Entwicklung der Autoindustrie am Beispiel des Elektrolaster Street Scooter

Bei uns in der Stadt parkt man auf den breiten Fusswegen und läßt das Ladekabel aus dem Fenster runter.
Also unser Hausmeister würd mir das Ding abschleppen lassen und ne Lösung für jeden ist das auch nicht.
Ein Minimalkonzept mit entnehmbaren Akku für 50km/h und 50km Reichweite und wir müssen uns beim Laden absolut 0 Sorgen machen.
Es sind Einzellösungen, bis Ladesäulen stehen.
Ouh warte nächstes Problem: Eigentümergemeinschaften
Wir haben hinten einen Parkplatz wo richtig Platz für Ladesäulen wäre und den man sogar überdachen könnte mit einem Holzkonstrukt das Solarzellen tragen könnte.
Aber bei uns darf es keine Gegenstimmen dabei geben. Bei >100 Parteien nicht möglich. Selbst Solarzellen auf dem Flachdach wurden bei einer Stimme dafür und 2 Enthaltungen abgelehnt.

Sollen Solarzellen also eine Bauvorschrift werden? Aber selbst dann gäbe es noch Bestandsschutz. Einfach unglaubliche ******* das ganze.
 
Ich glaube nicht, dass irgend jemand Motor, Hinterachse, DAB+ Empfänger und Außenspiegel als Paket ans Band liefert, damit sie gleichzeitig eingebaut werden. Und selbst wenn bestände immer noch die Möglichkeit, das Paket gegen Aufpreis anders zusammenzustellen. Ist ja nicht so als würde man intensive Lagerhaltung betreiben und könnte nur das einbauen, was vor 3 Monaten ein entsprechendes Fach hatte. Aber die Autohersteller sind schon unwillens im Rahmen dessen, was in Serie gefertigt wird, Kundenwünsche zu realisieren. Dinge wie "ich würde auch bei einem Kleinwagen für spritsparenden Leichtbau extra zahlen" oder "könnt ihr mal was anderes als SUV bauen?" liegen da einfach jenseits aller Horizonte.
 
Ouh warte nächstes Problem: Eigentümergemeinschaften.
Sowas regelt der Gesetzgeber. Hat sich irgendwer über die Milliarden geäußert, die in den Bau von Tiefgaragen investiert wurden? Es ist ein Beschluss in Bauämtern von Großstätten, dass Häuser ab einer bestimmten Größe zwingend Tiefgaragen bekommen müssen. Das kostet um die 10.000,-€ pro Stellplatz, je nach Größe, und das wird einfach so hingenommen, als wäre es ein Naturgesetz. Aber wehe, es gibt mal sinnvolle langfristige Lösungen wie Stromanschlüsse, schon kommen die Gartenzwerge in jeder Hausgemeinschaft hervorgekrochen und wettern gegen "linksgrünversifftes". Du hast Recht, in bestimmten Bereichen sollte man nicht mit Vernunft rechnen.

Ich glaube nicht....
Wie oft warst Du in Werken, hast Fertigungen analysiert und optimiert? Danke....
 
Alles Punkte für die man kein SUV brauch. ^^

Ob man was braucht oder nicht, entscheidet man selbst und nicht andere.

Aber diese Funktionen erfordern spezielle Baugruppen/Ressourcen, die ständig mitfahren, aber nie genutzt werden. Entsprechend höher ist dann natürlich auch der Spritverbrauch. Dazu kommt, dass durch die Bauform dieser Fahrzeuge auch ein höheres Risiko für Unfallgegner entsteht, sofern diese nicht ebenfalls in einen solchen Fahrzeug sitzen. Ein 2,5to SUV zb. schlägt nunmal etwas härter ein, als eine Limousine. Die höhere Sicherheit dieser Fahrzeuge geht also immer zu Lasten des Unfallgegners, also derer die keinen SUV/Geländewagen fahren. Und damit ist es eben nicht mehr nur deren "Angelegenheit".

Und wenn es kein SUV ist, dann rammt dich ein Van, Kombi, Kleintransporte oder LKW. Das geht auch zu Lasten des Unfallgegners. Was machen wir nun?

