Der "Naturwissenschaften" Thread

Wir haben doch auch Wasserdampf auf der Erde und eine gebundene Rotation, oder nicht?:hmm:

Nein, die Erde hat ja keine gebundene Rotation.
Gebunden bedeutet, dass der Planet immer die gleiche Seite zum Stern zeigt. Wie der Mond das bei der Erde macht.
Hätte die Erde eine gebundene Rotation, würde sie 365 Tage für eine Umdrehung benötigen, also die gleiche Anzahl an Tagen für eine Umrundung um die Sonne.
Der Mond wurde durch Gezeitenkraft von der Erde abgebremst. Da aber Drehimpuls nicht vernichtet werden kann, wurde der Drehimpuls in Bahndrehimpuls umgewandelt. Daher entfernt sich der Mond immer weiter von der Erde.
Die Erde selbst hat natürlich in Laufe der Zeit auch schon Drehimpuls verloren. Auch der wird in Bahndrehimpuls umgewandelt. Die Erde entfernt sich von der Sonne.

Bei Sonnensystemen wie jetzt bei der Supererde ist das aber noch mal anders. Der Planet befindet sich viel näher dran an seinem Stern. Da kann der Planet Rotationsenergie auch durch Reibung verlieren und wird deswegen langsamer.
 
Nein, die Erde hat ja keine gebundene Rotation.
Gebunden bedeutet, dass der Planet immer die gleiche Seite zum Stern zeigt. Wie der Mond das bei der Erde macht.
Hätte die Erde eine gebundene Rotation, würde sie 365 Tage für eine Umdrehung benötigen, also die gleiche Anzahl an Tagen für eine Umrundung um die Sonne.
Achso, muß ich wohl verwechselt haben.

Edit: Ist auch einleuchtend... da hatte ich nicht richtig nachgedacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso sollte es kein Wasserdampf bei einer gebundenen Rotation geben?
An der Grenze zwischen Tag und Nacht wäre Wasserdampf kein Problem.
Und schau dir mal Mond und Erde an. Die Erde hat den Mond recht schnell eingebremst, obwohl der Massenunterschied zwischen Erde und Mond vermutlich deutlich geringer ist als zwischen Supererde und Zwergstern.
Es kommt letztendlich darauf an, wie nah der Planet seinen Stern umkreist.

Wir haben nur das Modell Venus und was passiert bei langsamer (oder gar gebundener) Rotation ist hier recht kurz und knapp zusammengefasst:
Welt der Physik: Atmosphaere der Venus verliert Wasser

Auch die übrigen Beobachtungen mit der einzigen Stichprobe, die wir haben, unser Sonnensystem spricht erst mal nicht für eine gebundene Rotation - wirklich wissen kann ich das genauso wenig wie du.

Der Mond ist ein "Sonderfall", mutmaßlich ist er ja durch die Kollision von zwei Protoplaneten (Urerde und ca. Marsgroßer anderer Protoplanet) entstanden.

Bei der Konsolidierung sind die einzelnen Fragmente viel schneller "abgebremst" worden und haben dem Mond einen deutlich geringeren initialen Drehimpuls gegeben.

Die gebunden Rotation hat sich somit sehr schnell eingestellt, schneller als bei einem "normal" entstanden Planeten es passieren kann.

Letztlich ist ein Blick zu Jupiter oder Saturn und die großen Monde der passende Vergleich zu dieser Supererde und dem kleinen Stern - von den relativen Verhältnissen wäre Ganymed der passende.

Das wirklich interessante ist, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit es dort Meere oder große Seen gibt.
Denn so eine messbare Menge an Wasserdampf muss ein entsprechendes Oberflächenreservoir haben...

Heisst aber immer noch nicht, dass dort auch nur eine einzige Mikrobe herumkriecht, die Flare-Ausbruche des roten Zwerges sind nicht witzig.
 
Ob es dort außerirdisches Leben gibt in Form von angepassten Mikroben, bakterien o.ä. ist schon vorstellbar.

Ich gehe jetzt aber mal ein bisschen weiter, wieso "wir" und unsere Erde noch nicht von Außerirdischen besucht wurden.

