DIY Breitband Lautsprecher sinnvoll ?

Hänschen

Software-Overclocker(in)
Hallo zusammen,

ich hab vor kurzem von diesen kleinen (8cm ?) Breitbändern gelesen (Zeitschrift,Web,Youtube etc.) und bin erstaunlich stark angetan davon.
Vor allem die "Tenöre/10Öre/TenÖre", "Picolino 2", "Cheap Trick", "Kleiner Bretterhaufen" und wie sie heissen geißeln meine Gedanken - besonders die Tenöre in Wandmontage (kleines Mini-Zimmer).

Hat wer ne Ahnung dazu ? :huh:
Oder ist das alles Schrott ? :devil:

BTW ich hock hier vor ner Teufel Motiv 2 Brüllwürfel Anlage, damit ihr einen Vergleich ziehn könnt.


Sorry für doppelpost, ich habs ins falsche Forum gepostet vorhin.
Das hier scheint das richtige Forum zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich muss da mal drauf Antworten :-)

Ich hab schonmal eine intensive Hörsession mit eine Röhrernverstärker betrieben an dem ähnkliche LS wie der "kleine Bretterhaufen" hingen.
Ich kann dazu nur sagen: man muss diesen Klang mögen. von "schlecht" kann ich beim besten Willen nicht reden, aber... ich nenns mal "anders". Man darf kein differenziertes, detailreiches Klangbild erwarten wie von einer guten 2-3 Wege Box. Von Charakter her passen solche Lautsprecher eher zu einem guten Plattenspieler.
Nachdem du hier in in einem PC Forum danach fragst nehme ich an du willst sie an einem PC betreiben und damit digitale Quellen abhören.

Persönlich kann ich empfehlen einen guten Verstärker an 2 kompakten, wertigen Regallautsprechern zu betreiben die einen tendenziell wärmen Klang haben um Qualitätseinbußen der MP3s zu kaschieren.

Nachdem ich eine ganze Palette an PC -LS-Systemen probegehört habe und auch nach dem Willen mich auf die Lautsprecher einzulassen (Einspielzeit, Gegenhören mit hochwertiger Denon-Anlage, kompromissbereitschaft) immer wieder gemerkt habe dass das eigentlich alles SCHROTT ist der nur quäken und ein bisschen Bass wummern lassen kann (Logitech, GANZ SCHLIMM!!) habe ich mich entschieden einen klassischen Stereo-Aufbau zu machen der schreibtischfreundlich ist.

Herausgekommen ist ein Yamaha AX-496 (oversized. aber konnte ich günstig bekommen und wer weis was in Zukunft kommt) mit 2 kleinen Heco-Victa 201. Dazu kam eine Soundblaster X-Fi Titanium die sehr viel mehr Klarheit, Fundament und Räumlichkeit ins Klangbild brachte. Als "Perfektionierung" habe ich mir (vllt auch nur fürs Gewissen :-D) noch 4mm² LS-leitun mit Silberanteil gegönnt. Vllt bilde ich mir das nur ein, aber ich finde im Gegensatz zur normalen 1,5 mm² Kupferleitung ergab sich dadurch noch etwas mehr Detailreichtum.

Ich hör mich mal bei meinen Leuten um wer Erfahrung mit Breitbändern hat. Denke aber dran das bei Lautsprechern "gut oder schlecht" sehr subjektiv ist. Die einzige Möglichkeit herauszufinden welcher Lautsprecher deine Anforderungen erfüllt ist ausgiebiges probehören in den eigenen 4 Wänden.


Dieser Beitrag spiegelt meine eigenen Erfahrungen wieder.
 
Ja, das mit den Mehr-Wege-Boxen (Tief+Mittel+Hochtöner) scheint wirkliche das Beste zu sein.

Ich hatte ne Weile die Bose Companion 20, in der ja auch ein 7cm-Breitbänder in einem durchdesignten Spezialgehäuse nebst Spezialelektronik etc. werkelte.
Es passierte manchmal (wenn auch nur recht selten) dass auf ner Tieftonsequenz die Mitten und Höhen "geritten" sind und das Chassis hoffnungslos überfordert war.
Es gab aber auch Lieder da war der Klang der Bose fantastisch ^^.

Ich habe auch laut Wikipedia gelesen, dass Bose so ein alter Breitbänder+Transmissionline Spezi ist und das mit allerlei Schnickschnack verbessert.


