Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Zahlen falsch, aber Schluesse trotzdem richtig? Lungenarzt raeumt Rechenfehler ein.

Hab es auch gerade posten wollen. Sensationell, besser kann man es sich nicht ausdenken.
Es entlarvt den Verfasser als das was er ist: ein Laie, ein Arzt und eben kein Wissenschaftler. Der Bericht war ja vorher schon reichlich unseriös, aber damit wird er endgültig zur Farce. Mal sehen ob unser Herr Scheuer da auch zu ne Meinung hat...
 
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Ja, trotzdem richtig, denn er mag sich in seiner Allegorie verrechnet haben, aber die Dimensionen sind noch immer völlig absurd.
Man müsste kontinuierlich 80 Jahre an einem Standort stehen, der 24/7/365 40 μ g/m³ und mehr NOx ausweist (den es nirgendwo gibt), um auf dieselbe Dosis eines Rauchers zu kommen.
Und ob ein Feinstaubwert nun 10mio oder 1mio mal überschritten wird...

Natürlich ist das Beispiel nun weniger prägnant, aber trotzdem absurd und die Datenlage schreit nach einer Neubewertung durch neutrale Forscher.
Die eigentlichen Kritikpunkte (Korrelation und Kausalität vertauscht, Störfaktoren nicht berücksichtigt, das Fehlen eines Toxizitätsmuster und keine Veruche zwecks Falsifikation) sind davon völlig losgelöst richtig.
Auch dass die WHO-Empfehlung auf purem Bauchgefühl beruht und nicht durch Studien belegt werden kann, bleibt unumstößlicher Fakt.

Aber das wird wohl viele nun nicht mehr erreichen. Und daran ist er nun selbst schuld. Danke für diesen Bärendienst.
 
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Ist doch gut wenn man die Werte anders erreichen kann. Auf die Art kann Deutschland noch mal 10 Jahre lang nix machen... wird am Ende sicher günstiger :lol:Zumindest für die die jetzt schon absahnen. Fürs Volk weniger, aber das interessiert erstens keinen und es sich sich selber der Nächste. Bloss nix ändern :nicken:
 
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Ja, trotzdem richtig, denn er mag sich in seiner Allegorie verrechnet haben, aber die Dimensionen sind noch immer völlig absurd.

Nein, nicht die Dimensionen sind absurd, sondern die "Rechnung" der Herrn Köhlers. Angefangen von den zu hohen Werten Feinstaub pro Zigarette bis zu simplen Rechenfehlern. Geil auch seine Begründung, dass er alles alleine machen müsste und nicht mal ne Sekretärin habe... Klar, "Wissenschaftler" lassen ja üblicherweise ihre Sekretärin rechnen, das ist schlüssig.

Hier ist es nochmal besser zusammengefasst: Feinstaub-Streit: Lungenarzt Koehler soll sich mehrfach verrechnet haben - WELT

Einzig die formulierung "renomierte Wissenschaftler" ist natürlich Quatsch. Herr Köhler ist gar kein Wissenschaftler, sondern ein pensionierter Arzt. Das ist schon was völlig anderes.

Man müsste kontinuierlich 80 Jahre an einem Standort stehen, der 24/7/365 40 μ g/m³ und mehr NOx ausweist (den es nirgendwo gibt), um auf dieselbe Dosis eines Rauchers zu kommen.

Eben nicht.

Natürlich ist das Beispiel nun weniger prägnant, aber trotzdem absurd und die Datenlage schreit nach einer Neubewertung durch neutrale Forscher.

Die Datenlage ist ziemlich eindeutig. Es gibt zigtausend Untersuchungen zu dem Thema, die praktisch einhellig zum Schluss kommen, dass Feinstaub und Stickoxide gesundheitsschädlich sind.
Dagegen gibt es ein 2-seitiges Pamphlet einiger Ärtze, die ohne eigene Untersuchungen oder Beweise behaupten, dies sei nicht der Fall.

Wie man daraus eine unklare Datenlage konstruieren kann ist mir unklar. Das hat mehr was von Verschwörungstheorie...

