Der "Naturwissenschaften" Thread

Das ist ja der Gag, wenn du die Gravitation beherrscht. Du kannst Wasserstoff einsammeln -- gibt ja mehr als genug Gaswolken -- und sie dann verdichten. Die Schwerkraft macht dann den Rest.
Denn die Kernfusion setzt ja immer ein, wenn die Materie entsprechend verdichtet wird. Geht ja nicht anders.
Und wenn der Wasserstoff verbraucht ist ziehst du den Stern wieder auseinander und baust dir einen neuen.
Der vorteil ist, dass du nebenbei noch andere Elemente erzeugen kannst.
Naja, man bekommt soviel ich weiß nicht mal auf der Erde Kernfusion richtig hin.
Wie will man das dann bei so großen Massen und Energien schaffen?:D
 
Naja, man bekommt soviel ich weiß nicht mal auf der Erde Kernfusion richtig hin.
Wie will man das dann bei so großen Massen und Energien schaffen?:D

Wir bekommen es deshalb nicht hin, weil wir mit seeehr kleinen Massen an H2 herumspielen und hoffen, über künstlichen Druck und Temperatur die Kernfusion zu zünden.
Wenn du H2 in einer Massenansammlung >> ca. 10% der Sonnenmasse hast, zündet sich das Zeugs irgendwann im Laufe des Verdichtungsprozesses automatisch.
 
Wir bekommen es deshalb nicht hin, weil wir mit seeehr kleinen Massen an H2 herumspielen und hoffen, über künstlichen Druck und Temperatur die Kernfusion zu zünden.
Wenn du H2 in einer Massenansammlung >> ca. 10% der Sonnenmasse hast, zündet sich das Zeugs irgendwann im Laufe des Verdichtungsprozesses automatisch.

Ergänzung: Und weil man das Ganze im luftleeren Raum mit viel Platz drumherum veranstaltet, entfallen auch die technischen Hürden der Abschirmung, die mit größerer Reaktionsmasse zunehmen.
 
Wir bekommen es deshalb nicht hin, weil wir mit seeehr kleinen Massen an H2 herumspielen und hoffen, über künstlichen Druck und Temperatur die Kernfusion zu zünden.
Wenn du H2 in einer Massenansammlung >> ca. 10% der Sonnenmasse hast, zündet sich das Zeugs irgendwann im Laufe des Verdichtungsprozesses automatisch.
Was man niemals kontrollieren könnte.;)
 
Was man niemals kontrollieren könnte.;)

Muss man doch auch nicht. Der Vorteil ist, dass sich das selbst kontrolliert. Hast du genug Masse, zündet die Kernfusion automatisch. Je mehr Masse vorhanden ist, desto schneller laufen die Fusionsprozsse ab, desto mehr Energie wird erzeugt.
Ein Stern wie Rigel produziert deutlich mehr Energie pro Zeiteinheit als die Sonne. Dafür ist Rigel aber eben auch schneller am Ende.
 
Muss man doch auch nicht. Der Vorteil ist, dass sich das selbst kontrolliert. Hast du genug Masse, zündet die Kernfusion automatisch. Je mehr Masse vorhanden ist, desto schneller laufen die Fusionsprozsse ab, desto mehr Energie wird erzeugt.
Ein Stern wie Rigel produziert deutlich mehr Energie pro Zeiteinheit als die Sonne. Dafür ist Rigel aber eben auch schneller am Ende.
Und wie willst du soviel Masse zusammenbringen?

Dann halte ich es eher wahrscheinlich das man anhand großer Solarsegel oder einer Art "Dyson-Sphäre" Energie von einen vorhandenen Stern abzapft.
 
Ausgangspunkt der theoretischen Diskussion war ja, man beherrscht die Gravitation...

Aber auch ansonsten ist es theoretisch durchaus machbar, mit großen Magnetfeldern den nahen interstellaren Raum nach H2 abzufischen.
Nun gut, es wird da nicht alles zusammenkommen, insofern braucht es eine sehr große Wiese um zu mähen. :D

Hab jetzt kein große Lust hier und in Kürze meine nicht vorhandenen Rechenkünste zu präsentieren.
Gefühlt und in Bezug auf die bekannte geringe Dichte des interstellaren Mediums, braucht es wohl so einen Würfel von ca. 6-7 LJ Kantenlänge, um die Masse für einen kleinen süßen roten Zwerg zusammenzukarren.
 
Und wie willst du soviel Masse zusammenbringen?

Schon vergessen? Wir können die Schwerkraft manipulieren. :D
Wir suchen uns eine Gaswolke im All -- so eine mit ein paar Sonnenmassen.
Dann erzeugen wir ein Gravitationspotenzial in das die Wolke hinein fällt.
Und wenns erst mal angeworfen ist, erledigt die Schwerkraft dann eh den Rest.
Das ist wie beim Verbrennungsmotor. Du musst ihn zwar anwerfen, aber wenn er läuft, läuft er. ;)

Dann halte ich es eher wahrscheinlich das man anhand großer Solarsegel oder einer Art "Dyson-Sphäre" Energie von einen vorhandenen Stern abzapft.

