Entwickler auf der Quo Vadis: Das Ende der grafischen Weiterentwicklung ist nah

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Teammitglied
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Entwickler auf der Quo Vadis: Das Ende der grafischen Weiterentwicklung ist nah

Eine grundlegende treibende Kraft beim Verkauf von Computerspielen war die immer besser werdende Grafik. Doch das ist vorbei, sagt Don Daglow. Er fordert auf der Quo Vadis neue Geschäftsideen.

Bitte beachten Sie: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert. Allgemeine Fragen und Kritik zu Online-Artikeln von PC Games Hardware sind im Feedback-Thread zu veröffentlichen und nicht im Kommentarthread zu einer News. Dort werden sie ohne Nachfragen entfernt.

lastpost-right.png
Zurück zum Artikel: Entwickler auf der Quo Vadis: Das Ende der grafischen Weiterentwicklung ist nah
 
Ich hätte da eine ganz verrückte Idee: einfach mal neue Spielmechaniken ausdenken, anstatt das Selbe immer und immer wieder mit frischer Grafik und anderem Setting aufzukochen. Oder HD-Remakes herauszubringen. Echte Innovationen abseits der Grafik sind in der Regel nur noch bei Indie-Games zu finden.
 
...der typ labbert nen scheiss. mehr muss dazu nicht gesagt werden.

Nicht wirklich, es kommt im deutsche nur mal wieder falsch rüber. Er redet von großen grafischen Sprüngen und das ist in der Tat so. Spätestens seit 2010 - 2011 rum sehen Spiele nicht mehr wesentlich besser aus.
Das Maß in dem die grafische Verbesserung zunimmt wird immer kleiner und es wird schwieriger selbige noch direkt wahr zu nehmen.
Schaut man sich hingegen Spiele aus dem Zeitraum 1997 bis 2004 an kann man noch ganz direkt, mit bloßen Auge, große grafische Sprünge entdecken, faktisch im Jahrestakt.
Heute hingegen braucht man schon oft Vergleichsbilder um noch merkliche Unterschiede zu erkennen.

Folglich stimmt seine Aussage das die Zeit immer besserer Grafik vorbei ist, auch nicht zuletzt weil der Aufwand für das letzte Quentchen bessere Grafik im Vergleich zum erzielten Ergbnis immer größer wird.

Folglich braucht man künftig andere Zugpferde als die Grafik mit denen man in Spielen werben kann.
Allerdings bezweifle ich das dies über besseren Inhalt und Spielmechaniken der Fall sein wird. Ehr wird sich das in Richtungen entwickeln wie bei Order1866. Glaubwürdigere Charaktere, die Darstellung von Gefühlen und Animationen werden wohl die nässten Jahre Zugpferde der Spieleindustrie werden, weil selbiges etwas ist das im Verhältnis zur Grafik am wenigsten weiter entwickelt wurde und noch am wenigsten glaubhaft wirkt.
Schaut man sich die Spiele der letzten Jahre an ist die Interaktion zwischen Charakteren, deren Gestik und Mimik, die Darstellung der Gefühle das was noch am künstlichsten und unausgereiftesten rüber kommt.

Mit besserem Gameplay und Story kann man nicht verlässlich werben, das sind recht "subjektive" Empfindungen von Spielern, wie bei besserer Grafik kann man bessere Gestik, Mimik, usw. aber verlässlich wahrnehmen und darauf kommt es den Publishern an, das man etwas bewerben kann das verlässlich wahrnehmbar ist. ;)
 
Ich bin derselben Meinung. Recht viel besser wird die Grafik nicht mehr werden. Schaut aus dem Fenster. Besser als das geht nicht.
 
...der typ labbert nen scheiss. mehr muss dazu nicht gesagt werden.