Auch eine Neubewertung durch "neutrale" Forscher ist als Forderung zum einen lachhaft, weil Forschung und Forschende mit jeder neuen Untersuchung genau das tun: Neue Daten erfassen, sichten und Schlüsse daraus ziehen. D.h. das ist eine Neubewertng der Datenlage findet quasi permanent statt, dass liegt in der Natur der Sache.

Das ganze durch "neutrale" Forscher machen zu lassen ist dagegen eine Frechheit. Warum sind denn die, die bisher geforscht haben nicht neutral? U.a. mein Bruder hat zu dem Thema promoviert. ist er nicht neutral? Hat ihn die Industrie gekauft?

Klar, ein Forscher, der etwas anderes herausfindet wie das was ich glaube, kann ja nicht neutral sein...

Es ist bezeichnend, dass, sobald eine Aussage fällt, die zum eigenen Weltbild passt diese sofort als richtig erachtet wird. Unabhängig davon, ob diese auch nur den niedrigsten wissenschaftlichen Standards stand hält oder nicht (was der Köhler Brief nicht tut). Nach dem Motto: "Ich habe es doch immer schon gewusst". Nein, das hat niemand gewusst, dass hat man vielleicht gewünscht, aber mangels eigener Fachkenntnisse gar nicht beurteilen können. Das ist trumpesk aber leider weit verbreitet. Ein Verkehrsminister, der so ein Machwerk als "Rückkehr zur sachlichen Diskussion" begrüßt, müsste eigentlich zurücktreten.

Die eigentlichen Kritikpunkte (Korrelation und Kausalität vertauscht, Störfaktoren nicht berücksichtigt, das Fehlen eines Toxizitätsmuster und keine Veruche zwecks Falsifikation) sind davon völlig losgelöst richtig.

Diese Kritikpunkte sind recht einfach zu widerlegen. Z.B. ist der Vorwurf der mangelnden Toxizitätsmuster besonders hanebüchen...
Schönes Interview zu dem Thema:
Lungenfachaerzte gegen Feinstaubgrenzwerte - Gesundheitsexperte: "Das sind alles Laien"
 
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Meine Güte das Thema Feinstaub kann man doch einfach ignorieren. Von Verbrennern müssen wir mit oder ohne Feinstaub weg und dann erledigt sich das ganz von selbst.
 
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Es hätte dir gut gestanden, die 21 Seiten Thread zu lesen, um überhaupt zu verstehen, worum es geht, wer die Beteiligten sind und was bereits besprochen wurde.

Nein, nicht die Dimensionen sind absurd, sondern die "Rechnung" der Herrn Köhlers. Angefangen von den zu hohen Werten Feinstaub pro Zigarette bis zu simplen Rechenfehlern. Geil auch seine Begründung, dass er alles alleine machen müsste und nicht mal ne Sekretärin habe... Klar, "Wissenschaftler" lassen ja üblicherweise ihre Sekretärin rechnen, das ist schlüssig.

Hier ist es nochmal besser zusammengefasst: Feinstaub-Streit: Lungenarzt Koehler soll sich mehrfach verrechnet haben - WELT
Gehen wir doch einfach gleich zum Original. Ehre wem Ehre gebührt (auch wenn es die TAZ ist).
Falsche Angaben zu Stickoxid: Lungenarzt mit Rechenschwaeche - taz.de
Wie gesagt: die Beispielrechnung war eine Allegorie zum Kritikpunkt der mangelnden Falsifikation.
Dort sind ihm Fehler unterlaufen. Entwertet das Beispiel etwas, weil die bereinigten Werte nicht mehr ganz so krass wirken, sie erfüllen aber eigentlich noch immer ihren Zweck (mehr dazu ab "Eben doch" weiter unten im Text). Die restlichen Kritikpunkte sind keinesfalls widerlegt oder auch nur angetastet.

Einzig die formulierung "renomierte Wissenschaftler" ist natürlich Quatsch. Herr Köhler ist gar kein Wissenschaftler, sondern ein pensionierter Arzt. Das ist schon was völlig anderes.

