Wie kommst du darauf? Den Eindruck habe ich eigentlich nicht.
Ich schon seit längerem.
Ich kann Lesch verstehen. Er hat sich seit den Anfängen von Alpha Centauri weiter entwickelt und weiß, was er machen muss, um beim Publikum zu landen. Da werde gerne mal Sprüche geklopft und dabei Klingonen diskriminiert.
Aber rein wissenschaftlich betrachtet labert er eben auch viel unnützes Zeugs und braucht ewig um zum Punkt zu kommen. Von einem Wissenschaftler erwarte ich, dass er ein wissenschaftliches Thema wissenschaftlich abarbeitet und die Stärken und Schwächen einer Theorie klar und eindeutig heraus kristallisiert.
Und wenn Lesch über Dinge redet, die nicht seiner Kernkompetenz betrifft (er ist ja Plasmaphysiker), redet er eben nach den wissenschaftlichen Papern, die man ihm vorgelegt hat. Das merkt man bei diversen Lesch Kosmos Folgen und Terra X folgen.
Ich hab absolut nichts gegen Lesch. Ich höre ihm gerne zu (und rechne meist nach.

Aber er muss sich wieder einem Thema mehr wissenschaftlich nähern. Auch wenns trocken ist und er mal eine Formel einsetzen muss. Durch die Mathematik haben wir die Natur verstanden und Mathematik hilft uns immer weiter. Mit ihr kann man jeden Flacherdler widerlegen.
ich schon...
Er rezitiert m. E. eher Oberlehrerhaft auf populärwissenschaftlicher Basis.
Das ist zweifellos für interessierte Laien gut verständlich.
Aber er stellt schon manches als unumstößliche Tatsache hin,
obwohl es bestenfalls Hypothesen sind.
Gerade in der Kosmologie.
Ein Videoformat kann nie komplett den Inhalt von wissenschaftlichen Arbeiten wiedergeben.
Er gibt gerne den allwissenden Vordenker, der immer mehr Ahnung hat als jeder anderer.
Er wurde halt vom Fernsehen verändert worden.
Man kann nur froh sein, dass er keine Beauty Tipps gibt.
Populärwissenschaft ist ja auch für den Laien und die breite Masse gemacht.
Aber man muss das Thema nicht darauf fokussieren, sondern bei den wissenschaftlichen Fakten bleiben.
Naja, er sagt schon wenn man etwas noch nicht weiß.
Und nachplappern tut er eigentlich auch nicht. Wie von Threshold behauptet.
Siehe oben. Wer da tiefer eintauchen will muß sich eben wissenschaftliche Arbeiten reinziehen und/oder das studieren.
Man muss nicht studieren. Ich hab so eben gerade die Sonderschule geschafft, durfte aber mein Auto aufm Lehrerparkplatz stellen