Und wobei wir schon bei „zu Lasten des Unfallgegners“ sind, was ist mit Motorradfahrern?

Wenn die einen Zusammenstoß mit einem ganz normalen PKW haben, geht das auch zu deren Lasten. Jetzt alle PKWs verbieten, weil es „zu Lasten der Motorradfahrer“ geht?

Siehe zb. auch einen Bugatti Veyron, der seinen 100 Liter Tank bei Vollgas in weniger als 20 Minuten entleeren kann. Die Belastung der Umwelt durch solche Fahrzeuge ist um ein vielfaches höher, und die Umwelt gehört nicht nur denen, die einen dicken Geldbeutel haben, und ihr Ego auf Kosten der Allgemeinheit aufwerten müssen.

Wenn es dir um die Belastung für die Umwelt geht, die 15 größten Schiffe verursachen soviel Schadstoffe wie die Hälfte des weltweiten PKW Bestandes.

Und jeder der sich einen Bugatti Veyron leisten kann und will, muss also sein Ego aufwerten? Solides Weltbild.

Das ist bzgl. Mobilität der Zukunft der völlig falsche Weg. Es macht einfach aus so vielen Ebenen keinen Sinn, solche Steinzeit-Fahrzeuge zu benutzen, um damit eine ~75Kg Person von A nach B zu bringen.

Es macht auch keinen Sinn Ressourcen dafür zu verwenden, dass man PC baut, die dann nur fürs Spielen genutzt werden. Aber wo befinden wir uns hier noch gleich? Achja, bei PCGames Hardware Extreme.

Muss alles im Leben Sinn machen?
 
@iU
Ja aber auch nur bei Neubauten und Tiefgaragen verbessern das Stadtbild. Solarzellen sind nicht unbedingt hübsch.
 
Muss alles im Leben Sinn machen?
Wenn es um die Zerstörung der Umwelt geht, dann denke ich sollten wir sie nicht zum Spaß zerstören, sondern nur soweit es unbedingt nötig ist. Aber ich verstehe auch dass die meisten Menschen (primär aus den Industrie- bzw Konsumnationen) das anders sehen. Ich, ich, und nochmal ich, und nach mir die Sintflut.

Erdöl zb. ist ein Bestandteil von vielen nützlichen Dingen, zb. auch Medikamenten (Erdölanteil einer Aspirin-Tablette: 35%). Aber wir können unseren Enkeln/Nachfahren immerhin sagen "Sorry, wir haben alles sinnlos verbrannt, aber wir hatten wenigstens Spaß dabei"... "und den wünschen wir euch auch, und zwar bei der Beseitigung unseres Mülls"...

Muss alles im Leben Sinn machen? Eigentlich ja, denn wenn es keinen Sinn macht, welchen Sinn hat es dann es zu tun? :ugly:
 
Hier mal wieder ein neuer, positiver Aspekt zu Fahrzeugbatterien: Zeitnutzung unter stabiler Temperatur im Haushalt.
Second Life fur E-Mobil-Batterien | Telepolis

@iU
Ja aber auch nur bei Neubauten und Tiefgaragen verbessern das Stadtbild. Solarzellen sind nicht unbedingt hübsch.
Aber zu welchen Kosten? Häuser halten hundert Jahre und länger und man zementiert damit den Status Individuelles Fahrzeug, pbwohl die Konzepte in wenigen Jahren von diesem Weg abweichen werden. Schau Dir an, wie wenige junge Leute noch einen Füherschein machen. Wären nicht Waschküchen und Einlagrungskeller sinnvoller? Zumindest sollte man eine Wahl lassen. Keiner hat etwas gegen freiwillig gebaute Tiefgaragen. Es geht mir um die Pflicht. Solar- und Windanlagen sind optisch Ansichtssache. Ich mag Windkraftanlagen, von meinem Büro sehe ich direkt auf dieses Meisterwerk auf Holz, mit dem sich viel höhere Türme realisieren lassen, als mit Stahltürmen:
TimberTower

Muss alles im Leben Sinn machen?
Es muss Sinn haben. Ist denn die deutsche Sprache so schwer? :what:
Zwiebelfisch: Stop making sense! - SPIEGEL ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn es um die Zerstörung der Umwelt geht, dann denke ich sollten wir sie nicht zum Spaß zerstören, sondern nur soweit es unbedingt nötig ist. Aber ich verstehe auch dass die meisten Menschen (primär aus den Industrie- bzw Konsumnationen) das anders sehen. Ich, ich, und nochmal ich, und nach mir die Sintflut.