Ich denke, dass es schlichtweg nicht möglich ist, diese Entfernungen (zig Lichtjahre) zurückzulegen. Sei es mit personellen organischen Leben auf einem Raumschiff, oder voll automatisiert mit robotern/KI. Ich bin 100% überzeugt, dass es fast unendlich viele hochentwickelte Lebensformen im Universum gibt. Diese, ehm, Aliens hatten unter Umständen viel bessere Umstände auf Ihren Planeten und konnten sich schneller entwickeln als z.B. wir. Vielleicht existieren dort Kulturen, die schon Millionen Jahre wissenschaftlich und in der Raumfahrt tätig sind. Wenn es daher möglich wäre, mit den wissenschaftlichen Errungenschaften einer tausende/millionen Jahre alten intelligenten Kultur, die Entfernung zu uns zu überbrücken, hätten die es schon getan.

Ich glaube hingegen, dass wir bisher oder in Zukunft nur gefunden/entdeckt wurden/werden. Und es dann möglicherweise "nur" Kommunikation geben wird. Unter Umständen erachtet man uns aber auch als zu primitiv zum kontaktieren. Star trek lässt grüßen. Meine Vorstellungskraft spinnt sich da vieles zusammen. Zu unseren Lebzeiten werden wir jedenfalls kein intelligentes außerirdisches Leben zu gesicht bekommen. Auch die Kommunikation zwischen Sonnensystemen/Galaxien stelle ich mir schwierig vor... naja, finde das alles hochinteressant und finde es schade, dass sich die Menschheit unter einander bekriegt anstatt realistische nachhaltige Forschung zu betreiben. Es würde VIEL mehr möglich sein, wenn die Differenzen beigelegt und an einem Strang gezogen werden würde. Aber am Ende sind wir nur ein chaotischer haufen sich fortpflanzender organismen, die es schaffen sich irgendwann selbst auszurotten. Möglicherweise passiert das allen intelligenten Lebensformen im Universum, und daher haben diese garnicht so viel Zeit, sich so weit zu entwickeln...


beim verfassen dieses Posts hab ich den interstellar soundtrack gehört :ugly:
 
Gleiche Wellenlänge @sauerkraut4tw :)

Ein Faktor dürfte auch die Zeit sein.

Wir irdischen Würstchen kennen "high-tech" seit grob 100 Jahren und wie lange wir noch existieren und noch weiterentwickeln können, weiss niemand.

Es reichen wenige 100.000 Jahre Entwicklungsdifferenz.

Wenn z. B. eine raumfahrende Nation vor einer Mio. Jahren hier vorbeigekommen wäre, hätte sie maximal einen netten Zoo zu sehen bekommen.

Da ich davon ausgehe, dass es viele solcher Zoos da draußen gibt, ist die Erde nur einer unter vielen und evtl. gar nicht mehr in Fokus einer galaxienweiten Großzivilisation.

Und wer weiss, ob diese Zivilisation noch existiert und / oder noch die interstellare Raumfahrt beherrscht.

Edit:
Ich glaube schon, dass es den Aliens oder auch uns gelingen kann, interstellare Raumfahrt irgendwann zu entwickeln, sei es aus der Not heraus oder um Forschungsdrang zu befriedigen.
Auf Grund der gewaltigen entfernungen ist es aber eher ein Zufall, wenn jemand hier vorbeikommen würde.

Man muss es mal aus einem anderen Blickpunkt sehen.
Die bisher festgestellten Planeten sind überwiegend "Supererden" um rote Zwerge herum.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Alienzivilisation einen "lebenswerten" Planeten hier sucht, weil sie sich ebenso auf so einer Supererde entwickelt haben, ist mit heutigem Wissensstand schlichtweg höher.
Will sagen, sie erkennen evtl. gar nicht die Notwendigkeit / Erfahrung heraus, für sie relativ heisse G Typ Sonnen näher zu untersuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir haben nur das Modell Venus und was passiert bei langsamer (oder gar gebundener) Rotation ist hier recht kurz und knapp zusammengefasst:
Welt der Physik: Atmosphaere der Venus verliert Wasser

Die Venus hat eine Oberflächentemperatur von 450 Grad und 90 Bar Druck. Der Planet ist sicher kein Maßstab für Wasserdampf.
Ich gehe sowieso davon aus, dass Erde und Venus einen gemeinsamen Anfang hatten. Also beide bekamen Wasser von außen. Die Erde konnte dadurch ihre CO2 Atmosphäre auswaschen und zu dem werden, was sie heute ist.
Die Venus hatte Pech, da sie eben das Stück näher an der Sonne ist. Die Sonne hat das Wasser weggeblasen und übrig blieb eben nur CO2.

