Der "Naturwissenschaften" Thread

Es ist ja nicht so, dass Flares den Planeten in der habitablen Zone grillen.

Zum glück kann man das ja alles ausrechnen und wenn gewissen Leute, die sich damit auskennen, von "grillen" sprechen -- was jetzt nicht unbedingt physikalische Sprache ist, das Geschehene aber gut beschreibt -- glaube ich schon, dass solche Planeten weder ein gemütlicher oder bewohnbarer Ort ist. ;)
Und wir sind ja nicht an grünen Schleim interessiert sondern mit Leuten, die uns vollquatschen. :D
 
Zum glück kann man das ja alles ausrechnen und wenn gewissen Leute, die sich damit auskennen, von "grillen" sprechen -- was jetzt nicht unbedingt physikalische Sprache ist, das Geschehene aber gut beschreibt -- glaube ich schon, dass solche Planeten weder ein gemütlicher oder bewohnbarer Ort ist. ;)

Im Falle Proxima b wird allerdings flüssiges Wasser vermutet wird, welches bekanntlich die Angewohnheit hat, bei Grilltemperaturen - egal nach welcher Lesart - in den gasförmigen Zustand überzugehen. ;)

Und wir sind ja nicht an grünen Schleim interessiert sondern mit Leuten, die uns vollquatschen. :D

Ich denke, wenn sich in unserer - in astronomischen Maßstäben - Nachbarschaft ein paar Algen nachweisen ließen, hüpfen die Exobiologen bereits vor Freude im Fünfeck. :D

Selbst die Algen wären übrigens nicht zwingend grün, denn der grüne Farbstoff auf der Erde ist Chlorophyll und dieses braucht man zur Photosynthese mit sichtbarem Licht, während Proxima Centauri hauptsächlich im infraroten Spektrum strahlt.
 
Infrarot wäre für die Entstehung photosynthetischen Lebens ein verdammt großes Hinderniss: Algen (und alles andere) haben sich im Meer entwickelt und Wasser absorbiert Infrarot extrem gut. Leben auf so einem Planeten wäre sehr lange auf chemosynthese angewiesen und wir wissen, dass das keine sonderlich gute Grundlage für höhere Entwicklungsstufen sind. Nichts desto trotz würden Biologen natürlich im Pentagram hüpfen, wenn man ihnen unabhängig von der Erde entstandenes Leben vorführen könnte. Welcher Naturwissenschaftler freut sich nicht, wenn er die Zahl der Replikate seiner Beobachtungen auf einen Schlag verdoppeln kann? Allerdings ist es, mit Ausnahme von Spuren intensiver Sauerstofffreisetzung auf eher kühlen Planeten, die aus unserem beschränkten Wissen heraus nur mit oxygener Photosynthese erklärt werden kann, praktisch unmöglich, Leben in so großer Entfernung nachzuweisen, geschweige denn etwas über seine Eigenschaften zu erfahren.
 
Im Falle Proxima b wird allerdings flüssiges Wasser vermutet wird, welches bekanntlich die Angewohnheit hat, bei Grilltemperaturen - egal nach welcher Lesart - in den gasförmigen Zustand überzugehen. ;)

Na Ja, man vermutet flüssiges Wasser weil er in einer habitaten Zone um den Stern kreist. Aber das wars dann auch schon.
Die Venus ist auch innerhalb der habitaten Zone und da sieht es düster aus mit flüssigem Wasser.

Ich denke, wenn sich in unserer - in astronomischen Maßstäben - Nachbarschaft ein paar Algen nachweisen ließen, hüpfen die Exobiologen bereits vor Freude im Fünfeck. :D

Selbst die Algen wären übrigens nicht zwingend grün, denn der grüne Farbstoff auf der Erde ist Chlorophyll und dieses braucht man zur Photosynthese mit sichtbarem Licht, während Proxima Centauri hauptsächlich im infraroten Spektrum strahlt.

Natürlich. Es geht schließlich erst mal darum, dass es überhaupt Leben außerhalb der Erde gibt.
Wenn man Leben nachweisen könnte, wäre der Verdacht da, dass Leben eine normale Entwicklung wäre und nicht einzigartig.
 
