durchschnittliche Traffic im Monat (!) liegt bei gut 30 GB (• Breitband - Durchschnittliches Datenvolumen pro Anschluss bis 2015 | Statistik). Weit entfernt von den 300 GB (o2) oder 30x10 GB (VF). Warum soll der überwiegende Anteil Normalnutzer die Power-User subventionieren und in Sachen Speed leiden?

In dem Punkt muß ich dir deutlich widersprechen. Sicherlich sind solche Speedeinbrüche für den Kunden sehr ärgerlich, wenn er u.U. nur einen Bruchteil seiner eigentlich möglichen Leistung bekommt, für die er bezahlt. Und jetzt kommt das Aber. Für mich handelt der Provider höchst unseriös, wenn dieser dicke fette Anschlüsse mit 100 oder 200 Mbit im Downstream verkauft, obwohl er genau weiß, das die vorhandene Infrastruktur regional solche Bandbreiten gar nicht hergeben und dann auch nicht in den entsprechenden Ausbau investieren will, wenn mehrere Kunden auf die Idee kommen, diese Bandbreiten auch mal auszunutzen. Und das gleichzeitig. Dabei erst einmal außen vorgelassen, womit diese Spitzenlasten generiert werden.

Das, was VF hier jetzt konsequent durchziehen will, ist mit geringst möglichen finanziellen Aufwand das Problem der eigentlich für solche Bandbreiten nicht ausreichenden Infrastruktur zu vertuschen, instatt die Infrastruktur so aufzurüsten, das die Kunden die bezahlten Leistungen auch jederzeit in vollen Umfang nutzen können.

Wenn es dann auch noch stimmen sollte, das eigentlich "normaler" Traffic auf diese 10 GB "Gnadenbrot" angerechnet werden, oder gar auch andere Dienste betroffen sind, dann ist das eine riesengroße Sauerei, da in den entsprechenden Klauseln der AGB da ganz eindeutig von 10 GB P2P Traffic die Rede ist. Aber damit sind wir wieder bei dem Thema, was VF unter P2P Traffic versteht. Denn die entsprechende Klausel läßt da auch entsprechen sehr viel Spielraum zu, wie VF P2P definieren möchte.

Wenn man entsprechende Alternativen hat, dann sollte man in dieser Hinsicht auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Auch wenn diese AGB Klausel bekannt gewesen ist. So bedeutet das mitnichten, das man sich jede Sauerei von VF gefallen lassen muß. Und zu so einer Sauerei zählt ganz eindeutig das Anrechnen von "normalen" Traffic auf die 10 GB P2P Traffic. Da wäre mir eine langsamere, aber dafür frei von Drosselungen jeglicher Art, DSL/VDSL Leitung deutlich lieber, als der Willkür von VF ausgeliefert zu sein. Selbst wenn diese teurer sein würde. Aber da bezahle ich dann gerne einen Aufpreis für eine wirklich ungedrosselte Leitung. Nur wie lange wird es sowas bei anderen Anbietern noch geben ?
 
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Du kaufst bestimmt auch ein Auto mit 100PS und gibst Dich zufrieden, wenn Du 50PS nutzen kannst. Den Rest kannst Du ja nicht wegen den anderen bösen Autofahrern nutzen...

Wenn die Autobahn voll ist stimmt das sogar. :ugly:

Aber hierauf übertragen würde das heißen dein Auto hat 100 PS - die ersten 10 km die du jeden Tag fährst, ab dann haste auf bestimmten Straßenabschnitten nur noch 0,1 PS (ja, das sind tatsächlich die Dimensionen^^).
 
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Ich wollte nur deutlich machen, dass ganz viele mit dem Auto fahren möchten. Aber nicht immer die Mitmenschen schuld daran sind, wenn Du (oder ich) im Stau stehen.

Und was würdest Du machen wenn Dein Auto solch einen "tolle Fairuse" Technik hätte? Würde da keiner nachfragen ob das vielleicht vom Staat (rein fiktional) so gewollt wäre, damit das bestehende Verkehrsinfrastgrukturnetz nicht ausgebaut werden muss?

Müssten wir im Feldversuch für einen Ballungsraum mal ausprobieren. Wird bestimmt lustig. Für Außenstehende...
 
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Verzeihung. Wie wäre es mal mit einem "Denkanstoß" für Dich?

