ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Das kommt auf die Sichtweise an. Klar, primär ist der E-Antrieb der Nachfolger/die Ablösung für die aktuelle Verbrenner-Technik. Aber wie schon beim Diesel (aus finanziellen Gründen) findet mit dem E-Antrieb sekundär, zb. wegen des Themas Reichweite/Lademöglichkeit usw, auch eine gewisse Sensibilisierung bzgl. Verbrauch statt (und der Frage woher der Strom kommt usw). Laut Aussagen einiger Autohändler zb. kaufen aktuell sehr viele Kunden ein E-Auto, um den Überschuß (nach dem Eigenverbrauch) ihrer Solaranlage lieber in Reichweite (Auto-Akku) statt relativ schlecht bezahlt (Einspeisevergütung) ins Netz zu speisen. Und genau diese "Kette" von selbst produzierten zu einem möglichst hohen Anteil dann auch selbst verbrauchten Strom findet immer mehr Nachahmer. Und selbst wer keine PV-Anlage hat, kommt ja nicht umher beim Thema E-Auto auch über Dinge wie Verbrauch/Fahrzeuggröße, oder Kurzstrecken-Alternativen wie ÖPNV/Pedelecs usw. nachdenken zu müssen.
Für die 5%, die ein eigenes Haus und das Geld und die Ambitionen für eine Solaranlage haben, mag das eine Lösung sein. Aber eben gerade das "ins Grüne ziehen" ist ja hauptverantwortlich für das Pendler-Verkehrschaos in den Städten, weswegen es weder wünschenswert noch machbar ist, diesen Anreiz auf alle zu übertragen. Wer dagegen aus "anderen Gründen" (welche auch immer) über E-Autos nachdenkt und dann dazu gezwungen wird, sich über Reichweite gedanken zu machen, der denkt ganz schnell nicht mehr an E-Autos bzw. nimmt sie als prinzipiell unterlegen war. Bessere Aspekte für kleinere, leichtere Autos, die jeden ansprechen würden, wäre zum Beispiel der gesteigerte Fahrspaß und die höhere aktive Sicherheit. Interessiert aber auch nur wenige.
Diese Chance muß bzw. sollte man natürlich auch noch etwas ausbauen/fördern. Aktuell bekommt man einen Zuschuss vom Staat wenn man ein E-Auto kauft. Warum nicht auch beim Pedelec? Oder wenn man als Autobesitzer den ÖPNV nutzt?
Weil letzteres wohl die Krönung der Umverteilung von unten nach oben wäre und mittleres den Politikern (und scheinbar auch deren Wählern) am Arsch vorbeigeht, schließlich dient die Subventionierung der E-Autos ausschließlich der Förderung der Autokonzerne und die machen ihr Geld nicht mit Pedelecs

Es gibt aber durchaus Forderungen, alle Elektrofahrzeuge gleich zu fördern, auch die mit zwei Rädern und/oder den ÖPNV für Auto- und nicht Autobesitzer billiger bzw. umsonst zu machen. Forderungen, die von Union, FDP, der Mehrheit der Wähler und der Mehrheit der Autofahrer als hirnverbranntes Spinnertum abgelehnt werden. Man will eben Panzer fahren, nicht Bus.
((( Vielleicht hier und da eine 0 zu viel? Absicht?)))
Ah. fuq. Habe die Umrechnung auf 1 km verfehlt. 450 g/km für E-Autos sind aber auch noch ein gutes Stück mehr, als 190 g/km für vergleichbare Benziner.
Genau hier fängt das Problem doch schon an. Ein "normales" Auto mit 30kWh/100KM? Das ist die Model-S-Klasse, also obere Mittelklasse ab 2to mit Supersportwagen-Leistung/Ambitionen.
