Der "Naturwissenschaften" Thread

Dazu brauchst du keine Schwerelosigkeit. Mit guter Lagerung reicht schon die Gravitation von ein paar kg aus, um die verbleibende Reibung zu überwinden.
Nicht wegen der atmosphärischen Reibung, sondern das ein anderes viel stärkeres Gravitationsfeld alles (überlagert).
In der Schwerelosigkeit ziehen sich kleine Objekte direkt an. Es sei denn das Raumschiff beschleunigt stark.
 
Ist aber immer wieder erstaunlich wie unfassbar schwach die Gravitation ist.
Da hebst du mit einem kleinen Magneten eine Nadel hoch, obwohl die Erde mit allem, was sie hat, an der Nadel zieht. :D
Gravitation verhält sich allerdings auch sehr erratisch. Wenn man sich beispielsweise werktags morgens aus dem Bett erheben muss, zieht sie einen mit schier unwiderstehlicher Kraft zurück auf die Matratze. :D
 
Nicht wegen der atmosphärischen Reibung, sondern das ein anderes viel stärkeres Gravitationsfeld alles (überlagert).
In der Schwerelosigkeit ziehen sich kleine Objekte direkt an. Es sei denn das Raumschiff beschleunigt stark.

Schon klar. Aber wie gesagt: Du musst deine Objekte gar nicht durch Fliehkraft in der Schwebehalten. Ein gutes Gleitlager reicht schon vollkommen aus. Der Klassiker ist ein leichtgängiges Drehpendel mit zwei kleinen Kugeln an die zwei größere (aber eben auch nicht mehr als 5-20 kg pro Stück angenähert werden => Ausschlag auf der Drehachse weil die großen Kugeln stark genug mit den kleinen wechselwirken.
 
Aber die Reichweite der Gravitation ist wohl unbegrenzt. Auch wenn die Kraft mit der Entfernung abnimmt.

Theoretisch ist die Reichweite unbegrenzt, ab einer gewissen Entfernung sind andere Effekte aber stärker, weswegen die Gravitation "übertönt" wird.
Ab ca. 3 Mio. Lichtjahre ist die Ausdehnung des Universums stärker als die Gravitation. Ab da entfernt sich alles tendenziell eher, als dass es sich noch anzieht.

Bspw. ziehen sich Milchstraße und Andromeda Galaxie noch gegenseitig an und nähern sich. Weiter außen entfernt sich alles immer weiter voneinander.
 
Aber die Reichweite der Gravitation ist wohl unbegrenzt. Auch wenn die Kraft mit der Entfernung abnimmt.
Außerdem kann die Gravitation nicht abgeschirmt werden.
Da sich die Gravitation mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet muss das postulierte Graviton masselos sein.
Bspw. ziehen sich Milchstraße und Andromeda Galaxie noch gegenseitig an und nähern sich. Weiter außen entfernt sich alles immer weiter voneinander.
Das ist nicht ganz richtig. Andromeda und Milchstraße gehören zum Virgo Galaxienhaufen und der bewegt sich auf den großen Attraktor zu, mit rund 600km/s.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch weil Gravitation endlos wirkt, wie elektromagnetische Strahlung auch.
Aber da die Gravitation so unfassbar schwach ist, ist es eben schwer zu entdecken.
Vermutlich versteckt sich das Graviton hinter der dunklen Materie. :ugly:
 
Aber eigentlich müsste es doch auch dort auftreten wo die Wellen sind.:ka:
Gravitation funktioniert als Krümmung der Raumzeit durch Massen ja hervorragend, wie Einstein immer wieder aufs Neue belegt.
Derzeit ist kein Platz für ein Graviton.
Aber zu Beginn des Universums müssen alle Kräfte als eine aufgetreten sein und erst danach haben sich die Kräfte aufgeteilt. Zuerst hat sich die Gravitation entkoppelt -- dunkle Materie konnte dadurch Gravitationstöpfe bilden, in denen die leuchtende Materie dann hineingefallen ist.
Danach hast sich die starke Kernkraft entkoppelt und hat die Quarks gebildet.
erst danach haben sich schwache Kernkraft und elektromagnetische Kraft entkoppelt.
Schließlich haben wir schon die schwache Kernkraft und die elektromagnetische Kraft vereinen können zur elektroschwachen Wechselwirkung.
Die starke Kernkraft wäre dann die nächste, dafür braucht es aber stärkere Teilchenbeschleuniger.
Aber um die Gravitation zu vereinen, braucht es wohl einen Teilchenbeschleuniger, der so groß ist wie das Universum.