Immer gerne. ;)

Wenn das Netzsegment überbucht ist, sind kaum "die Power-User" schuld daran. Schonmal auf der Autobahn im Stau gewesen oder morgens mit der Bahn zur Arbeit gefahren???

Beides. Und auch wenn der Autobahn-Vergleich hinkt, spinnen wir ihn kurz weiter: Der Raumbedarf eines sehr schnellen Fahrzeugs ist deutlich größer, weshalb die VBAs auf Autobahnen ab einer Gewissen Verkehrsdichte die Geschwindigkeit drosseln. Durch die Limitierung weniger Schnellfahrer wird die zur Verfügung stehende Kapazität für alle wesentlich effizienter genutzt. Erkennst du Parallelen?

Wenn aber Abends um 20 Uhr auf diesem Segment 20 oder mehr Anschlüsse Ihre gebuchte Geschwindigkeit von 100Mbit abrufen wollen, was passiert dann wohl?^^
Dann sind das die bösen Power-User...

Von böse war nicht die Rede, es kann ja wirklich hohen Datenbedarf geben. Aber natürlich sind es diejenigen - auf die Masse gesehen eine Minderheit -, die dauerhaft ihre 100 Mbit/s abrufen, indem sie große Datenvolumina übertragen. Dein Beispiel belegt das gut mit Zahlen.

Aber warum bezahle ich dann einen monatlichen Festpreis, wenn ich den nicht nutzen kann. Ist das dann nicht Augenwischerei???

Nein, ist es nicht. Da der monatliche Festpreis an AGB geknüpft sind, die max. 10GB/Tag via Filesharing vorsehen. Wo ist die Augenwischerei, wenn ein Vertrag exakt eingehalten wird?

Wenn die Kapazitäten ausreichend dimensioniert sind ist das alles kein Problem.

Da bin ich voll dabei. Siehe hierzu besonders Punkt 3. Deutschland braucht einen Flächendeckenden Glasfaserausbau, dessen Kosten von ~80 Mrd. € (WIK-Studie) mit sinnvoller politischer Supervision gestemmt werden können. Wie in den Ländern, die besser dastehen.

Vodafone verwaltet derzeit einfach vertragsgemäß Ressourcen in einem bestehenden System, das ein Provider alleine nicht ändern kann.
 
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Nee Vodafone verwaltet gerade den Mangel an Bandbreite.
 
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Wenn Vodafone wirklich auch nur im geringsten an die Kunden denken würde, dann wären die dabei eine riesige QoS Lösung zu bauen.
VOIP und andere Echtzeitanwendungen mit oberster Priorität und von mir aus auch torrent Dienste ganz am Ende. Wenn das Netz wirklich klatschendicht ist, darf mein Download auch langsam werden. Aber um 3 Uhr morgens wo kein elektrisches Signal bis auf meins durch die Leitung saust, stört es auch niemanden, wenn ich mit voller Geschwindigkeit arbeite.
Der fehlende Ausbau ist dann das nächste Problem, aber was soll man tun.


Aber pauschal zu drosseln, nur weil jemand es wagt den PC anzuschalten...
Da haben wir als Land wohl, wie schon von anderen erwähnt, politisch komplett versagt. Dieses Verhalten gehört eigentlich gesetzlich verboten.

Wo muss ich bei der nächsten Wahl mein Häkchen setzen, damit hier endlich mal was passiert? Piratenpartei?
 
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Erst lesen, dann sülzen. Was war an dem +Flat, was du sogar rot markiert hast, nicht zu kapieren? Kostet 15Euro mehr => keine Drossel, gutes Peering. Hier motzen doch alle, dass sie so gern Geld ausgeben wolln für mehr Datenvolumen.
 
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Nee Vodafone verwaltet gerade den Mangel an Bandbreite.

Schade, dass du nicht auf die Kernfrage eingehst "Woher kommt der Mangel?" und "Hat Vodafone sinnvolle Handlungsmöglichkeiten unter gegeben Bedingungen?" Mit VDSL, Vectoring und Kabel-Internet via DOCSIS kaufen wir uns nur Zeit, die Ressourcen reichen nicht. FTTH oder vergleichbar muss flächendeckend her. Dazu bitte nochmal die Rahmenbedingungen bedenken - wie sie sind und wie sie sein müssten.