"Supersportwagenleistung" besteht nicht darin, dass einem bei 160 die Puste ausgeht und das gute Beschleunigungsvermögen ist kein Leistungsfaktor, sondern ein Abfallprodukt des Konzeptes "stärkerer Motor statt Getriebe". Bei normalen Autobahntempo unterscheidet sich ein S nicht mehr sonderlich von einem 5er, einem A6 oder einer E-Klasse - weder was die Performance zwischen 130 und 180 angeht noch die Transportkapazität (und komm jetzt nicht mit den Kleinkind-Folterplätzen im Kofferraum...). Und diese Autogröße ist, wenn auch nicht immer in dem Ausstattung/Preissegment (tut mir leid, dass Herr Musk kein Konkurrenzprodukt zum Dacia Duster anbietet), üblich auf unseren Straßen - bei E-Autos wie bei Verbrennern -, weswegen ich einen 8l/100 km Benziner herangezogen habe. Ich hätte auch einen E-Golf mit einem 6,5 l nicht-E-Golf vergleichen können. Aber ersterer darf mit Batterie-Anhänger ja gar nicht die gewünschten Geschwindigkeiten fahren

Das bzgl. Verkaufszahlen (ok, aktuell Vorbestellungen) deutlich erfolgreichere E-Auto ist das Modell 3
Verkaufte Model S & X erste Hälfte 2017: 47100 . Davon zugelassen in Deutschland 2017 insgesamt: 1474. Verkaufte Model 3 2017: 0 Zugelassen in Deutschland: 0
Wie misst du Erfolg? Vom 3 gibt es bislang nur teilmanuell gefertige Vorserienmodelle.
, mit ~20kWh/100KM (angegeben sind 15).
Und woher hast du diese Zahl zum Realverbrauch auf deutschen Straßen für ein Auto, dass außer einem kleinen Kreis von Tesla-Mitarbeitern/-Vorserientestern niemand fahren kann?
Damit sind es schon nur noch ~120g/km. Und die aktuell verfügbaren bzw. kurz vor der Einführung stehen Klein- bis Kleinstwagen kommen nur noch auf 10-15kWh/100KM. Du nimmst also für deine Rechnung ganz bewusst ein Auto, was schon eher am oberen Ende des Verbrauchs anzusiedeln ist.
Ich nehme ein Auto, dass zu den populärsten E-Autos in Deutschland gehört und als eines der am höchsten entwickelten gilt, weil das am besten das Kauf-/Fahrverhalten der hiesigen Kunden wiederspiegelt. Daraus resultiert umgekehrt halt eine brauchbare Datengrundlage zum Alltagsverbrauch, während bei anderen Modellen nur Herstellerangaben im Raume stehen, bei denen man für Verbrenner und E nur auf vergleichbare Schönfärberei hoffen kann. Besser wegkommen tut der E-Motor dabei übrigens mit nichten. Beispiel E-Smart: 13,1 kWh/100 km, also 118 g/km mit überschüssigem Kohle-Nachstrom. 71 PS Benziner (beschleunigt etwas schlechter - 14,4 statt 11,5s - fährt aber etwas schneller - 153 statt 130): 93 g/km
Zu beachten ist hierbei, dass der Benziner eine Reichweite von 680 km hat, während der E-Smart nur 160 km schafft (jeweils nominell und abzüglich Reserve). Eigentlich müsste man dem kleinen also noch den Kofferraum mit Akkus vollpacken und fürs Gepäck eine Dachbox oben drauf schnallen, ehe er auch nur in die Nähe des Nutzwertes des Verbrenners kommt.
Und wer sein Auto mit dem eigenen PV-Strom zu Hause lädt, wird dies sicher auch nur dann tun, wenn die Sonne scheint.
Das heißt er fährt nur am Wochenende E-Auto und unter der Woche Verbrenner, weil "tagsüber zu Hause laden" für Pendler nunmal unmöglich ist?
Und es lassen sich auch problemlos Anreize schaffen, dass die Fahrer ohne eigene PV dazu bewegt, ihr Auto tagsüber zu laden (am Arbeitsplatz, Parkhaus, Supermarkt usw). Und mit "nicht auf Verbrauch achten" hab ich doch ganz klar von "entsprechender Stromerzeugung (hoher EE-Anteil)" gesprochen, und nicht von "überschüssigem Nachtstrom".
Ja, davon sprichst du gerne. Wie du mehrere 100 Milliarden Euro für einen derartigen Kraftwerks-, Netz- und Ladeinfrastrutkurausbau herbeischaffst, davon redest du aber eher weniger

Es geht nicht um eine Vision, was technisch machbar wäre (vote for zwischenlademöglichkeiten an jeder ampel und stromschienen an fernstraßen), sondern es geht um einen gangbaren Weg vom Jetzt in die Zukunft. Und deine Vision beginnt nicht im Jetzt, sondern sie beginnt mit einem Stromnetz- und Erneuerbare Ausbau, der die Gesamtleistung des letzten halben Jahrhunderts übersteigt und mit einem Umdenken in der Individualmobilität, dass nicht nur die letzten 50 Jahre rückgängig, sondern noch einmal so weit in Gegenrichtung voranschreiten will. Das ist genauso utopisch wie die 60er Jahre Bilder von nukleargetriebenen, fliegenden, autonomen Autos für das Jahr 2000.