Im Thread bereits besprochen. Sein Lebenslauf ist auch nicht schwer zu finden.
Dieter Koehler (Mediziner) – Wikipedia
Das Studium beendete Köhler 1970 mit einem Diplom in Nachrichtentechnik. Danach arbeitete er in der Industrie im Bereich der Entwicklung integrierter Schaltkreise und begann 1972 an der Universität Freiburg ein Medizinstudium. Zwischenzeitlich entwickelte er elektromedizinische Geräte.[1]

Köhler promovierte im Jahr 1978 über kalziumgetragenes Aktionspotenzial in der Elektrophysiologie. Später erfolgte die Ausbildung zum Internisten, Pneumologen und Allergologen. Von 1982 bis 1986 war Köhler auch Vorsitzender der Imaging-Section der European Respiratory Society. In der Zwischenzeit verbrachte er 1982 drei Monate an der kanadischen McMaster University. 1985 habilitierte er sich mit einer Arbeit über das Thema Aerosoldeposition und bronchiale Clearance.[2]

Von 1986 bis 2013 war Köhler ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft in Schmallenberg. Im Jahr 1992 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Freiburg. Zwei Jahre später erfolgte die Umhabilitation an die Universität Marburg mit einer Professur des Landes Hessen. Zum Juli 2013 ging Köhler in den Ruhestand.[3]

Köhler ist Inhaber von dreizehn Patenten[4] im Bereich der Medizin, unter anderem eines für einen Beatmungsschlauch, angemeldet durch den Hersteller Willy Rüsch (heute zu Teleflex).

Von 2002 bis 2004 war er Vizepräsident und anschließend von 2005 bis 2007 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) mit Sitz in Marburg/Lahn.[5] Zudem war Köhler von 1989 bis 2014 Präsident des Verbandes Pneumologischer Kliniken.

Er war ferner Mitglied mehrerer Fachgesellschaften und Mitglied der Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Weiterhin war er von 1990 bis 2005 Sachverständiger für das Bundesgesundheitsamt.

Auszeichnungen
Adolf-Windorfer-Preis des Bundesverband Cystische Fibrose (CF) im Jahr 1990 (für Untersuchungen über die Amilorid-Wirkung und Hustenclearance bei Cystischer Fibrose)[37]
Gesundheitspreis des Landes Nordrhein-Westfalen – Arbeitskreis Pneumologischer Kliniken im Jahr 2001 (für evolutionäre Qualitätskontrolle in der Diagnostik und Therapie im Krankenhaus)[38]
Thomas T. Mercer Award[39] der internationalen und amerikanischen Aerosolgesellschaft im Jahr 2009 (für Forschungsarbeiten zur Inhalation von Insulin und die Methode zur radioaktiven Markierung von Aerosolpartikeln aus Dosieraerosolen sowie für Messung der Lungenreinigung durch die Flimmerhärchen in der Atemwegschleimhaut)

Schriften (Auswahl)

Dieter Köhler: Durch Hyperosmolarität hervorgerufene Veränderungen der Kontraktionskraft und des Ca++ getragenen Aktionspotentials am Warmblütermyocard (= Dissertation an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg). Freiburg (Breisgau) 1978 (42 S.).[41]

Köhler veröffentlichte diverse Fachbeiträge.[42]

mit Wolfgang Fleischer, Heinrich Matthys: Inhalationstherapie. Gedon & Reuss, 1986.
mit Bernd Schönhofer, Thomas Voshaar: Pneumologie – Ein Leitfaden für rationales Handeln in Klinik und Praxis. Thieme, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-13-146281-7.

Eben doch.
Direkt aus dem Original:
taz schrieb:
Wenn man zudem Köhlers Umrechnungsfehler berücksichtigt, entspricht die in 80 Jahren mit der Außenluft eingeatmete NO2-Menge nicht dem, was ein Raucher in wenigen Monaten einatmet, sondern (je nach angenommenem NO2-Anteil am NOx) in 6,4 bis 32 Jahren.