Decrypter schrieb:
Für mich handelt der Provider höchst unseriös, wenn dieser dicke fette Anschlüsse mit 100 oder 200 Mbit im Downstream verkauft, obwohl er genau weiß, das die vorhandene Infrastruktur regional solche Bandbreiten gar nicht hergeben

D.h. auch in Gebieten, wo nur KD verfügbar ist, sagt VF künftig ab einer gewissen Zahl von Anschlüssen "es gibt keine mehr"? Die Zahl der Anschlüsse dann so bemessen, dass jeder stets die Leitung voll auslasten kann ("ist ja bezahlt", auch wenn das nicht stimmt)? Damit wird sichergestellt, dass die Power-User sich immer voll ausleben können, zu dem Preis, dass viele ganz in die Röhre schauen. Kann man so handhaben, finde ich aber falsch.
Und selbst mit Investitionen ins bestehende Kabelnetz (was stellst du dir bei DOCSIS genau vor?) lässt sich dieses Problem nicht auflösen. Nur mit einer komplett neuen Infrastruktur, die in der Fläche so viel kostet wie der 8-fache Jahresumsatz von Vodafone Deutschland.
Bis die Politik das organisiert hat, heißt es eben "Ressourcen sinnvoll verteilen". Ich finde das Limitieren von P2P einen sinnvollen übergangsweisen Weg, das zu erreichen. Die Verträge decken es ja ohnehin.

H@buster schrieb:
Wenn Vodafone wirklich auch nur im geringsten an die Kunden denken würde, dann wären die dabei eine riesige QoS Lösung zu bauen.

Das erfordert eine Zuordnung der Pakete, was (als DPI) in Deutschland erheblichen Widerstand hervorruft. Wie auch der Ausbau von Infrastruktur so oft, wenn er mit Kosten, Lärm oder anderem Ungemach der Wutbürger verbunden ist. Aber das führt jetzt zu weit, gelle? ;)


Gute Nacht allerseits.
 
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Jetzt ist natürlich die Frage, ob der Umstieg von 100k Leitung auf 200k Leitung was bringt? Der Mitarbeiter von Kabeldeutschland teilte mir mit, dass es sinnlos ist. Ob es 100k oder 200k ist wird trotzdem gedrosselt...
 
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Bisher wurde in der Praxis erst gedrosselt, wenn die Kunden 60 Gigabyte und mehr an Filesharingdaten täglich über die Leitung geschoben haben.

Nein dies traf bei mir nicht zu. Ich werde bei Kabel Deutschland seit letztem Jahr bei 10 GB gedrosselt.
Wenn ich dieses Kontingent mit dem Besuch einiger Seiten wie youtube, chip usw. aufgebraucht habe und danach einmal bei einem OCH eine kleine Datei laden wollte, konnte ich von vornherein nur mit 100 kbit/s laden.
Im übrigen betraf dies auch irgendwelche Seiten, deren Bilder wohl auch auf einem betroffenen Server gehostet waren und sich extrem langsam aufbauten.

Auch bei Kabel Deutschland war die [10 GB] Klausel schon im Vertrag.

Nein definitiv nicht. Kabel Deutschland führte die Drosselung einfach so von heute auf morgen auf meinem Zugang ein und dies ohne mir eine geänderte AGB zuzusenden. Somit wurde unser Vertragsverhältnis ihrerseits nicht eingehalten.

Aber egal - ich habe als Konsequenz meinen Vertrag nun gekündigt, weil ich diese Knebelung nicht mit mir machen lasse und habe zu einem neuen Anbieter gewechselt.
Dies sollten alle machen, die eine Alternative haben.

Diese fadenscheinigen Begründungen des Netzbetreibers hat aber beispielsweise der Nutzer Roadrunner im Beitrag #162 wiederlegt:

Wenn ein Kabelsegment 1,6GB/sec Bandbreite hat, können 16!!! Anschlüsse mit 100Mbit/sec dauerhaft ohne Geschwindigkeitseinbrüche surfen, etc.
Wenn aber Abends um 20 Uhr auf diesem Segment 20 oder mehr Anschlüsse Ihre gebuchte Geschwindigkeit von 100Mbit abrufen wollen, was passiert dann wohl?^^
 
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Nun Vodafone möchte sicher absichtlich einige User los werden, damit ihr Kabelnetz mehr Luft hat.
Technisch kann man diese Begrenzung aber umgehen (auch langfristig).

O2 dorsselt ja auch und hat nach meinen Informationen schon eine Menge Kunden verloren...
 
