Der "Naturwissenschaften" Thread

Ein höheres Hirnvolumen führt nicht zwangsläufig
zu einem höheren Evolutionsschub. :D

Es gibt ja durchaus Theorien, dass unsere Hirnkapazität eher ein Abfallprodukt ist. Eigentlich ging es wahlweise nur um mehr Radiatorfläche oder es blähte sich zufällig durch eiweißreichere Ernährung auf. Und wenn man schon ein großes Hirn hat, können sich natürlich auch leichter gescheite Gedanken darin verlaufen, statt sich gleich wieder zu verflüchtigen. :D
 
Wenn man den Menschen mit größeren Säugetieren vergleicht ist afaik die Hirn-Oberfläche das was die Anatomie selbigens besonders macht, nicht die Masse.
 
Es gibt ja durchaus Theorien, dass unsere Hirnkapazität eher ein Abfallprodukt ist. Eigentlich ging es wahlweise nur um mehr Radiatorfläche oder es blähte sich zufällig durch eiweißreichere Ernährung auf. Und wenn man schon ein großes Hirn hat, können sich natürlich auch leichter gescheite Gedanken darin verlaufen, statt sich gleich wieder zu verflüchtigen. :D

Ich habe mal gehört dass die Kieferanker in den Schwefen bei unseren Vorfahren mal bis zu 1/3 des gesamten Schädels behausten. Sprich den Rückgang dieser Kiefermuskeln welcher mehr Volumen im Schädel erlaubte war zwar ein Meilenstein, aber nur ein glückliches Nebenprodukt der Tatsache dass sie damals ihre Beisser immer weniger gebrauchten.

Ich frage mich ob unsere Vorfahren das Feuer kannten, bin der Meinung dass ja.
 
Was realistisch wäre: Ein automatisierte 10000 Tonnen Schiff, dass Exemplare einer Spezies in Dauerstadien transportiert (im Falle des Menschen also Samen und Eizellen, die dann erst am Zielort in künstlichen Gebärmüttern ausgetragen und von Robotern herangezogen werden) und das mit 3 Terawatt Antriebsleistung (müsste mit Fusion machbar sein, wenn man die Rückstoßmasse extrem beschleunigt, würde aber natürlich große Teile des Schiffes einnehmen) binnen 500 Jahren auf 0,1 c beschleunigt und in weiteren 500 Jahren abbremst und in dieser Spanne 50 Lichtjahre zurücklegt. Damit könnte man seine Spezies auf andere Welten senden in der Hoffnung, dass sie da Fuß fassen kann. Aber es würde halt auch 1000 Jahre dauern, bis sie da ankommen und dann vermutlich 1100 Jahre, ehe man eine Erfolgssignal erwarten kann. Und mehr als hören wird man von denen nie.
Das wäre ja ein "Generationenraumschiff". Ich denke auch das sowas am realistischsten sein wird.

Ich frage mich ob unsere Vorfahren das Feuer kannten, bin der Meinung dass ja.
Ja klar. Sonst hätte sich das Gehirn wahrscheinlich auch nicht weiter entwickelt.
 
Nein, es ist nicht von der Energiequelle abhängig. Alle bekannten Energiequellen sind ungeeignet, das ist ja das Problem.

Für ein 100 Tonnenschiff komme ich bei 0,9 c auf eine Energie von etwas über 8 Petajoule. Oder 2 Teratonnen TNT-Äquivalent (Millionen Millionen Tonnen). Das ist Vermutlich mehr als das tausendfache des kompletten irdischen Nuklearwaffenarsenals, möglicherweise auch Faktor 10000 oder 100000. (Die stärksten in nenneswerte Zahl gebauten Sprengköpfe liegen so 1-5 Mt, aber ich denke nicht, dass man insgesamt über 1 Gt damit zusammen bekommt). Wollte man diese Energie über einen Zeitraum von 10 Jahren Beschleunigung aufbringen, bräuchte man eine Leistung von gut 27000 GW. Das in etwas das 75-fache aller auf 152 auf Wiki gelisteten aktiven Atomkraftwerke der Welt haben. Und das ist nur die Energie, die im Schiff landet - bei allen Rückstoß basierten Beschleunigungssystem steckt nochmal die gleiche Energiemenge in der Rückstoßmasse. Aber wie kriegt man 304 Kernkraftwerke und ein Lebenserhaltungssystem für 20 Jahre (beschleunigen + abbremsen) in ein 100-Tonnen-Raumschiff? Selbst die oben erwähnten Nuklearsprengköpfe wären schon schwerer, als die dieser Berechnung zugrunde liegende Raumschiffmasse. Es ist also selbst mit freier Kernfusion nicht möglich, ein Schiff zu bauen, dass 0,9 c erreicht. Diese beste uns bekannte Energiequelle ist immer noch zu schwer, um sich selbst auf 0,9 c beschleunigen zu können. (Was jetzt keinen wirklich überraschen sollte, der die Geschwindigkeit des Sonnenwindes kennt.)