Man muss noch immer 80 Jahre am Stück an einem Ort verbringen, der 24/7/365 40 μ g/m³ und mehr NOx ausweist.
Diesen Ort gibt es nicht. Nicht mal dann, wenn man direkt auf der Fahrbahn lebt/arbeitet/schläft.
Über den Arbeitsplatz und dessen Grenzwert... siehe Thread.
Die Datenlage ist ziemlich eindeutig. Es gibt zigtausend Untersuchungen zu dem Thema, die praktisch einhellig zum Schluss kommen, dass Feinstaub und Stickoxide gesundheitsschädlich sind.
Dagegen gibt es ein 2-seitiges Pamphlet einiger Ärtze, die ohne eigene Untersuchungen oder Beweise behaupten, dies sei nicht der Fall.

Wie man daraus eine unklare Datenlage konstruieren kann ist mir unklar. Das hat mehr was von Verschwörungstheorie...
Mir ist klar, dass dir einiges unklar ist, hast du ja nicht mal in Grundzügen das eigentliche Thema verstanden. Niemand bezweifelt die Schädliche Wirkung von NOx und Feinstäuben. Es geht hier um die Grenzwerte (also ab welcher Konzentration der menschliche Körper anfängt irreparablen Schaden zu erleiden)
Es hätte wirklich geholfen, den Thread vorher zu lesen. Einmal hier entlang:
Grenzwerte (WHO, 39.BImSchV, Critical load, andere)

Die derzeit aktuellste Einstufung von Stickstoffdioxid wurde von der Weltgesundheitsorganisation - Regionalbüro für Europa, vorgenommen und in den WHO – Air Quality Guidelines for Europe im Jahre 2005 veröffentlicht:

* die Ableitung erfolgt aufgrund tier- und humanexperimenteller Daten aus Versuchen mit empfindlichen Personen (mit verschiedenen Atemwegserkrankungen),
* es erfolgte die Ableitung einer Lowest Observed Adverse Effect Concentration (LOAEC = niedrigste Konzentration mit beobachtbarer schädlicher Wirkung): 375-565 μ g/m³ Abzüglich eines Sicherheitsabschlages ergibt sich eine tolerable Konzentration von 200μ g/m³ als 1h-Wert als Wert zum Schutz der menschlichen Gesundheit,
* für eine langfristige Exposition ist kein Schwellenwert ableitbar. Hier handelt es sich um eine Expertenbeurteilung. Diese bestimmt einen Wert von 40 μg/m³ im Jahresmittel.
Die WHO konnte keinen Schwellenwert aus den Studien ableiten und hat schlicht schätzen lassen. So Pi mal Daumen. Diese Schätzung wurde daraufhin als Grenzwert im Gesetzgebungsverfahren unverändert und unreflektiert übernommen.

Frei nach dem Motto:

"Naaaa Jungs?! Wat meinter denn? 50? 100? 1000?"
"Och, machen wa 40? Mene Frau is jestern 40 jeworden und da war doch mal diese ene komische Studie da mit der vermurksten Methodik.... Dat merkt ken Mensch, liest ja eh kene Sau nach."
"Sprich nicht weiter! Is jebongt! Müssen heute ja och noch n bissl wat schaffen, gell?"
"Hasse rescht!"

Luftqualitaet Stickstoffdioxid (NO2) | Stadt Duisburg
WHO/Europa | Luftgueteleitlinien fuer die Europaeische Region

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: die WHO weiß, dass die Studienlage keine Grenzwertaussage zulässt und lässt daraufhin diesen durch das Bauchgefühl der von ihr auserkorenen "Experten" erfühlen (Wie viele "Opfer" konnten diese noch gleich untersuchen? Auf Studien konnte sich auch keiner Berufen, denn die hatte die WHO zuvor schon ausgewertet und keinen belastbaren Wert ermittelt) und als Empfehlung veröffentlichen.

Auch eine Neubewertung durch "neutrale" Forscher ist als Forderung zum einen lachhaft, weil Forschung und Forschende mit jeder neuen Untersuchung genau das tun: Neue Daten erfassen, sichten und Schlüsse daraus ziehen. D.h. das ist eine Neubewertng der Datenlage findet quasi permanent statt, dass liegt in der Natur der Sache.

