Der "Naturwissenschaften" Thread

Es ist eine Theorie im Verbund der häufig beobachteten Supererden in anderen Systemen.
"Muss" muss gar nix
Nö, Computermodelle belegen das. Nimmt man nur ein wenig andere Anfangsbedingungen, wandert Jupiter zur Sonne und kickt dabei alles weg, was da ist, inklusive Erde.
Unser Sonnensystem ist schon besonders.
Und natürlich gibt es viele andere Besonderheiten in anderen Planetensystemen.
 
Nö, Computermodelle belegen das. Nimmt man nur ein wenig andere Anfangsbedingungen, wandert Jupiter zur Sonne und kickt dabei alles weg, was da ist, inklusive Erde.
Unser Sonnensystem ist schon besonders.
Und natürlich gibt es viele andere Besonderheiten in anderen Planetensystemen.
Aber werter @Threshold , es ist eine Simulation, die zum bisher beobachteten in unserem System passt.
Unter der zwingenden Annahme, dass sich Klein-Planetensimale bis zur Erdumlaufbahn angesammelt haben.
Der Jupiter-Effekt versucht im Wesentlichen zu erklären, warum weiter draußen kein Gesteinsplanetenmaterial ist.

Die Annahme per se ist erst mal schlüssig, aber so lange wir kaum die Möglichkeit haben, winzige Brocken wie die Erde vor ähnlichen Sonnen wie die unsrige zu entdecken (wenn sie nicht gerade solitär unterwegs sind) und Gasriesen quasi alles optisch übertünchen, wissen wir nicht, ob das "Standard" oder nicht ist.

Wir haben mit dieser Beobachtung die Stichprobe 1/Indiz, dass prinzipiell nichts dagegen spricht, dass große Gasriesen ganz weit draussen entstehen.
Und dass wir auf Grund dieser einen Stichprobe noch mal unsere bisherigen Annahmen prüfen sollten
DAS sind die einzige Aussagen von dem Artikel.
Die Berechnungen fanden übrigens 2002 bis 2008 statt.
Die gesamte damals dafür zu Verfügung stehenden Rechenleistung findet sich mittlerweile "in jedem handelsüblichen Gaming-PC wieder" (übertrieben, ich weiss):D
Nachsimulieren mit deutlich leitungsfähigeren Systemen könnte also nicht schaden.

Die bekannten Planetenmechaniken deuten auf zwei Szenarios hin:
Ist er ähnlich weit wie jetzt Jupiter, wandern diese nach innen: Erklärung für die häufig beobachteten Gasriesen in "Merkurumlaufbahn".
Sind sie weiter draussen (also Saturn oder Uranus) scheinen sie sich überwiegend nach draussen zu bewegen.
Was uns wirklich einzigartig macht ist, dass wir zwei relativ große Gasplaneten unmittelbar nebeneinander haben.

Die bisher beobachtete Mehrzahl sind größere Gasriesen weiter draussen und eher Supererden in ca. 30% der Fälle.
Dann haben wir Trappist-1 ähnliche System ohne Gasriesen und vielen kleineren Gesteinsplaneten = 20%
Der Rest sind dann die erwähnten Gasriesen in Sonnennähe = 40%.
Der Rest ist bislang eher undefiniert.
Bisher beobachtet und entdecket:
5000 (?) Planeten in3000 (?) Systemen von 300 Mrd. Systemen in der Galaxis...

Wir können weder von unserem System, noch von dem weiter oben verlinkten (Indiz) noch von einem der bisher beobachteten Systemen in irgend einer Form von Regel oder Ausnahme sprechen, weil wir das schlichtweg nicht wissen.

Kurzum, mich stört alleinig in deiner Reply dass Wörtchen "belegt", das ist schlichtweg falsch.
 
