AW: Diesel-Fahrverbote: Erste Hardwarenachrüstungen vorbestellbar.
Wieso sollten sich Kohlekraft-/Autokonzernleiter/-aktionäre denn selbst in den Bundestag setzen? Genau dafür haben sie doch SPD-Abgeordnete.
Wobei es nie darum ging den Grenzwert anzuheben. Bei Städten mit Werten zwischen 40 und 50 µg müssen halt andere Maßnahmen, wie kostenloser Nahverkehr, mehr Grünflächen usw. verwendet werden. Diese Maßnahmen verbessern auch insgesamt die Lebensqualität in den Städten.
Diese Maßnahmen müssen überall her. Seit Jahren. Fahrverbote sind weder sonderlich wirkungsvoll noch effizient, die werden nur vorgeschrieben, weil sie die einzig bekannte schnell einführbare Maßnahme sind. Bei der 50 µg Abwägung geht es auch nicht darum, welche Maßnahmen nötig sind, sondern um die Verhältnismäßigkeit: Ist eine gewisse Gesetzesüberschreitung zulässig, wenn dadurch Belastungen an anderer Stelle vermieden werden? Solche Überlegungen sind gang und gebe, wenn zwei berechtete Interesse kollodieren und unmöglich beide in vollem Umfange durchgesetzt werden können.
Allerdings hat in diesem Fall bis heute noch niemand erklärt, welches Recht hier auf der zweiten Wagschale liegt. Auf der ersten ist es jedenfalls das auf körperliche Unversehrtheit und das ist ein verdammt schwerwiegendes. "Man darf PKW fahren" steht dagegen nirgendwo im Grundgesetz, erst recht nicht mit dem Zusatz "scheiß egal, wie dreckig das Ding ist, solange man es dumm-gutgläubig gekauft hat".
=> reinster Lobbyismus. Wie so oft.
(Man beachte in diesem Zusammenhang auch, dass wie diese Woche das deutsche Leistungsschutzrecht, das ausnahmslos alle von allen Seiten her für schwachsinnig und gescheitert erklärt haben, gegen den Willen von quasi allen anderen außer Frankreich zur EU-Vorgabe erhöht wurde. Aber wenn es mal darum geht, einen funktionierenden Asylmechanismus, europaweiten Klimaschutz, Bankenkontrollen, Börsenbesteuerung,... zu beschließen, dann fehlen unserer Regierung "leider leider" jedesmal die nötigen diplomatischen Argumente, um andere EU-Mitglieder zum Mitmachen zu bewegen...

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Ich halte das für unrelevant. Abgesehen von gewerblich genutzten Großküchen tendiert die Verwendung von Gasherden in Privathaushalten immer mehr gegen Null. Da braucht man sich nur mal die Küchenausstellungen in Möbelhäusern anschauen, Gasherde muss man schon bald mit der Lupe suchen. Die sterben genauso aus wie die alten Ölzentralheizungen.
Unser Haus hat im Übrigen gar keinen Gasanschluss. Bei der damaligen Erschließung des Baugebiets bestand an Gas kaum Interesse, also wurde das dann in der Straße auch nicht verlegt.
Bei dem Vergleich geht es normalerweise nicht um die Belastung der Innenstädte durch Gasherde, die werden in der Tat immer seltener (wobei das geringe Angebot in den Möbelhäusern auch daran liegt, dass man an Gasherden einfach weniger variieren kann), sondern um Belastungen der Wohnungsluft, die bereitwillig akzeptiert werden vs. Belastungen der Straßenluft, die verteufelt werden.
Nur sind die Belastungen durch Gasherde eben entgegen einiger Darstellungen deutlich geringer als die durch Straßenverkehr & Co, weswegen das ganze Argument genauso schwachsinnig ist, wie die Zwangsumstellung aller Innenstadtbewohner auf das Äquivalent von 0,5-1 Schachtel Zigaretten am Tag.
Zahlen falsch, aber Schluesse trotzdem richtig?
Lungenarzt raeumt Rechenfehler ein.
Der Rundbrief kam komplett ohne Zahlen aus und verteilte einfach nur Eigenlob, Befangenheitsvorwürfe und Schreckensszenarien; der ältere ""Fach""artikel, der bekanntermaßen in keinem wissenschaftlichen Journal veröffentlicht/nie geprüft wurde beschränkte sich im Zigarettenbespiel ebenfalls auf Postulate ohne Belege. Von daher: Wieso sollte man eine aus den Fingern gesaugte Meinung plötzlich ändern? Es kann einem nicht der Teppich unter den Füßen weggezogen werden, wenn man von Anfang an in einem Wolkenschloss stand.