Das ganze durch "neutrale" Forscher machen zu lassen ist dagegen eine Frechheit. Warum sind denn die, die bisher geforscht haben nicht neutral? U.a. mein Bruder hat zu dem Thema promoviert. ist er nicht neutral? Hat ihn die Industrie gekauft?
Vielleicht fragst du mal deinen "Bruder" (dessen wegweisende Arbeit du hier gerne verlinken darfst), wie es um die Neutralität der Forschung und vor allem dank der zwanghaften Paperflut ("wer nicht veröffentlicht, existiert nicht", >80% aller Studien sind kompletter Schrott ohne irgendeinen Wissensgewinn) bestellt steht.
Und so steht es auch um die Studien rund ums Thema NOx. Tausende Studien, die eigentlich immer wieder den selben Sachverhalt nachstellen.
Um eine These zu festigen, ist es aber notwendig, sie aus verschiedenen Winkeln zu betrachten. Am einfachsten überprüft man sie gar über die Falsifikation.
Ist hier nie geschehen.
Masse ist noch lange nicht Klasse.

Klar, ein Forscher, der etwas anderes herausfindet wie das was ich glaube, kann ja nicht neutral sein...
In der Forschung ist die Überprüfung von Ergebnissen und der Beschuss von Theorien von allen Seiten Tagesgeschäft. Forscher, die zu ihrer Arbeit stehen, suchen die Überprüfung durch Fachkollegen. Deswegene werden sie veröffentlicht.
Leider finden diese Überprüfungen und Widerlegungsversuche (eben wegen genannter Paperschwemme und Schrottstudien) kaum noch statt. Schlimmer noch: selbst wenn ein Forscher etwas nachvollziehen oder sich an der Widerlegung versuchen möchte, kann er es gar nicht, denn es findet sich kaum jemand für die Finanzierung. Die Damen und Herren können leider auch nicht von Luft und Liebe leben und so bleibt diese wichtige Kontrolle mittlerweile zum Großteil aus.
Die Forschungsfinanzierung und deren Abtrennung von Interessengruppen ist allgemein ein riesiges Problem. Vor allem in der Medizin-/Pharmaforschung, aber natürlich auch bei allem rund um Umwelt und Entsorgung. Interessengruppen versuchen überall ihre Samen zum Keimen zu bringen.
Und für einen Forscher auch nicht ganz unwichtig: man möchte auch morgen noch existieren, auch für Folgestudien herangezogen werden. Die Verführung, zu produzieren, was der Auftraggeber gerne hören möchte, ist immens groß.

Deswegen ist eine Neuauswertung der Studienlage durch unabhängige Forscher (bezahlt durch Steuermittel) bei einem Thema dieses Ausmaßes eigentlich unumgänglich.
Diese Kritikpunkte sind recht einfach zu widerlegen. Z.B. ist der Vorwurf der mangelnden Toxizitätsmuster besonders hanebüchen...
Schönes Interview zu dem Thema:
Lungenfachaerzte gegen Feinstaubgrenzwerte - Gesundheitsexperte: "Das sind alles Laien"
Wenn man das liest, platzt einem das Hirn. Bei den tatsächlich wichtigen Fragen schweift er immer wieder ab und tut so, als würde es gar nicht um Grenzwerte gehen. Und dann auch noch so methodisch völlig falsch. Beispiel:
Die Evidenz wird heute von weltweiten Gremien, von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern immer wieder neu beurteilt. Beispielsweise kommt die amerikanische Umweltbehörde in ihren Reviews, durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemacht, zu dem Schluss, dass Stickoxide eine kausale Ursache sind für Atemwegsprobleme, bei Asthmatikerinnen und Asthmatikern.
Eine Evidenz ist immer ein tatsächlicher Nachweis. Sie ergibt sich nicht durch Beurteilung oder Neubewertung. Sie ist da oder eben nicht und durch Daten handfest zu belegen.
Auch bezweifelt niemand, dass Stickoxide kausale Ursache für Atemwegsprobleme bei Asthmatikern sind. Die Frage ist, ab welchem Grenzwert Probleme auftreten. Die Schäden, die bspw. NOx in einer "hohen Konzentration" anrichtet, kann der Körper sogar bei Abstinenz völlig reparieren (siehe Regeneration nach Raucherentwöhnung).
In einem geschlossenen Raum fingen nach Studienlage (Lowest Observed Adverse Effect Concentration (LOAEC)) die schwächsten Atemwegspatienten nach einstündiger Exposition mit 375 μ g/m³ NO2 an Beschwerden zu zeigen, die fittesten hielten bis 565 μ g/m³ durch. Man zog einen großzügigen Sicherheitsabschlag ab und legte den Grenzwert auf 200 μ g/m³ für eine einstündige exposition Atemwegserkrankter fest.
Eine Ableitung eines Schwellenwertes für eine Langzeitexpositon war schlicht nicht möglich (siehe oben).
Bis dato hat sich daran nichts geändert.
Tierversuche wollte man... kam die Nazikeule ("Ihr vergast Affen!").