Stimme zu.
So lange die Grafik immer noch nicht echt, sondern bunt / wie eine Computeranimation aussieht, kann da noch viel erreicht werden.
Ich kann echte Aufnahmen von Aufnahmen aus Spielen jedenfalls immer noch problemlos auf den ersten Blick unterscheiden.
Bei manchen Fotos, z.B. aus Project Cars wird das aber schon schwieriger. Bei bewegten Bildern jedoch nicht.
 
Das sich Grafik verbessern kann und wird, steht außer Frage.
Das eigentliche Problem ist, dass momentan 1% bessere/realistischere Grafik eben nicht 1% Leistung kostet, sondern gefühlt 50%.
 
Das mit der Leistung empfinde ich auch so.
Nun geht es halt darum, dass alles möglichst scharf (Auflösung, Texturen) aussieht, dabei aber trotzdem keine zackigen Kanten auftreten, die womöglich auch noch unrealistisch flimmern.
Ersteres wird durch viel schnellen Grafikspeicher erkauft, letzteres durch leistungs- und speicherfressende Gegenmaßnahmen wie Downsamlpling und AA.
 
Das Phänomen des abnehmenden Grenzertrages.

Ja.

Dann kommen noch weitere Probleme, die einen wahren Technologiesprung erfordern.
Mal angenommen man schafft es ein realistischen Raum (inkl Möbel) darzustellen, und ich meine "real" also nicht von einem Foto zu unterscheiden.
Dann versuch mal ein für den menschlichen Verstand annehmbaren NPC (Mensch) darin zu platzieren.
Sobald der sich bewegt(interagiert) oder dich ansieht, versucht dein Gehirn Fehler zu erkennen. Das gehirn ist seit jahrtausenden darauf geeicht andere Menschen zu finden, und zu bewerten --> echt/unecht.
Und schon bekommt man ein tolles uncanny valley, und die Illusion verpufft.
 
Ja, viel wesentliches wird uns da wohl nicht mehr begegnen, was uns in Richtung einer Grafik bringt, die von der Realität nicht unterschieden werden kann. Tja ja, das war's dann... oh, Moment: Echtzeit-Raytraycing! :hail: Leider müssen wir uns da mal wieder gedulden, bis die Hardware dass endlich stemmen kann - also nicht nur Echtzeit, sondern auch noch gut. Leider muss dann vorher erstmal die aktuelle Konsolengeneration sterben, eher wird das sowieso nichts (weil ja keiner was Produziert, was nicht auch auf den Konsolen läuft) - aber ich denke erst bei der übernächsten Generation der Konsolen können wir uns endlich auf wirklichkeitsgetreue Grafik freuen. Natürlich vorausgesetzt, die Technik entwickelt sich weiter wie gehabt. Sagen wir mal 12 Jahre etwa? Ich freu mich drauf.:daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann versuch mal ein für den menschlichen Verstand annehmbaren NPC (Mensch) darin zu platzieren.
Sobald der sich bewegt(interagiert) oder dich ansieht, versucht dein Gehirn Fehler zu erkennen. Das gehirn ist seit jahrtausenden darauf geeicht andere Menschen zu finden, und zu bewerten --> echt/unecht.
Und schon bekommt man ein tolles uncanny valley, und die Illusion verpufft.

Das wird, wie ich ja schrieb, auch der Grund sein warum künftig anstelle von Grafik als Zugpferd des Marketings die der realistischen Menschen treten wird. Das ist ein Bereich bei dem man inzwischen mit erheblich weniger finanziellen Aufwand weit mehr ersichtlichen Fortschritt erzielen kann als noch bei der Grafik. ;)
 
Der Mann hat schon recht,die einzelnen Detailunterschiede sind nur noch sehr geringfügig,oftmals auf Screenshots zu erkennen und in der Bewegung/Action dann nicht mehr bzw kaum noch.
Wie bereits richtig gesagt wurde,jedes weitere kleine Detail kostet wesentlich mehr Leistung - ist nun mal so.
Und doch finde ich das gut,weil ich hoffe,dass die Entwickler bald nicht einfach nur noch mit Grafik/Technik bewerben können,sondern wieder mehr auf Inhalte setzen.
Ob es dann auch genauso kommt,ist natürlich eine andere Frage.
 
