Fallout 4: Die Vorschau - Spielerische Freiheit als oberstes Gebot

[...] Aber mal abgesehen von der Grafik: wieder mal legt man scheinbar keinerlei Wert auf das Storytelling oder gut geschriebene und glaubwürdige Charaktere, die einem länger als eine Minute im Gedächtnis bleiben. [...]
Mich würde mal interessieren, wie Du anhand des veröffentlichten Materials darauf schließt :what:

Das man in TW3 keine Zivilisten töten kann ist nur bedingt 'ne Designentscheidung der Entwickler. Hexer töten nun mal keine Zivilisten.
 
Nö. Allenfalls hatte ich Verständnis für die Leute gezeigt, die sich über den Grafikdowngrade beschwerten. Das würde ich auch bei Fallout 4 machen, wenn sich in der finalen Version Farbgebung verändern und Grafikquali verschlechtern würde.

Das ist auch so unglaublich logisch...

Open World RPG A zeigt Grafik auf Level 3, landet am Ende aber nur bei Level 2 ->>> großes Gezeter und Geschrei, ein Shitstorm ohne Ende, ohne die Grafik auf Level 5 ist das Spiel Müll usw.

Open World RPG B zeigt Grafik auf Level 1 und landet am Ende auch bei Level 1 ->>> alles ganz cool, Grafik ist ja gar nicht wichtig, es geht ja eigentlich nur ums Gameplay usw

Doppelmoral sondersgleichen (meine hier niemandem speziell, sondern was ich generell so im Netz lesen muss)

Mich würde mal interessieren, wie Du anhand des veröffentlichten Materials darauf schließt :what:
1) Storytelling wurde nicht mal in einem Nebensatz erwähnt, ebensowenig Choice and Consequence. Es ist eigentlich üblich, bei einer Präsentation die Stärken des eigenen Spiels hervorzuheben. Scheinbar ist also weder die Story noch C&C eine Stärke bzw. überhaupt nur erwähnungswürdig in Fallout 4.

2) Tradition. Bethesda hat oft genug gezeigt, dass sie weder Story noch sinnvolles C&C können. Hätten sie hier was ändern wollen, hätten sie das bestimmt kommuniziert, gerade weil es ja bisher keine Stärke von ihnen war.

Das man in TW3 keine Zivilisten töten kann ist nur bedingt 'ne Designentscheidung der Entwickler. Hexer töten nun mal keine Zivilisten.
So ist es. Der Charakter in Witcher 3 hat Kontext und macht Sinn. Er lebt als Mitglied einer glaubwürdigen Welt.

Gibt aber auch andere Spiele. Nehmen wir z.B. mal die alten Gothic Spiele. Da kann man Zivilisten nur umhauen, fürs Töten muss man noch mal extra drücken. Dann hasst einen aber die gesamte Spielwelt...

Wie auch immer, es geht um den Fokus des Spiels. Bei einem RPG geht es mir um eine glaubwürdige Welt mit glaubwürdigen Charakteren, eienr glaubwürdigen Story, glaubwürdigen und logischen Zusammenhängen und generell, eine große Entscheidungsfreiheit in den Grenzen der Glaubwürdigkeit der Spielwelt zu haben. In Fallout geht es einfach nur hauptsächlich ums Töten, und Freiheit bedeutet hier, noch mehr töten zu können. Es wurde ja sogar extra rausgestellt, dass es eine "Qualität" von Bethesdaspielen wäre, dass man jedermann töten könnte. Das ist für mich keine Qualität. Das ist ein Armutszeugnis, dass man dafür andere Dinge wie ein gutes Storytelling und eine glaubwürdige Spielwelt opfert.
 
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Das ist auch so unglaublich logisch...

Open World RPG A zeigt Grafik auf Level 3, landet am Ende aber nur bei Level 2 ->>> großes Gezeter und Geschrei, ein Shitstorm ohne Ende, ohne die Grafik auf Level 5 ist das Spiel Müll usw.