Vielleicht kann man diese Selbstbau-Breitband-Dinger als Ersatz für bis-100-Euro PC-Lautsprecher sehn, weil für High-End scheints wohl nix zu sein.



Edit: Uh ich habe gesehn es gibt für 100 Euro die Teufel Concept B20, massive 2-Wege Boxen samt eingebautem Verstärker ^^
 
Naja, ich finde eben (vor allem im Horngehäuse oder Gehäusen mit Kanälen) Breitbänder passen von Haus aus nicht zur modernen Musik, sie sind einfach nicht in der Lage das volle Frequenzband zufriedenstellend wiederzugeben.

Und sry, aber das Gerümpel das Bose für Computer baut ist meiner Meinung nach auch nicht viel besser als der andere Kram.
Es geht halt einfach nichts über ein solides Holzgehäuse.
Der JBL Control One ist der einzige Lautsprecher den ich gehört habe der auch mit Kunststoffgehäuse brauchbare Töne von sich gibt. Ist aber klanglich eher kalt, analythisch.

Es hilft nur probehöhren, vergleichen, noch mehr probehören.

Edit: Schau dir mal die "Microlab Solo 6c" an. Ein Freund von mir hat sie. Ich finde sie sehr brauchbar. Inwiefern das auf die anderen LS der Microlab Serie zutrifft weis ich nicht. Testberichte sagen aber nichts schlechtes.
 
Naja, ich finde eben (vor allem im Horngehäuse oder Gehäusen mit Kanälen) Breitbänder passen von Haus aus nicht zur modernen Musik, sie sind einfach nicht in der Lage das volle Frequenzband zufriedenstellend wiederzugeben.

Und sry, aber das Gerümpel das Bose für Computer baut ist meiner Meinung nach auch nicht viel besser als der andere Kram.
Es geht halt einfach nichts über ein solides Holzgehäuse.
Der JBL Control One ist der einzige Lautsprecher den ich gehört habe der auch mit Kunststoffgehäuse brauchbare Töne von sich gibt. Ist aber klanglich eher kalt, analythisch.

Es hilft nur probehöhren, vergleichen, noch mehr probehören.

Edit: Schau dir mal die "Microlab Solo 6c" an. Ein Freund von mir hat sie. Ich finde sie sehr brauchbar. Inwiefern das auf die anderen LS der Microlab Serie zutrifft weis ich nicht. Testberichte sagen aber nichts schlechtes.


Also laut "Klang+Ton" Selbstbau Zeitschrift geben einige sehr gute Breitbandchassis die Höhen+Tiefen sehr gut wieder plus ein wenig in den Bassbereich hinein.
Und diese Bass Schwäche wird durch die Transmissionline/Bassreflex Gehäuse eben so weit es geht ausgeglichen, da dadurch der Bass verstärkt wird durch Resonanz etc.
Unterm Strich kämen dann brauchbare Böxchen raus am Ende, mit cremiger Musik da aus nur einem Chassis abgegeben also sehr uniform oder wie es heisst.

Ich glaub ich muss mal irgendwann eins bauen und an einen kleinen Verstärker anschliessen, aber ich bin zu unentschlossen (faul *hust*, geizig, nicht so recht Platz).
 
Hi,

ich habe mir unter anderem auch die Pico Lino 2 gebaut. (--> http://extreme.pcgameshardware.de/sound-hifi/232401-baubericht-pc-lautsprecher.html)

Und ich kann nur sagen, dass die Pico Linos praktisch alle PC-Lautsprecher in diversen Elektronikläden in den Schatten stellen.
Ein Klangerlebnis am PC, dass ich bis zu den Picos Linos noch nicht hatte.
Es ist erstaunlich, wie weit die kleinen BB runter kommen. Bass, der den Bauch massiert kannst du natürlich nicht erwarten. Aber für angenehme Zimmerlautstärke sind die Picos für ihr Geld erste Sahne. Was nicht geht: laute Partymusik.
 
Also wer behauptet, dass Breitbandlautsprecher nicht zu moderner Musik passen, mangelhafte Auflösung besäßen und daher eher zu nem Plattenspieler passen, der hat schlicht keine Ahnung - und zwar weder von Lautsprechern, noch von Plattenspielern!