Auch die übrigen Beobachtungen mit der einzigen Stichprobe, die wir haben, unser Sonnensystem spricht erst mal nicht für eine gebundene Rotation - wirklich wissen kann ich das genauso wenig wie du.

Ich hab nicht die geringste Ahnung, was wirklich ist. Man müsste Computermodelle laufen lassen. Allerdings ist dann die Frage, mit welchen Daten der Computer gefüttert wird.
Das Problem bei roten Zwergsternen ist aber, dass sie starke Flares haben, die in regelmäßigen Abständen jeden Planten in der Umgebung sterilisieren.

Der Mond ist ein "Sonderfall", mutmaßlich ist er ja durch die Kollision von zwei Protoplaneten (Urerde und ca. Marsgroßer anderer Protoplanet) entstanden.

Ja, das ist die Theorie. Die Erde ist mit einem Schwesterplaneten entstanden. Sie haben sich aufgrund von Gezeitenreibung und kosmischer Reibung angenähert und haben sich dann getroffen.
Dabei ist der Kern der Schwestererde in die Erde eingesunken und der Mond hat sich gebildet.
Gebundene Rotation ist im Sonnensystem aber nichts ungewöhnliches. Der Merkur ist auf dem Weg dahin.
Und wieso sich die Venus anders herum dreht als alle anderen Planten ist bis heute unbekannt.
Abgesehen davon müsste auch geklärt werden, ob die Supererde dort entstanden ist, wo sie heute zu sehen ist. Sie kann dichter am Stern entstanden sein und dann nach außen gewandert sein.
Ebenso interessant zu erklären ist, wieso ein so großer Planet entstanden ist und nicht mehrere, die kleiner sind.

Bei der Konsolidierung sind die einzelnen Fragmente viel schneller "abgebremst" worden und haben dem Mond einen deutlich geringeren initialen Drehimpuls gegeben.

Gibt es dazu eine Studie? Ich weiß nicht, wie schnell sich der Mond gedreht hat. Man nimmt an, dass sich die Erde zum damaligen Zeitpunkt mit 8 Stunden pro Tag gedreht hat.

Die gebunden Rotation hat sich somit sehr schnell eingestellt, schneller als bei einem "normal" entstanden Planeten es passieren kann.

Der Mond muss sich sehr schnell in eine gebundene Rotation eingegliedert haben, denn er muss noch flüssig gewesen sein als das passiert ist, denn sonst sähen Vorderseite und Rückseite des Mondes nicht so unterschiedlich aus.

Letztlich ist ein Blick zu Jupiter oder Saturn und die großen Monde der passende Vergleich zu dieser Supererde und dem kleinen Stern - von den relativen Verhältnissen wäre Ganymed der passende.

Schwer zu sagen. Gezeitenreibung ist ja eben nicht das einzige, was den Drehimpuls verlangsamen kann.

Das wirklich interessante ist, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit es dort Meere oder große Seen gibt.
Denn so eine messbare Menge an Wasserdampf muss ein entsprechendes Oberflächenreservoir haben...

Gibt es Informationen über die Oberflächentemperatur? Über die Zusammensetzung? Da muss ja noch mehr sein als nur Wasserdampf.

Heisst aber immer noch nicht, dass dort auch nur eine einzige Mikrobe herumkriecht, die Flare-Ausbruche des roten Zwerges sind nicht witzig.

Eben. Gerade weil der Planet nah an seinem Stern sein muss, kriegt er die volle Wucht ab und dann wird die Atmosphäre des Planeten regelmäßig weggeblasen.
 
