AW: Die Sprengung von WTC 7 ist nun bestätigt - Studie der Uni Alaska widerlegt Einsturz wegen Feuer
Das ist doch wohl ein dumpfer Scherz von dir oder?
Du verstehst die Fachbegriffe nicht und die Problematik der Berechnung.
Wenn ich von thermischer Dehnung rede, geht es um die wenigen
Zentimeter, bis es zum Versagen der Bauteile kommt. Ich meine nicht die
herabstürzenden Bauteile, das ist etwas ganz anderes. Trümmerbahnen
vorherzusagen funktioniert nicht.
Es war schon eine riesige Leistung, im Nachhinein die Bauteile überhaupt zu
simulieren, weil die Zeichnungen ungenau waren und weil am Bau immer
anderes zusammengebaut wird, als geplant. Innere Spannungen z.B. durch
partielles Absenken der Fundamente geht auch in keine Berechnung ein,
so es keine Messwerte dazu gibt.
Wenn ich sehe, wieviele Schleifen wir mit unseren heutigem Know How
benötigen, bis einfache technische Güter, wie Autositze oder Autokarosserien,
im Versuch ein vergleichbares Verhalten zeigen, wie in der Simulation, dann
ist es ein Wunder, überhaupt so gut simulieren zu können, wie es im Rahmen
der Analyse betrieben wurde. Es zeigt, dass die Belastungen durch die äußeren
Beschädigungen und durch Feuer ausreichen, um die Verbindungen der Stock-
werke mit den Hauptträger zu kappen, und genau das ist der Start des Gebäude-
kollapses gewesen.
Wir hatten damals den Fokus mehr auf den Dieseltanks, deren Diesel in die Fahr-
stuhlschächte lief und damit ganz zentral die Trägerstrukturen schwächte. Das war
unser grober Ansatz, der dazu führte, das heutige Gebäude andere, biegeweichere
Anbindungen bekommen. Aber schön, dass Du jeden Ansatz außerhalb der NIST
als Falsch ansiehst, dasß zeigt ja, dass Du dem Bericht im wesentlich als richtig
ansiehst. Ich hatte andere Ansätze, wir hatten aber auch kaum Daten.
Ich befürchte, Du hast keine Ahnung, wo Grenzen der Simulation sind. In diesen
Fall gab es nicht die Möglichkeiten, einzelne Bauteile hinterher zu kontrollieren und
zu vermessen, wie wir es z.B. bei Karosserien machen. Kennst Du Begriffe wie
Kaltverfestigung oder mehrdimensionale Spannungszustände? Es gibt eine Menge
sehr schwer zu kalkulierende Bereiche, wie z.B. das Fließverhalten von Stahl unter
zwei Dimensionaler Belastung. Überraschender Weise ist nämlich in bestimmten
Fällen die mögliche Dehnung erheblich größer, als Zugprober vermuten lassen.
Wer Tiefziehvwerkzeuge baut, kennt für wenige Stahsorten und für bekannte
Umformungsgrade das Verhalten und kann Ziehsimulationen anstellen. Ein Gebäude
ist um den Faktor 1000 komplexer.
Genauso versagen metallische Werkstoffe unter einem dreidimensionalen Spannungs-
zustand ohne jede messbare Verformung spröde. Was wann warum auftritt. ist im
Nachhinein sehr schwierig zu berechen.
Der Bericht zeigt sehr gut die Mechanismen des Versagens. Das eine von Dir
kritisierte hohe Ähnlichkeit zum realen Verhalten nicht gezeigt wird, liegt
einfach ander kompleßen aufgabe mit tausenden von zu definierenden Rand-
bedingungen (Das meint in der FEM Welt die Art und Weise, wie zwei Finite
Elemente miteinander angebunden sind und welche Kräfte und Momente
wirken)
Du hast zu hohe Erwartungen und meinst darum
"Das ist alles Betrug". Warum
wohl studiert man Fächer, mit denen man diese Art Probleme lösen kann,
über mehrere Jahre und benötigte dann noch 10-20 Jahre Berufserfahrung,
um sinnvolle Verhersagen zum Systemverhalten zu geben? Es nervt einfach,
wenn Leute, die nachweißlcih kein Verständnis der Zusammenhänge haben,
mit generalisierten und pauschalen Simplifizierungen daher kommen.
Hast Du im Gegensatz dazu schon einmal ein nicht entkerntes Gebäude gesehen,
welches gesprengt wird? Das funktioniert nicht, weil die Trümmerteile die
Sprengschnüre durchtrennen und jedes kontrollierte Sprengen verhindern.
Ist Dir nicht kalr, was mit Fensterscheiben passiert, wenn ein Gebäude mit
Sprengstoffen zerlegt wird?
Ich hoffe, Du beginnst endlich, Dich in Werkstoffverhalten, Physik und Maschinen-
bau einzulesen, um, da Dich das Thema ja scheinbar brennend interessiert, zu
verstehen, was und warum simuliert wurde.