Sehe ich anders.
Es wird jetzt schon daran gebastelt und wer weiss denn heute schon, wo die Technik in 100 Jahren ist.
Das ist keine Frage der Technik, weil bei einem herkömmlichen Sonnensegel und insbesondere bei einem Sonnensegel, dass in einem (noch nicht) besiedelten System eingesetzt werden soll, die Energiequelle in Form des Zentralgestirns bereits feststeht. Selbst mit dem perfektesten Sonnensegel kannst du nicht schneller als der Sonnenwind werden und du kannst überhaupt nur innerhalb dessen Wirkungsbereiches beschleunigen. Also außerhalb des Sonnensystems gar nicht mehr und innerhalb nur bis auf ein paar 100 km/s, aber nicht annähernd auf relativistische Geschwindigkeiten. Dafür bräuchtest du einen Laser-Antrieb und der funktioniert als Bremse halt nur, wenn du zu Orten reißt, wo du schon einen Laser installiert hast.
Sehe ich auch anders.
Weltraumlift – Wikipedia
Wenn es tatsächlich gelingen würde, Graphen als Material für das seil benutzen zu können, reden wir lediglich über knapp < 10.000 Tonnen Gewicht bei der in Wiki postulierten Länge.
Ich lese da nirgendwo etwas von 10000 t, aber was von 2,3 t/m³. Wären also 4400 m³ respektive aufgeteilt auf 150 Mm ein Querschnitt von 5 mm. Das ist kein Weltraumlift, dass ist ein Bindfaden der vielleicht mit viel Glück sich selbst halten würde, aber keine Scherkräfte. Desweiteren resultieren die sensationellen Eigenschaften von Graphen allein daraus, dass eine Atomlage dünn ist. Damit kommst du nirgendwo hin und in dem Moment, wo man viele Lagen flachen Kohlenstoffs stapelt, formen sie sich automatisch zu Graphit um. Die molekulare Sturktur von Graphen ist in makroskopischen Maßtäben einfach instabil. Für einen Weltraumlift kannst du maximal Nanotubes nehmen, aber wie deren Name schon nahelegt: Auch die gibt es nicht als Monofilament in der benötigten Länge. Selbst wenn man sie fertigen könnte, wären sie extrem brüchig. Die makrsokospisch erreichbare Festigkeit ist also auf die Verbindungskraft zwischen zwei Tubes beschränkt und ratz fatz werden aus deinen 10000 t mehrere Millionen, wenn es überhaupt noch halten kann.
Das hat sich beim letzt gehörten Vortrag von Prof. Merbold anders angehört, aber nun gut.
Ich will nicht ausschließen, dass man mittlerweile weitergehende Theorien hat; wie bei so vielen relativistischen Themen klafft eine riesige Lücke zwischen Dokus, die die spannendsten (uralt bekannten) Effekte anschaulich ausmalen und dabei soweit vereinfachen, dass alles (nur kein Inhalt) in 45 Minuten passt und mathetischen Abhandlungen, die man ohne einschlägiges Studium nicht mehr versteht. Aber das war mein letzter Stand: Die Mechanismen des Albuquerre drive ließen sich allenfalls für eine Art Schnellstraße nutzen, wenn man Vorrichtungen mit den entsprechenden (technisch unmöglichen) entlang einer Kette anordnet. (astronomisch unmöglich, da wir eben von planetengroßen Massen sprechen)
Im Prinzip ist das Ganze nur ein Gleichungskonstrukt, demnach eine Raumzeitverzerrung der Reihenfolge komprimiert-normal-expandiert nicht der allgemeinen Relativitätstheorie wiederspricht. Aber das wäre so wie wenn man aus "es gibt Reibung" schlussfolgert "wir können Autos bauen".
Und wozu?
Wenn jeder, der irgendwann eine Entdeckungsfahrt in der Vergangenheit machen wollte, diese Frage im Vorfeld gestellt hätte, würden wir heute noch in Höhlen sitzen.
