AW: Doku zum Thema Fracking (Öl- und Gasfördermethode/Tiefbohrungen)
Wenn man nicht gerade in der Großstadt lebt und dort auch arbeitet braucht man zwangsläufig ein Auto, du kannst ja nicht von jedem verlangen, dass er in die Stadt zieht

Von daher brauch eig. schon ein Großteil der Bevölkerung ein Auto.
Laut Wiki leben im Dunstkreis (Vororte sind ja beliebt in Deutschland) allein der 14 größten deutschen Städte über 50 Millionen Menschen. 31% der Bevölkerung leben sogar direkt in den 82 Großstädten (>100.000 Einwohner). Also nö: Wenn man deinen Satz umkehrt, braucht die Mehrheit der Deutschen eigentlich kein Auto.

Aber soweit will gar nicht gehen. Es gibt einige Sachen, die sind ohne einfach umständich - egal wo man wohnt. Die Frage wäre eher, wieviele Deutsche ihr Auto eigentlich nicht regelmäßig bräuchten, es aber trotzdem regelmäßig benutzen. (aber die Frage ist sicherlich einen anderen Thread wert)
Effizient vielleicht, aber auch die saubersten? Ich hab letztens einen Artikel gelesen, dass die 17 größten Schiffe der Welt die Umwelt mehr belasten, als alle Autos weltweit zusammen

Von daher gibt es da schon Verbesserungspotenzial wie ich finde
Das ist definitiv falsch. Gerade wenn man vom deutschen Durchschnitts-PKW hochrechnet (wer auch immer einen Vergleich mit allen Autos der Welt zieht soll mir doch mal den durchschnittlichen Schadstoffausstoß auf 100 km im Tschad nennen), findet man definitiv diverse Schadstoffe, bei denen die 17 größten Schiffe massiv weit drüber liegen. Z.B. Schwefel ist in PKW-Treibstoffen kaum enthalten, in Schweröl (das sonst irgendwie entsorgt werden müsste!) dagegen in relativ hoher Konzentration -> man muss nicht viel davon verbrennen, um ein vielfaches zu emitieren. Auch z.B. Rußpartikel sind ein Thema, weil keinerlei Filter vorhanden sind. Aber: Auf dem offenen Meer ist das auch kein Problem. Die Luft atmet kaum jemand und Wasser verklumpt die Partikel.
Die Liste lässt sich lange fortsetzen, aber was die in wirklich großer Menge bei Verbrennungen ausgestoßenen Substanzen angeht (allen voran natürlich CO2 - was zugegebenermaßen mehr die Menschheit denn die Umwelt belastet), stehen Schiffe verdammt gut dar, vor allem in Relation zur erbrachten Transportleistung.
Das soll der Staat auch nicht machen. Es ist Aufgabe des Unternehmes dafür zu sorgen dass die Chemikalien nach dem Fracking wieder entfernt werden.
Wenn sie dafür keine Lösung anbieten können gibt es eben kein Fracking.
Meine Rede!
Aber bei der Atomkraft ist der Staat auch schon auf die Schnauze gefallen.
Ich kann mich nicht daran erinnern dass die Energieunternehmen ein Endlager parat hatten als sie die Kraftwerke in Betrieb nahmen.
Die Vergangenheitsform ist nett. Mir wäre nicht aufgefallen, dass Merkel&Co die Atomkonzerne sonderlich negativ behandeln...
Nein. Wenn man die zwingend in dieser Form bräuchte und sich alles Gas darunter sammeln würde, dann brächte man kein Fracking, dann würden normale Bohrungen reichen.

Das Fracking basiert darauf, dass das Gas/Öl/... in kleinen Poren gebunden ist, die aufgebrochen werden.
Okay - schlecht formuliert meinerseits. Bei Fracking für Gas (Öl sind anders aus) brauchst du gasdichtes Gestein. Ggf. ist das Gas auch direkt in diesem eingeschlossen (afaik eher nicht - es gibt nur keinen natürlichen Sammlungsbereich, in den es schnell nachströmen würde), aber auf alle Fälle kann aus der Lagerstätte nichts nach oben entweichen. Es sei denn, der Mensch schafft eine Möglichkeit.
Bei Erdwärmebohrungen wird btw. teilweise auch Fracking eingesetzt. Teilweise nutzt man dort aber auch schon vorkommendes Grundwasser, da ist es nicht sonderlich überraschend, dass man teilweise Probleme hat das genutzt Grundwasser vom unbenutzten zu trennen.
Es gibt auch Fälle mit klaren Abdichtungsproblemen. Da wurden z.B. tiefliegende Wasserschichten angebohrt, weiter über diesen lagen aber trockene z.B. Kreidelagen. Das Wasser ist dann entlang der Bohrung nach oben gekrochen und hat zu Ausdehnungsprozessen geführt -> sich hebende Böden, schwere Schäden an Häusern,...
Zumindest in den bereit betroffenen Regionen verzichtet man jetzt lieber ganz auf Erdwärme, weil es scheinbar keine sichere technische Lösung gibt.
RWE sagt da was anderes. (Die Glaubwürdigkeit ist eine andere Frage.)
Ooch, dass die keine Gifte verwenden (Gegenwart), glaube ich denen gerne. Denn sie sagen ja auch, dass sie nicht in Kohle-/Schiefergaslagerstätten fracken (Gegenwart). Und nur die sind ja hinsichtlich der
zukünftigen Erschließung so problematisch / nur die sind dank neuer, chemischer Verfahren auf einmal hochinteressant
Davon spreche ich auch, aber wieso sollte das bedeuten, dass die Firmen eben diese Forschung nicht selbt zahlen sollten?
Wenn sie es selbst zahlen wollten, würden sie es einfach machen - und nicht Forderungen an staatliche Institutionen erheben.
Ja, in den Poren des Gesteins bewegt es sich aber trotzdem eher nach unten (im Gegensatz zum Gas).
Wir wollen aber verhindern, dass sich etwas bewegt.
Wenn die Bohrungen nicht druckdicht wären, wie sollte man den extrem hohen Druck erzeugen unter dem die Gesteine gefrackt werden?
Das Rohr in der Bohrung ist dicht. Aber das Loch selbst nicht. In den amerikanischen Fällen sind die Stoffe nicht durch die Förderleitung ausgetreten (das wäre einfach nur technisches Versagen, was sich tatsächlich ausschließen ließe, wenn man nicht wie Shell arbeitet

), sondern drum herum.
Es geht hier um onshore-Bohrungen. (Mein Ausschließen von Tiefseebohrungen war nicht ausreichend, aber Unterwasserbohrungen sollten als Einschränkung reichen.)
Schon klar. Aber das Abdichten einer Undichtigkeit unter Wasser ist immer noch um längen einfacher, als abdichten einer Undichtigkeit unter der Erde, zwischen verschiedenen Gesteinsschichten. Wenn wir das erste schon nicht können - was wollen wir dann mit einer Technik, die das zweite im Notfall erfordert?