Ich würde gerne noch mehr noch mal und noch mal und noch mal wiederkäuen, aber... lies doch einfach den Thread. Es nervt einfach nur noch, dass sich niemand mehr mit Themen beschäftigt oder zumindest kurz nachliest, was bereits diskutiert wurde, bevor er/sie seinen Senf ins Klavier tackert.

Beim Thema Grenzwerte NOx/Fenstaub ist überhaupt nichts geklärt oder gesichert.
Wären sie gesichert, würde man mit Kusshand eine schnelle Überprüfung einleiten.
Daran hat man aber überhaupt kein Interesse.

Dass Köhler den Standpunkt der Kritiker an diesem Vorgehen nun mit diesen Minifehlern (die tatsächlich nicht hätten geschehen dürfen) so schwächt, ist wie gesagt ein Bärendienst. Die Leute sehen jetzt nur noch diese unnötigen Rechenfehler in einem Beispiel, das er nicht mal hätte bringen müssen und die Gegenposition versucht nun natürlich, die gesamte Kritik mit diesen vom Tisch zu wischen und so weiter zu machen wie zuvor.
Eigentlich eine Katastrophe. Vor allem für den Wissenschaftsbetrieb.

/mir geht das Thema nur noch auf die Gonaden. Ich bin raus. Nun ist es eh sinnlos.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Gehen wir doch einfach gleich zum Original. Ehre wem Ehre gebührt (auch wenn es die TAZ ist).
Falsche Angaben zu Stickoxid: Lungenarzt mit Rechenschwaeche - taz.de
Wie gesagt: die Beispielrechnung war eine Allegorie zum Kritikpunkt der mangelnden Falsifikation.
Dort sind ihm Fehler unterlaufen. Entwertet das Beispiel etwas, weil die bereinigten Werte nicht mehr ganz so krass wirken, sie erfüllen aber eigentlich noch immer ihren Zweck (mehr dazu ab "Eben doch" weiter unten im Text). Die restlichen Kritikpunkte sind keinesfalls widerlegt oder auch nur angetastet.

Man könnte auch der Meinung sein, dass der Lungenfachmann bewusst getäuscht hat, denn solche Rechenfehler unterlaufen niemanden, der sich näher damit beschäftigt.
Es gibt also zwei Möglichkeiten.
Entweder ist er ein lausiger forscher, der es mit nichts genau nimmt.
Oder er ist dein Betrüger, der ganz offensichtlich falsche Zahlen verbreitet und hofft, dass es keiner merkt.

Abseits dessen sind die paar Leute, die hier meinen, dass Stickoxyde nicht schaden, weit in der Minderheit.
 
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Oder ist einfach nur alt und die Fehler sind ihm nicht aufgefallen. Wenn du mal Arbeiten von jungen und voll im Saft stehenden Studenten korrigiert hättest, dann wüsstest du, dass gerade Fehler in der Größenordnung 10^x unglaublich beliebt sind und jedem unterlaufen können. Auch den fittesten Rechnern.
Was er vorbringt, reicht eigentlich noch immer vollkommen für eine Revision der Studienlage aus. Mehr wollte er ja eigentlich auch gar nicht. Ka, wo da das Problem liegt. Wenn die Gegner Köhlers recht haben, dann wird das bisherige Vorgehen bestätigt und jede Kritik verstummt.

