Der "Naturwissenschaften" Thread

Er meint wohl diese hypothetische Teilchen:Tachyon – Wikipedia

Bei denen alles negativ, bzw umgekehrt ist.

Exakt. Es gibt zwar keine Möglichkeit, aus dem normalen Unterlichtgeschwindigkeitsbereich an derartige Teilchen ranzukommen, weil so ziemlich alles gegen unendlich strebt, wenn man sich c annähert (egal von welcher Seite), aber die Gleichungen sind afaik alle für v>c lösbar. Unendliche Geschwindigkeiten sind nicht unmöglich (es ist nur praktisch unmöglich, von v<c dorthin zu beschleunigen), sie liefert nur ungewöhnlich Ergebnisse. Z.B. eine rückwärts laufende Zeit. Eine UNBEGRENZT SCHNELL rückwärts laufende Zeit, während es für kein Teilchen eine Möglichkeit gibt, die Gleichungen so zu lösen, dass die Zeit schneller als mit dem von uns gewohnten Schneckentempo vorwärts läuft. Damit widerspricht die Relativitätstheorie dem Paradigma eines symmetrischen Universums, die Richtung einer Bewegung in der vierten Dimension ist keineswegs relativ, sondern es gelten spezifische Grenzen nur in einer Richtung.
 
Dabei hat Albert Einstein ja zuerst an ein statisches Universum geglaubt und die "kosmologische Konstante" eingeführt. Und wenn etwas statisch ist, dann müßte es nach meiner Auffassung auch symmetrisch sein.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.:D

Edit: Und das Universum ist ja auf großen Skalen auch homogen oder nicht?
Außerdem ist die kosmische Hintergrundstrahlung meines Wissens auch gleichmäßig verteilt.

Oder habe ich etwas völlig falsch verstanden?:what:
 
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Tja, das ist immer das Problem mit dem statischen Universum. Das besagt ja, dass es schon immer so war, wie es heute ist und auch morgen nicht anders sein wird.
Das Dilemma ist dabei, dass die Sterne irgendwann das Gas verbraucht haben und es keins mehr gibt, um neue Sterne bilden zu können.
Das sehen wir heute bei M87. Sie ist arm an Gas, also auch arm an neuen Sternen und Sternentstehungsgebieten.
Die Milchstrahle hingegen ist reich an Sternentstehungsgebieten.

Allerdings wusste man damals auch noch nicht, dass sich Galaxien zu Galaxienhaufen gruppieren. Oder dass sich die Andromeda Galaxie der Milchstraße nähert und sie mit ihr verschmelzen wird.
Das zeigt ja, dass das Universum dynamisch ist. Allerdings gibt es die kosmologische Konstante ja wieder. Sie wird verwendet, um die beschleunigte Ausdehnung der Raumzeit mathematisch zu erklären.
 
Ich hatte meinen Beitrag gerade eben noch editiert.
Allerdings wusste man damals auch noch nicht, dass sich Galaxien zu Galaxienhaufen gruppieren. Oder dass sich die Andromeda Galaxie der Milchstraße nähert und sie mit ihr verschmelzen wird.
Das zeigt ja, dass das Universum dynamisch ist.
Ja es gibt lokale Verklumpungen, aber ich meine auf sehr großen Skalen. Da müßte Materie doch homogen verteilt sein.

Allerdings gibt es die kosmologische Konstante ja wieder. Sie wird verwendet, um die beschleunigte Ausdehnung der Raumzeit mathematisch zu erklären.
Achso ok. Ich dachte das wäre irgendwie ein Gegensatz.
 
Ja es gibt lokale Verklumpungen, aber ich meine auf sehr großen Skalen. Da müßte Materie doch homogen verteilt sein.

Ist sie eben nicht. Das zeigt die Hintergrundstrahlung. Da gibt es Abweichungen in der Temperatur. Sehr kleine Abweichungen, aber messbar und das zeigt, dass es in der frühen Phase des Universums einen Symmetriebruch gegeben haben muss.
Die leuchtende Materie konnte sich erst rund 300.000 Jahre nach dem Urknall bilden, weil es zuvor einfach schlicht zu heiß war. Trotzdem muss sich in der Zeit etwas gebildet haben, das eben die Abweichungen erklären kann und das muss die dunkle Materie gewesen sein.
Das Problem ist -- war die dunkle Materie heiß? Oder war sie kalt?
Wenn die dunkle Materie heiß war, wie kann sie sich abgekühlt haben? Abkühlung funktioniert nach unserem Verständnis nur durch Strahlung. Dunkle Materie wechselwirkt aber nicht mit Strahlung.
die Dunkle Materie muss aber kalt sein, denn sonst hätte sie keine Gravitationstöpfe bilden können, in der die leuchtende Materie dann hineingefallen ist.
Fragen über Fragen. :ugly: :D
 
