Aber die Berechnungen usw basieren auf physikalischen Annahmen.
Was sind denn bitteschön "physikalische Annahmen"? Es gibt physikalische Beobachtungen (die nur in diesem Universum möglich sind) und physikalische Theorien, die auf diesen Aufbauen. Aber man nimmt in der Physik nicht einfach mal was an.
Richtig. Und es ist auch immer interessant zu ermitteln, wo denn diese Begriffe herkommen.
Der Urknall war ja ein Ausdruck eines Wissenschaftlers, der eben nicht daran glaubte sondern die Steady State Theorie favorisierte. Also das abwertend beschrieb.
Beim schwarzen Loch wurde anfangs noch von einem dunklen Körper gesprochen. Erst Wheeler prägte dann den Begriff, der heute genutzt wird.
Was ein schwarzes Loch tatsächlich ist, entzieht sich uns sowieso.
Ach ja, schwarzes Loch.
Neues Gravitationswellensignal: Schwarzes Loch frisst Neutronenstern - Spektrum der Wissenschaft
"Schwarzes Loch" war bewusst nicht in meiner Liste. Ein schwarzes Loch ist schwarz und es hat Gemeinsamkeiten mit einem Loch (Dinge verschwinden darin). Wir können seine Lokalität exakt eingrenzen und seine Wirkung exakt beschreiben, ein schwarzes Loch ist ein zwar sehr ungewöhnliches und aufgrund seiner Eigenschaften nicht bis innere erforschte Objekt, aber das wars dann auch. Es ist nichts außerhalb unseres Universums.
Also,
1. Auch Kacken ist eine Naturwissenschaft
? Na wenn dir dadurch neue Erkenntnisse kommen, herzlichen Glückwunsch.
2. "außerhalb des Geltungsbereiches der Naturgesetze" gibt es nicht. Die Natur ist per Definition allumfassend und kann sich nicht von sich selbst ausschließen.
Nein, die "Natur" ist nicht per se allumfassend. Sonst würde sie schlicht "alles" heißen. Die Natur umfasst nur das physische Universum. Weder erstreckt sich der Geltungsbereich der Naturgesetze über die Grenze des Universums hinaus, noch behandeln Naturwissenschaften geistige Dinge.
3. Es wird ja etwas gemessen, aufgrund dessen man ja mit diversen Theorien um die Ecke geschlichen kommt. Eine Expansion des Universums wird gemessen -> was expandiert, warum, wohin, was war vorher, warum kollabiert es nicht, wenn es nicht kollabiert warum es dann vorher singulär... usw. Diverse "philosophische" Fragen drängen sich ja regelrecht auf und müssen naturwissenschaftlich angegangen werden. Da muss man evtl. auch mal neue Messgeräte bauen.
Nicht nur eventuell. Man hat etwas unbekanntes - man muss es vermessen. Das ist einer der beiden Grundpfeiler der Naturwissenschaft (mit Experimenten tun sich Astrophyisker immer so schwer

). Was keine Naturwissenschaft ist: Ich versteh da was nicht, deswegen rede ich darüber, wie es außerhalb unseres Univesums aussieht.
4. Die Fragen die man versucht zu beantworten sind keine, welche die Mathematik interessiert.
Kein Problem. Umgekehrt interessiert die Mathemaik ziemlich wenige
Und wann soll die Suche in der Physik abgeschlossen sein? Genaugenommen wissen wir immernoch nicht was Materie überhaupt ist, soll man also bis zum Erlangen der grundlegensten Grunderkenntnis alles mit irgendwelchen Variablen bezeichnen? Klingt jetzt nicht so vorteilhaft.
An sich ist die Namensvergabe ja auch an sich schon ganz witzig. Bei "Welleteilchendualismus" weiß man sofort wo historisch das Problem lag und wie man messtechnisch versucht hat es zu lösen. Genauso bei "Dunkle Materie" die man messen kann aber nicht sieht, ist doch praktisch

.
Man sollte aber im Hinterkopf behalten, welche Teile des Namens durch Beobachtungen entstanden sind und welche nicht. Dunkle "Materie" hat beispielsweise mit "heller" Materie so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Man kann nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass dunkle Materie eine Gravitationsquelle ist, denn wir beschreiben damit nur die Abweichung zahlreicher Beobachtungen von den Vorhersagen unseres Graviations-Verständnis. Es kann gut sein, dass der Fehler da begraben liegt und es "dunkle Materie" gar nicht gibt; da sie abseits der beobachteten gravitaitonsartigen Auswirkungen keinerlei andere Gemeinsamkeit mit heller Materie hat, ist es aber sehr gut möglich, dass es sich gar nicht um eine Form von Materie handelt, weswegen man sie irgendwann nicht mehr so nennen wird. So wie heute niemand mehr Licht als Ätherwelle bezeichnet, nur weil es eine Gemeinsamkeit mit Wasserwellen hat. Die angedeutete Theses eines interstellaren Äthers hat dennoch über ein Viertel Jahrhundert lang die Gedanken der Gelehrten im Kreis laufen lassen. Genauso wie heute an allen Ecken und Enden für Erklärungen dafür gesucht wird, warum trotz jeder Menge "dunkler Materie" so rein gar nichts auf Materie hinweist.