Gut, also bleiben wir bei AKWs und Kohlekraftwerken, denn Solar-/Wind- und Wasserkraftanlagen benötigen ebenfalls Infrastruktur, Speichermöglichkeiten, ebenso Unmengen an Ressourcen und Investitionen. Wie praktizieren also nur noch den Fortschritt, der nichts kostet und auch keinen Ressourcen/Rohstoffe brauch.
Sie benötigen sie nicht "ebenfalls". Sie benötigen sie als erstes, denn genau diese Investitionen sind Grundlage für deine Vision vom umweltfreundlichen E-Auto. Solange du keinen Plan hast, wie du AKWs und Kohlekraftwerke abschaltest, genauer solange die Umsetzung dieses Plans nicht abgeschlossen ist, sind deine Überlegungen für die Nutzung der von dieser inexistenten Infrastruktur nicht bereitgestellten Energie Luftschlösser. Und das einzige, was ich von dir bislang gehört habe, sind ein paar Einfamilienhausbesitzer mit Solarzellen auf dem Dach. Nur so zum Aufwachen: Der Solarausbau wurde von Union und FDP vor ein paar Jahren abgeschaltet, geschätzte 70% der Deutschen wohnen ohnehin nicht im eigenen Haus (60% wohnen ganz zur Miete, aber ich konnte keine Zahl der darüber hinausgehenden Eigentumswohnungen finden) und von den verbleibenden 30% hat vielleicht jeder zehnte Interesse an Solaranlagen und die passenden Voraussetzungen dafür. Du löst die Mobilitätsprobleme aber nicht mit einem Konzept für 3% der Gesellschaft.
Unser Mobilitätsproblem (bzw. dessen Lösung) ist auch nicht in irgendeinem Antrieb zu suchen, sondern liegt darin begründet wie (welche Konzepte) wir Mobilität einsetzen. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Aber die Umstellung auf E-Mobilität gibt uns zumindest die Möglichkeit, direkt in einem "Aufwasch" auch an unserer Mobilität etwas zu ändern.
In dem Punkt werden wir vermutlich nicht auf einen Nenner kommen. Du siehst eine sehr schwere Änderung als "Weckruf", gleich noch eine zweite sehr schwere Änderung umzusetzen. Ich sehe eine Änderung, die so schwer ist, dass jegliche Umsetzungsversuche bislang im Keim erstickten und eine zweite Änderung gleicher Änderung, die jetzt auch noch als zusätzliche Last mitgetraten werden soll. "Ich schaff das Klavier nicht allein in den dritten Stock" "Gib dir Mühe und nimm bei der Gelegenheit gleich noch die Schrankwand mit"

Eine Mobilität die Energie benötigt ist nie "umweltfreundlich", da die Energie ja irgendwie erzeugt werden muß. Und solange wir nicht zb. den aus Zurück in die Zukunft bekannten "Fusionsgenerator" haben, der aus jeglichem Abfall Energie erzeugt, und dabei vielleicht noch Sauerstoff als Abfallprodukt generiert, wird der "normale" E-Antrieb das sauberste Konzept sein, was uns zur Verfügung steht.
Das eben genau ist die Frage und kein Fakt. Wenn beschränkte Ressourcen zur Verfügung stehen, um neue Infrastruktur oder neue Verkehrskonzepte zu etablieren, stellt sich z.B. die Frage ob ein Kraftakt für 1 Millionen E-Autos, die dann neben bestehenden Verbrennern mit Kohlestrom fahren, wirklich sauberer ist als z.B. eine Umstellung auf Gas-Verbrenner und eine erhöhte eneuerbare Nutzung bei stationären Verbrauchern, die eine Abschaltung der Kohlekraftwerke erlaubt, zum gleichen "Preis" (Wobei das sowohl finanziell als auch politisches Potential, Überzeugungsarbeit/Aufmerksamkeit,... beinhaltet - alles in der Praxis endliche Ressourcen, die für einen niedrigeren Gesamtenergieverbauch investiert werden könnten, von dem Autos nur ein Aspekt und E-Autos eben kein glasklarer Aspekt sind)
Ich bin einer von denen, die super vorrauschauend fahren. Aber das kann ich auch mit einem E-Auto. Nur das dort die Rekuperation so intensiv eingestellt werden kann, dass selbst beim Rekuperieren schon die Bremslichter angehen müssen. Von "Späßchen" wie der elektrischer Bremse (die kommen wird) mal ganz abgesehen.