Erdöl zb. ist ein Bestandteil von vielen nützlichen Dingen, zb. auch Medikamenten (Erdölanteil einer Aspirin-Tablette: 35%). Aber wir können unseren Enkeln/Nachfahren immerhin sagen "Sorry, wir haben alles sinnlos verbrannt, aber wir hatten wenigstens Spaß dabei"... "und den wünschen wir euch auch, und zwar bei der Beseitigung unseres Mülls"...

Muss alles im Leben Sinn machen? Eigentlich ja, denn wenn es keinen Sinn macht, welchen Sinn hat es dann es zu tun? :ugly:

Wie gesagt, welchen Sinn macht das, vor dem Hintergrund dieses Forums? Wieviel Ressourcen werden für so etwas sinnloses wie Spiele-PCs verbraucht?

So what? Man lebt nur einmal. Ja, ich stehe zu „nach mir die Sinnflut“. Als Atheist gehe ich davon aus, dass ich nur ein Leben habe und dieses Leben soll so gut wie nur möglich sein.

Es muss Sinn haben. Ist denn die deutsche Sprache so schwer? :what:
Zwiebelfisch: Stop making sense! - SPIEGEL ONLINE


Duden | Sinn | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Synonyme, Herkunft

etwas macht keinen/wenig Sinn (umgangssprachlich; hat keinen/wenig Sinn; nach englisch it doesn't make [any] sense)
 
Aber zu Deiner Frage, neue Konzepte zur Lösung bestimmter Problemfelder sollten nicht design- und spaßgetrieben sein, sondern Ressourcen schonend und abgasreduzierend.

- Offtopic-
etwas macht keinen/wenig Sinn (umgangssprachlich; hat keinen/wenig Sinn; nach englisch it doesn't make [any] sense)
Ja, umgangssprachlich wird es genutzt, leider ziemlich inflationär.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sowas regelt der Gesetzgeber. Hat sich irgendwer über die Milliarden geäußert, die in den Bau von Tiefgaragen investiert wurden? Es ist ein Beschluss in Bauämtern von Großstätten, dass Häuser ab einer bestimmten Größe zwingend Tiefgaragen bekommen müssen. Das kostet um die 10.000,-€ pro Stellplatz, je nach Größe, und das wird einfach so hingenommen, als wäre es ein Naturgesetz. Aber wehe, es gibt mal sinnvolle langfristige Lösungen wie Stromanschlüsse, schon kommen die Gartenzwerge in jeder Hausgemeinschaft hervorgekrochen und wettern gegen "linksgrünversifftes". Du hast Recht, in bestimmten Bereichen sollte man nicht mit Vernunft rechnen.

So ganz wie ein Naturgesetz hingenommen wurde das auch nicht ;)
Aber bei Neubauten sind Vorschriften noch vergleichsweise einfach, das stimmt. Neben Tiefgaragen gibts da afaik mittlerweile auch harte Regeln zur Isolierung, die Brandschutzanforderungen steigen ohnehin ständig, behindertengerechtes bauen stößt auch auf immer mehr Interesse, etc.
Aber all diese Regeln haben eine Gemeinsamkeit: Bestandschutz. Und während der Umbau eines Häuserblocks mit Tiefgarage für alle Einwohner wenigsens noch die Umgebung entlastet, weil die Parkplätze an der Straße ja weiterhin existieren, sind Lademöglichkeiten bislang gar keine vorhanden und müssen für alle geschaffen werden. Und das für konsequente Elektromobilität deutlich schneller, als Tiefgaragen. (Kann gerade nicht nachvollziehen, seit wann die Vorschriften so streng sind, dass letztere zur Regel bei Neubauten geworden sind - aber laut Wiki begann alles 1939 mit der Reichsgaragenordnung und hat ganz offensichtlich knappe 90 Jahre später noch nicht annähernd ein ausreichendes Niveau erreicht.)