Und auch wenn ich mich unbeliebt mache, einen wirklichen Sprung erhoffe ich mir von den Konsolen. (PS5/6? etc)
Warum?
Die PC-Industrie hängt zwanghaft an ihrem modularen x86 IBM Plattformen, und da wird sich die nächsten 10 Jahre nix dran ändern. (Lasse mich von der Industrie gerne eines besseren belehren)
Ein Konsolenhersteller hat die chance, da das Gerät nur zum spielen genutzt wird, auf komplett andere Architektur-Züge aufzuspringen.
 
Ein Konsolenhersteller hat die chance, da das Gerät nur zum spielen genutzt wird, auf komplett andere Architektur-Züge aufzuspringen.

Das würde aber auch das Portieren wieder erschweren (und mehr Kosten hervorrufen).
Und wenn dann auch noch jeder Konsolenhersteller sein eigenes Süppchen kocht,hat man überhaupt keine einheitliche Architektur mehr.
 
Es sind genügend Techniken in der Mache, die das ändern können. Von daher nur wieder heiße Luft... Mit DX12 lässt sich ja vllt. auch noch etwas mehr Detail rausholen. Aber an Sachen wie KI sollte man einen weiten Schritt nach vorne machen. Das aktuelle Stadium ist ja hinter dem eines F.E.A.R. . Durch Sachen wie Gameworks kommt auch mehr Leben in die Bude, das scheint ihn auch nicht zu interessieren. An der Physik insgesamt könnte man trotzdem arbeiten.
 
Das würde aber auch das Portieren wieder erschweren (und mehr Kosten hervorrufen).
Und wenn dann auch noch jeder Konsolenhersteller sein eigenes Süppchen kocht,hat man überhaupt keine einheitliche Architektur mehr.

Hatten wir alles schonmal, und wir haben trotz der Probleme immer noch 3 Konsolenhersteller.
Ist ja auch nur eine theorie meinerseits....
 
Hatten wir alles schonmal, und wir haben trotz der Probleme immer noch 3 Konsolenhersteller.
Ist ja auch nur eine theorie meinerseits....

War ja auch keine Kritik,nur eben mein Bedenken.
MS/Sony haben sich ja dieses mal ganz bewusst für eine einheitliche Architektur entschieden,und laut Gerüchten soll sogar Nintendo mit der nächsten Konsole nachziehen (ok sind nur Gerüchte,weiß man nie).

Für ausgeschlossen halte ich deine Theorie nicht,ich habe ja auch keine Glaskugel.
 
Ich kann eigentlich allen Postern hier zustimmen - dem Artikel aber nur bedingt. Klar, die "großen Dinger" werden in zukunft wahrscheinlich eher ausbleiben, aber es gibt noch an anderen Baustellen deutlich Optimierungspotential. Animationen beispielsweise. Hölzerne Animationen machen den ganzen schönen Eindruck der modernen Spielegrafik sofort zunichte. Ich spiele beispielsweise gerade Metal Gear Solid 4 auf der PS3 - und es ist erstaunlich, wie man sich mittlerweile an Dinge wie Lippensynchronisation in Spielen gewöhnt hat und wie fremdartig dadurch die Gespräche in MGS 4 wirken (da hochwertige Charakterdarstellung, aber keine Lippensynchro). Die Grafik ansich ist dabei gar nicht so das Problem.
Außerdem glaube ich kaum, dass es wirklich einen Stopp der Grafikqualität geben wird, schließlich herrscht ja auch Konkurrenzdruck. Mir persönlich wäre es aber ehrlich gesagt gar nicht so unrecht. Dafür wäre wieder mehr Zeit für andere Dinge vorhanden, beispielsweise das Gameplay. Ich hab gehört, das soll bei Spielen auch gar nicht so unwichtig sein. :schief:
gRU?; cAPS
 
Zurück