Ich finde die Quarks aber sowieso viel interessanter. Bis heute gibt es ja nicht mal eine Hypothese, wozu die anderen 4 Quarks überhaupt da sind, die man im Teilchenbeschleuniger gefunden hat.
Up und down Quark ist klar -- aber der Rest? :huh:
Und dann eben die Strukturbildung. Derzeit braucht man die dunkle Materie, weil man sonst nicht erklären kann, wieso sich überhaupt Galaxien gebildet haben.
alles sehr rätselhaft und es wird noch sehr lange dauern, bis man da wirklich mehr wissen wird.

Aber ich gucke weiterhin Videos bei Lesch und Gaßner und Co. :daumen:
Letztens hab ich ein Video von Andreas Müller gesehen, wo er gut erklärt hat, wieso man die dunkle Materie braucht und wieso Neutrinos keine dunkle Materie sein können und schwarze Löcher auch nicht.
 
Gravitation funktioniert als Krümmung der Raumzeit durch Massen ja hervorragend, wie Einstein immer wieder aufs Neue belegt.
Derzeit ist kein Platz für ein Graviton.
Laut Welle/Teilchen Dualismus müsste es aber auch dort vorhanden sein wo die Wellen auftreten.
Man kann nicht sagen die Wellen werden an Punkt x gemessen und das Graviton tritt vielleicht bei Y oder Z auf.
Wenn es ein Graviton gibt muß es auch dort sein wo die Wellen sind.
 
Laut Welle/Teilchen Dualismus müsste es aber auch dort vorhanden sein wo die Wellen auftreten.
Man kann nicht sagen die Wellen werden an Punkt x gemessen und das Graviton tritt vielleicht bei Y oder Z auf.
Wenn es ein Graviton gibt muß es auch dort sein wo die Wellen sind.
Tja, was fragst du mich. Letztendlich misst du den welle Teilchen Dualismus deswegen, weil du ihn messen willst.
Bei starker Wechselwirkung verschwindet der Effekt und die Teilchen verhalten sich wie teilchen.
Gibt dafür ein Experiment, das Lesch mal gezeigt hat.
Da die Gravitation aber erst mal klassischer Natur ist, verhalten sich Gravitationswellen wie Wasserwellen, nur eben 3 dimensional.
 
Wenn wir nur 5% aller uns umgebenden Materie beschreiben können,
wäre es auch möglich,
das wirklich führende Physiker einfach falsch liegen/lagen.

Starke und schwache Kernkraft, Gravitation und Elektromagtismus,

vlt. fehlt da nochwas
 
Starke und schwache Kernkraft, Gravitation und Elektromagtismus,
Gibt keinen Hinweis und es gab schon viele, die meinten eine fünfte Kraft entdeckt zu haben. Dazu kamen die, die der Meinung waren, dass die die Gravitation abschirmen konnten.
Und natürlich die, die von freier Energie faseln. :D
Dazu noch die. die meinen, dass man die Energie der Neutrinos nutzen kann.
 
Nicht, dass ich etwas für die Gravitonenabschirmer und Lichtesser übrig hätte, allerdings bitte ich zu bedenken, dass es mal eine Zeit gab, da wurde das Universum nicht von vier Grundkräften, sondern von vier Elementen bestimmt. Und wer eine vorherrschende Lehrmeinung streng nach wissenschaftlichen Kriterien korrigieren oder gar ablösen will, hat einen schweren Stand - auch dann, wenn er in der Restrospektive Recht behalten sollte.

Spinnern pseudowissenschaftliche, aber bequeme Alternativen unterzujubeln ist hingegen einfach. Da gilt der Grundsatz: Ich kann es begreifen, also muss es stimmen. :D
 
Dazu kamen die, die der Meinung waren, dass die die Gravitation abschirmen konnten.
Und natürlich die, die von freier Energie faseln.
Vergiss nicht die Heilkraft der Tachyonen!

Gestern Nacht habe ich eine wahnwitzige "Dokumentation" über sogenannte "Weiße Löcher" gesehen.
Totaler bullshit. :ugly:
Nur weil es mathematisch möglich ist in den einsteinschen Gleichungen, heißt es ja nicht, dass die Natur das auch umsetzt (siehe auch Tachyonen und Wurmlöcher...)
 