Vielleicht entwickeln ja, irgendwelche intelligenten Ausserirdischen, eine revolutionäre Reisemöglichkeit mit der es deutlich schneller geht.
Ansonsten würde ich auch zustimmen, dass uns die großen Entfernungen einen Strich durch die Rechnung machen.

beim verfassen dieses Posts hab ich den interstellar soundtrack gehört :ugly:
Das ist auch einer meiner Lieblings-Soundracks.:daumen:
 
Vielleicht entwickeln ja, irgendwelche intelligenten Ausserirdischen, eine revolutionäre Reisemöglichkeit mit der es deutlich schneller geht.
Ansonsten würde ich auch zustimmen, dass uns die großen Entfernungen einen Strich durch die Rechnung machen.

Ich stelle mir immer eine große Tafel vor, auf der alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten stehen, die es im Universum gibt.
Wir haben bisher einen kleinen Teil des Ganzen entschlüsselt. Vieles wissen wir jedoch noch nicht.
Nichtsdestotrotz darf sich aber das, was wir noch nicht wissen, nicht mit dem beißen, was wir wissen. Denn dass die Gesetze der Natur, die wir bisher kennen, zutreffend sein müssen, erkennen wir ja daran, dass sie überall im Universum funktionieren und wir Technologien daraus entwickelt haben.
Ohne Kenntnisse der Quantenphysik würde ja ein Großteil unserer Technik gar nicht funktionieren.
Ergo kann unser Verständnis von Quantenphysik nicht falsch sein. Sie wird unvollständig sein, aber sie kann nicht falsch sein.
Das gleiche gilt für die allgemeine Relativitätstheorie. Auch sie ist unvollständig, kann aber nicht falsch sein.
Und das bedeutet eben, dass es keine Geschwindigkeit gibt, mit der man Informationen schneller verbreiten kann als die Lichtgeschwindigkeit.
Ergo kann es kein Objekt geben, das sich schneller als Licht bewegen kann. Das beinhaltet auch außerirdische Raumschiffe.
Vielleicht auch der Grund, wieso noch keiner bei uns war. :D
 
Und das bedeutet eben, dass es keine Geschwindigkeit gibt, mit der man Informationen schneller verbreiten kann als die Lichtgeschwindigkeit.
Ergo kann es kein Objekt geben, das sich schneller als Licht bewegen kann. Das beinhaltet auch außerirdische Raumschiffe.
Vielleicht auch der Grund, wieso noch keiner bei uns war. :D
Das ist schon klar.

Ich meinte auch eher sowas ähnliches wie Warp-Antrieb oder Wurmlöcher.;)
 
Ich meinte auch eher sowas ähnliches wie Warp-Antrieb oder Wurmlöcher.;)

Wenn du einen Star Trek Fan fragst, wie denn der Warp Antrieb so funktioniert, wird er sagen "er funktioniert bestens". :D
Mich würde sogar eher interessieren, wie denn die Trägheitsdämpfer oder der Heisenberg Kompensator funktionieren. :D

Es gibt ja die Einstein Rosen Brücke. Ein Gebilde, das die allgemeine Relativitätstheorie voraussagt, bisher aber noch nicht entdeckt wurde.
Allerdings wüsste ich nicht, wie man das nutzen könnte. :ka:
 
Wenn du einen Star Trek Fan fragst, wie denn der Warp Antrieb so funktioniert, wird er sagen "er funktioniert bestens". :D
Der Warp-Antrieb wurde auch wissenschaftlich untersucht


Ein funktionsfähiger Warp-Antrieb muss die Eigenschaft haben, einen bestimmten Energie-Impuls-Tensor zu erzeugen, welcher das Raumzeitgebiet um ein Raumschiff herum derart verändert, dass die Entfernung zwischen Start- und Zielpunkt verringert wird. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Raumzeit vor dem Schiff kontrahiert und hinter ihm wieder expandiert. Da sich die Raumzeit selbst überlichtschnell ausbreiten darf, könnte ein Objekt also theoretisch in einer solchen Warp-Blase mitreisen. Die erste funktionierende Warp-Metrik wurde 1994 von Miguel Alcubierre aufgestellt. Sie ist jedoch keine strenge Lösung der Einsteingleichungen, sondern wurde direkt mit den gewünschten Eigenschaften konstruiert. Um die Gleichungen zu erfüllen, ist eine negative Energiedichte erforderlich, welche auch als exotische Materie bezeichnet wird.