Open World RPG B zeigt Grafik auf Level 1 und landet am Ende auch bei Level 1 ->>> alles ganz cool, Grafik ist ja gar nicht wichtig, es geht ja eigentlich nur ums Gameplay usw

Doppelmoral sondersgleichen (meine hier niemandem speziell, sondern was ich generell so im Netz lesen muss)

Wo sol das Doppelmoral sein? Bei RPG A wird gelogen und der Kunde geblendet, bei RPG B nicht. Und in diese Richtung gingen auch die meisten Kommentare bei TW3 (hier zumindest, für andere Foren spreche ich nicht).
 
Wo sol das Doppelmoral sein? Bei RPG A wird gelogen und der Kunde geblendet, bei RPG B nicht. Und in diese Richtung gingen auch die meisten Kommentare bei TW3 (hier zumindest, für andere Foren spreche ich nicht).

Quatsch, gelogen (im Sinne des Wortes) wurde da überhaupt nicht. Am Ende ist man einfach hinter seinen Ambitionen zurückgeblieben, was bei den Entwicklern selbst sicherlich auch keinen glücklich gemacht hat. Lügen würde man nur dann, wenn man zum Zeitpunkt des Releases oder danach Material veröffentlicht, das so im Spiel nicht darstellbar ist.

Und ja, es ist Doppelmoral, wenn an einer Stelle ständig behauptet wird, dass es ja eigentlich nur ums Gameplay gehe und die Grafik so oder so nebensächlich wäre, während man an anderer Stelle ewig darüber abledert, dass die Grafik ein wenig schlechter aussieht als in einem zwei Jahre alten Trailer, während man über das Gameplay kein Wort verliert und auch kein Wort darüber verliert, dass die Grafik an sich immer noch absolut fantastisch ist.

Weißt du wozu diese "Moral" letztlich führt? Dass sich keiner mehr traut, die Grenzen des technisch Machbaren zu verschieben. Schafft man es nämlich nicht ganz, das gewünschte Niveau zu erreichen, wird man offenbar von den "Fans" und vom Netz gekreuzigt, während man durch die Bank gelobt wird, wenn man einfach von Anfang an fast keinerlei Ambitionen zeigt. So ein Verhalten der Gamer ist im höchsten Maße innovationsfeinlich und schadet uns als Spielern, weil wir so die Publisher und Entwickler dazu treiben, nicht mehr nach dem Besten zu streben sondern eher zu einem Level, den sie auch auf alle Fälle erreichen können. Ganz toll...
 
Konsequenzen gab es in Fallout schon, wenn man sich aufgeführt hat wie ein Arsch hatte das Auswirkungen auf die NPCs.:schief:

Außerdem erinnere ich mich an eine Stelle, an der man einen Nukleasprengkopf - und damit die darum befindlichen Siedler - in die Luft jagen konnte, das Spiel bot also durchaus gewissen Entscheidungsfreiraum, nur wurde einem eben das nicht immer auf dem Teller präsentiert.
 
Weißt du wozu diese "Moral" letztlich führt? Dass sich keiner mehr traut, die Grenzen des technisch Machbaren zu verschieben. Schafft man es nämlich nicht ganz, das gewünschte Niveau zu erreichen, wird man offenbar von den "Fans" und vom Netz gekreuzigt, während man durch die Bank gelobt wird, wenn man einfach von Anfang an fast keinerlei Ambitionen zeigt. So ein Verhalten der Gamer ist im höchsten Maße innovationsfeinlich und schadet uns als Spielern, weil wir so die Publisher und Entwickler dazu treiben, nicht mehr nach dem Besten zu streben sondern eher zu einem Level, den sie auch auf alle Fälle erreichen können. Ganz toll...

Wenn Entwickler und Publisher ihren eigenen Anspruch an sich selbst und ihre Produkte verlieren, weil sie Angst vor den Fans haben, hatten sie wohl von Beginn an keine ernsten Ambitionen. Ein Pionier auf seinem Gebiet, bezogen auf das verschieben des technisch Machbaren, würde sich sicherlich nicht von ein paar Kommentaren im Internet verunsichern lassen.
 