Kurzum, mich stört alleinig in deiner Reply dass Wörtchen "belegt", das ist schlichtweg falsch.
Ja, belegt. Die Computermodelle sind ja gut und wenn man nur geringfügig etwas an den Anfangsbedingungen ändert, haben wir ein anderes Sonnensystem als das, was wir sehen.
Natürlich wissen wir nicht, wie das Sonnensystem wirklich entstanden ist, da das nur einmal vorgekommen ist und niemand dabei war, aber wir sehen an anderen Sternen, wie Planetenentstehung funktioniert.
Es gibt ja immer noch die Theorie von Planet 9. Bisher gibt es keine Erklärung für die Entstehung von Planet 9 und ob er weit draußen entstanden ist oder dahin gewandert ist.
Und denk daran wie Planeten entdeckt werden. Wir werden vermutlich viele Sonnensysteme gar nicht entdecken können, da die Planetenbahnen nicht so sind, dass wir sie sehen können.
Das gleiche gilt ja auch für Pulsare, Wir entdecken nur die, die ihren Puls genau in Richtung Erde aussenden. Geht er vorbei, sehen wir ihn nicht.
Wir sehen also eine Menge nicht. :D
 
Noch viel spannender finde ich die Frage wieviele erdähnliche Planeten es gibt. Und welche davon auch in der habitablen Zone liegen. Bei der sehr großen Anzahl von Sternen (nur in unserer Galaxie) müssen ja ein paar Treffer dabei sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nicht die einzigen intelligenten Lebewesen im Universum sind.
 
Vielleicht gibt es ja ausserirdischen Spezies die sowas schon lange überwunden haben.
Vielleicht entdecken wir ja FCKW in der Atmosphäre eines anderen Planeten.
Dann wissen wir, dass die Außerirdischen Klimaanlagen betreiben und genauso blöd sind wie wir. :D
Nichtsdestotrotz müssen wir davon los kommen, dass wir klimaschädliche Produktionen auch noch subventionieren.
 
Ich bin schon sehr gespannt welche neuen Erkenntnisse wir mit dem James Webb Teleskop gewinnen.:hail:
Na ja, die Auflösung ist die gleiche:
Die Informationstiefe im IR ist eben höher und ermöglicht es zusammen mit

und

eine genauere Analyse auch von Atmosphären (so hofft man).
 
Komisch. Ich hatte vor einigen Wochen mal gelesen das die Auflösung 100 fach größer sein soll.:ka:
Aber vielleicht hatten sich die Journalisten damit falsch ausgedrückt?
Vielleicht meinte er damit die Bandbreite der Wellenlängen, das ist gut ein Faktor 100 dazwischen.
Es steht ja auch weiter unten, dass Webb in de Lage sein wird 120 bis 100 mal schwächere Objekte zu dedektieren.


Ich kenne das so halbwegs aus der Literatur meiner Amateurastronomie.
Problem ist die irrsinnige Entfernung.
Hubble: Ein entdeckter Planet ist maximal ein singulärer Lichtpunkt
Die haben ja schon die Teleskope in Chile und USA zusammengeschalten,
Also theoretisch ein Teleskop mit 8000 km "Spiegel": Immer noch ein singulärer Lichtpunkt, wenn überhaupt durch die Atmosphäre erkennbar.
Dann irgendwann mal gelesen, wollte man einen erdähnlichen Planeten wie auf dem palebluedot Foto in 20 LJ Entfernung sehen wollen,
palebluedot.JPG

müsste man Teleskope zusammenschalten, die sich in ca. Jupiterumlaufbahn befänden^^
 
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Statistik. Das ist ein großes Problem.
Das mit der Statistik hatten wir mal beim Neutrino, das schneller als das Licht sein sollte.
Ich sehe das sehr entspannt. :D
full
Yoah, könnte sein.
9 Messungen könnten schlichtweg zu Wenige sein, um eine absolute Aussage treffen zu können.
Unwissenschaftlich + pi x daumen steht es grob 4 zu 5
statistik.JPG

Ne Aussage 10 zu 90 bei hundert Messungen läge der Wahrheit wohl näher...
 
Das Standard Modell der Teilchenphysik ist ja bisher ganz gut.
Nichtsdestotrotz kann es nicht vollständig sein, weil die Gravitation fehlt.
Aber bis wir eine Theorie für eine quantisierte Gravitation haben werden, wird es noch dauern.
 
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