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? Das ist, zumindest dem Prinzip nach, die Drake-Gleichung. Und wie üblich sind entscheidende Faktoren geraten und das Ergebnis somit komplett nutzlos.
 
Achso sorry, hatte nicht richtig gelesen.

Ja geraten sind bei der Drake-Gleichung wohl auch ein paar Faktoren.
Nur hier wird eben optimischer geraten bzw geschätzt.:D
 
? Das ist, zumindest dem Prinzip nach, die Drake-Gleichung. Und wie üblich sind entscheidende Faktoren geraten und das Ergebnis somit komplett nutzlos.

Das ist alles geraten. Was auch sonst? :ka:
Es gibt aktuell nur einen einzigen Planeten im gesamten Universum, von dem wir sicher wissen, dass es dort Leben gibt.
Alles andere ist nur Spekulation, egal was wir für Indizien finden.
 
Es gibt aktuell nur einen einzigen Planeten im gesamten Universum, von dem wir sicher wissen, dass es dort Leben gibt.
Alles andere ist nur Spekulation, egal was wir für Indizien finden.

Mit unseren primitiven Mitteln können wir nun mal nicht endlos weit gucken und horchen.
Letztendlich ist es ja immer ein Blick in die Vergangenheit. ;)

Mal folgendes Gedankenexperiment:

Mal angenommen,
es gäbe eine Zivilisation in 1 Mio. LJ ähnlich unserer Entwicklungsstufe,
wie lange würde ein astreiner Beweis durch Radiowellen dauern, bis wir die genau detektieren könnten.

29. Oktober 1923: Erste Rundfunksendung in Deutschland | Das Kalenderblatt | Bayern 2 | Radio | BR.de. :D
 
Achso sorry, hatte nicht richtig gelesen.

Ja geraten sind bei der Drake-Gleichung wohl auch ein paar Faktoren.
Nur hier wird eben optimischer geraten bzw geschätzt.:D
steht da glaube auch nicht in dem "GMX-Artikel", sowas lassen die ja manchmal einfach weg :D
aber im Abstract steht es, siehe: The Astrobiological Copernican Weak and Strong Limits for Intelligent Life - IOPscience

geraten ist wahrscheinlich ein wirklich fieses Wort für so einen Wissenschaftler, die sprechen meistens von "Annahmen" :D

Aber nur weil wir nicht mehr kennen, heisst das nicht das es wirklich so ist.
wie war das? - sicher ist, dass nichts sicher ist und selbst das ist nicht sicher? (außer dass wir irgendwann weg sind?) :D

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hmm, nicht mal geschätzt? :D
naja, die Toleranzangabe sagt schon Einiges mit 36 +175/-32 :hmm: ^^

Ne, nicht mal geschätzt. Schätzen kann man, wenn ein paar Erfahrungswerte hat, aber für "P entstehung leben" haben weiterhin eine Statistik mit N=1 und aus der kann man gar nichts extrapolieren. Da wir auch die Kausalstrukturen nicht kennen, kann man diesen Faktor also nur irgendwo zwischen fast 0 und fast 1 raten. Und wenn man einen Faktor einer Kette von Multiplikationen rät, dann ist das gesamte Ergebnis geraten. "Minimum vier", wie in deiner Angabe, ist schon pure Anmaßung. Aber solange Meldungen über derartige Astronomen-Märchen verbreitet werden, werden sich auch weiterhin Leute ohne Kenntnis der Materie zu dieser vor allem biologischen Frage äußern. Und dabei Stuss von sich geben.
 
Mit unseren primitiven Mitteln können wir nun mal nicht endlos weit gucken und horchen.
Letztendlich ist es ja immer ein Blick in die Vergangenheit. ;)

So primitiv sind unsere Mittel ja nicht. Die ersten Planeten, die man entdecken konnte, waren Gasriesen direkt in der Nähe des Sterns.
Heute können wir Planeten entdecken, die kleiner und weiter weg vom Stern sind.
Keine Ahnung, was in 20 oder 50 Jahren möglich ist.