Ein gut gemachter Breitbandlautsprecher (und nein, die Bose würde ich da nicht dazuzählen) mag ein paar Eigenschaften haben, die anders (nicht zwingend schlechter) sind als bei Mehrwegelautsprechern, aber fehlender Bass oder mangelnde Auflösung sind es nicht! Es ist wie immer eine Frage der Auslegung wieviel bass so ein teil machen kann. Aber in die 50Hz Region kommt man mit diversen solcher Böxchen - signifikant tiefer kommen die meisten Mehrwegekompaktboxen auch nicht. Obenrum macht ein Bändchenhochtöner sicher mehr Auflösung, aber es ist definitiv nicht so als ob da Details verschluckt werden würden.

Was die BB aber definitiv besser machen als 90% aller normalen Boxen ist die Räumliche Auflösung, die im Idealfall fast holographische 3 dimensionale Darstellung - da muss man mit Mehrwegeboxen schon ein wenig zaubern um da mithalten zu können - am ehesten noch mit Koaxen. Dazu kommt, dass in den oft nur sehr rudimentären Frequenzweichen (wenn man überhaupt eine braucht) einfach weniger Info hängen bleibt und die Anbindung der Membrane an den Verstärker wesentlich direkter ist. Dynamisch hört man es einfach wenn die Weiche spartanisch oder nicht vorhanden ist!

Gut gemachte DIY BB Boxen sind weit besser als das was man gemeinhin so als PC Lautsprecher kennt! Bei den angesprochenen kleinen 8cm Breitbänderchen sogar zu einem vergleichbaren Preis. Die schon angesprochene Pico Lino 2 kann im direkten Vergleich mit z.B. einer Nubox 381 sehr gut mithalten und ist in einigen Bereichen einfach besser! Zu dem Preis ist das sehr beachtlich!

Und zum Thema High End, da werden mittelfristig in meinem Hörraum meine gewiss nicht schlechten KEF Reference 203 vermutlich einer 5 teiligen BB Box mit 5 8" Breitbändern weichen müssen... Und glaubt mir, ich will mich nicht verschlechtern!
 
Und zum Thema High End, da werden mittelfristig in meinem Hörraum meine gewiss nicht schlechten KEF Reference 203 vermutlich einer 5 teiligen BB Box mit 5 8" Breitbändern weichen müssen... Und glaubt mir, ich will mich nicht verschlechtern!

Ohne jetzt vom Thema abschweifen zu wollen, würdest du verraten welcher Bausatz dir da vorschwebt? :P
 
So, der Picolino 2 Bausatz wäre bestellt und die Kohle überwiesen :D.

Jetzt gibts kein Zurück mehr, die Dinger werden gebaut.
Ich werde den Obi Holzsägenzuschneidetypen befragen wie weit er bereit ist da was zu sägen :devil:
Das MDF kostet bei denen 14 Euro pro qm, also nicht viel denk ich.
 
Mach dir da mal allzu großen Gedanken. Habe die Pico Linos auch gebaut und bin handwerklich unbegabter als meine Schwester :D
 
Schwierig an den Pico Linos ist nur wenn man die Chassis versenken will. Das hat mich damals schier um den Verstand gebracht! Wenn man den Ergeiz nicht hat, dann sind die kein Problem. Wenn der Obi-Säger die die Gehrungen sägt, dann wundert es mich zwar, aber wenn ers gesagt hat, dann wirds wohl so sein.
 
Na ne Stichsäge ist nicht wirklich geeignet. (Tisch)Kreissäge, Oberfräse, Bandschleifer, Handhobel und meinetwegen eine ordentliche Handsäge (z.B. Fuchsschwanz oder ne Kataba ohne Rücken oder ne Ryoba) das sind Werkzeuge für sowas. Feile bzw. Schleifklotz sind aber auch geeignet - nur etwas mühsamer. Mit ner Stichsäge und sei sie bzw. das Blatt noch so gut, ist eine gleichmäßige Fase an den Kanten nicht vernünftig herzustellen. Für die Erweiterung des Ausschnitts nach hinten ist neben der Feile, die Oberfräse am geeignetsten.
 
Also bei manchen Stichsägen kann man auch einen Winkel einstellen, damit dürfte man die Schrägen gut machen können. Sind nachher ja eh nicht mehr sichtbar. Ich hab damit auch die Fase nach hinten gemacht. Das war aber in Ermangelung einer Oberfräse eher eine Notlösung und würde ich niemandem empfehlen;)
 
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