Falls die technisch so weit entwickelt sind wie wir und möglicherweise Ähnlichkeiten mit uns aufweisen, sind sie allerdings auch nicht in der Lage uns zu erreichen
Da wäre ich mir nicht wirklich sicher...
Im Rahmen meiner Kontakte zur TUM (primär im Architektur/Bauingenieuerswesen) hatte ich mehrfach Gelegenheit z. B. mit Herrn Prof. Walter persönlich zu sprechen und hatte Gelegenheit,
auch (interne) Vortragsreihen zu diesem Thema zu besuchen.
Recht unisono wird von den meisten Wissenschaftlern die Wahrscheinlichkeit, technische entwickeltes, extraterristisches Leben in unserer Galaxis anzutreffen als relativ gering angesehen.
Hauptargument ist die geringe Wahrscheinlichkeit, dass diese Aliens ausgerechnet zeitgleich mit uns existieren.
Die Milchstraße ist grob 13 Mrd. Jahre alt und nach dem "abbrennen" der ersten Sternengenerationen (notwendig zur Anreicherung schwerer Elemente) besteht die Möglichkeit, das sich seit grob 9-10 Mrd. Jahren leben entwickeln kann.
Viele Sterne, gerade rote Zwerge mit hohem oder sehr hohem Metallgehalt im Spektrum und einem geschätzten alter von über 10 Mrd. Jahren bezeugen dies.
Unsere Sonne ist mit knapp unter 5 Mrd. Jahren relativ jung.
Sprich es besteht die Möglichkeit, dass es bereits technische Zivilisationen gab als unser Sonnensystem gerade mal 1-2 Mrd. Jahre alt war.
Somit herrscht in diesen Kreisen, zu denen ich rudimentär Zugang habe, die Überzeugung, dass Leben an und für sich keine Seltenheit in der Galaxis ist,
zeitgleiche, technische Zivilisationen in unserem Sinne in einem Entwicklungs-Zeitkorridor von +/- 25.000 Jahren werden aber gerade mal auf ein (nur wir) oder zwei gemutmaßt.
Geradezu gefürchtet werden mögliche Zivilisationen, die deutlich älter und noch existent sind.
Hawking hat mit seiner Narrenfreiheit letztlich nur das zum Ausdruck gebracht, was in diesen Kreisen diskutiert wird aber eben keine wissenschaftlich nachweisbare Basis hat.
Da darf ich jenen Ex-Astronauten zitieren, der derzeit in Stuttgart tätig ist:
Wenn jemals Aliens zu uns kommen würden, die technologisch deutlich vor uns liegen, möchte ich dies nicht mehr erleben.
Aber zurück zu den Optionen:
Immerhin gäbe es das Szenario, dass sich die Umweltbedingungen (durch was auch immer) im Sonnensystem der gleich entwickelten Alienrasse derart verschlechtern, dass diese vor der Entscheidung stehen könnten,
dem Schicksal ins Auge zu sehen und unter zu gehen oder einen Neustart irgendwo anders (bei uns) zu suchen.
Ein Generationenschiff könnte z. B. auch unter Ausnutzung eine Kleinplaneten gebaut werden.
Ein Plutoid wie z. B. Makemake oder Sedna mit ca. 1000 km Durchmesser könnte für mehrere Millionen Aliens über hunderttausende von Jahren ausreichend Rohstoffe bieten.
Selbst mit sehr schubschwachen Ionentriebwerken könnten selbst wir schon heute innerhalb von 100-200 Jahren so einen großen Körper auf Fluchtgeschwindigkeit aus dem Sonnensystem bringen.
Ob so eine Mission letztendlich dann Erfolg hätte, steht auf einem anderen Blatt.
Mutmaßlich wüssten weder wir noch irgendwelche Aliens, was mit der Besatzung bzw. deren Nachkommen nach mehreren 10.000 Jahren Flugzeit passieren wird.
Ein weiteres Szenario ist das, dass automatische Nanosonden losgeschickt wurden
Gut wäre keine Begegnung der III. Art, aber es ist eine sehr preisgünstige und vor allen im Nahbereich bis 50 LJ effektive Sondierung der interstellaren Umgebung mit relativ hohem Erfolg auf Feedback der Sonden nach Hause
und das in einem überschaubaren Zeitraum.
In Bezug zu oben, sollten Aliens über eine weit fortgeschrittene Technik verfügen (z. B. hoch kommerzielle Nutzung von Kernfusion oder gar Antimaterietechnologie), aus der näheren Umgebung kommen und selbst unterlichtschnell innerhalb von wenigen Jahrzehnten persönlich die Distanzen überwinden können, würde auch ich das Ereignis als kritisch betrachten.