[...] 1) Storytelling wurde nicht mal in einem Nebensatz erwähnt, ebensowenig Choice and Consequence. Es ist eigentlich üblich, bei einer Präsentation die Stärken des eigenen Spiels hervorzuheben. Scheinbar ist also weder die Story noch C&C eine Stärke bzw. überhaupt nur erwähnungswürdig in Fallout 4. [...]

2) Tradition. Bethesda hat oft genug gezeigt, dass sie weder Story noch sinnvolles C&C können. Hätten sie hier was ändern wollen, hätten sie das bestimmt kommuniziert, gerade weil es ja bisher keine Stärke von ihnen war. [...]

Ok, damit könntest Du Recht haben, das war in der Vergangenheit nicht so wirklich deren Stärke. Oder es ist so gewollt, doch dazu gleich.
Allerdings spricht meiner Meinung nach alleine die Vertonung des Protagonisten dagegen. Aber wir werden sehen.
Da Du im letzten Satz den Konjunktiv wählst, gehe ich davon aus, dass Du es auch nicht besser weißt :P

Der Vergleich zwischen dem Witcher und, ich nenne sie mal so, Bethesda RPGs ist (finde ich) fast nicht möglich.
Bethesda versucht eine offene Welt ohne offensichtlichen roten Faden, dafür mit allen damit verbundenen Freiheiten zu bieten.
Dazu kann auch eine lasche Erzählweise zählen. Und zu dieser Freiheit gehört eben auch, dass man jedem "in die Fresse schießen" kann, wenn man denn will.
Bleibt anzukreiden, dass es (in den meisten Fällen) ohne Konsequenz bleibt.

In TW3 ist der Weg offensichtlicher, man wird auch immer wieder vom Spiel auf "den rechten Pfad" zurück gebracht, wenn man einen zu großen Bogen darum macht.

TW3 würde ich eher mit Gothic vergleichen, gerade was Storytelling und allgemeines Gamedesign angeht.
Sind eigentlich auch keine Rollenspiel in dem Sinne, da die Rolle vorgegeben ist. (Steinigt mich falls ihr das anders seht :P)
Eher mehr ein Action-Adventure mit Charakterentwicklung, oder eben ein Action-RPG.

[...] Gibt aber auch andere Spiele. Nehmen wir z.B. mal die alten Gothic Spiele. Da kann man Zivilisten nur umhauen, fürs Töten muss man noch mal extra drücken. Dann hasst einen aber die gesamte Spielwelt... [...]
Ja, das gute alte Gothic :) Hier wurde halt vieles richtig gemacht :nicken: (von den technischen Schwierigkeiten mal abgesehen)
 
Wieso ist es ein Armutszeugnis wenn man in Fallout alle Menschen umbringen könnte?
Es gibt ja eh Konsequenzen in Form vom schlechtem Karma oder nicht erfüllbare Quests.

Die Welt in nunmal nach einem Atomkrieg angesiedelt, und da ist nunmal nicht alles eitle Wonne. Ich finde es nett das man da tun kann was man will. Ich kann als A-loch spielen, das Stadt für Stadt plündert oder aber als edler Beschützer der Schwachen, oder als Dieb, oder als Handlager eines Sklaventreibers oder Helfer für einen Wissenschaftler der einen Roboter sucht, der vor ihm geflüchtet ist.
Genau sowas macht die Fallout-Spiele aus.
Das so etwas beim Witcher nicht möglich ist ist doch auch völlig legitim, solange es Sinn macht. Der Hexer ist nunmal eine Person mit "edlen" Motiven, das kann man von einem Überlebenden eines Atomkrieges nicht einfach verlangen, vor allem nicht nachdem man mit dem Grauen der Welt konfrontiert wurde.
Was ich sagen will: Es hat beides seine Berechtigung und es hat beides seinen Sinn.
 