Wir zapfen den Stern ja direkt ab. Solaranlagen ist doch voll die 70er. :D
Das Licht kann der Stern behalten, wir sind an den schnellen Ladungen interessiert. Die greifen wir ab. Da ist deutlich mehr Energie drin als im Licht.
 
So viele "Gefällt mir" am Stück habe ich noch nie verteilt: An RyzA, weil er die richtigen Fragen stellt und an alle anderen, weil sie diese umfassend beantworten.

Aber, Threshold, in einem Punkt muss widersprechen: Selbstverständlich nehmen wir auch die Lichtenergie mit. Wenn wir schon eine Sonne bauen, wird da jedes Watt gemolken! Wir sind doch nicht die Wohlfahrt. :D
 
Gerade gelesen, der Mars in Erdbahnnähe wäre schlecht.
Er ist zu klein, um langfristig auch eine künstliche Atmosphäre zu halten (und wenn ja, dann schwerere Elemente, die man schlecht atmen kann :))
Der Strahlungsdruck der Sonne käme noch on top.
Ideal wäre eine Bahn kurz vor dem Asteroidengürtel, Strahlungsdruck geringer und kühler, so dass Sauerstoff langfristig in derAtmo bleibt.
Problem: Da gibt es keine stabile Bahn... :(

Man sollte sich auf die Venus fürs terraforming konzentrieren :nicken:
 
Genau. Wir schleppen die Venus ein Stück näher an die Sonne heran damit sie die Atmosphäre der Venus weg bläst.
Dann ziehen wir sie weiter weg und bombardieren sie mit wasserhaltigen Asteroiden und Kometen.
Nach gut 100 Millionen Jahren gucken wir dann, was draus geworden ist. :D
 
Rotation, du hast die Retro-Rotation vergessen.
Die müsste auch optimiert werden...
Aber in der Tat ist die Wasserarmut wohl die größte Hürde bei solch einem Prozess.

Ob jemand so was schon mal simuliert hat?
 
Gerade gelesen, der Mars in Erdbahnnähe wäre schlecht.
Er ist zu klein, um langfristig auch eine künstliche Atmosphäre zu halten (und wenn ja, dann schwerere Elemente, die man schlecht atmen kann :))

Schon wieder vergessen? Wir können immer noch die Schwerkraft manipulieren!
Was der Mars von sich aus halten oder nicht halten kann, interessiert uns nicht - wenn wir ihn bewegen können, können wir ihn auch dazu bringen, eine gescheite Atmosphäre zu halten. Und damit das auch die guten Sachen drin sind, schmeißen wir passende Asteroiden und Kometen drauf.

Etwas Abgekühltes wie den Mars aufzuwärmen ist IMHO viel leichter, als etwas Durchgebratenes wie die Venus zu bearbeiten. Aber man kann natürlich trotzdem beides machen und mal schauen, was besser/schneller klappt.

Außerdem holen wir uns den Jupitermond Europa ran, bevor der Monolith Anspruch darauf erheben kann. :D
 
Aber wenn ich mir die letzten Beiträge so angucke ich das ja alles Science-Fiction.:)

Da hast du recht.
Allerdings dürfte bei allen Schwierigkeiten eine Besiedlung des Marses (ob mit oder ohne terraforming) durchaus realistischer Sein, als interstellare Raumfahrt in überschaubaren Zeiträumen.
Immerhin spekulieren wir hier über einige (nicht alle) Themen, die bei entsprechendem Kontostand und Manpower umsetzbar sein.
 
Schon wieder vergessen? Wir können immer noch die Schwerkraft manipulieren!
Was der Mars von sich aus halten oder nicht halten kann, interessiert uns nicht - wenn wir ihn bewegen können, können wir ihn auch dazu bringen, eine gescheite Atmosphäre zu halten. Und damit das auch die guten Sachen drin sind, schmeißen wir passende Asteroiden und Kometen drauf.

Um die Gravitation zu manipulieren brauchst es große Energiemengen.
Deswegen die Gravitation kurz manipulieren und dann alles sich selbst überlassen.
Stell dir mal vor, die Technik fällt aus und plötzlich fliegt die Atmosphäre es Mars weg. :ugly:
 
Um die Gravitation zu manipulieren brauchst es große Energiemengen.
Deswegen die Gravitation kurz manipulieren und dann alles sich selbst überlassen.
Stell dir mal vor, die Technik fällt aus und plötzlich fliegt die Atmosphäre es Mars weg. :ugly:

Im Gegensatz zum - beispielsweise - Ausfall der Schwerkraftstabilisatoren einer Ringwelt wäre das zu verschmerzen. Der Mars würde schätzungsweise 3000 bis 4000 Tonnen/Tag an Atmosphäre verlieren ... Bis das kritisch wird, würden sogar deutsche Handwerker das Problem behoben haben.

Insbesondere wenn man ihnen ankündigt, dass die auf dem Mars bleiben müssen, wenn sie nicht erfolgreich sind. :devil:
 
Das sind ja interessante Gedanken. :D

Ich halte mal die Flossen still,
und schaue morgen mal wieder hier herein. :D
 
Zurück