Übrigens: Wissenschaft ist keine Mehrheitsentscheidung. Das Richtige ergibt sich aus der Datenlage und Beweisen. Nicht aus dem, was "viele für richtig befinden". Das ist nämlich das besondere und wunderschöne an ihr. Es können alle Kollegen gegen dich sein, ja die gesamte Welt und man trotzdem recht haben. a) ist das Gros (obwohl es das natürlich ganz anders sieht) keine hellen Leuchten und schwimmen nur denen nach, die eine Meinung vertreten, die wenig aneckt und b) hatte es die Wahrheit nie leicht, sich gegen den Widerstand der Masse durchzusetzen. Egal wie richtig sie lag.
Galileo Galilei könnte ein Lied davon singen (dessen Rechnungen übrigens auch nicht 100% korrekt waren, aber eben doch näher an der Wahrheit als alle anderen).

P.S.: Was natürlich nicht bedeutet, dass ein Köhler in einer Liga mit Galileo spielt. Es ist eine Veranschaulichung des Irrsins, der die Menschheit seit jeher begleitet und wie schwer es manchmal ist, Wahrheit gegen Ideologie durchzudrücken.

Nun ist aber gut und außerdem habe ich dich seit deinem Israel/Nazi-Vergleich ausgeblendet. Das soll auch so bleiben.
 
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Übrigens: Wissenschaft ist keine Mehrheitsentscheidung. Das Richtige ergibt sich aus der Datenlage und Beweisen.

Ja, kennen wir vom von Menschen beschleunigten Klimawandel. Da gibt es auch eine Gruppe, die der Meinung ist, dass das alles Unsinn ist. Die Fakten sehen nur anders aus.
Und dass sowohl Feinstaub als auch Stickoxyde nicht wirklich gesund sind, sollte allgemein klar sein.
 
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Äpfel/Birnen und zum tausendsten Mal: Ja, Feinstaub und Stickoxyde sind ab einer gewissen Konzentration uncool. Bezweifelt absolut niemand und ist auch nicht Kern des Anstoßes.
Die Frage ist: ab welcher. Der momentan gültigen Grenzwertes ist quasi völlig unbelegt. Ganz offiziell nach WHO.
Ich habe das x-fach erklärt: selbst Arsen oder Blei (eine ganz andere Liga der Toxizität) besitzen Grenzwerte, die der Körper verkraftet.
Bei Stickoxiden ist der Grenzwert laut Studienlage... (siehe oben). Immer wieder dasselbe, immer wieder dreht man sich im Kreis.
Lies den Thread.

/arbeiten
 
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Die Frage ist: ab welcher.

Die Frage kann niemand seriös beantworten. Grenzwerte sind immer politischer Natur, denn die muss abwiegen zwischen Gesundheit der Bürger und Interessen der Wirtschaft.
Wenns rein nach der Gesundheit geht, müsste man Autos sofort abschaffen. Kann man aber nicht.
 
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Was für ein überflüssiger Diskussionstil Threshold.
Also sollte man jetzt jede unsinnige Grenze die, die Politik zieht akzeptieren weil die Politik sie eben gezogen hat?
Oder soll man versuchen, etwas sinnvolles herbeizuführen?

Die Dieselfahrverbote sind jetzt schlecht fürs Klima und das ist fakt und mir ist das Klima wichtiger. Außerdem wird sich mit der Verkehrs und Energiewende das NOx Problem langfristig eh lösen.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Was für ein überflüssiger Diskussionstil Threshold.
Also sollte man jetzt jede unsinnige Grenze die, die Politik zieht akzeptieren weil die Politik sie eben gezogen hat?
Oder soll man versuchen, etwas sinnvolles herbeizuführen?

Schau dir die Studien an, die es gibt. Dann kannst du sagen, dass der und der Grenzwert entweder zu hoch oder zu niedrig ist.
Ändert aber nichts daran, dass die Politik die Grenzwerte festlegt und die hört eher auf die Industrie als auf die, die die Studien erhoben haben.