Und selbst wenn es eine Energiequelle gäbe: 10 Jahre auf 0,9 c zu beschleunigen und danch 10 Jahre wieder auf 0 c abzubremsen bedeutet auch nur eine Entfernung von 9 Lichtjahren, die man binnen 20 Jahren zurückgelegt hat. Wenn man anschließend zur Erde zurückfliegt, hat man nahezu sein gesamtes Leben für diese Mission weggeworfen und ist doch nicht aus unserem Vorgarten rausgekommen.


Was realistisch wäre: Ein automatisierte 10000 Tonnen Schiff, dass Exemplare einer Spezies in Dauerstadien transportiert (im Falle des Menschen also Samen und Eizellen, die dann erst am Zielort in künstlichen Gebärmüttern ausgetragen und von Robotern herangezogen werden) und das mit 3 Terawatt Antriebsleistung (müsste mit Fusion machbar sein, wenn man die Rückstoßmasse extrem beschleunigt, würde aber natürlich große Teile des Schiffes einnehmen) binnen 500 Jahren auf 0,1 c beschleunigt und in weiteren 500 Jahren abbremst und in dieser Spanne 50 Lichtjahre zurücklegt. Damit könnte man seine Spezies auf andere Welten senden in der Hoffnung, dass sie da Fuß fassen kann. Aber es würde halt auch 1000 Jahre dauern, bis sie da ankommen und dann vermutlich 1100 Jahre, ehe man eine Erfolgssignal erwarten kann. Und mehr als hören wird man von denen nie.

tl;dr: Interstellares Reisen funktioniert nicht wie in Star Trek, sondern wie in Interstellar. Nur ohne Wurmloch, also gar nicht. (Anm.: Planeten, Landungen darauf und Schwarze Löcher funktionieren nicht wie in Interstellar.)

Danke für das Vorrechnen, das eignet sich ideal um den Dänniken Spinnern mal ein bisschen Wahrheit beizubringen :D

So viel ich noch weiß besitzen wir auf der Erde auch nichtmal annähernd das Material um im großen Stil unsere Region der Galaxie zu bereisen. Hab es noch wage im Kopf aber, für ein Raumschiff nach heutigem Stand, bräuchten wir für die Größe für nur paar tausend Person, Kunststoffmengen aus zwei Erden. Dazu noch Metalle usw.

Sprich auch wenn es eines Tages mal möglich sein sollte dann vermutlich so dass das Raumschiff zur Erde zurückfinden, um recyceld zu werden.
 
Oder man sendet nur die Information über Erbgut, Aufzuchtanleitung, Erziehung und Kultur. Das ist immer noch eine beträchtliche Datenmenge, die fehlerfrei ankommen und korrekt interpretiert werden muss, aber immerhin geht das schon einmal lichtschnell. Was daraus im Erfolgsfall wird, wäre vom Wesen her auch kein Mensch, wie wir ihn kennen, aber als solcher kämen Menschen ja auch körperlich nicht am Ziel an.
 
Oder man sendet nur die Information über Erbgut, Aufzuchtanleitung, Erziehung und Kultur. Das ist immer noch eine beträchtliche Datenmenge, die fehlerfrei ankommen und korrekt interpretiert werden muss, aber immerhin geht das schon einmal lichtschnell. Was daraus im Erfolgsfall wird, wäre vom Wesen her auch kein Mensch, wie wir ihn kennen, aber als solcher kämen Menschen ja auch körperlich nicht am Ziel an.