Yay Fallout 4. Ehrlich Leute, erst jahrelang F4 fordern, mit dem Tenor "Egal wies aussieht, Inhalt zählt" und jetzt über die Grafik meckern......kriegt euch mal ein, das kindische Geningel bei jedem Game nervt.
Fallout lebt von der Atmosphäre. Solange wieder eine dermassen dichte Welt erschaffen wird wo ich das Gefühl habe in der Post Apokalypse zu sein und doch zu Hause....mir egal das es halt brutal nach Konsolenshit aussieht.

Und das ist auch der Hauptgrund. Seit Morrowind haben Modder die Grafikoptimierung vorgenommen. Klar das Bethesda sich jetzt genau da drauf verlässt, immerhin will man ja dann wieder in PayMods einsteigen (wird kommen). So wird schön auf die Konsolen, die schwächer sind als nen Mittelklasse Smartphone, optimiert, da lässt sich am meisten Geld machen. Das Interface, die Steuerung....alles wird nach Konsole stinken und erst wieder gemoddet werden müssen.

Aber wisst ihr was? Die Grafik reicht mir. Die Lichtstimmung ist gut und der Anstrich eines 50er Jahre Pinup Werbeschilds auch.

Ich befürchte allerdings das man trotz allem wieder 4+ GB VRAM braucht, da Konsolenport. Schlecht für alle GTX 970 Besitzer...aber ihr wusstet worauf ihr euch einlasst.

Ich freu mich drauf, allerdings werd ich zur Game of the Year Legendary greifen. Mein Spieleberg der Schande ist zu groß und Bethesda Addons gehen übel ins Geld.

Wem nur die Grafik wichtig ist.....es gibt andere Games und es wird Mods geben. Die meisten Grafikhuren kaufen ja Games wie Witcher 3 oder Project Cars nur um sich dran aufzugeilen\zu haten, spielens aber nicht ernsthaft. Danach wird wieder Crysis auf 8K angeschmissen und in Foren gehatet das alle neuen Games schlechter aussehen als Warhead....wie arm muss euer Leben sein.
 
Das ist ein Armutszeugnis, dass man dafür andere Dinge wie ein gutes Storytelling und eine glaubwürdige Spielwelt opfert.

Das ging aber in Fallout 1 und 2 auch schon. Auch da konntest du schon alles und jeden umbringen, sogar die Kinder, in der nicht zensierten Version.
Wirklich Sinn machte das, vor allem in Fallout 1 auch schon nicht, aber es ging halt. In Fallout 2 bekam man, wen man mordend durchs Ödland zog wenigstens ein absolut böses Ende.

Glaubwürdigkeit muss sich also nicht weniger, oder mehr darüber definieren ob man alles und jeden ermorden kann um am Ende ein gutes Spiel zu bekommen.
Trotz allem stimme ich dir dahingehend zu das auch Fallout 4 bei Lösungsmöglichkeiten und Story wieder ein unterdurchschnittliches Spiel werden wird. Bethesda hat diesen Part einfach nicht drauf, hatten sie noch nie und werden sie wohl einfach auch nie haben.
In dem Punkt könnte Bethesda wirklich noch was von Obsidian lernen, was sie aber wohl nicht werden.
 
Wieso ist es ein Armutszeugnis wenn man in Fallout alle Menschen umbringen könnte?

Arm ist, dass man "Freiheit" so interpretiert, dass man einfach alles, was rumläuft, umbringen kann.

Arm ist, dass sich derart viele Videospiele nach wie vor hauptsächlich oder fast ausschließlich um Gewalt drehen.

Arm ist, dass Gameplay von vielen schon fast mit virtuellem Töten gleichgesetzt wird.

Es gibt in den meisten Spielen eben keine ebenbürtige Gameplayentsprechung zum Töten. Das ist eine Schwäche des Mediums bzw. wie es von uns meistens interpretiert und umgesetzt wird, und keine Stärke, die besondere Anpreisung bedarf...

