AW: Was ist Realität, Wahrheit oder Wirklichkeit?
Es ist ja nicht "0", sondern 1. Nämlich den einen Fall den wir kennen und das ist unsere Erde.
Davon wird auch in der Drake Gleichung ausgegangen:
Drake-Gleichung – Wikipedia
Wir reden von Wahrscheinlichkeiten. Und die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Leben ist garantiert nicht "1" (="Leben entsteht immer und unter allen Bedingungen an allen Orten"). Sie ist auch nicht exakt null (siehe Beispiel #1 "Erde"), aber sie ist möglicherweise verdammt nahe dran an 0 (siehe alle andern bislang unersuchten Beispiele). Es mag leicht zu erscheinen aus der Zahl der Planten im Universum abzuleiten, dass es anderes Leben geben "muss" und ich bin der letzte, der das ausschließen möchte, aber das ist nichts weiter als subjektives rumstochern in Zahlendimensionen mit denen Menschen bekanntermaßen große Probleme haben.
10^1? Locker 10^2? Jeder größere Einkauf. 10^3? Einige Leute haben schon Probleme, jeden Monat Summen dieser Größenordnung zu verwalten. 10^4, 10^5, 10^6? Spätestens wenn es an Auto-/Hauskäufe geht, zeigen gute Verkäufer regelmäßig, wie wenig rational die meisten Menschen mit solchen Zahlen umgehen können, respektive wie leicht sich das ausnutzen lässt. ("wir wollen ein Auto für 20000" "hier haben wir ein für 25000 und es gibt noch dieses Extra für 5000 und diese Extras für 10000" "das ist viel zu teuer" "ich mach ihnenen ein superangebot: 5000 Rabatt" "gekauft"). 10^7 (
VerdienstGehalt eines Spitzenmanagers), 10^8 (z.B. Flüchtlinge), 10^9 (nutzloses Rüstungsprojekt zugunsten eines sogenannten "mittelständischen" Unternehmens), 10^10 (Subventionen für die Automobilindustrie oder Stromkonzerne), 10^11 (Umwelt-, Gesellschafts-,... Folgekosten, die "für Arbeitsplätze hingengenommen werden müssen") und 10^12 (Staatsverschuldung) sind dann Dimensionen, die so ungewohnt sind, dass sie am Stammtisch zu ein und demselben verschmelzen. Dabei sind die Unterschiede größe, als zwischen dem Taschengeld mancher Schüler und dem (laut besagten Stammtischen für 0 Leistung bezogenen) Diäten des gesamten Bundestages. Und jetzt kommt man an mit 10^11 Galaxien zu je 10^11 Sternensystemen zu (grob gerundet) 10^1 Planeten und "verrechnet" das intuitiv mit der gänzlich unbekannten Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Leben? Wenn jeder 1000te Planet ähnlich gute Bedingungen wie die Erde liefert (das scheint die Größenordnung in unserer näheren Umgebung zu sein), die Chancen für die Entstehung von Leben unter diesen Bedingungen aber bei 1^-20 pro 1 Milliarden Jahre liegt, dann könnten wir immer noch die einzigen im bekannten Universum sein. Wenn sie bei 1^-15 liegt und andere etwas mehr Kolonisierungseifer zeigen, dann gibt es vielleicht aber auch mehr Planeten mit intelligentem Leben, als es intelligente Lebewesen auf der Erde gibt. Wir wissen es schlichtweg nicht.
Ohne dieses Wissens ist die Drake-Gleichung aber so nutzlos, wie 7. Klasse Prozentrechnung ohne Wissen über die deutsche Gesetzeslage beim Nachvollziehen Steuererklärung.
Es ist sehr ignorant zu glauben wir wären die Einzigen in einem Universum dessen Größe unsere Vorstellungskraft bei weitem übersteigt.
Es gibt qausi keine Astrophysiker die nicht mehr an die Existenz von anderem Leben im großen weiten All glauben, da alles dafür spricht.
Ich denke nicht, dass der
Glaube von Astro
physikern bei der Beantwortung einer biochemischen Fragestellung sonderlich hilfreich ist. Es gibt auch Mathematiker, die Stein und Bein schwören dass die Erde um die 10000 Jahre alt ist, es gibt Juristen denen zu Folge VW-Dieselabgase gesund sind, Ölbohringenieure denen zu Folge das Klima abkühlt und Werbegrafiker, die die Titanic für unsinkbar hielten. Es soll sogar Fachinformatiker geben, die Mikro-Transaktionen für eine kundenfreundliche Idee halten. Manchmal sollte man aber lieber jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt und es hinzunehmen, wenn die Menschheit keine genaue Antwort kennt. "Wie macht man Leben?" ist so eine Frage.
Was hat das mit Ignoranz zu tun? Wir wissen es schlicht nicht und glaube hat in der Wissenschaft nichts zu suchen...
/triplesign.
Kann das wirklich jemand genau sagen? Wenn alles verstrahlt ist über sehr lange Zeit und der nukleare Winter eingezogen ist? Vielleicht werden wenige in Bunkern für eine gewisse Zeit überleben. Aber was danach kommt weiß wohl niemand.
Siehe ausführliche Darlegeungen in einem anderen Thread: Wir haben zwar das theoretische Know-How für solche Waffen, aber wir haben sie nicht/in nicht annähernd ausreichender Zahl für so ein Szenario gebaut. Und selbst wenn wäre es nicht schwer vorherzusagen, was danach käme: Repopulation. Hat nach den großen Pestepidemien auch geklappt. ****** macht halt Spaß.
Wenn gezielt darauf hingearbeitet wird, der externe Schadfaktor nicht mehr/nur noch vermindert wirkt (z.B. ein einmaliger Atomkrieg) und der Genpool nicht zu einseitig ist (mit etwas Glück aber auch dann - siehe Geparden) reicht ein dutzend Indidviduen als Ausgangspunkt für die Wiederbelegbung einer Art aus, ein paar 100 sind schon purer Luxus. Wir haben weltweit eine ganze Reihe von Bunkeranlagen, die jede für sich eine derartige Keimzelle sichern könnten. Wir sind sogar näher daran, eine vergleichbare Zahl von Menschen auf einen anderen Planten zu verfrachten, als an einer Zerstörung der Erde in einem Maße dass das solche Maßnahmen zur Arterhaltung erforderlich machen würde.
Wenn der Elefant ausstirbt wäre das sehr traurig aber hätte wahrscheinlich auf uns (und unsere Art) keinen großen Einfluss. Aber wenn die Temperaturen weiter so rasant steigen, Flüsse und Meere vergiftet werden und keine Rohstoffe irgendwann mehr verfügbar sind werden wir das zu spüren bekommen.
Wenn die Haupt-Proteinquelle für 1-2 Milliarden Menschen wegfällt, 500-1000 Millionen Menschen ihre Heimat respektive die dortige Lebensgrundlage verlieren und längerfristig 30-50% der Infrastruktur der Menschheit dem Meeresspiegelanstieg zum Opfer fallen, dann werden wir das ganz sicher zu spüren bekommen. Und was die resultierenden Kriege um die Verteilung des verbleibenden Restes und die durch die folgenden Völkerwanderungen bedingten Konflikte mit dem machen werden, was wir heute als Zivilisation bezeichnen, kann man sich nach dem Kinderkram der letzten Jahrzehnte auch in tiefschwarz ausmalen. Aber wer sich anguckt, unter welchen Bedingungen die Opfer eben dieser Ereignisse der jüngern Vergangenheit mehrheitlich überleben, dann weiß man auch, dass das die Art als solche nicht annähernd bedrohen wird.