Wie oft warst Du in Werken, hast Fertigungen analysiert und optimiert? Danke....

0 mal. Aber ich lerne gerne dazu und als ich das letzte Mal (auch nur indirekten) Einblick in Lieferketten für Automobilhersteller hatte, wurden Innenausstattung und Antriebsstrang eben nicht als Paket geliefert. Sondern aus anderen Quellen in komplett andere Teile des Werkes. Da überrascht es dann doch, dass in Zeiten der volldigitalen Planung und virtueller Lager eine logistische Verknüpfung zwischen Teilen unvermeidbar ist, die physisch zum ersten Mal in der Schrottpresse Kontakt miteinander aufnehmen werden.


@iU
Ja aber auch nur bei Neubauten und Tiefgaragen verbessern das Stadtbild. Solarzellen sind nicht unbedingt hübsch.

Darüber lässt sich streiten. Vollflächig Solar unterscheidet sich, außer bei sehr flachem Sonnenstand, kaum von vollflächig dunklen Ziegeln und ich persönlich finde z.B. das beliebte helle Tonrot zum kotzen. Außerhalb von Dörfern stellt sich die Frage aber kaum, weil bei sehr geringer Siedlungsdichte niemand ein fremdes Dach vor in unmittelbarer Nähe hat (und das eigene sieht man von drinnen ja nicht) und bei städtischer Siedlungsdichte die Häuser normalerweise so hoch sind, dass 90% der Leute sie bei Giebeldächern eh nicht sehen können und bei den seit langem sehr beliebten Flachdächern ohnehin 100%. Bleiben also allenfalls noch Vordächer und Anbauten/Parkplatzüberdachungen, wo Solarzellen ästhetisch meist mit Teerpappe, verzinktem Wellblech und vergilbtem Plexiglas konkurrieren.



@Topic:
Nette Frage-Antwort-Runde heute bei Golem zum E-Golf:
Leserfragen beantwortet: Fahrt der E-Golf auch bei Gewitter? - Golem.de

"15,3 Kilowattstunden pro 100 Kilometer bei einer ... Durchschnittsgeschwindigkeit [von] 23 Kilometer pro Stunde."
"Der E-Golf ist mit 100 Kilowatt nicht übermotorisiert. Eine solche Leistung ist sicherlich erforderlich, um ein Fahrzeug mit einem Leergewicht von mehr als 1,6 Tonnen angemessen beschleunigen zu können. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h auf der Autobahn brauchte der E-Golf knapp die Hälfte der Maximalleistung, um die Geschwindigkeit zu halten. Bei 90 km/h nur zehn Prozent."

=> Im sparsamen Reiseverkehr mit 120-130 km/h vermutlich rund 25-30 kW/h = 20-25 kWh/100 km. (=200 g CO2, solange man nicht bei Sturm unterm Windrad parkt und überschüssige EE-Energie tanken kann :P). Das muss noch deutlich besser werden, nicht nur für die Reichweite, sondern auch wegen der Belastungen beim Laden. Mit den jetzt geplanten 300 W Ladern (die schon eine Wasserkühlung brauchen) würde es über eine halbe Stunde dauern um die Reichweite einzufüllen (würde sie überhaupt passen, was natürlich nicht annähernd der Fall ist), für die ein Benziner 5 Minuten inklusive Bezahlen mit Bargeld benötigt - und das gilt auch nur, wenn das lokale Stromnetz mitmacht, was einiges an Ausbau erfordert.
 
Ich hab mal das völlig unnötige "Offtopic" entfernt.
Wie gesagt, welchen Sinn macht das, vor dem Hintergrund dieses Forums? Wieviel Ressourcen werden für so etwas sinnloses wie Spiele-PCs verbraucht?
Damit es zumindest etwas Sinn ergibt, sollte dein Beispiel lauten: Welchen Sinn macht es mit einem hochgezüchteten Gaming-PC niemals zu spielen, und nur Word-Dokumente zu bearbeiten.
So what? Man lebt nur einmal. Ja, ich stehe zu „nach mir die Sinnflut“. Als Atheist gehe ich davon aus, dass ich nur ein Leben habe und dieses Leben soll so gut wie nur möglich sein.
Hauptsache dir ist damit klar, dass du nicht nur auf alle anderen Menschen/Lebewesen/eben die komplette Umwelt sch**ßt, sondern auch auf deine Familie inkl. alle deine Nachkommen. Per Definition nennt man sowas auch unsozial. Und genau diese "Freiheit" (bzw. eigentlich ja Frechheit) ist es, die man meiner Meinung nach verbieten sollte.