Das ging aber in Fallout 1 und 2 auch schon. Auch da konntest du schon alles und jeden umbringen, sogar die Kinder, in der nicht zensierten Version.
Wirklich Sinn machte das, vor allem in Fallout 1 auch schon nicht, aber es ging halt. In Fallout 2 bekam man, wen man mordend durchs Ödland zog wenigstens ein absolut böses Ende.
Absolut. Ich hab ja nicht gesagt, dass das exklusiv für Bethesda gilt. Im Endeffekt geht es in 99% aller Videospiele ums Töten, meist ohne Sinn und Verstand und ohne wirkliche Einbindung in den Kontext. Mich ödet das mittlerweile nur noch an und ich halte das insgesamt für ein Armutszeugnis der Spieleindustrie, vor allem, weil man sich kaum weiterentwickelt hat in den letzten 20 Jahren. Wenn man dann aber im Jahr 2015 immer noch anpreist, dass es eine besondere Stärke des Spiels wäre, dass man alles und jeden abknallen kann, und dass das das Sinnbild vom "Freiheit" im Spiel wäre, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Mit wirklicher spielerischer Freiheit hat das imo nämlich überhaupt nichts zu tun.

Naja, ist eben typisch für eine Industrie, die sich in einem Land konzentriert, das gedanklich und kulturell den wilden Westen nie wirklich verlassen hat. "The man and his gun", das ist der Kern uramerikanischer Denkweise und das macht sich fast nirgendwo so bemerkbar wie in Videospielen...

Glaubwürdigkeit muss sich also nicht weniger, oder mehr darüber definieren ob man alles und jeden ermorden kann um am Ende ein gutes Spiel zu bekommen.
Trotz allem stimme ich dir dahingehend zu das auch Fallout 4 bei Lösungsmöglichkeiten und Story wieder ein unterdurchschnittliches Spiel werden wird. Bethesda hat diesen Part einfach nicht drauf, hatten sie noch nie und werden sie wohl einfach auch nie haben.
In dem Punkt könnte Bethesda wirklich noch was von Obsidian lernen, was sie aber wohl nicht werden.
Wenn man alles und jeden umbringen kann, eröffnet man genau EINE einzige Freiheit, die in sich selbst eher negativ bzw. "böse" ist. Wo ist die "gute" Entsprechung? Kann ich jedem im Spiel sagen, dass ich ihn/sie gern habe? Kann ich alle NPCs auf ein Bier einladen? Kann ich jedem NPC im Spiel Geschenke machen? Nein. Schade. Wo das Spiel doch angeblich so viel Freiheit bieten will.... :ugly:
 
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Es gibt in den meisten Spielen eben keine ebenbürtige Gameplayentsprechung zum Töten. Das ist eine Schwäche des Mediums bzw. wie es von uns meistens interpretiert und umgesetzt wird, und keine Stärke, die besondere Anpreisung bedarf...

An der Stelle muss man wirklich die Deus Ex Spiele loben, da wird dem Spieler nahezu immer die Wahl gelassen, zwischen tödlicher Gewalt, Gegner bewustlos machen, oder Gegner umgehen.
 
Also ich wäre schon froh, wenn es mehr Spiele gäbe, in denen man den Gegner/NPCs/whatever töten kann und nicht muss:ugly:
 
Absolut. Ich hab ja nicht gesagt, dass das exklusiv für Bethesda gilt. Im Endeffekt geht es in 99% aller Videospiele ums Töten, meist ohne Sinn und Verstand und ohne wirkliche Einbindung in den Kontext.

99%?! Wenn du denkst, dass es bei F4 oder den Vorgängern nur ums Töten, ohne Sinn, Verstand und Kontext geht, dann ist dies deine Interpretation des Spiels, jedoch nicht, zumindest nicht so eindeutig wie du hier tust, die Intention der Entwickler.