Die Dieselfahrverbote sind jetzt schlecht fürs Klima und das ist fakt und mir ist das Klima wichtiger.

Wo ist das Problem, die Autoindustrie zu zwingen, die Autos sauberer zu machen? Die Technik ist da. Bei BWM liegt sie sogar im Regal.
Die Grenzwerte gibt es seit 2010. Man hätte also schon längst was machen können. Die Politik hat es verschleppt, die Autoindustrie kümmert es nicht und die Autofahrer sind jetzt die Dummen, die das ausbaden müssen.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Das geht aber nicht. Dann verdienen die weniger und die Aktionäre sind nicht zufrieden.... hier macht niemand was freiwillig in die Richtung. Nicht so lange es keine Verbote gibt.
 
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Wo ist das Problem, die Autoindustrie zu zwingen, die Autos sauberer zu machen? Die Technik ist da. Bei BWM liegt sie sogar im Regal.
Die Grenzwerte gibt es seit 2010. Man hätte also schon längst was machen können. Die Politik hat es verschleppt, die Autoindustrie kümmert es nicht und die Autofahrer sind jetzt die Dummen, die das ausbaden müssen.
Das passiert doch eh, der Verbrenner geht so oder so seinem Ende entgegen.
Wir wissen ja noch nichtmal ob das mit den Nachrüstungen reichen wird und ob es nicht trotzdem, nach jetztiger Lage, Fahrverbote geben könnte.
Dadurch gibt es Umwege, funktionierende Autos werden verschrottet etc danke für gar nichts.

Und wenn man jemanden bestrafen sollte, dann sind es die Verantwortlichen und nicht den ganzen Konzern. Ich meine die verdienen an der Spitze doch Millionen, streichen. Wenn man den Firmen selbst Vermögen entzieht kann das nicht gut sein.
Wünschenswert, aber nicht soo realistisch. Ich weiß.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Und wenn man jemanden bestrafen sollte, dann sind es die Verantwortlichen und nicht den ganzen Konzern. Ich meine die verdienen an der Spitze doch Millionen, streichen. Wenn man den Firmen selbst Vermögen entzieht kann das nicht gut sein.
Wünschenswert, aber nicht soo realistisch. Ich weiß.

Die Aktionäre haben die Verträge mit den Vorständen gemacht. Wenn die auch nach Misserfolg noch Boni bekommen, liegt es an den Aktionären. Was machen die denn für bekloppte Verträge?
Und natürlich muss der Konzern dafür haften. Der Konzern hat Mist gebaut und muss dafür gerade stehen.
Aber leider werden heutzutage Verluste sozialisiert, während Gewinne privat bleiben.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Ja wie gesagt Wünschenswert.
Mein Wunsch wäre mal ein Staat der stärker in die Wirtschaft eingreift, wenn die Leute in der Wirtschaft richtig ******* bauen.
 
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Guck dir an, wie viele Ministerien inzwischen externe Berater haben. Die verschleudern Millionen im Jahr für irgendwelche Luschen, die sich Experten nennen und kriegen für Gelaber einen Haufen Geld in den Arsch geblasen.
Was wir meiner Meinung nach nicht mehr brauchen sind Berufspolitiker wie Andrea Nahles und Co, die keine Ahnung vom Leben "da draußen" haben, aber meinen, dass sie alles wissen.
 
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Ja ne Arbeiterpartei die nicht durch Arbeiter geführt wird ist ja auch sinnlos.
Von der Union erwartet man nichts besseres, der SPD nimmt man es halt übel.
 
AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.

Der SPD nimmt man übel, dass sie seit Schröder alles für die Wirtschaft macht, also das Gegenteil dessen, was das Grundprinzip der SDP ist.
Da darf man sich nicht wundern, wenn die Wähler woanders hingehen. Die Sozialdemokraten in Deutschland werden das gleiche Schicksal ereilen wie überall in Europa. Die Sozialisten in Frankreich sind schon gestorben. Das passiert der SPD auch.
 
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