Fragen über Fragen. :ugly: :D

Ja,
die alles erklärende Weltformel werden
wir niemals finden,

dazu sind wir zu dämlich,
und die Zeit rennt uns auch weg. :ugly:

Bloß mal nur so am Rande,
einer der ehemaligen Top-Poster hier im Forum,

wird mich demnächst mal privat besuchen. :)

Ist also doch nicht ganz so sinnlos,
das Ganze. :D
 
Ich hab mal eine Frage. Habe mir gerade YouTube Videos angeschaut über das Doppelspaltexperiment. Zu Efrischung: Einzelnd abgefeuerte Teilchen fliegen durch eine kleine Wand mit zwei Schlitzen und prallen auf eine Wand dahinter. Detektoren an den Schlitzen messen für welchen Schlitz sich das Teilchen entscheidet, den linken oder den rechten, dementsprechend auch zwei Aufprallflächen auf der Wand am Ende. Misst man nicht und die Dedektoren sind aus, so entsteht das wellenartige Inteferenzmuster. Daraus schließt man dass jedes Teilchen wie eine Welle beide Schlitze auf einmal nimmt. So weit so gut.

Gedankenexperiment: Angenommen uns gelingt es hinter der Aufprallwand am Ende, ein Messgerät hinzustellen welches im Nachhinein genaustens messen kann ob ein Teilchen wirklich beide Schlitze auf einmal durchquert hat. Sprich eine Messung nach der Interaktion so dass die Teilchen keine Chance mehr haben ihr Verhalten zu ändern. Dann dürfte das Inteferenzmuster ja nicht mehr verschwinden oder ?

Wäre dem doch so und die Inteferenz hebt sich trotzdem auf, könnte man dann schlussfolgern dass unscharfe Teilchen nicht nur zu jedem Zeitpunkt an mehreren Orten exystieren können, sondern dass sie auch gleichzeitig zu verschiedenen Zeitpunkten exystieren ? Sprich unscharf auch in der Zeit, exystierend in Vergangenheit und Zukunft zugleich ?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaube wenn wir solche Messgeräte hätten irgendwann alle Lotterien auf der Welt dicht machen dürften :D
 
Ich hab mal eine Frage. Habe mir gerade YouTube Videos angeschaut über das Doppelspaltexperiment. Zu Efrischung: Einzelnd abgefeuerte Teilchen fliegen durch eine kleine Wand mit zwei Schlitzen und prallen auf eine Wand dahinter. Detektoren an den Schlitzen messen für welchen Schlitz sich das Teilchen entscheidet, den linken oder den rechten, dementsprechend auch zwei Aufprallflächen auf der Wand am Ende. Misst man nicht und die Dedektoren sind aus, so entsteht das wellenartige Inteferenzmuster. Daraus schließt man dass jedes Teilchen wie eine Welle beide Schlitze auf einmal nimmt. So weit so gut.

Gedankenexperiment: Angenommen uns gelingt es hinter der Aufprallwand am Ende, ein Messgerät hinzustellen welches im Nachhinein genaustens messen kann ob ein Teilchen wirklich beide Schlitze auf einmal durchquert hat. Sprich eine Messung nach der Interaktion so dass die Teilchen keine Chance mehr haben ihr Verhalten zu ändern. Dann dürfte das Inteferenzmuster ja nicht mehr verschwinden oder ?

Wäre dem doch so und die Inteferenz hebt sich trotzdem auf, könnte man dann schlussfolgern dass unscharfe Teilchen nicht nur zu jedem Zeitpunkt an mehreren Orten exystieren können, sondern dass sie auch gleichzeitig zu verschiedenen Zeitpunkten exystieren ? Sprich unscharf auch in der Zeit, exystierend in Vergangenheit und Zukunft zugleich ?

Es verschwindet nichts "im Nachhinein" und man kann auch zu keinem anderen Zeitpunkt, als "jetzt" messen, das Messgerät ist auch schon da: die Wand.

Das "Messen" vor dem Spalt dient nur dazu den Ort des Teilchens durch Wechselwirkung festzulegen. Du kannst auch am Spalt messen, in einem Schlitz wieder einen Doppelspalt aufstellen und hast wieder Interferenzmuster.
 
Es verschwindet nichts "im Nachhinein" und man kann auch zu keinem anderen Zeitpunkt, als "jetzt" messen, das Messgerät ist auch schon da: die Wand.

Das "Messen" vor dem Spalt dient nur dazu den Ort des Teilchens durch Wechselwirkung festzulegen. Du kannst auch am Spalt messen, in einem Schlitz wieder einen Doppelspalt aufstellen und hast wieder Interferenzmuster.

Du kannst aber nicht bei zwei Schlitzen messen und ein Inteferenzmuster erhalten. Ergo kann man nicht messen dass ein Teilchen wirklich durch zwei Schlitze gleichzeitig fliegt. Desswegen ja mein Gedanke mit einer hypotetischen versetzten Messung der Schlitze nach dem Aufprall.
 