Wenn man alles und jeden umbringen kann, eröffnet man genau EINE einzige Freiheit, die in sich selbst eher negativ bzw. "böse" ist. Wo ist die "gute" Entsprechung? Kann ich jedem im Spiel sagen, dass ich ihn/sie gern habe? Kann ich alle NPCs auf ein Bier einladen? Kann ich jedem NPC im Spiel Geschenke machen? Nein. Schade. Wo das Spiel doch angeblich so viel Freiheit bieten will.... :ugly:

Es bietet die Freiheit den NPC zu töten oder auch eben nicht zu töten. Also hast du als Spieler in diesem Fall mindestens die Wahl zwischen zwei Optionen. Du simplifizierst hier im übrigen die Spielmechanik aufs niedrigste, was es den Anschein erweckt, als hättest du nie ein Spiel von Bethesda gespielt.
 
99%?! Wenn du denkst, dass es bei F4 oder den Vorgängern nur ums Töten, ohne Sinn, Verstand und Kontext geht, dann ist dies deine Interpretation des Spiels, jedoch nicht, zumindest nicht so eindeutig wie du hier tust, die Intention der Entwickler.
Es geht nicht "nur" ums Töten und ja, es gibt auch Kontext. Aber der Kontext ist bei Bethesda meist schwach und die Einbindung in eine glaubwürdige Welt so gut wie überhaupt nicht vorhanden. Und im Endeffekt ist rumlaufen und töten das, was man fast ausschließlich macht im Spiel. Daran gibts doch nun wirklich nichts zu diskutieren...

Es bietet die Freiheit den NPC zu töten oder auch eben nicht zu töten. Also hast du als Spieler in diesem Fall mindestens die Wahl zwischen zwei Optionen. Du simplifizierst hier im übrigen die Spielmechanik aufs niedrigste, was es den Anschein erweckt, als hättest du nie ein Spiel von Bethesda gespielt.
Du verstehst nicht, worum es geht. Und ja, die Spielmechanik hat genau zwei Hauptaspekte: rumlaufen und töten. Das ist einfach das, was mechnisch hinter dem Spiel steckt (und hinter den allermeisten anderen Spielen auch). Und klar MUSST du niemanden töten. Aber ich sehe einfach nicht, warum es so herausgehoben werden muss, dass man alle töten KANN. Was soll daran die besondere Stärke sein? Was soll daran so geil sein?

Und ich habe übrigens alle TES (seit Arena) und Fallout (seit Teil 1) Spiele, die es bisher gab, gezockt. Nur soviel dazu...
 
Quatsch, gelogen (im Sinne des Wortes) wurde da überhaupt nicht. Am Ende ist man einfach hinter seinen Ambitionen zurückgeblieben, was bei den Entwicklern selbst sicherlich auch keinen glücklich gemacht hat. Lügen würde man nur dann, wenn man zum Zeitpunkt des Releases oder danach Material veröffentlicht, das so im Spiel nicht darstellbar ist.

Und ja, es ist Doppelmoral, wenn an einer Stelle ständig behauptet wird, dass es ja eigentlich nur ums Gameplay gehe und die Grafik so oder so nebensächlich wäre, während man an anderer Stelle ewig darüber abledert, dass die Grafik ein wenig schlechter aussieht als in einem zwei Jahre alten Trailer, während man über das Gameplay kein Wort verliert und auch kein Wort darüber verliert, dass die Grafik an sich immer noch absolut fantastisch ist.

Weißt du wozu diese "Moral" letztlich führt? Dass sich keiner mehr traut, die Grenzen des technisch Machbaren zu verschieben. Schafft man es nämlich nicht ganz, das gewünschte Niveau zu erreichen, wird man offenbar von den "Fans" und vom Netz gekreuzigt, während man durch die Bank gelobt wird, wenn man einfach von Anfang an fast keinerlei Ambitionen zeigt. So ein Verhalten der Gamer ist im höchsten Maße innovationsfeinlich und schadet uns als Spielern, weil wir so die Publisher und Entwickler dazu treiben, nicht mehr nach dem Besten zu streben sondern eher zu einem Level, den sie auch auf alle Fälle erreichen können. Ganz toll...