Übrigens heißt es Sintflut, und nicht Sinnflut.
 
Damit es zumindest etwas Sinn ergibt, sollte dein Beispiel lauten: Welchen Sinn macht es mit einem hochgezüchteten Gaming-PC niemals zu spielen, und nur Word-Dokumente zu bearbeiten.

Ressourcen (insbesondere knappe oder nur schwer schürfbare) für Gaming-PCs zu nutzen, wäre nach deiner Definition auch sinnlos. Alleine der Strom, der im Spielebetrieb verbraucht wird, könnte soviel sinnvoller eingesetzt werden.

Hauptsache dir ist damit klar, dass du nicht nur auf alle anderen Menschen/Lebewesen/eben die komplette Umwelt sch**ßt, sondern auch auf deine Familie inkl. alle deine Nachkommen. Per Definition nennt man sowas auch unsozial. Und genau diese "Freiheit" (bzw. eigentlich ja Frechheit) ist es, die man meiner Meinung nach verbieten sollte.

Unser Lebensstandard basiert auf Unterdrückung, Ausbeutung, Umweltverschmutzung und Verschwendung.

Wir sind de facto alle unsozial. Daran wird auch das E-Auto nichts ändern (man muss sich ja nur mal angucken, woher der Strom fürs E-Auto kommt, bzw. wie „umweltfreundlich“ die Herstellung eines solchen Wagens ist).

Das ist doch letzten Endes nichts anders als moralischer Ablasshandel. Es geht darum, dass man sich nicht schlecht fühlen muss. Dass das E-Auto nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und sich nichts ändern wird, ist dabei wohl nebensächlich.

Das ist mir alles zu heuchlerisch. Da bin ich lieber ehrlich unsozial.

Übrigens heißt es Sintflut, und nicht Sinnflut.

Merci, da habe ich im Eifer des Gefechts zu schnell getippt.
 
Thema Fahrzeugfertigung
0 mal. Aber ich lerne gerne dazu und als ich das letzte Mal (auch nur indirekten) Einblick in Lieferketten für Automobilhersteller hatte, wurden Innenausstattung und Antriebsstrang eben nicht als Paket geliefert.
Ich behaupte mal, niemand versteht heute noch die Fahrzeuglogistik in Gänze. Es sind funktionierende Systeme, die so komplex sind, dass sie kaum zu simulieren sind. Es beginnt schon damit, dass, nehme ich mal das Beispiel VW, die Autohersteller keine stimmigen Stücklisten zu ihren Fahrzeugen haben, weil sie gar nicht wissen, was Zulieferer im Einzelben verbauen und so bedeutende Fragen wie das Gewicht eines Bauteil sehr oft unstimmt ist. Es gibt CAD Gewichte, Gewichte der Erstmusterbauteil und Gewichte der Serienbauteile, die merkwürdigerweise schnell mal um 10% differieren. Dann gibt es Klimamodule mit Wärmeabstallfolie ud ohne, trotz gleicher Teilenummer, etc. Das nur als Beispiel und die Unschärfe im Wissen. Die Komplexität aus tausenden con Bauteilen ein Auto herzustellen ist riesig. Ich kenne beide Seiten, den OEM und die Zulieferer aus vielen Projekten sehr genau, und es geht nicht anders, weil in Werken, um die Fertigung aufrecht zu erhalten, immer wieder Kompromisse gemacht werden müssen uns abweichend produziert wird. Und wenn dann jeder Zulieferer jedes Modul individuell anpassen sollte, bricht die Fertigung zusammen.