Hmm -- was würde passieren, wenn wir sowas bekämen?
Eine technologisch weit fortgeschrittene Zivilisation ist ausgestorben, weil der Heimatstern zum roten Riesen wurde.
Sie haben es aber geschafft, Schiffe zu bauen und dort ihr Gene samt technische Errungenschaften zu speichern.
So ein Schiff landet auf der Erde und ein künstliche Intelligenz bittet nun die Menschen darum, die ausgestorbene Spezies wieder aufzubauen und neu anzusiedeln.
Im Gegenzug erhalten sie Einblicke in die Kultur und die Technologie.
 
Man würde sie wohl übers Ohr hauen und nach Vereinnahme ihrer Technologien irgendwo wegsperren und ein paar Exemplaare sitzieren. Der Öffentlichkeit würde man verklickern sie wärn abgekratzt wegen Corona und sie würden zu den X Akten landen :D
 
Im Idealfall murkst das Ergebnis nicht reihenweise Leute ab und sieht trotzdem aus wie Natasha Henstridge. :D

(Jetzt können die Filmkenner wieder mitraten.)

Woher aber kannten die Außerirdischen die menschliche DNs? Leichte Logikfehler. :D

Man würde sie wohl übers Ohr hauen und nach Vereinnahme ihrer Technologien irgendwo wegsperren und ein paar Exemplaare sitzieren. Der Öffentlichkeit würde man verklickern sie wärn abgekratzt wegen Corona und sie würden zu den X Akten landen :D

Oder wir wären die Verlierer, weil sich die Außerirdischen von uns ernähren. :D
 
Es gibt ja durchaus Theorien, dass unsere Hirnkapazität eher ein Abfallprodukt ist. Eigentlich ging es wahlweise nur um mehr Radiatorfläche oder es blähte sich zufällig durch eiweißreichere Ernährung auf. Und wenn man schon ein großes Hirn hat, können sich natürlich auch leichter gescheite Gedanken darin verlaufen, statt sich gleich wieder zu verflüchtigen. :D

Halte ich beides für fragwürdig. Es gibt keine schlechtere Form zur Wärmeabgabe als eine Kugel und sämtliche anderen Tiere, die mehr Abstrahlungsfläche brauchten, haben passenderweise verlängerte Körperanhängsel entwickelt. Und Nahrungsqualität kann zwar bestimmte Merkmalsausprägungen ermöglichen, aber nicht auslösen. Sonst werde der physische Aufbau jedes Exemplars stark von seiner Nahrungsversorgung abhängig und nie ausgewogen. Sowas können sich Pflanzen und ein paar sehr niedrige Tiere erlauben, aber alles was auf das Zusammenspiel von Gliedmaßen und Organen angewiesen ist, kann maximal 1-2 alternativ-Baupläne evolvoieren, die je nach Nahrungslage an- und abgeknippst werden (Migrationsphase bei Heuschrecken als Beispiel) und nicht einfach Hirnwucherungen entwickelt, nur weil mehr Eiweiß auf dem Teller war.


Wenn man den Menschen mit größeren Säugetieren vergleicht ist afaik die Hirn-Oberfläche das was die Anatomie selbigens besonders macht, nicht die Masse.

Da hat der Mensch erstaunliches Talent, sich den für ihn besten Vergleich rauszusuchen:
"Wir haben ein viel größeres Gehirn als alle anderen Affen! Nur wir sind intelligent!" => "Ersteres stimmt. Aber schon mal einen Wal gesehen? Oder auch nur einen Elefanten?"
"Wir haben ein viel größeres Gehirn relativ zur Körpermasse! Nur wir sind intelligent!" => "Und Mäuse auch?"
"Unser Gehirn ist viel feiner gefurcht als alle anderen! Nur wir sind intelligen!" => "Spatzenhirn!"
(to be continued)


Meiner Meinung nach geht es bei der menschlichen Intelligenz eher um die Sozialisation. Wenn man sich die Leistungen mancher Tiere in mancher Hinsicht anguckt, die Unfähigkeit vieler zivilisierter Menschen bei den banalsten Überlebensfragen und umgekehrt das komplett andere Fähigkeitenprofil von "wild" aufgewachsenen Homo sapiens, dann sieht es für mich eher so aus, als wäre unsere "intelligente" zu denken etwas trainiertes denn etwas vererbtes. Schlaue Menschen denken nicht soviel besser, sondern sie denken oft nur über die Dinge nach, die als schlau gelten und haben Defizite in Bereichen, die niemand bewertet. Vergleiche mit Tieren, die naturgemäß nicht den gleichen Anreizen, Themen und vor allem nicht dem kulturell überlieferten Vorwissen ausgesetzt sind, erübrigen sich somit fast vollständig.