Da der Alcubierr'sche Antrieb zusätzlich etwa zehn Milliarden mal mehr exotische Materie benötigt, als das sichtbare Universum insgesamt an normaler Materie besitzt, wurde er von Van den Broeck dementsprechend verbessert. Dazu schloss er die Alcubierre'sche Warp-Blase um zwei weitere Blasen herum. Seine Rechnungen zeigten, dass sich der Bedarf an exotischer Materie dadurch zwar nicht aufhebt, aber zumindest auf einige Sonnenmassen reduziert wird. Die äußere Blase, also die eigentliche Alcubierre-Warp-Blase, wird dabei als sehr klein (R = 3 · 10−15 m) angesetzt. Die innerste Blase besitzt dafür jedoch eine Oberfläche, die einer Blase von 200 m Durchmesser entspricht. Diese scheinbare Diskrepanz wird durch die vierdimensionale Geometrie ermöglicht. Die Materiedichte ist bei beiden Antrieben jedoch so hoch, wie die Materiedichte des Universums kurz nach dem Urknall gewesen ist. Alcubierre und Broeck gingen von einer vorher ungekrümmten Raumzeit aus. Ist die Raumzeit hingegen gekrümmt, so genügen nach Sergei Krasnikov bereits 10 kg exotischer Materie, um solch ein System aus Warp-Blasen zu erzeugen. Durch weitere Modifikation der Van-Den-Broeck-Metrik gelang es Krasnikov, die notwendige Menge an exotischer Materie auf einige Milligramm zu reduzieren.

Untersuchungen von Finazzi, Liberati und Barceló stellen die Stabilität der Warp-Blase in Frage.

McMonigal, Lewis und O'Byrne von der University of Sydney kommen zu dem Ergebnis, dass beim Abbremsen eine für die Umgebung tödliche Strahlung entsteht.
Quelle: Warp-Antrieb – Wikipedia

Der wird wohl ein Traum von SciFi Fans bleiben.
 
Die Venus hat eine Oberflächentemperatur von 450 Grad und 90 Bar Druck. Der Planet ist sicher kein Maßstab für Wasserdampf.
Ich gehe sowieso davon aus, dass Erde und Venus einen gemeinsamen Anfang hatten. Also beide bekamen Wasser von außen. Die Erde konnte dadurch ihre CO2 Atmosphäre auswaschen und zu dem werden, was sie heute ist.
Die Venus hatte Pech, da sie eben das Stück näher an der Sonne ist. Die Sonne hat das Wasser weggeblasen und übrig blieb eben nur CO2.

Na, ist ja in dem kurzen Artikel so beschrieben.
Die Venus hatte wohl ähnliche Wasserdampfmassen wie die Erde und durch den Treibhauseffekt den Wasserdampf verloren.
Die ursprüngliche Darstellung der Venus als Urwaldplanet in der Literatur könnte sogar ein Körnchen Wahrheit haben - nur ohne Pflanzen :), da die Venus wohl noch vor Mrd. Jahren wohl eine wasserdampfgesättigte Atmosphäre hatte.
Mutmaßlich sogar mit hohem Sauerstoffanteil, anders wäre die starke Oxydation der Oberfläche auch gar nicht erklärbar.
Sonnensystem: War die Venus frueher lebensfreundlich? - Spektrum der Wissenschaft
Venus war ein bewohnbarer Planet wie die Erde
Die Sonne ist da nicht ein Mal das Maßgebliche, sondern evtl. das fehlende Magnetfeld...
Venus - Atmosphaere | astropage.eu



Und wieso sich die Venus anders herum dreht als alle anderen Planten ist bis heute unbekannt.
Abgesehen davon müsste auch geklärt werden, ob die Supererde dort entstanden ist, wo sie heute zu sehen ist. Sie kann dichter am Stern entstanden sein und dann nach außen gewandert sein.
Ebenso interessant zu erklären ist, wieso ein so großer Planet entstanden ist und nicht mehrere, die kleiner sind.
Man mutmaßt ja einen großen Asteroideneinschlag, bewiesen ist gar nix.
Es würde aber zum Chaos vor ca. 4,5 Mrd. Jahren passen.
Jupiter fährt mutmaßlich einmal durch System (Saturn mutmaßlich auch), erde kollidiert mit einem marsgroßen Protoplaneten (Supererdeverhinderungsimpact ???)
und der Rest trifft "zufällig" die Venus - wie auch immer, so oder so ähnlich könnte es gewesen sein.