Es gibt nicht ein Band, es gibt so etwas wie eine Fischgräte, einen Hauptweg, das ist in der Regel die Rohkarosserie, aus der langsam durch Nebenfertigungen ein Fahrzeug wird. Module wie der Antrieb, Instrumententafeln, Sitze, Kabelbaum etc. werden zum Teil räumlich an anderer Stelle montiert und beigesteuert. Das heißt, in ein Fahrzeug kommen Bauteile aus ca. zwanzig unterschiedlichen Subfertigungen. Wenn man wirklich völlig individualisierte Fahrzeuge haben wollte, müsste jede Bestellung in jeder Sublieferkette eindeutig zuordbar sein. Es wäre dann nicht ein Sitz mit einer Teilenummer xyz, sondern der Sitz mit angepasstem Stoff, Sitzheizung aber ohne Höhenverstellung für Dich, und der soll dann mit 20 anderen Modulen zeitgleich am Band sein. Das klappt nicht. Darum schnürt man Ausstattungspakete, um die Viefalt massiv zu begrenzen. Damit sind kleine Puffer möglich, und die werden dringend benötigt.

Dazu muss man weiter wissen, an welchen Stationen was eingebaut wird. Das ist zum Teil sehr verwunderlich, aber im Prinzip ist die Reihenfolge ziemlich egal. Bestimmte Pakete werden zu bestimmten Montagestationen gebracht. Ich wollte damals, als ich noch Konzeptentwicklungen machte, einfachste Dinge ändern, z.B. das Instrumententafeln nicht mehr durch die Tür eingeschoben werden, sondern durch die immer größer werdenden Scheibenöffnung. Der Vorschlag kam einer Revolution gleich, das geht nicht so einfach, weil die Hallen völlig unterschiedlich aufgebaut sein müssen. Ob der Manipulator seitlich steht oder über dem Fahrzeug angebracht ist nicht überall umsetzbar. Nur weil es in Wolfsburg ging, muss es nicht in Bratislava, Ingolstadt oder Pamplona funktionieren und schon kamen rote Karte während der Entwicklung. Nur weil man die Fügefolge ändern wollte.

Und wenn ich den Kampf sehe, den wir damals hatten und dann vergleiche, wie ein sinnvolles Elektrofahrzeug aufgebaut seien sollte und das mit der Montage von Verbrennern vergleiche, dann sind das zwei völlig unterschiedliche Produkte. Darum befürchte ich auch, dass Hersteller wie VW neue Werke bauen müssen, weil die alten nicht tauglich sind. Darum haben es neue Hersteller einfacher, weil es keine störenden Randbedigungen gibt.

Und das war jetzt der Bogen zurück zum Thema, warum so viele neue kleine unbelastete Firmen, wie der Postlaster, aus dem Boden schießen und die Lücken füllen, die Großserienhersteller in ihrer Unflexibilität nicht bedienen können. Darum sehe ich Firmen wie Google, Apple, Samsung Nvidia am Start, die sich unbedarft auf die Entwicklung stürzen und die Themen Elektromobilität und autonomes Fahren sind eng verzahnt.
 
So what? Man lebt nur einmal. Ja, ich stehe zu „nach mir die Sinnflut“. Als Atheist gehe ich davon aus, dass ich nur ein Leben habe und dieses Leben soll so gut wie nur möglich sein.

Diese Einstellung kann Dir keiner nehmen und sie ist gesetzlich toleriert. Aber wegen Menschen mit Deinen Charakterzügen müssen Gesetze immer strenger werden. Auf Vernunft zu hoffen, funktioniert bei Egoisten nicht, es müssen also Gesetze folgen. Du bist mit Deiner Meinung ja nicht alleine und ganz im Gegenteil verlachen und verspotten Mitglieder Deiner Gruppe auch noch die "linksgrünversifften" Menschen, die auf Nachhaltigkeit achten. Es ist schon klar, AfD wählen und Umweltbewußtsein zu haben schließt sich aus, wenn man deren Programm gelesen hat. Da genug Menschen ihren Nachkommen keine verheerte Welt übergeben wollen, wird der Kampf gegen hemmungslose Egoisten immer härter werden. Und womit? Mit Recht!

Die Elektrofahrzeuge sind ein bedeutender Schritt, um den Ausbau der EE weiterzutreiben. Es harmioniert sehr gut zusammen, weil eine Auto nicht genau jetzt, sondern irgendwann in der Woche geladen werden kann, zumindest für jene Menschen, die es im Kurzstreckenpendeln einsetzen. Kilometermäßig ist das eine Menge.
 