? Es ging um die Aussage "E-Auto-Bremsen brauchen weniger Wartung, weil sie kaum genutzt werden". Meine Reaktion darauf "Bremsen, die wenig genutzt werden, brauchen sogar etwas mehr Wartung". Dein "Widerspruch": "Mit einem E-Auto nutze ich die Bremse quasi gar nicht mehr" ???
Weglassen kann man konventionelle Reibungsbremsen nicht, denn die für Notbremsungen benötigte Verzögerung kann keine andere Technik erbringen, ohne mehrere Größenordnungen sperriger und schwerer zu werden. Und wenn diese Bremsen nicht regelmäßig genutzt werden, dann kann man sie jährlich wegen Korrosion austauschen.
Woher nimmst du diese Info? Soweit mir bekannt (bin mit einigen Werkstattinhabern befreundet) suchen heutzutage die meisten Fahrzeuge wegen mechanischer Probleme die Werkstätten auf. Und defekte Turbolader gibts relativ häufig, nur merkt man das nicht immer gleich wenn die Leistung nachlässt (erst wenns blau qualmt merkens die Leute).
Vertrags- oder freie Werkstatt? Letztere sind bei Elektronik dank der Herstellerpolitik nur bedingt in der Lage zu helfen und versorgen im Schnitt auch ältere Autos. Aus meinem Umfeld (Vertragswerkstatt) höre ich jedenfalls wenig positives über die Elektrik und meine privaten Erfahrungen bestätigen das, trotz relativ altem Baujahr mit wenig Gadgets, auf ganzer Linie. Sicherlich hat Mechanik trotzdem noch einen deutlichen Anteil, hier muss aber noch einmal nach Motor/Getriebe und Rest unterschieden werden. Der "Rest" bleibt beim E-Auto ja gleich bzw. wird durch das höhere Systemgewicht sogar stärker belastet. Bei mir betrafen z.B. alle größeren nicht-Elektrik-nicht-Korrosionsarbeiten das Fahrwerk.
Gibt ein Video im Netz wo man sieht was passiert wenn zb. bei einem Tesla D ein Motor ausfällt. Dann kommt eine Warnung im Display dass der Motor vorne oder hinten nicht mehr funktioniert, und man jetzt nur noch mit dem anderen Motor fährt. Das wars, nix Totalausfall. Zeig mal einen Verbrenner der noch fährt, wenn ein Motor ausgefallen ist.![]()
easy:
https://upload.wikimedia.org/wikipe.....JPG/800px-Citroën_2CV_Sahara_vue_avant..JPG
Die Frage ist: Will man Autos haben, bei denen ganze Motoren ausfallen?

- Die Fahrwerksauslegung geht Richtung Leichtlauf, es wird viel mehr auf parallel laufende Räder getrimmt: Stichwort Reibungsminimierung
- es gibt keine Schaltvorgänge und Drehmomentsprünge
"Fahrwerksauslegung Richtung Leichtlauf"? "parallel laufende Räder"? Da bitte ich um Erklärungen, was das a) sein soll und wieso es b) nur mit E-Autos möglich ist.
Wäre mir neu, das man bei Benzinern gezielt verkantete Räder für maximalen Schwerlauf anstrebt. Und dass Schaltvorgänge und Drehmomentänderungen stärkere Kräfte auf die Reifen wirken lassen, als Beschleunigen als solches oder Kurvenfahrten oder gar Bremsvorgänge, das wage ich auch mal sehr, sehr, sehr stark zu bezweifeln.
Ein nerviger Schleicher im Stadtverkehr reicht, wenn das alle machen würden, droht der Verkehrskollaps
Schleichen: An der Ampel ankommen, wenn sie wieder rot wird.
Vorrausschauend fahren: An der Ampel ankommen, wenn sie gerade grün wird. Und wenn in diesem Moment keiner aus "ey geil, 80 im ersten Gang innerorts" Fraktion vor einem die Spur zu parkt, kommt man mit letzterer Methode deutlich schnellerer voran.