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Aber warum bezahle ich dann einen monatlichen Festpreis, wenn ich den nicht nutzen kann. Ist das dann nicht Augenwischerei???

Nein, es ist Betrug. Es ist ganz einfach: Kabel Deutschland verkauft (wie jeder andere Provider auch) Leistungen, die sie nicht erbringen können. Es sind nur 1,6Gbit verfügbar? Dann können, wenn ich in der Schule richtig aufgepasst habe, genau 16 100Mbit-Leitungen in diesem Segment verkauft werden. Wenn ein Bäcker Aufträge über 10x100 Brötchen pro Tag annimmt, dann muss er genug Teig für 1000 Brötchen haben. Ob die Brötchen alle gegessen/abgeholt werden, spielt keine Rolle. Wenn er die Kohle einkassiert, aber nicht genug Materialien kauft um alle 1000 Brötchen backen und alle Kunden bedienen zu können, dann ist das.. *Trommelwirbel*.. BETRUG.

Der Unterschied zwischen den Providern und dem Bäcker ist jetzt folgender: Der Bäcker hat keinen Zugang zum Bundestag und bringt den Abgeordneten keine Geschenke. Außerdem hat er keine Heerscharen von Top-Anwälten. Damit ist er ein Krimineller, und die Provider nicht. Willkommen in der deutschen Politik. :daumen2:
 
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Hi,

Dieses verdammte, ehemals staatliche, Monopolunternehmen denkt nur an seinen Gewinn, kassiert also mächtig Kohle, und steckt davon aber keinen Cent in den Ausbau von Highspeednetzen!!!!!

Verdammte Drosselkom...ähm...oder so!!!!!!1111

Gruß

Alef
 
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Gut so und richtig so.

Dieses filesharing wird zu 95% soweiso nur illegal genutzt, die restlichen 5% muessen es eben einschraenken oder sich ne alternative suchen.

Prinzipiell finde ich das aber erstmal gut.

echt bitter, dass Leute hier solche Meinungen haben...
Es geht nicht darum wofür die Dienste genutzt werden und da liegt der Knackpunkt

Vor allem wird diese Maßnahme fast nur ehrliche Nutzer durch Falscherkennungen treffen, weil alle die es für dubiose Zwecke nutzen Anleitungen finden es zu umgehen
 
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Aber hierauf übertragen würde das heißen dein Auto hat 100 PS - die ersten 10 km die du jeden Tag fährst, ab dann haste auf bestimmten Straßenabschnitten nur noch 0,1 PS (ja, das sind tatsächlich die Dimensionen^^).

Da sollte man wieder aufs Pferd setzen. Da hat man 1 PS. :D
 
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Vor allem wird diese Maßnahme fast nur ehrliche Nutzer durch Falscherkennungen treffen, weil alle die es für dubiose Zwecke nutzen Anleitungen finden es zu umgehen

Wie kann man den das Internet unerhlich nutzen? Behaupte ich dann, dass ich kein Internet nutze obwohl ich es eigentlich mache?
 
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Ich glaube ich muss hier ein paar Sachen erklären bzw. mich erklären und meinen Frust loswerden. Wahrscheinlich wird das hier ein längerer Post.

1. Ich habe die Konsequenz aus dem Verhalten von Vodafone gezogen und kündige nach über 5 Jahren meinen 100mbit Business (für 12mbit upload) Kabelvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Alternative wird ein 50mbit VDSL Anschluss, ich werde hier keine Werbung für meinen neuen Anbieter machen. Ich sage aber dazu das der neue ISP nicht drosselt und es natürlich nicht Vodafone ist. Mit der Deutschen Telekom werde ich aus unterschiedlichen Gründen auch keine Geschäftsbeziehung eingehen.

2. Ich habe Erfahrungen sowohl mit der alten 60GB Drossel (Nur 1x beim Download eines Archivs), als auch mit der neuen 10GB Drossel. Allerdings wird hier oft ein bisschen viel durcheinander geworfen. Daher zuerst mal dazu, was meiner Erfahrung nach gedrosselt wird. Und das ist tatsächlich etwas weiter, als es im Vertrag angegeben wird. Mein VPN Provider fällt nämlich auch darunter. Gedrosselt werden nur Filesharing, also keine Steam-downloads oder ähnliches. Ich kann auch wenn die Drossel aktiv ist Problemfrei GTA5 mit 11.5mb/s herunterladen und nebenher Netflix gucken.