Mal folgendes Gedankenexperiment:

Mal angenommen,
es gäbe eine Zivilisation in 1 Mio. LJ ähnlich unserer Entwicklungsstufe,
wie lange würde ein astreiner Beweis durch Radiowellen dauern, bis wir die genau detektieren könnten.

29. Oktober 1923: Erste Rundfunksendung in Deutschland | Das Kalenderblatt | Bayern 2 | Radio | BR.de. :D

Es spielt letztendlich keine Rolle, ob es eine andere Zivilisation gibt. Es gibt keine Möglichkeit, mit ihnen in Kontakt zu treten.
Selbst wenn du ein Signal absendest und die Zivilisation nur 50 Lichtjahre entfernt ist, brauchst du mindestens 100 Jahre, um eine Antwort zu erhalten.
In 100 Jahren weiß keiner mehr, dass man überhaupt ein Signal abgeschickt hat.
Und selbst wenn man ein Signal entdeckt, könnte das auch bedeuten, dass diese Zivilisation ihre gesamte Energie genutzt hat um dieses Signal zu senden und ist danach untergegangen.

Aber nur weil wir nicht mehr kennen, heisst das nicht das es wirklich so ist.

Ich gehe auch schwer davon aus, dass es im All weiteres Leben gibt.
Schon Stephen Hawking hatte gesagt, dass es ja Platzverschwendung wäre, wenn die Menschen die einzigen intelligenten Lebenwesen im Universum wären.
Natürlich wäre Ozon ein starkes Indiz für Leben, da freier Sauerstoff nicht einfach so entsteht und der ja auch immer wieder nachgeliefert werden muss.
Aber es wäre trotzdem nur ein Indiz. Mehr nicht.
Einen wirklichen Beweis für Leben außerhalb der Erde müsste man zuerst in unserem Sonnensystem suchen.
Es gibt ja Kandidaten. Dort muss man ansetzen und wenn man tatsächlich Leben in irgendeiner Form fände, wäre das der Beweis, dass Leben zumindest der Normalfall wäre.
 
Die Drake-Gleichung ist Anfangs der 1960ger mal aufgestellt worden und beinhaltet somit auch nur das damalige Wissen.

N=Rx * fp * ne * fl * fi * fc * L

Im Einzelnen:
Rx=Sternenentstehungsrate: Derzeit in unserer Galaxis grob 10 /anno, davon allerdings 2018 nur 2 tatsächlich entdeckt.
Irrelevante Zahl, da die Sternenentstehungsrate vor gut 5 Mrd. Jahren interessiert, damit heute eine mögliche Alienzivilisation da sein kann = unbekannt
Fehler in der Gleichung

fp: Anteil an Sternen mit Planetensystemen
gigantischer input seit Entstehung der Gleichung
Man geht allgemein davon aus, dass nur sehr wenige Sterne gar keine Planeten bilden.
In der relevanten Zeit vor 5-6 Mrd. Jahre sind die meisten Zwergsonnen schon entstanden gewesen.
Nach der bisherige erfolgten Alterdedektierung liegt der Anteil an sonnenähnlichen Sternen , die zu dieser Zeit entstanden sein mussten bei über 80%.

Ne: Durchschnittliche Anzahl an Planeten (pro Stern) innerhalb der Ökosphäre:
Interessanter Weise liegt diese Zahl nach aktueller Beobachtung bei nahezu 1.
Allerdings wußte damals Drake natürlich nicht, dass die Meisten beobachteten Planeten in der Ökosphäre bis Dato eher Supererden sind.
In wie weit diese Leben entwickeln können, ist schlichtweg unbekannt.
demnächst stehen uns Beobachtungsmöglichkeiten zu Verfügung, die organische Verbindungen in der Atmosphäre dieser Planeten entdecken können.
Erst dann kann eine gewisse Validität in Hinsicht auf biologische Leben erfolgen.
Die Formel müsste hier korrigiert bzw. ergänzt werden.

fl: Anteil an Planeten mit Leben: wie oben angesprochen, dürften neuere Beobachtungsmöglichkeiten hier Antworten geben, derzeit schlichtweg kaum abschätzbar und hochspekulativ.