Das Problem ist, dass die Themen zu oberflächlich abgehandelt werden. Ich würde mir wünschen, dass man ein Thema vertiefen würde. Gerne 45min für eine Lesch Kosmos Folge und dazu Begleitmaterial, das sich Interessierte anschauen, nachlesen und ausarbeiten können, für Schule/Studium oder auch anderes.
Ich bin zwar schon ganz schön alt, aber da kann ich auch nicht weiterhelfen.
Ich dachte immer, dass du der Augenzeuge warst, der damals den ersten freien Sauerstoff der Erde eingeatmet hast.
Wobei es dann doch ein Unterschied macht, ob man Hypothesen zum Urknall aufstellt oder simpel die Überreste von Supernovae zählt und mittels Ausbreitungsgeschwindigkeit feststellt, wann die ungefähr hochgegangen sind.
Aber auch da gibt es Fehlerquellen, da man nicht genau weiß, wie die Schwerkraftverteilung war. Guck dir die Erde an. Da ging man davon aus, dass es so und so ist und inzwischen weiß man, dass die Erde eigentlich ine Kartoffel ist.
Knackpunkt sind da eher die veränderlichen Cepheiden.
Die Entfernungseichung ist halt auch nur eine mathematische Grundannahme und eine ebenso Annahme bzgl. des Massenverlustes der Sterne.
Eigentlich ist das nur Statistik. Da rechnet ja keiner, da werden nur Daten mit alten Daten verglichen und geschätzt.
Wir betreiben Astronomie in einem Zeitraum, der kosmologisch betrachtet kein Augenzwinkern ist.
Trotzdem meinen wir die Geheimnisse gelüftet zu haben, haben aber keine Ahnung, was Schwerkraft überhaupt ist und haben auch keinen Schimmer, wieso es überhaupt Materie gibt (da fand ich Lesch gut bei seinem Vortrag letztens. "wir haben echt einen Plan, haben herausgefunden, wie Materie aufgebaut ist, kennen die Gluonen, wissen, wie die Wechselwirkung funktioniert, wie sich ein Neutron in ein Proton verwandeln kann, aber haben keine Ahnung, was die verflixte Schwerkraft ist und wissen auch nicht, wieso sich Energie überhaupt in Materie verwandelt.") Da hat er aufgezählt, was wir alles gut können, hat aber gleichzeitig die Schwächen genannt. Gerade im Bereich der Kosmologie, dass wir nur 5% der Energie im Universum kennen und so.
im Prinzip haste da mit Sicherheit einen Fehler von irgendwas zw. +/-5-20% bei der Entfenungsbestimmung drinnen.
Das ist jetzt beim Alpha Centauri irrelevant, ob 4,3 oder 4,33 LJ entfernt, bei dem Andromeda sind das dann schon 2.5 oder 2.75 Mio. LJ.
Die 4,3 Lichtjahre kommen ja von der Parallaxenmessung. Die ist echt gut. Da glaube ich nicht an Fehlern.
Aber die ist irgendwann am Ende, da bewegt sich gar nichts mehr. Da brauchst du andere Methoden. Aber perfekt ist keine. Auch die Standardkerze vom Typ Supernova 1a ist alles andere als zuverlässig.
Im Zweifel ein gewaltiger Unterschied bzgl. Ankunftszeit für einen die Einsamkeit liebenden Raumfahrer.
Der muss erst mal einen Parkplatz für seinen 500.000km langen Trichter finden.
www.cosmos-indirekt.de
Was ich ja damit zum Ausdruck bringen wollte.
Je größer die Ursprungsmasse der Ausgangsmateriewolke, desto höher die Chance für die Ausbildung mehrerer Sonnen.
Klar, schon der nächste Nachbar ist ein Dreifachsystem und es ist kein Riese dabei, 8 LJ weiter hats mit dem Sirius geklappt.
Ich denke, dass die Sonne nicht der einzige Stern war, der aus der Gaswolke entstanden ist. Vielleicht war er es auch, der den Staub aufgesammelt hatte, bevor er verschwand.
Und in Sternenhaufen sieht es noch mal ganz anders aus. Oder guck dir den Orionnebel an. Ein Sternentstehungsgebiet wie man es nicht besser ausdenken könnte.
Wobei auch da wieder Mysterien bzgl. Staubmassen sind. dort gibt es welche (in Massen).
Aber Sirius B ist ja ein Weisser Zwerg und hätte eigentlich alles wegblasen müssen, als er er zur Nova wurde.
Was auch komisch ist, das System ist gemäß der Literatur irgendwas um die 250 Mio. Jahre alt.
Moment. Sirius soll 250 Mio Jahre alt sein? Kann doch nicht stimmen. Sirius A wird um 1 Milliarde Jahre alt, oder so. Wenn nach 250 Mio Jahre sein Begleiter bereits ein fertiger weißer Zwerg ist, wie ist dann dessen Entwicklung abgelaufen? Der muss ja deutlich mehr Masse gehabt haben als Sirius A. Wo ist dann dessen Masse geblieben, der heute die Masse der Sonne hat, wenn das nur ein weißer Zwerg ist, der in 250 Mio Jahre alles verbraucht hat, zur Nova wurde, die Hülle abgesprengt hat und dann ein weißer Zwerg wurde?
Das ist doch ein großes Rätselraten.
Wo genau ist denn der Mini-Planetare Nebel vom Sirus B, als er die oberste Hülle als Roter Riese absprengte?
Eben. Wo ist das hin und wo ist sein Magnetfeld geblieben? Und was ist mit dem Drehimpuls?

Als alter Bauigel verfüge ich nicht tiefgreifende Mathematische Grundkenntnisse.
Hauptsache, das Haus bleibt stehen.
Ach, die Schrödingergleichung kann eine Katze ausrechnen.
Die Rechenaufgaben hierfür ist meist banale technische Mechanik, max. mal ein paar finite Elemente bei einem Statisch unbestimmten System.
Das reicht nicht mal, um den korrekten Kurs von der Erde auf den Mars auszurechnen..
Für Kursberechnungen reicht es mal den Newton im Fernsehen gesehen zu haben.