Nicht, dass ich etwas für die Gravitonenabschirmer und Lichtesser übrig hätte, allerdings bitte ich zu bedenken, dass es mal eine Zeit gab, da wurde das Universum nicht von vier Grundkräften, sondern von vier Elementen bestimmt. Und wer eine vorherrschende Lehrmeinung streng nach wissenschaftlichen Kriterien korrigieren oder gar ablösen will, hat einen schweren Stand - auch dann, wenn er in der Restrospektive Recht behalten sollte.
Bei gewissen Dingen ist man schon so weit. dass man behaupten kann, dass das so ist.
Die Erde ist in der Tat eine Kugel. :D
Die Sonne produziert die Energie tatsächlich mittels Kernfusion.
Und ich kenne niemanden, der sich von der Gravitation abschirmen kann -- Aluhutträger mal ausgenommen -- die können ja noch viel mehr als das. ;)
Nur weil es mathematisch möglich ist in den einsteinschen Gleichungen, heißt es ja nicht, dass die Natur das auch umsetzt (siehe auch Tachyonen und Wurmlöcher...)
Mathematik ist ja auch keine Naturwissenschaft. Sie kann sich mit Dingen beschäftigen, die es nicht in der Natur gibt.
Daher haben die Physiker auch so ein Problem mit der Singularität. Die darf es in der Natur eigentlich nicht geben. Die Mathematiker haben damit keine Probleme.
 
Für den Mathematiker ist es kein Problem, wenn drei Leute den Raum verlassen, obwohl nur zwei drin sind - dann wird einfach einer wieder reingeschickt, damit der Raum leer ist. Physiker hingegen finden so ein Vorgehen grundsätzlich problematisch. :ugly:

Kurz: Mathematik kann Zustände beschreiben, aber nicht die Welt erklären. Auch wenn manche Mathematiker das gerne anders sehen. :D
 
Wenn wir nur 5% aller uns umgebenden Materie beschreiben können,
wäre es auch möglich,
das wirklich führende Physiker einfach falsch liegen/lagen.

Starke und schwache Kernkraft, Gravitation und Elektromagtismus,

vlt. fehlt da nochwas

Bei den Kräften eher unwahrscheinlich bzw. natürlich kann das was fehlen, aber das hat nichts mit den 95% Unerklärbarkeit im mehr-oder-minder-sichtbaren Universum zu tun. Die Probleme bei den Kräften und deren Erklärung oder auch nur Entdeckung spielen sich quasi komplett in Quantenmaßstäben ab, das unerklärliche Verhalten der sichtbaren Himmelskörper im eindeutig relativistischen Maßstäben. Aber ich vermute auch, dass wir bei letzteren Beobachtungen einen systematischen Knick in der Optik haben und zwar wortwörtlich: Wir beobachten ein Universum ausschließlich über elektromagnetische Wellen, können alle als elektromagnetische Wellen aus diesem Universum bei eingehenden Signale mit einer Theorie erklären, die in zunächst reichlich absurd erscheinender Art die Geschwindigkeit elektromagnetischer Wellen zum zentralen Aufhänger erklärt und scheitern, sobald wir mit der gleichen Theorie die komplexeren Interaktionenm zwischen den Himmelskörpern, insbesondere in deren Vergangenheit, erklären wollen, die es zwar zwangsläufig (ge)geben (haben) muss, die aber nicht mehr direkt für uns sichtbar sind. Bin ich der einzige, der sich fragt, ob hier nicht vielleicht das Messsystem "angucken" ein limitierender Faktor ist? Die Medizin hatte auch so ihre Probleme, Krankheiten zu erklären, solange es keine Mikroskope gab, die zumindest einen Teil der Vorgänge sichtbar machen konnten. Genau daran erinnern mich auch Astronomen immer wieder.

Für den Mathematiker ist es kein Problem, wenn drei Leute den Raum verlassen, obwohl nur zwei drin sind - dann wird einfach einer wieder reingeschickt, damit der Raum leer ist. Physiker hingegen finden so ein Vorgehen grundsätzlich problematisch. :ugly:

Für Elementarphysiker ist das einzige Problem in dieser Beobachtung, dass "Leute" scheinbar ausschließlich als zählbares, räumlich fest abgegrenztes Objekt existieren, dessen Position und Ruhelage beide bekannt sind. Wäre es eine diffuse, wolkenähnliche Aufenthaltswahrscheinlichkeit, hätten sie mit der Zwischenbilanz "-1" überhaupt kein Problem :ugly: .
 
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