Selten so einen quatsch gelesen. TW3 wird nicht wegen des Grafikdowngrades schlecht bewertet, aber das sich Leute deswegen aufregen ist doch verständlich. Es werden (angebliche) Gameplay-Szenen gezeigt (IG Material) die es dann doch nicht sind. Das Spiel ist gut - keine Frage - daran wird auch das Downgrade nichts ändern, aber es ist eben nicht das was es (wahrscheinlich nie) war.

Hier nun mit dem Gameplay zu kommen - was gut ist - ist auch eine völlige Fehlinterpretation deinerseits. Wenn über etwas nicht geredet wird ist es gut - so ist das Leben und so ist der Mensch, also wird natürlich nur über das geredet was die Leute merken und das ist, na wer hat es erraten, der Grafik unterschied. Auch die Bewertungen im Web zeigen dies ganz deutlich.

TW würde bei mir ganz sicher eine 9/10 erhalten, F4 wahrscheinlich aber auch, selbst wenn die Grafik deutlich schlechter wäre. Ich glaube auch nicht, dass The Division das Level halten kann, aber ich muss davon ausgehen. Und wenn es ein Downgrade gibt, werde ich auch das negativ sehen.

Ich verstehe das vielleicht manches nicht möglich ist oder eine exorbitante Hardware voraussetzt - aber dann sollen sie das doch ruhig ganz klar sagen und nicht "das sieht genau so aus wie in der Preview". Auch die Dementi von Downgrades oder sonstiges sind genau so ein Fall. Klare und offene Kommunikation - wenn das der Fall ist kann man darüber reden sich nicht mehr aufzuregen.
 
Sehr gespannt, allerdings auch zwiegespalten wieviel neues tatsächlich kommen kann?
 
Es geht nicht "nur" ums Töten und ja, es gibt auch Kontext. Aber der Kontext ist bei Bethesda meist schwach und die Einbindung in eine glaubwürdige Welt so gut wie überhaupt nicht vorhanden.

Kannst du das irgendwie mit Beispielen oder Vergleichen belegen und argumentieren? Ich habe ehrlich gesagt einfach noch nie von jemandem eine solch harsche Kritik an der Glaubwürdigkeit von, durch Bethesda entwickelten, Spielwelten und deren Einbindung von Kontext gehört.

Und im Endeffekt ist rumlaufen und töten das, was man fast ausschließlich macht im Spiel. Daran gibts doch nun wirklich nichts zu diskutieren...

Es geht aber im allgemeinen nicht um das Töten an sich, sondern um eine Aufgabe, ein Ziel, eine Geschichte, die Weiterentwicklung des eigenen Charakters oder das Erbeuten von Gegenständen.

Du verstehst nicht, worum es geht.

:schief:

Und ja, die Spielmechanik hat genau zwei Hauptaspekte: rumlaufen und töten. Das ist einfach das, was mechnisch hinter dem Spiel steckt (und hinter den allermeisten anderen Spielen auch).

Aber das Töten ist halt nicht reiner Selbstzweck des Spiels, so wie du es darstellst. Dass dies die Mechanik ist, die hinter "den meisten" oder "99%" der Computerspiele steckt, ist einfach nur plumpe Polemik und hat nichts mit Tatsachen zu tun.

Und klar MUSST du niemanden töten. Aber ich sehe einfach nicht, warum es so herausgehoben werden muss, dass man alle töten KANN. Was soll daran die besondere Stärke sein? Was soll daran so geil sein?

Es ist einfach nur ein Teil der Spielwelt. Ich verstehe wiederum nicht, warum du dich so darüber echauffieren kannst. Von "geil" hat im übrigen auch niemand gesprochen, dass ist wieder nur reine Interpretation deinerseits.

Und ich habe übrigens alle TES (seit Arena) und Fallout (seit Teil 1) Spiele, die es bisher gab, gezockt. Nur soviel dazu...