3. Ich bin da ganz ehrlich, ich benutze Filesharing. Trotz der Tatsache, das ich Blu-Rays kaufe, ab und zu ins Kino gehe und ein Netflix Abo habe. Es gibt einfach Content, den bekomme ich so wesentlich einfacher bzw. überhaupt nur so. Das ist nicht viel, auch vom Volumen her nicht viel. Auch ist das gar nicht unbedingt immer illegal, manchmal jedoch bestimmt. Dennoch würde ich gern selbst entscheiden, ob ich eine Urheberrechtsverletzung begehe, weil der Inhalteanbieter mir wenig andere Optionen lässt. Dass mein Provider das für mich entscheided ist für mich eine Frechheit, auf die ich mit Kündigung antworte.

4. Das Argument, dass diese Regelung für die meisten Kunden gut ist, halte ich für verlogen und dennoch kann man schwer dagegen Argumentieren. Kunden wie ich haben sicher ein höhere Datenaufkommen als wenig technisch versierte oder interessiere Kunden, die dann auch kaum oder gar kein Filesharing betreiben. Daher halte ich das hier für den Versuch, die paar Kunden loszuwerden, die mehr als der durchschnittliche Kunde verbrauchen, damit sie ihr Backbone nicht so häufig und agressiv upgraden müssen. Es geht also schlicht um Gewinnmaximierung. Und es kommen eben selten Leute und verteidigen ganz offen, dass sie Peer-to-peer Filesharing ab und zu nutzen (Oder in einigen Fällen sicher auch häufig).

Zu guter Letzt noch ein Fall der seit die 10GB Drossel aktiv ist 2x aufgetreten ist und mich sofort zur Kündigung bewegt hat. Das wird jetzt immer so sein, aber der neue Anschluss kommt in drei Wochen und die Saison ist eh vorbei. Ich hoffe, dass das hier Strafrechtlich nicht relevant ist, formuliere aber mal vorsichtig.

Nehmen wir an Herr F. guckt gerne Formel 1. Er mag allerdings die SkyF1 Version der Übertragung am liebsten, und zwar auf Englisch, weil er die Kommentatoren für sympatischer und fähiger hält. Herr F. kann aber in seinem Land ohne weiteres dieses Paket nicht ohne Umwege buchen und lädt daher Sonntags das Rennen per Torrent in 720p50 herunter und schämt sich kurz ein bisschen. Danach guckt er das Rennen und ist glücklich. Tagsüber nutzt Herr F. ansonsten das Internet ganz normal, Online Gaming, Youtube, Netflix, Xha..., und Steam. Herr F. arbeitet auch beruflich von Zuhause mit Computern und hat daher sogar einen Business Tarif bei seinem Anbieter gebucht. Das heißt an einem normalen Tag verbraucht Herr F. ca. 50GB an Daten. Wenn Herr F. also alle 2 Wochen am Sonntag Abend versucht seinen F1 download startet, ist der von Anfang an gedrosselt. Es wird nicht erst nach 10GB torrent download gedrosselt (Ein Rennen sind übrigens 11GB, man wartet also trotzdem noch Stunden für das letzte bisschen), sondern von Anfang an. Um 00:01 geht der torrent dann mit 12mb/s los und lädt in 3 Minuten fertig runter. Herr F. guckt nun also Formel 1 am Montag Morgen um halb 1.
Herr F. hat nun gekündigt, außerdem hat er auch seinen (ebenfalls geschäftlichen) Vodafone Mobilfunkvertrag über 95€ im Monat gekündigt. Er möchte mit dieser Firma ab sofort nichts mehr zu tun haben.

50% weniger downstream Bandbreite, schlechteres Mobilfunknetz ... egal! Wenn wir das alle so machen können die das auf Dauer nicht machen. Manchmal muss man Opfer bringen, man kann keine Forderungen stellen wenn man erpressbar ist.

Grüße,
Farming

P.S. Schließlich sind wir die Leute, die völlig ohne Werbeaufwand garantiert stets den dicksten Tarif buchen, den sie uns geben. Wenn die mir eine 50€ Option geben würde nur um die Drossel aufzuheben würde ich das sofort nehmen ohne mit der Wimper zu zucken. Dass sie mir nichtmal die Wahl geben, statt einfach ehrlich zu sein und zu sagen, dass sie mehr Kohle wollen, regt mich viel mehr auf.
 
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