Eine mögliche Lösung wäre, lange vor erreichen des Zielsystems wieder ein Sonnensegel zu entfalten, ob das reicht - keine Ahnung.
Das "reicht" genauso gut, wie ein Sonnensegel "reicht", um überhaupt erstmal auf Reisegeschwindigkeit für interstellare Entfernungen zu kommen:
Kein Bisschen. Zumindest wenn wir in humane Zeiträumen denken.
Darum das ziehende Gegengewicht. Das Aufbaukonzept ist in der Tat noch "nicht ganz" gelöst, ebenso die Materialfrage. Bestimmte Metallwisker, also einkristalle und Kohlenstoffwerkstoffe haben theoretisch eine Zugfestigkeit, die hoch genug ist.
Dumm nur dass meterdicke Einkristalle nicht die nötige Elastizität für etwas haben, dass von dauer sein soll.
Relativ einfach, man braucht viel weniger Energie, um Nutzlasten in den Orbit zu schießen.
Es bedarf immer noch irgend eines Antriebes aber Wicki erklärt dies recht anschaulich:
Weltraumlift – Wikipedia
Und wenn viel mehr Masse in den Orbit für viel, viel weniger Geld befördert werden kann, so sind auch Raummissionen zu weiter entfernten Zielen deutlich günstiger und somit häufiger und/oder umfangreicher.
Mit den Massen, die so ein Lift verschlingen würde, könnte man eine ganze Menge Missionen durchführen...
Theoretisch ist ein Warp-Antrieb möglich, der wissenschaftliche Nachweis wurde erbracht.
Alcubierre drive - Wikipedia
Dass hierfür noch ein paar "Kleinigkeiten" wie Teilchen mit negativer Masse gefunden werden müssten, lasse ich jetzt mal außen vor
Gerne außen vorgelassen wird, dass man mehrere Jupiter mit dieser Masse bräuchte, dass man diese Massen an und ausschalten können muss und dass sie sich dummerweise außerhalb der Warpblase befinden, weswegen das Konstrukt eine Reisereichweite von ein paar 100 m ermöglicht. Aber die ganz schnell!

"möglich"
Auch hier wird sicherlich keiner nahe an C herumdüsen, aber man könnte sich durchaus vorstellen, dass eine "Standardgeschwindigkeit" von 1/3 oder 1/2 C praktikabel erreichbar wäre und ein Austausch von Menschen und Material innerhalb von einer Generation zu nahen Systemen möglich wäre.
Aber wozu? Diese Energiemengen sind so groß, dass du die Materie auch ebensogut künstlich mit Fusion/Fission erzeugen könntest und die Menschen, die so eine Reise machen, würden schon allein wegen der Zeitdillatation jeglichen Bezug zur Gesellschaft verlieren und damit alles, was einen spezifischen Menschen definiert.
Das einzige, was wir vielleicht mal zu einem anderen Planeten schicken werden außer Robotern und Sendeanlagen, die Wissen zurückschicken sollen: Befruchtete Eizellen, eine künstliche Gebärmutter und Maschinen, die in der Lage sind, ein paar Menschen großzuziehen.
Keine Ahnung, bei 8 Mrd. (??) Menschen und 20.000 Raumreisenden kann die Lösung für die Meisten eh nur ungerecht ausgehen.
Für mich persönlich wären logische Kriterien (unvollständig):
-Möglichst jung, am besten hochgebildete aber auch handwerklich außerordentlich begabte Teenager, keiner über 30 Jahre alt.
-extrem hohe Gendiversifikation um Missbildungen und Degeneration über Generationen hinweg soweit wie möglich einzudämmen.
-extrem zeugungsfähig und gebärfreudig um innerhalb einer Generation an Bord schon zu Lebzeiten der ersten Generation das Wissen und handwerkliche Fähigkeit weiterzugeben.
-extrem hohe Sozialkompetenz und Teamfähigkeit.
-extrem niedriges Aggressionsverhalten
-....
Jung? Gebärfreudig? Was willst du damit in einem Generationenschiff? Ehe das auch nur 1/100tel seiner Mission erfüllt hat, sind alle tot, die an Bord gegangen sind. Und die, die nach ihnen kommen, erstrecken sich bunt über alle Altersklassen und ihre Gesamtzahl ist fix durch die Lebenserhaltungskapazitäten vorgegeben.
Man könnte sich natürlich mal den Warp Antrieb der Enterprise genauer anschauen.
Wenns den/die gäbe, könnte man das.
Da es beides nicht gibt, kann man das nicht.
Ich denke, es ist legitim + förderlich über künftige Technologien zu sprechen, sofern ein belegbarer wissenschaftlicher Ansatz vorhanden ist
Die Umsetzung ist naturgemäß wieder was völlig anderes.
Ich darf an die tollen Fortschrittsgemälde aus den USA der 50ger erinnern, auf denen heckflossenbewehrte Straßenkreuzer mit Mini-Atomantrieb dargestellt waren.
Damals eine technische Unmöglichkeit und recht spekulativ, heutzutage gibt es Mini-Reaktoren mit unter 250kg Gewicht, die vereinzelt sogar schon getestet wurden.
Dass diese heute nicht kommerziell umgesetzt werden, hat nahe liegende, ganz andere Gründe.
Das war schon damals technisch so gut wie möglich. Ihr redet hier dagegen über Dinge, die physikalisch unmöglich sind. Und die Naturgesetze haben die letzten Jahrmillionen keine großen Fortschritte hinsichtlich der Möglichkeiten gemacht.
Die sieht echt geil aus!
Nie vergessen: Nahezu alle Astronomiebilder sind fake/nachbearbeitet. Spätestens wenn etwas bunt ist, stammt es nicht direkt von einem Teleskop. Hier mal eine etwas realistischere Sichtweise:
The Halo of M104