Du kannst aber nicht bei zwei Schlitzen messen und ein Inteferenzmuster erhalten. Ergo kann man nicht messen dass ein Teilchen wirklich durch zwei Schlitze gleichzeitig fliegt.

J,a das geht nicht. Dann wäre die Prämisse durch sich selbst widerlegt.

Desswegen ja mein Gedanke mit einer hypotetischen versetzten Messung der Schlitze nach dem Aufprall.

Das Interferenzmuster auf der Wand ist die Messung und diese Messung zeigt den Wellencharakter der Teilchen. Mehr braucht man nicht ;).
 
Gedankenexperiment: Angenommen uns gelingt es hinter der Aufprallwand am Ende, ein Messgerät hinzustellen welches im Nachhinein genaustens messen kann ob ein Teilchen wirklich beide Schlitze auf einmal durchquert hat. Sprich eine Messung nach der Interaktion so dass die Teilchen keine Chance mehr haben ihr Verhalten zu ändern. Dann dürfte das Inteferenzmuster ja nicht mehr verschwinden oder ?

In dem Moment, wo du misst, beeinflusst du schon die Messung. Elementarteilchen verhalten sich so, wie man sie misst. Entweder als Teilchen oder als Welle.
Diese Unschärfe kannst du auch nicht abstellen, egal wie gut oder genau du misst.
 
J,a das geht nicht. Dann wäre die Prämisse durch sich selbst widerlegt.

Genau darüber bin ich mir ja nicht so sicher. Was wäre denn wenn sich nach einer Messung die nach dem Aufprall stattfindet aber trotzdem sagen kann ob beide Schlitze von einem Teilchen benutzt wurden, die Inteferenz dennoch aufhebt ? Dann wäre die Welleneigenschaft der Teilchen nicht mehr an den Moment der Messung gebunden. Sprich nicht nur unscharf im Raum sondern auch unscharf in der Zeit.


Das Interferenzmuster auf der Wand ist die Messung und diese Messung zeigt den Wellencharakter der Teilchen. Mehr braucht man nicht ;).

Beide Messungen sind Messungen. Die an den Schlitzen zeigen den Teilchencharakter ;)
 
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In dem Moment, wo du misst, beeinflusst du schon die Messung. Elementarteilchen verhalten sich so, wie man sie misst. Entweder als Teilchen oder als Welle.
Diese Unschärfe kannst du auch nicht abstellen, egal wie gut oder genau du misst.

Ich spreche davon sie zu messen nachdem sie sich schon als Welle verhalten haben, um ihre Position bei Unschärfe im Nachhinein sichtbar zu machen.

Die Annahme ist ein Gerät das rückfolgend nachvollzieht ob ein Teilchen beide Schlitze gleichzeitig durchquert hat. Würde das Teilchen dann beide Schlitze durchqueren ?
 
Genau darüber bin ich mir ja nicht so sicher. Was wäre denn wenn sich nach einer Messung die nach dem Aufprall stattfindet aber trotzdem sagen kann ob beide Schlitze von einem Teilchen benutzt wurden, die Inteferenz dennoch aufhebt ? Dann wäre die Welleneigenschaft der Teilchen nicht mehr an den Moment der Messung gebunden. Sprich nicht nur unscharf im Raum sondern auch unscharf in der Zeit.
Es finden etliche Wechselwirkungen (Messungen) auf der Leinwand statt. Man sieht das Interferenzmuster aber.
Beide Messungen sind Messungen. Die an den Schlitzen zeigen den Teilchencharakter ;)

Nein, die Messung an den Schlitzen misst wie die Wand auch nur den Ort, ändert aber in dem Moment den Charakter und damit die Ausgangssituation.

Ich spreche davon sie zu messen nachdem sie sich schon als Welle verhalten haben, um ihre Position bei Unschärfe im Nachhinein sichtbar zu machen.

Die Annahme ist ein Gerät das rückfolgend nachvollzieht ob ein Teilchen beide Schlitze gleichzeitig durchquert hat. Würde das Teilchen dann beide Schlitze durchqueren ?

Wenn man hinsehen könnte, ohne zu Wechselwirken, würde man eine Wellenfront "sehen".
 
Wenn man hinsehen könnte, ohne zu Wechselwirken, würde man eine Wellenfront "sehen".

Das würde man zwar erwarten aber eine Garantie gibt es nicht. Desswegen lautet ja meine Frage: Was wenn wir erst nach dem Aufprall mit der Messung eingreiffen, das Teilchen sich im Experiment aber trotzdem wie ein Teilchen verhält und sich für einen Schlitz entscheidet ? Als würde es wissen dass es nach dem Aufprall gemessen wird.

Wie könnte man ein solches Verhalten erklären ?
 
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