Das wäre ja ein "Generationenraumschiff". Ich denke auch das sowas am realistischsten sein wird.

Noch nicht ganz, da in meinem Beispiel praktisch niemand an Board lebt. Ein echtes Generationenschiff ist die nächst naheliegendere Alteranative, müsste aber 2-3-4 Zehnerpotenzen größer ausfallen, um eine stabile Populationsgröße aufnehmen zu können. Meiner Meinung nach ist so etwas ein dritter Schritt nach der systematischen Errichtung Heimatplanet-naher Weltraumhabitate und Besiedlung innerer Planeten und der Kolonilisierung der äußeren Bereiche des Heimatsystems mit künstlichen, bereits größtenteils energieautarken Habitaten. Da muss dann "nur" noch der Antrieb dazu kommen. Aber bis man soweit ist, sich überhaupt aus der habitablen hinauswagen zu müssen, vergehen Jahrtausende, ein Generationenschiff würde ich erst Jahrzehntausende nach den ersten Raumflügen erwarten. Die Entsendung von Dauerstadien kann dagegen bereits nach einigen Jahrhunderten beginnen, da die Investition gegenüber einer reinen Robotorsonde vergleichsweise klein ausfällt, sofern man die nötigen medizinischen Techniken schon für heimatliche Verwendung bereit stehen hat.


Danke für das Vorrechnen, das eignet sich ideal um den Dänniken Spinnern mal ein bisschen Wahrheit beizubringen :D

:) Fand die Frage selbst faszinierend, möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass Mitternacht-Wikipedia-Auswertungen auch Fehler enthalten können. Aber selbst wenn ich 2-3 Zehnerpotenzen daneben liegen, ist interstellarer Pendelverkehr immer noch physikalisch unmöglich. Sowas wäre nur für Spezies mit Generationszyklen von vielen Jahrtausenden oder einer komplett unbegrenzten Lebenserwartung möglich. Aber wir wissen von der Erde, dass so etwas für entwicklungsbiologischen Stillstand sorgt. Es ist also beinahe ausgeschlossen, dass eine hochentwickelte Art mit diesen Eigenschaften evolviert.

So viel ich noch weiß besitzen wir auf der Erde auch nichtmal annähernd das Material um im großen Stil unsere Region der Galaxie zu bereisen. Hab es noch wage im Kopf aber, für ein Raumschiff nach heutigem Stand, bräuchten wir für die Größe für nur paar tausend Person, Kunststoffmengen aus zwei Erden. Dazu noch Metalle usw.

Sprich auch wenn es eines Tages mal möglich sein sollte dann vermutlich so dass das Raumschiff zur Erde zurückfinden, um recyceld zu werden.

Solche Rechnungen habe ich noch nicht gesehen, aber wenn man nicht mein bewusst absurdes Beispiel eines chemischen Antriebs aufgreift, der das gesamte Sonnensystem verbrauchen würde, halte ich das für übertrieben. Wir bauen ja schon reihenweise Schiffe von ein paar 10000 Tonnen, die tausende Menschen für mehrere Wochen am Leben erhalten können (sogenannte Kreuzfahrer). Mit Luft-Regereneration und Nahrungsanbau wäre man vielleicht bei eine paar 100000 Tonnen, wenn man die gleiche ineffiziente, übergewichtige Technologie nimmt, aber das ist immer noch weiter weniger Materialeinsatz als bereits auf den Weltmeeren herumschwimmt. Und ein Reaktor sowie etwas Teilchen-Beschleuniger ähnliches als Antrieb für diese Masse hätte auch keine größeren Dimensionen als ein paar hundert Kraftwerke. Technologisch wäre das eine Meisterleistung, aber verglichen mit der Infrastruktur der Menschheit ein Klacks. Und letztere hat zwar den Planenten ganz schön belastet, aber nur wegen der belegten Fläche und der mangelhaften Abfallentsorgung, nicht wegen der verbauten Elemente. Rein aus Transportgründen gehen sämtliche Pläne für Raumfahrzeuge dieser Größe aber ohnehin von einem Bau in einer Mond-Umlaufbahn oder im Asteroidengürtel aus.