Weniger Fleisch essen würde schon was bringen.

Na zumindest in der Hinsicht bin ich bereits vorbildlich :D

Diese Einstellung kann Dir keiner nehmen und sie ist gesetzlich toleriert. Aber wegen Menschen mit Deinen Charakterzügen müssen Gesetze immer strenger werden. Auf Vernunft zu hoffen, funktioniert bei Egoisten nicht, es müssen also Gesetze folgen. Du bist mit Deiner Meinung ja nicht alleine und ganz im Gegenteil verlachen und verspotten Mitglieder Deiner Gruppe auch noch die "linksgrünversifften" Menschen, die auf Nachhaltigkeit achten.

Welche Gruppe soll das sein?

Und gegen Leute die auf Nachhaltigkeit achten, habe ich keine Probleme, aber mit Dogmatikern und Moralisten, die für sich beanspruchen, die Wahrheit gepachtet zu haben.

Das wird wohl auch der Hauptgrund sein, warum dich die Beiträge stören. Getroffene Hunde bellen und so.

Es ist schon klar, AfD wählen und Umweltbewußtsein zu haben schließt sich aus, wenn man deren Programm gelesen hat. Da genug Menschen ihren Nachkommen keine verheerte Welt übergeben wollen, wird der Kampf gegen hemmungslose Egoisten immer härter werden. Und womit? Mit Recht!

Da ich die AfD nicht gewählt habe, geht der Kelch wohl an mir vorbei. Aber du kannst dir gerne einreden, dass die übrigen Parteien (die Grünen mit eingeschlossen) so viel besser sind.

Wie steht es um unseren Planeten? Wohl nicht so gut. Und wie lange ist die AfD schon in Regierungsverantwortung? Achja, genau gar nicht. Es sind also die übrigen Parteien (einschließlich der Grünen) die die Miesere bisher verantwortet haben.

Die Elektrofahrzeuge sind ein bedeutender Schritt, um den Ausbau der EE weiterzutreiben. Es harmioniert sehr gut zusammen, weil eine Auto nicht genau jetzt, sondern irgendwann in der Woche geladen werden kann, zumindest für jene Menschen, die es im Kurzstreckenpendeln einsetzen. Kilometermäßig ist das eine Menge.

Und woher kommt der Strom des E-Autos? Welche Ressourcen werden für die Herstellung alles verschwendet?

Aber rede dir ruhig ein, dass du mit dem E-Auto eine gute Tat tust. Beruhigt offensichtlich ja das Gewissen. Wie ich bereits sagte, moralischer Ablasshandel.
 
Und woher kommt der Strom des E-Autos? Welche Ressourcen werden für die Herstellung alles verschwendet?.
Das zu finden ist nicht schwer, oder? Ein Drittel ist EE, die Ressourcen dafür sind relativ gering und gerade der Stahl von Windkraftanlagen gut recyclebar.
Auch Batterien sind keine Wegwerfartikel, sondern zu modernen Autobatterien gibt es entsprechende Wiederverwertungsanlagen, Tesla macht es vor.

Die Ökobilanz der Elektrofahrzeuge hängt von der Stromerzeugung ab. Da wir den Kohlestrom mttelfristig massiv reduzieren, passt es.
Okobilanz von Lithium-Ionen-Batterien: Elektromobilitat | GreenGear.de

Den Unterschied zwischen Dogmatisch und gut informiert solltest Du lernen zu verstehen. Wenn ich in den Raum in den Raum stelle, dass Elektrofahrzeuge
in Deutschland eine bessere Ökolilanz als äquivalente Fahrzeuge mit Verbrennuzngsmotoren haben, dann ist das nicht Dogmatisch, sondern basiert auf
aussagekräftigen Untersuchungen.

strommix.png

Bild 1: Herstellungsarten der Stromgewinnung


Viel schlimmer ist, dass wir die natürlichen Stromquellen völlig ausgebeutet haben und darum fast ausschließlich auf künstlichen Strom angewiesen sind!
tumblr_ozrhyntb121v6ofjto1_1280.jpg

Bild 2: Ausbeutung natürlicher Ressourcen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zurück