Schonmal daran gedacht, sich daheim ein schönes, beim Biobauern gekauftes Brot mit beim Biobauern gekauftem Käse/Wurst zu schmieren, in die gute alte Brotbox zu packen und mitzunehmen? Irgendeinen Weg gibts immer.
Das Ganze ist auch nur die Folge einer seltsamen Einstellung zum Essen.
Wir deutschen sind da ganz extrem. Auf der einen Seite kaufen wir dicke SUVs, die zu nichts taugen außer als Statussymbol, am besten noch als Zweisitzer und mit dem größten Motor für einen Arsch voll Geld (X6 M50d und Konsorten), auf der anderen Seite muss es beim essen immer billiger sein, aber trotzdem natürlich immer Fleisch. Das ja-Steaks tuts ja auch.

Und anstatt mal schön zum Italiener zu gehen, wo man richtig gut für wenig Geld essen kann, geht man zu Vapiano und bezahlt für schlechteres Essen 2-3 mehr. Und man geht zu McDoof und blecht da 8 für nen Burger, ne Portion Fritten und ne Cola, anstatt sich halb so oft für die 16 ein geiles Rumpsteak mit knusprigen Bratkartoffeln und frischem Salat und je nach Restaurant auch noch Bier oder Wein dazu zu gönnen. Scheißegal, obs schmeckt. Hauptsache billig bzw. schnell und mit möglichst wenig Anstrengung verbunden.
Ich kenne kein anderes Volk, das so wenig Geld und Aufwand in Dinge steckt, die das Leben wirklich bereichern (wie z.B. gutes Essen). Hauptsache, die anderen Denken, man ist ein toller Hecht.
Ich war natürlich noch nicht überall, aber in Italien, Frankreich, BeNeLux und sogar England hat Essen einen höheren Stellenwert. Aber auch da scheint es leider immer düsterer zu werden, sonst würde sich der Billigfraß garnicht lohnen...
Und Pestizide, Genmanipulation usw. sind nur die Folge aus dem Wahn, alles immer mehr und billiger haben zu wollen. Wenn einmal Fleisch die Woche nicht reicht, geht es auf Dauer eben nur so.
Je mehr man über diese Welt weiß, desto größer wird der Wunsch, einfach irgendwo als Eremit zu wohnen, sich selbst zu versorgen und auf diesen ganzen Dreck zu verzichten.