Und wozu? Deiner Kritik nach zu urteilen wiederstrebt dir die Spielmechanik und du findest die Welten unglaubwürdig.
 
Was ich bisher von der Grafik gesehen habe haut mich nicht vom Hocker, aber darum geht es ja auch nicht. Ich bin doch überrascht, dass der Release zumindest im November angestrebt wird. Ob der Termin zu halten ist, wird sich noch zeigen. Jeden Falls freue ich mich auf das Spiel und werde es mir vielleicht ein paar Tage nach Release kaufen, wenn alle Einzelheiten bekannt sind, die ersten Patches drüber sind und ich die Meinung von ein paar Kollegen gehört habe. Ansonsten hol ich es mir eben als GOTY irgendwann.
 
Kannst du das irgendwie mit Beispielen oder Vergleichen belegen und argumentieren? Ich habe ehrlich gesagt einfach noch nie von jemandem eine solch harsche Kritik an der Glaubwürdigkeit von, durch Bethesda entwickelten, Spielwelten und deren Einbindung von Kontext gehört.
Musst du nur mal richtige CRPG Foren besuchen. Dort werden Bethesdaspiele regelmäßig zerlegt.

Es geht aber im allgemeinen nicht um das Töten an sich, sondern um eine Aufgabe, ein Ziel, eine Geschichte, die Weiterentwicklung des eigenen Charakters oder das Erbeuten von Gegenständen.
Eben nicht. Bethesda steht ja so auf Freiheit, also soll der Spieler machen, was er will. Klar gibt es irgendwelche Aufgaben, aber ob man die auch wirklich macht, ist eine ganz andere Geschichte. Und das Mittel um diese Aufgaben zu erreichen, läuft fast immer übers Töten.

Brauchst nicht schief zu kucken. Du hast mit dem Unsinn auf der persönlichen Ebene angefangen ala "hast wohl noch nie ein Bethesda Spiel gezockt"...

Aber das Töten ist halt nicht reiner Selbstzweck des Spiels, so wie du es darstellst. Dass dies die Mechanik ist, die hinter "den meisten" oder "99%" der Computerspiele steckt, ist einfach nur plumpe Polemik und hat nichts mit Tatsachen zu tun.
Mechanik und Zweck sind zwei Paar Schuhe. Und ich hab nirgendwo behauptet, dass Töten "reiner Selbstzweck des Spiels ist". Ich hab gesagt, dass die zwei Hauptmechaniken Rumlaufen und Töten sind.

Es ist einfach nur ein Teil der Spielwelt. Ich verstehe wiederum nicht, warum du dich so darüber echauffieren kannst. Von "geil" hat im übrigen auch niemand gesprochen, dass ist wieder nur reine Interpretation deinerseits.
Wenn es jemand als besondere Stärke heraushebt in einer Präsentation, muss es ja gut oder geil sein. Ansonsten würde man es nicht hervorheben. Also ist das keinesfalls meine Interpretation, zumal ich das gefragt habe und nicht selbst gesagt. Und ich liebe so Argumente wie "das ist halt Teil der Spielwelt". Das sagt überhaupt nichts aus. Mit solch einem Pseudoargument kann ich jegliche Designentscheidung verteidigen...

Und wozu? Deiner Kritik nach zu urteilen wiederstrebt dir die Spielmechanik und du findest die Welten unglaubwürdig.
Ja und? Gibts nur schwarz und weiß in deiner Welt? Ich spiele auch Spiele, die Schwächen haben. Manchmal könnte man meinen, man dürfte nur Spiele spielen, von denen man absolut überzeugt ist. Tatsache ist, dass ich sehr gerne und sehr viel zocke. Außerdem gibt es imo halt auch sowas wie Fortschritt. Zu seiner Zeit war Morrowind ein sehr gutes RPG. Nur hat sich Bethesda seither nicht weiter entwickelt, eher zurück. Man geht schon seit Jahren auf fast keine Kritik ein und wiederholt immer dieselben Fehler.
 
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