Jeder, der auf der Erde eine Entdeckungsfahrt unternommen hat, wusste, dass er bei Erfolg mit deren Ergebnissen zurückkehrt und dass andere die Fahrt für weitere Mehrung von was-auch-immer wiederholen können. Das ist bei interstellaren Reisen mit uns bekannter Technik beides nicht der Fall. Und jeder historische Entdecker wusste, dass es Ziele für seine Fahrten gab, an denen es Substanzen gibt, die ein vielfaches mehr Wert sind, als die Reise kostet. Bei einer interstellaren Reise steht von vorneherein fest, dass kein einziges Element im Universum diese Bedingung erfüllt, weil man jedes zu einerm geringeren Preis im lokalen Teilchenbeschleuniger herstellen könnte.
Ich gehöre zu denen , die jederzeit die Gelegenheit nutzen würden, ein one-way Ticket zum Mars zu bekommen (habe mich in der Tat angemeldet, liege aber wg. meinen 53 Jahren weiter hinten) oder wäre der Erste, der sich freiwillig für ein Generationenschuff melden würde.
Es gibt nun mal Abenteurertypen und andere Menschen und ich gehöre zur ersten Gruppe.
"Ich will ein Abenteuer erleben" war aber noch nie der Ausgangspunkt für die Ausrüstung einer Expedition durch jemand anderes. Sondern nur für selbst bezahlte Touristen-Safaris
Berufsoptimist, ich glaube an den Erfolg solch einer Mission und ich wüsste nicht, was dagegen spricht, es auszuprobieren.
Ich hab nichts zum Erfolg der Mission gesagt, nur dass deine Zusammenstellung nicht vom geringsten Bewusstsein für die zu bewältigenden Probleme spricht.
Welche denn?
Das einzig spekulative ist der Warp-Antrieb, der rechnerisch funktioniert, aber eben hochspekulativ ist.
Nein, nicht der Antrieb wurde durchgerechnet, nur der Mechanismus über den er Schub generiert. Sie obigen Vergleich: Das ist so wie wenn du weißt, dass ein Rad Vortrieb erzeugen könntest, aber weder was ein Rad, was eine Achse noch ein Motor ist. Geschweige denn Energiequellen für letzteren kennst. Wie beschrieben: Die einzige Möglichkeit zur Verzerrung der Raumzeit die wir kennen, sind große Massen. Für einen steuerbaren Warp-Antrieb bräuchte man an- und abschaltbare Verzerrungen. Die Physik erlaubt es aber nicht, Massen ein- und auszuschalten. Ohne FTL-Antrieb fallen aber alle anderen eure Pläne in sich zusammen.
Generationenschiff? Die Flugzeit zum nächsten potenziell bewohnbaren Planeten übersteigt die Lebensdauer sämtlicher menschlicher Zivilisationen. Wir sind noch nicht einmal in der Lage, die soziologische Komponente langlebig für so eine Mission zu machen, von der ökologischen oder gar der technischen ganz zu schweigen.
Realistischer ist das Bild jetzt auch nicht.
Es war die beste Annäherung an eine direkte Fotografie, die ich finden konnte.
Ja die Effizienz ist dabei erhöht da möglichst viele Raumvolumen und Oberfläche eingenommen werden kann.
Ist mir nur aufgefallen das es bei der Lunge quasi umgekehrt ist. Wobei der Sinn der Verästelungen ja quasi der selbe ist.
Ok in der Lunge sind es Lungenbläschen und keine Blätter oder Nadeln.
Lungen versuchen möglichst große innere Oberfläche in möglichst kleinem Volumen ausgehend von einem Urdarm auszubilden.
Bäume versuchen eine möglichst große äußere Oberfläche mit möglichst geringem Materialeinsatz bei ausreichender Stabilität auszubilden.
Das ist schon ziemlich unterschiedlich und wenn man sich reale Bäume und die Lunge anguckt, dann wird man auch schnell feststellen, dass es deutliche Unterschiede in den Verästelungsmustern gibt. Viele Bäume setzten zum Beispiel auf einen zentralen Stamm mit zahlreichen Abzweigungen; mit Ausnahme komplett einzeln stehender Bäume gibt es diese außerdem erst in großer Höhe und weitere Abzweigungen erst in großem Abstand. Wirklich fein wird es bei Pflanzen oft erst sehr weit außen, wo tatsächlich das Kronendach aufgespannt wird. Lungen dagegen verästeln sich früh und dann in kurzen Abständen immer weiter in ihrem gesamten Volumen.