News Ex-Playstation-Chef: Teurere Spiele unvermeidlich

Das wird kommen. Ganz automatisch. Es bewegen sich bis auf einige Ausnahmen alle Märkte in diese Richtung. Gaming wird keine Ausnahme sein.

Für die Konzerne bedeutet es einen kontinuierlichen, berechenbaren Geldfluss anstelle einmaliger wenig berechenbarer Einnahmen. Genau da wollen die Konzerne hin. Und genau darum wird es so kommen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen...aber so wird es kommen.
Befürchte ich ebenfalls.
Sony sieht sich laut eigener Aussage immer noch als Hardwarehersteller.
Das ist bei MS eine ganz andere Kiste.....auch wenn sie es nicht zugeben, am liebsten wäre es MS die XBox-Konsolen einzustampfen und alle Spiele nur noch zu streamen....logischerweise mit Gamepass.
 
Für die Konzerne bedeutet es einen kontinuierlichen, berechenbaren Geldfluss anstelle einmaliger wenig berechenbarer Einnahmen. Genau da wollen die Konzerne hin. Und genau darum wird es so kommen. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen...aber so wird es kommen.
Naja, je mehr man sich wehrt, desto später wird es und solange Leute noch anders konsumieren, werden andere Angebote auch nicht aussterben. Ist in den anderen Märkten ja auch nicht passiert.
 
Naja, je mehr man sich wehrt, desto später wird es und solange Leute noch anders konsumieren, werden andere Angebote auch nicht aussterben. Ist in den anderen Märkten ja auch nicht passiert.
Wer 55€ für ein aufgehübschtes Spiel von 2006 (TES IV Oblivion) bezahlt, und das haben viele gemacht, der macht auch das mit.
 
Sandfall sind keine Neulinge im Business, da sind viele Veteranen mit massig Vitamin B in der industrie am Werk.
Das Team besteht aus 12 ehemaligen Ubisoft-Entwicklern. Der Rest sind Entwickler, die mitunter noch nicht einmal Ahnung über die UE5 hatten, und ein Hund. Ich will gar nicht bezweifeln, dass auch externe Hilfe im Spiel war. Dennoch war das Spiel deutlich, deutlich günstiger als das billigste AAA-Spiel. Dafür spricht schon die geringere Entwicklungszeit von "nur" vier bis fünf Jahren, Frankreich als Standort (im Vergleich zu den sehr teuren Entwickler-Standorten in den USA) und der Umstand, dass die Credits des Spiels mit rund 7,5 Minunten keine aufgeblähte Länge haben, während die Credits bspw. eines Assassin's Creed Shadows über 2 Stunden (!!!) lang sind. Der Erfolg des Spiels kommt einfach daher, dass das Spiel noch mit Leidenschaft entwickelt wurde und nicht von seelenlosen corpo drones. Dazu kommt, dass die Entwickler kein (maßloses) Overscoping betrieben haben und die Tools der UE5 wohl sehr benutzerfreundlich sein sollen. Fun Fact: Die Musikerin für den sagenhaft guten OST hat man auf Soundcloud gefunden.
Ich bin eigentlich auch der Meinung, das Spiele wahrscheinlich zu billig sind. Spiele waren über viele Jahre sehr preisstabil, doch irgendwann muss man den Preis eben auch mal berichtigen.
Sehe ich nicht so. Die formelhaften "60 dollars" sind mittlerweile bei vielen Spielen nur der Einstiegspreis, der dann noch durch MTX und DLC und diverse verschiedene Spiele-Versionen gesteigert wird. Dazu kommt, dass das Publikum und damit auch der Markt mittlerweile deutlich größer ist, da Gaming Mainstream geworden ist, der Sekundärhandel (Gebrauchtmarkt) dank digital sales tot ist und, weil aufgrund digital distribution sämtliche Bestandteile der physischen Wertschöpfungskette wegfallen. Das gewaltige Problem der AAA-Branche ist maßloses Overscoping, der offensichtliche Disconnect zur Spielerschaft und übergroße Teams, die dank Middle Management extrem ineffizient sind.
 
Sehe ich nicht so. Die formelhaften "60 dollars" sind mittlerweile bei vielen Spielen nur der Einstiegspreis, der dann noch durch MTX und DLC und diverse verschiedene Spiele-Versionen gesteigert wird.
Das ist aber alles freiwilliger Natur.
Ich habe noch niemals MTs genutzt (wozu auch), und DLCs kaufe ich natürlich nur wenn ich Lust dazu habe.
Also kommen Einspielungen über MTs und DLCs nur unter Umständen rein, aber in welcher Höhe (Menge) ist nicht festgesetzt. Ergo kann es gut sein das man mit deinen "60 Dollars" heute nicht mehr ausreichend hinkommt.

Also Ja, die Branche soll die Preise ruhig hochsetzen. Ob du gewillt bist das dann noch zu kaufen bleibt dir überlassen. Zwingt dich ja keiner.
 
