Nö, Computermodelle belegen das. Nimmt man nur ein wenig andere Anfangsbedingungen, wandert Jupiter zur Sonne und kickt dabei alles weg, was da ist, inklusive Erde.
Unser Sonnensystem ist schon besonders.
Und natürlich gibt es viele andere Besonderheiten in anderen Planetensystemen.
Aber werter
@Threshold , es ist eine Simulation, die zum bisher beobachteten in unserem System passt.
Unter der zwingenden Annahme, dass sich Klein-Planetensimale bis zur Erdumlaufbahn angesammelt haben.
Der Jupiter-Effekt versucht im Wesentlichen zu erklären, warum weiter draußen kein Gesteinsplanetenmaterial ist.
Migration der Gasplaneten beeinflusste Entstehung des Asteroidengürtels und der terrestrischen Planeten
www.weltderphysik.de
Fast täglich entdecken Astronomen neue Exoplaneten. Das sind Himmelskörper, die andere Sterne umkreisen als die Sonne. Und mit jedem neuen exosolaren Planetensystem lernen die Forscher wieder etwas über unser Sonnensystem. Es scheint doch nicht eines von vielen zu sein. Und das liegt an zwei...
www.deutschlandfunk.de
Die Annahme per se ist erst mal schlüssig, aber so lange wir kaum die Möglichkeit haben, winzige Brocken wie die Erde vor ähnlichen Sonnen wie die unsrige zu entdecken (wenn sie nicht gerade solitär unterwegs sind) und Gasriesen quasi alles optisch übertünchen, wissen wir nicht, ob das "Standard" oder nicht ist.
Wir haben mit dieser Beobachtung die Stichprobe 1/Indiz, dass prinzipiell nichts dagegen spricht, dass große Gasriesen ganz weit draussen entstehen.
Und dass wir auf Grund dieser einen Stichprobe noch mal unsere bisherigen Annahmen prüfen sollten
DAS sind die einzige Aussagen von dem Artikel.
Die Berechnungen fanden übrigens 2002 bis 2008 statt.
Die gesamte damals dafür zu Verfügung stehenden Rechenleistung findet sich mittlerweile "in jedem handelsüblichen Gaming-PC wieder" (übertrieben, ich weiss)

Nachsimulieren mit deutlich leitungsfähigeren Systemen könnte also nicht schaden.
Die bekannten Planetenmechaniken deuten auf zwei Szenarios hin:
Ist er ähnlich weit wie jetzt Jupiter, wandern diese nach innen: Erklärung für die häufig beobachteten Gasriesen in "Merkurumlaufbahn".
Sind sie weiter draussen (also Saturn oder Uranus) scheinen sie sich überwiegend nach draussen zu bewegen.
Was uns wirklich einzigartig macht ist, dass wir zwei relativ große Gasplaneten unmittelbar nebeneinander haben.
Die bisher beobachtete Mehrzahl sind größere Gasriesen weiter draussen und eher Supererden in ca. 30% der Fälle.
Dann haben wir Trappist-1 ähnliche System ohne Gasriesen und vielen kleineren Gesteinsplaneten = 20%
Der Rest sind dann die erwähnten Gasriesen in Sonnennähe = 40%.
Der Rest ist bislang eher undefiniert.
Bisher beobachtet und entdecket:
5000 (?) Planeten in3000 (?) Systemen von 300 Mrd. Systemen in der Galaxis...
Wir können weder von unserem System, noch von dem weiter oben verlinkten (Indiz) noch von einem der bisher beobachteten Systemen in irgend einer Form von Regel oder Ausnahme sprechen, weil wir das schlichtweg nicht wissen.
Kurzum, mich stört alleinig in deiner Reply dass Wörtchen "belegt", das ist schlichtweg falsch.