fi: völlige Spekulation:
Wir haben genau eine Stichprobe, nämlich unsere Fauna.
Was ist Intelligenz?
Diverse Tierarten auf der Erde haben Merkmale der Intelligenz ohne eine Zivilisation in unserer Begrifflichkeit herauszubilden.

fc: Völlige Spekulation
Unsere Schmackhaften Oktopusse auf der Erde sind zweifellos intelligent, auch nach Maßstäben im Vergleich zu Mensch und anderen Tieren.
Vielleicht haben die sogar Interesse an den Sternen, wenn sie mal oberflächennah herumschwimmen.
sie werden aber neverever die technische Möglichkeit in absehbarer Zeit entwickeln können, technisch Kontaktmöglichkeiten aufzubauen.
Ich betrachte diesen Formelanteil somit als wackligen Faktor.
Das Interesse allein reicht nicht, die intelligente Spezies muss auch in der Lage sein, die technisch umzusetzen.

L: Tja, was soll man dazu sagen.
Wir Menschen schaffen es gerade mal grob auf 100 Jahre.
Dazwischen waren zwei Weltkriege und der kalte Krieg, in dem wir eigentlich nur mit viel Glück an einem globalen Atomkrieg vorbeigeschrammt sind.
So doof wie wir sind, gebe ich der Menschheit aktuell noch weiter 100 Jahre, dann ist Schicht im Schacht und die Überlebenden dämmern wieder steinzeitmäßig vor sich hin.
Betrachtet man halbwegs stabile (antike) Zivilisationen und hier insbesondere das chinesische Reich, wären vielleicht unter einer autoritären und rigiden Führungsclique 5000 Jahre drinnen.

Lange Rede kurzer Sinn:
Die Formel ist Quatsch, weil es viel zu viele Unbekannte gibt.

Ich persönlich glaube (aber glauben ist nicht wissen), dass es da draußen noch andere gibt.
Aber ob es nun 1 (wir) oder 20 oder 5000 innerhalb der Galaxis sind, ist einfach derzeit nicht abschätzbar.

Und:

Bekannter Maßen ist Raumfahrt sehr teuer, auch für Aliens.
Gründe, eine erfolgreiche interstellare Expedition loszusenden, können nur extrem Wichtige oder Existenzielle sein.
Rohstoffe gibt es an jeder Ecke in der Galaxis, dazu bedarf es keinen Lichtjahre weiten Tripp.
Somit verbleiben:
Erweiterter Siedlungsraum (aus welchen Gründen auch immer)
Eroberungsdrang
Wissenschaftliche Neugier

Die oberen zwei sind gekoppelt, für den letzten Grund ist in der Regel kein Geld da.

Ehrlich gesagt, bin ich daher gar nicht so scharf darauf, dass hier jemand von outerspace hier vorbeikommt.
Der Faktor L wird dann bei uns endlich sein.
 
Neue Erkenntnisse zur Hirnentwicklung in der Evolution:
Bericht: Gehirn, Gesellschaft, Glueck - darum stehen wir im Affenhaus auf der Besucherseite | MDR.DE
Doku-Film: Zufall Mensch? Der kleine Schritt zum grossen Gehirn | MDR.DE

Irgendwann, irgendwo im Hirn eines Hominiden gab es also bei einer Zellteilung einen winzigen Kopierfehler. Höchstwahrscheinlich war das die Initialzündung zu unserem größeren Gehirn - und ein Zufall. Wäre dieses Individuum von einem Höhlenbären gefressen oder von einem Mammut zerquetscht worden, bevor er sich fortpflanzen konnte, würde es uns heute so nicht geben. Diese Mutation war für uns alle von Vorteil und wir setzten somit zu unserem Siegeszug an:

Dass die Mutation bei ARHGAP 11B zu einem größeren Gehirn führt, ist evolutionär betrachtet natürlich ein wahnsinniger Selektionsvorteil.
Dr. Michael Heide, Hirnforscher​

Heute trägt jeder von uns, jeder Mensch, dieses Gen ARHGAP 11B in sich - inklusive der Punktmutation.

Wobei man bei manchen Leuten dann durchaus das Gefühl hat, dass dort diese Punktmutation rückgängig gemacht wurde. Also quasi das Bit wieder zurückgekippt. :devil:
 
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