Das ist aber alles freiwilliger Natur.
Ich habe noch niemals MTs genutzt (wozu auch), und DLCs kaufe ich natürlich nur wenn ich Lust dazu habe.
Also kommen Einspielungen über MTs und DLCs nur unter Umständen rein, aber in welcher Höhe (Menge) ist nicht festgesetzt. Ergo kann es gut sein das man mit deinen "60 Dollars" heute nicht mehr ausreichend hinkommt.
Was interessiert hier bei der Betrachtung eine Einzelperson? Es kommt auf den durchschnittlichen Verkaufspreis pro Kopf an und der ist mittlerweile dank den erwähnten Faktoren deutlich höher als "60 dollar". Mich würde nicht wundern, wenn wir bei AAA Spielen schon bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis pro Kopf von 100 dollar oder mehr wären.
Also Ja, die Branche soll die Preise ruhig hochsetzen. Ob du gewillt bist das dann noch zu kaufen bleibt dir überlassen. Zwingt dich ja keiner.
Die derzeitige wirtschaftliche Lage ist dir bewusst? Sicherlich gibt's viele Konsumlemminge, die Spiele dennoch kaufen werden, aber es wird auch viele Spieler geben, die dann einfach nichts mehr kaufen werden, weil sie es nicht mehr können. Im Übrigen geht mit einer Preiserhöhung auch der Anspruch an ein besseres Produkt einher - ein Anspruch, der in der Regel nicht erfüllt wird. Ich finde es im Übrigen sehr schade, dass die Konsistenz innerhalb der Gaming Community immer weiter sinkt und es mitunter schon Klassismus-Anwandlungen gibt - anstatt das verbraucherfeindliche Verhalten der Industrie zu kritisieren. Da wird sich dann lieber - direkt oder indirekt - über die Armut des einzelnen Spielers lustig gemacht, als die Gier der großen Publisher zu kritisieren. Immerhin verdienen die Führungsebenen mehr und mehr Mio. dollar pro Jahr.
 
Ja, eben deswegen wird alles teurer. Das betrifft natürlich auch die Spieleentwicklung.
AAA Spieleentwicklung ist in erster Linie durch die bereits benannten Faktoren mittlerweile so teuer: Die unersättliche Gier der Führungsebenen, die hohe Ineffizienz durch zu große Entwicklungsteams, Entwicklungsstandorte in den besonders teuren US-Städten, der völlige Disconnect zwischen Publisher/Entwickler einerseits und Spielerschaft andererseits, der zwanghafte Krampf, unbedingt AAA Hollywood Celebrities als VAs oder MoCap-Models nutzen zu müssen, und maßloses Overscoping. Inflation ist der kleinste und unwichtigste Punkt für Preiserhöhungen. Die großen AAA Publisher könnten ihre Spiele locker auch für einen Bruchteil der mittlerweile üblichen Produktionskosten von mehreren hundert Mio. USD entwickeln.
 
Ich finde es im Übrigen sehr schade, dass die Konsistenz innerhalb der Gaming Community immer weiter sinkt und es mitunter schon Klassismus-Anwandlungen gibt - anstatt das verbraucherfeindliche Verhalten der Industrie zu kritisieren. Da wird sich dann lieber - direkt oder indirekt - über die Armut des einzelnen Spielers lustig gemacht, als die Gier der großen Publisher zu kritisieren. Immerhin verdienen die Führungsebenen mehr und mehr Mio. dollar pro Jahr.
Wenn ich nicht wüsste, dass du nicht die Switch 2 vorbestellt hast, würde ich es vielleicht ernst nehmen können...

Andere als Konsumlemminge bezeichnen, ohne den Balken im eigenen Auge dabei zu erkennen, zeugt nicht gerade von aufrichtiger Erkenntnis. Einfach nur Tastaturwarrior sein und alles kritisieren kann letzten Endes jeder...
 
Wenn ich nicht wüsste, dass du nicht die Switch 2 vorbestellt hast, würde ich es vielleicht ernst nehmen können...

Andere als Konsumlemminge bezeichnen, ohne den Balken im eigenen Auge dabei zu erkennen, zeugt nicht gerade von aufrichtiger Erkenntnis. Einfach nur Tastaturwarrior sein und alles kritisieren kann letzten Endes jeder...
Ich habe die Gründe, warum ich mir die NS2 vorbestellt habe, nun mehrfach erläutert und dabei dennoch das Pricing von Nintendo kritisiert. Ich weiß, dass ich selbst Teil des Problems bin - ich bin immerhin zur Selbstkritik fähig - und habe das auch mehrmals geäußert. Sich dem Problem bewusst zu sein, ist allerdings schon einmal ein Anfang, oder nicht? ...und ja: Konsumlemminge sind ein Problem. Es gibt gute Gründe, warum diverse Spiele mittlerweile mehr Umsatz mit Mikrotransaktionen machen anstatt mit dem tatsächlichen Kaufpreis des Spiels. Es gibt auch gute (psychologische) Gründe, warum Monetarisierung so gut funktioniert. Das ist nun einmal eine sehr unangenehme Wahrheit. Warum man das nicht kritisieren dürfen soll, erschließt sich mir nicht.

Im Übrigen finde ich es schade, dass sich die Diskussionskultur hier immer mehr dahin wandelt, dass man den Gesprächpartner als Person kritisiert anstatt - auf sachlicher Ebene - die vorgebrachten Argumente. Auf meine sehr zutreffenden Argumente, warum der durchschnittliche Kaufpreis pro Spiel pro Kopf mittlerweile eben nicht mehr bei "60 dollar" liegt und warum die hohen Entwicklungskosten im AAA-Bereich hauptsächlich selbst verschuldet sind, wurde hier bislang zumindest noch nicht eingegangen. Zugegeben: Vielleicht unterliege ich hier nach der Diskussion über GTA VI in unserem allgemeinen Chatting Thread, in der meine Meinung krass einseitig dargestellt worden ist, einem negativen Bias. Dennoch würde ich mir eine konstruktivere Diskussionskultur wünschen.
 
100€ für Spiele? kein Thema in diesem Jahr:

28€ für Mechwarrior Clans
26€ für System Shock 2 (~ReMaster)
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54€
Habe sogar noch noch was übrig.
Überlege ob ich mir Clair Obscur: Expedition 33 für 50€ hole; wäre da aber über 100€

Entweder habe ich was nicht (richtig) mitgekriegt :P oder der Ex-Playstation-Chef
 
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