Davon abgesehen bietet sich vorrausschauendes Fahren vor allem da an, wo man vorrausschauen kann. Z.B. auf Autobahnen.
ruyven, jetzt wird es unsachlich. Vergleiche die Lebensdauerschmierung der Motoren mit Mengen und Wechselintervallen von Motor-,Getriebe- und Differenzialöl. Das addiert sich über die Lebensdauer je nach Fahrzeug auf vierstellige Beträge, gerade bei Dieselfahrzeugen
Mit Diesel habe ich ehrlich gesagt keine Erfahrungen. Mein Benziner hatte auf den letzten 100.000 km glaube ich 3 Ölwechsel und zwischendurch vielleicht noch 2-3 l insgesamt nachgekippt. (Müsste ich ehrlich gesagt nachfragen. Dank Mechaniker in der Verwandtschaft habe ich für die Inspektionen nicht immer ein vollwertiges Protokoll, aber außerhalb der Routine-Wartung musste genau einmal 1 l nachgefüllt werden) Ist vermutlich mehr als bei einem E-Motor (der aber auch andere Anforderungen ans Öl hat, als ein Getriebe!), aber riesige Mengen sind das nun wirklich nicht.
Das Auswechseln ist das teure, nicht die Cent fürs Material. Dafür, dass Deiner Meinung nach alles so lange hält, wird es ziemlich oft gewechselt. Und wenn nach 200.000km mehrere dieser Komponenten ausfallen, ist es in der Regel der wirtschaftliche Totalschaden. Das E-Fahrzeug fährt mit reduzierter Reichweite des älter werdenden Akkus immer noch
Lamdasonde wechseln ist zumindest bei mir auch nicht teuer, die ist ja nahezu zwangsläufig leicht von unten her zugänglich. Und ich schreib nicht "±200.000", ich schreibe "200.000+". Normalerweise sollte auf den ersten 200.000 nichts davon wegen Verschleiß ausfallen und wenn es nach 300.000 mehr als eins ist, würde ich das als durchaus fragwürdig erachten. Ich habe ehrlich gesagt keinen Überblick über die Zahl der Turbofahrer in meinem Umfeld (1 Vertreter, 1 Audi-S6-Fan, 1 VW-Opfer), aber 0 Klagen darüber und die paar mehr Leute mit definitiv mindestens einem Getriebe und einer Kupplung kommen zusammen auf genau einen Kupplungsschaden. Allerdings bei einem Vertreter der Kategorie "ich brauch den Allrad in der Innenstadt. Damit die Räder nicht ständig durchdrehen." Da dreht stattdessen halt irgendwann die Kupplung durch... (ist übrigens zugleich die einzige Person mit Motorschaden, die ich kenne. Das war aber bewährte VAG-Benziner-Qualität
)Du argumentierst polemisch. Kühler gehen durch Steinschlag kaputt, das ist keine Materialfrage,
Wenn ein Kühler an einer Kontaktstelle von Aluminium und Stahl an einer vollständig durch den Stoßfänger geschützten Stelle durchgegammelt ist, dann ist da garantiert kein Stein verwantwortlich, sondern konsequente Ignoranz gegenüber galvanischer Korrosion. Auch bekannt als "nimm 0,1 mm mehr, dann hält es länger als jeder Erstkunde damit fährt".
Abgasanlagen aus Edelstahl würden wieviel Kosten
In den generell höherpreisigen Bereichen, wo der Nachrüsthandel die Option bietet, sehe ich z.T. nur 10-20% Unterschied. Aber selbst wenn es das doppelte kosten würde, wäre es gesamt betrachtet immer noch eine sinnvollere Investition als 2-3 mal den Normalpreis nebst Werkstattaufenthalt im Laufe eines Autolebens zu zahlen. (Nur würde dann halt alles beim Kauf fällig werden und bei Kauf geht es den meisten eben nicht um die TCO, sondern um den Preis.)
und der Zahnriemenaustausch kosten je nach Modell und Wechelhäufigkeit zwischen 250,- und 2000,-€ Pro 100.000km. Und nein, deutsche Fahrzeuge verwenden kein "billiges" Material, sondern an die Belastung angepasstest. Ansonsten wären Fahrzeuge nicht bezahlbar.