Oder man sendet nur die Information über Erbgut, Aufzuchtanleitung, Erziehung und Kultur. Das ist immer noch eine beträchtliche Datenmenge, die fehlerfrei ankommen und korrekt interpretiert werden muss, aber immerhin geht das schon einmal lichtschnell. Was daraus im Erfolgsfall wird, wäre vom Wesen her auch kein Mensch, wie wir ihn kennen, aber als solcher kämen Menschen ja auch körperlich nicht am Ziel an.

Dafür bräuchte man aber erst einmal einen Empfänger mit der nötigen Infrastruktur. Und bei Anwortzeiten in der Größenordnung von Jahrzehnten bis Jahrhunderten, wenn nicht mehr, würden allein die nötigen Absprachen Jahrzehntausende dauern.


Hmm -- was würde passieren, wenn wir sowas bekämen?
Eine technologisch weit fortgeschrittene Zivilisation ist ausgestorben, weil der Heimatstern zum roten Riesen wurde.
Sie haben es aber geschafft, Schiffe zu bauen und dort ihr Gene samt technische Errungenschaften zu speichern.
So ein Schiff landet auf der Erde und ein künstliche Intelligenz bittet nun die Menschen darum, die ausgestorbene Spezies wieder aufzubauen und neu anzusiedeln.
Im Gegenzug erhalten sie Einblicke in die Kultur und die Technologie.

Wenn die Spezies ausgestorben ist, kann sie keine Kultur und Technologie mehr zurückhalten.
 
Halte ich beides für fragwürdig. Es gibt keine schlechtere Form zur Wärmeabgabe als eine Kugel und sämtliche anderen Tiere, die mehr Abstrahlungsfläche brauchten, haben passenderweise verlängerte Körperanhängsel entwickelt. Und Nahrungsqualität kann zwar bestimmte Merkmalsausprägungen ermöglichen, aber nicht auslösen.

Ich bin absolut bei dir. Die Existenz solcher Theorien war jedoch zu verlockend, um sie nicht in einem launigen Beitrag zu verwursten.

Dafür bräuchte man aber erst einmal einen Empfänger mit der nötigen Infrastruktur.

Natürlich wäre das ein Streuschuss.
Wie schon geschrieben, die Information müsste fehlerfrei ankommen und korrekt interpretiert werden. Das kann nur eine außerirdische Zivilisation leisten, die technologisch und kognitiv ungefähr auf dem Stand ist wie wir beim Senden der Daten ... Beziehungsweise sogar weiter, denn wir könnten zwar heutzutage schon ein Genom senden, aber ich bezweifle, das wir ein uns übermitteltes Genom, welches mit keiner irdischen Spezies korrespondiert, mit Sicherheit verwerten könnten.
Erst mal den Dodo wiederbeleben, dann sehen wir weiter. :D

Und bei Anwortzeiten in der Größenordnung von Jahrzehnten bis Jahrhunderten, wenn nicht mehr, würden allein die nötigen Absprachen Jahrzehntausende dauern.

Keine Absprache. Nur ein sehr spezifischer Golden Record deutlich größeren Umfangs und viel, viel Glück.
 
Natürlich wäre das ein Streuschuss.
Wie schon geschrieben, die Information müsste fehlerfrei ankommen und korrekt interpretiert werden. Das kann nur eine außerirdische Zivilisation leisten, die technologisch und kognitiv ungefähr auf dem Stand ist wie wir beim Senden der Daten ... Beziehungsweise sogar weiter, denn wir könnten zwar heutzutage schon ein Genom senden, aber ich bezweifle, das wir ein uns übermitteltes Genom, welches mit keiner irdischen Spezies korrespondiert, mit Sicherheit verwerten könnten.
Erst mal den Dodo wiederbeleben, dann sehen wir weiter. :D



Keine Absprache. Nur ein sehr spezifischer Golden Record deutlich größeren Umfangs und viel, viel Glück.

Ein Genom alleine nützt noch nichts. Du brauchst zusätzlich noch die Ribsomen drum rum und den grundlegenden Aufbau einer Zelle samt Organellen. Der ist zwar auch irgendwo im Genom kodiert (von ein paar wenigen ribosomalen Informationen abgesehen), aber diese Gene werden nicht zu Beginn der Entwicklung aufgerufen, weil die Eizelle alles fertig aufgebaut mitbringt. Und wenn es ein Mensch werden soll gilt die gleiche Logik auch für die gesamte Gebärmutter und sämtliche von der Mutter bereit gestellten Nährstoffe: All das erhältst du nicht, wenn du einfach nur das Genom arbarbeitest. Im Prinzip musst du den kompletten Bauplan für eine schwangere Frau schicken und das nicht einmal auf zellulärer, sondern auf atomarer Ebene, weil du nicht weißt, was für Biomoleküle auf der fremden Welt überhaupt üblich sind.

So komplexe Informationen können wir heutzutage nicht einmal einem anderen Menschen in verständlicher Form ermitteln, eine Botschaft an Aliens, die ohne Rücksprachemöglichkeit verstanden werden kann, halte ich für unmöglich.
 
Solche Rechnungen habe ich noch nicht gesehen, aber wenn man nicht mein bewusst absurdes Beispiel eines chemischen Antriebs aufgreift, der das gesamte Sonnensystem verbrauchen würde, halte ich das für übertrieben. Wir bauen ja schon reihenweise Schiffe von ein paar 10000 Tonnen, die tausende Menschen für mehrere Wochen am Leben erhalten können (sogenannte Kreuzfahrer). Mit Luft-Regereneration und Nahrungsanbau wäre man vielleicht bei eine paar 100000 Tonnen, wenn man die gleiche ineffiziente, übergewichtige Technologie nimmt, aber das ist immer noch weiter weniger Materialeinsatz als bereits auf den Weltmeeren herumschwimmt. Und ein Reaktor sowie etwas Teilchen-Beschleuniger ähnliches als Antrieb für diese Masse hätte auch keine größeren Dimensionen als ein paar hundert Kraftwerke. Technologisch wäre das eine Meisterleistung, aber verglichen mit der Infrastruktur der Menschheit ein Klacks. Und letztere hat zwar den Planenten ganz schön belastet, aber nur wegen der belegten Fläche und der mangelhaften Abfallentsorgung, nicht wegen der verbauten Elemente. Rein aus Transportgründen gehen sämtliche Pläne für Raumfahrzeuge dieser Größe aber ohnehin von einem Bau in einer Mond-Umlaufbahn oder im Asteroidengürtel aus.

Auch wieder wahr. Vielleicht ist das Problem nur das dass es noch unmöglich ist so ein Raumschiff im All zu bauen, das ganze Material hoch zu bekommen etc.

Allerdings hat man sich jetzt schon auf einen Namen für das Ding geeinigt, er steht für Glück und gute Absichten:

Costa Concordia II :D
 
Noch nicht ganz, da in meinem Beispiel praktisch niemand an Board lebt. Ein echtes Generationenschiff ist die nächst naheliegendere Alteranative, müsste aber 2-3-4 Zehnerpotenzen größer ausfallen, um eine stabile Populationsgröße aufnehmen zu können. Meiner Meinung nach ist so etwas ein dritter Schritt nach der systematischen Errichtung Heimatplanet-naher Weltraumhabitate und Besiedlung innerer Planeten und der Kolonilisierung der äußeren Bereiche des Heimatsystems mit künstlichen, bereits größtenteils energieautarken Habitaten. Da muss dann "nur" noch der Antrieb dazu kommen. Aber bis man soweit ist, sich überhaupt aus der habitablen hinauswagen zu müssen, vergehen Jahrtausende, ein Generationenschiff würde ich erst Jahrzehntausende nach den ersten Raumflügen erwarten. Die Entsendung von Dauerstadien kann dagegen bereits nach einigen Jahrhunderten beginnen, da die Investition gegenüber einer reinen Robotorsonde vergleichsweise klein ausfällt, sofern man die nötigen medizinischen Techniken schon für heimatliche Verwendung bereit stehen hat.
Es müssten wenige 100 Menschen reichen. Vor allem Frauen die gebärfähig sind. Befruchtete Eizellen kann man vorher einfrieren.
Ansonsten Wissenschaftler, Techniker, Arbeiter. Vielleicht kann man sie auch in Cryoschlaf versetzen oder so.
Dann wird das Schiff von einer K.I. gesteuert. Wie in "Alien" oder "Passengers".
Es geht um eine Art "Arche" falls unsere Art vor dem Aussterben bedroht ist.
 
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