250 Euro nach >>fünf Jahren wären meine <<50 Euro/Jahr, aber im Rahmen einer großen Inspektion sollte das auch günstiger sein. Selbst bei 150-Euro-die-Stunde Vertragswerkstätten, deren Preiskalkulation wenig mit dem technischen Aufwand und zunehmend mehr mit den Kosten für Elektronik und Software (s.o....) zu tun haben. Spontan habe ich als höchste Pauschalangaben für einen reinen Zahnriemenwechseln einzeln gut 500 Euro gefunden, allerdings bei einem Modell mit 200000er Wechselintervall. Wo bitte schön kostet ein Zahnriemenwechsel dagegen 2000 Euro???? Dafür krieg ich ja beinahe den ganzen Motor getauscht (okay - neuer Motor mit altem Riemen nützt natürlich auch nichts
). Es gibt genug Autos, bei denen wäre das zum Zeitpunkt des ersten Pflichtwechsels ein wirtschaftlicher Totalschaden.Alleine Netzkosten und EEG Umlage sind erheblich teurer.
Nicht für Großabnehmer und erst recht nicht, wenn die ihren Bedarf als Regelgröße bereitstellen. Und genau diesem Verbrauchsmuster würde ein intelligentes Ladenetzwerk ja entsprechen.
Wer nutzt bezahlt. Steht sie einmal, kostet es sehr wenig, die Infrastruktur instaltzuhalten
- Es sollten mittelfristig alle Firmenparkplätze ausgerüstet werde, zahlen die Firmen
Wissen die Firmen davon schon? Man wäre ja oft genug froh, wenn die einsehen würden, dass sie Mitarbeiter bezahlen müssen

- Geschäfte sollten Ladesäulen für ihre Kunden zur Verfügung stellen, läuft über Mietkosten
"läuft über die Mietkosten" ist genauso eine "Lösung" wie "Strom kommt aus der Steckdose". Von was soll die höhere Miete denn bezahlt werden? (und sag jetzt nicht "mehr Kunden". Die entstehen nicht durch Lademöglichkeiten und eine Umverteilung der feststehenden Kundenzahl bringt nicht bei jedem Laden die höheren Einnahmen, die benötigt werden würden)
- Privataushalten sollten Garagen mit Drehstrom versorgen, ist ein Mehrwert
Für viele ist es das erstmal nicht und die, die es als Mehrwert erachten, müssen trotzdem erst einmal Mehrgeld dafür aufbringen können.
- jede neu gebaute Tiefgarage ,uss mit ausreichender Drehstromanbindung
Again: "sollte" ist nicht "findet statt und ist finanziert"
Wir haben aktuell knapp 15.000 Tankstellen inm Deutschland, die meisten sind über eine Million Euro wert.
Wer hat die bezahlt?
Die wurden über 4-5 Generationen hinweg finanziert. Und es sind trotzdem (deiner Aussage nach) nur 15000. Das bräuchte es an Lademöglichkeiten pro Stadtteil, nicht pro Nation.
Und die Tanks müssen ca. alle zwanzig Jahre erneuert werden.
Meine Eltern wohnen deutlich länger gegenüber eine Tankstelle, da musste noch nie etwas erneuert werden. Wieso auch? Solange der Korrosionsschutz hält, gibt es an Tanks keine Alterungserscheinungen. Im Vergleich dazu werden die lokalen Zwischenspeicher an Schnellladestationen kurzlebig sein.
@adi
Nun die Kabel müssen nur dicker werden, wenn der Strom steigt, also könnte man mit höherer Spannung arbeiten, dass man erst später runtertransformiert.
Oder sehe ich das falsch?
Höhere Spannungen brauchen bessere Isolierung und damit komplett neue statt nur zusätzlicher Kabel. Zusätzlich braucht man auch neue und entsprechend mehr große Transformatoren, bauliche Einrichtungen für deren Unterbingung und Wartung, überhaupt erst einmal Personal dass damit umgehen kann, etc.. Deutlich höhere Spannungen sind schon bei Ferntrassen ein sorgfältig zu kalkulierendes Thema, in der Nahverteilung wird sich das nicht rechnen.
Wartet doch erst mal ab.. E-Autos haben gerade erst angefangen sich zu entwickeln, bei Verbrennern ist die Fahnenstange seit 15 Jahren erreicht, da kommt nichts grosses mehr in Sachen Effizienz etc.
Bei E-Motoren kommt seit 150 Jahren nichts mehr in Sachen Effizienz. Was will man bei 5-10% Ineffizienz auch noch einsparen? Das einzige Entwicklungspotential, dass E-Autos haben, sind Akkutechnologien. Und gehen große Durchbrüche nur mit komplett neuer Chemie - im letzten Vierteljahrhundert gab es genau einen und das obwohl diverse Mobilanwendungen enorme Forschungssummen selbst in kleinste Verbesserungen pumpen. Aber es gibt eben sowas wie Naturgesetze.
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