Interessant ist das System "Trappist" in diesem Zusammenhang:
Trappist-1 – Wikipedia
Es gibt die Theorie, dass sich entweder eine Supererde ca. in der äquivalenten Erdbahn bildet oder eben einige kleinere Planeten wie bei uns oder im System Trappist.
Bei Trappist fehlt aber ein wesentliches Moment, ein großer Gasplanet, der mit dem Transit in die Nähe zum potentiellen Entstehungort einer Supererde verhindert


Gibt es dazu eine Studie? Ich weiß nicht, wie schnell sich der Mond gedreht hat. Man nimmt an, dass sich die Erde zum damaligen Zeitpunkt mit 8 Stunden pro Tag gedreht hat.
Der Mond muss sich sehr schnell in eine gebundene Rotation eingegliedert haben, denn er muss noch flüssig gewesen sein als das passiert ist, denn sonst sähen Vorderseite und Rückseite des Mondes nicht so unterschiedlich aus.

Mond war auch schnell, aber nicht quantitativ in der Literatur benannt.
Ob er noch dabei flüssig gewesen war? Der verlinkte Artikel deutet darauf hin, dass die Kruste oberflächlich schon fest war.
Welt der Physik: Warum wir immer nur eine Seite des Mondes sehen
Die Mare auf der erdzugewandten Seite sind wohl auf Gezeitenvulkanismus zurückzuführen.


Gibt es Informationen über die Oberflächentemperatur? Über die Zusammensetzung? Da muss ja noch mehr sein als nur Wasserdampf.
Nein
https://www.weltderphysik.de/gebiet...n-der-atmosphaere-eines-exoplaneten-entdeckt/

Eben. Gerade weil der Planet nah an seinem Stern sein muss, kriegt er die volle Wucht ab und dann wird die Atmosphäre des Planeten regelmäßig weggeblasen.
Nee, die Flares dürften relativ wenig Einfluss auf welche Atmosphäre auch immer haben.
Der Sonnenwind, der auf die Venus trifft, dürfte grob 20 x stärker sein, als die Flares von dieser kleinen roten Sonne.
Die Strahlung aber dürfte tödlich sein, außer diese "Supererde" hätte ein Magnetfeld, DANN sähe es sehr gut für Leben aus...
 
Ach so, Warp-Antrieb:
Wir wissen nicht, was die technische Entwicklung in den nächsten 10.000 Jahren noch so bringen mag, insofern Spekulatius.

Ich selbst favorisiere die Thematik im Zusammenhang der Inflation und die Denkesweise, dass dunkle Energie und Materie "von außen" in unser Universum eingedrungen ist.

Wenn dem so wäre, wäre das Universum in einem "Superraum" eingebettet,d er definitiv "überlichtschnelle Eigenschaften" hat - sonst hätte die Inflation nicht gefunzt.

Insofern braucht es nur ein technisches "Loch" oder "Zugang" zum Superraum un die Möglichkeit, diesen zu bereisen und wieder heil in unser Universum zurückzukehren - eigentlich ganz einfach :D


Eine technische Alien-Population, die uns 50.000 Jahre voraus ist, wäre sicherlich in der Lage,

abermillionen Nano-Sonden mit Railguns auf ein 1/2 der LG zu beschleunigen und innerhalb von den genanten 50.000 Jahren alles Untersuchenswerte (aus deren Perspektive) in der Galaxis näher zu beleuchten.

Aliens, die ein "Problem" haben und 50.000 Jahre techn. voraus sind, mögen es mit Generationenraumschiffe und/oder Kyrothechnik versuchen.

Selbst wenn die dann nur geringe Speed erzielen, dürften die alles innerhalb von 500-1000 LJ abgeklappert haben, stellt sich die Frage ob wir in deren Radius sind... :D

Nur glaube ich nicht, das wir besonders glücklich sein werden, wenn Aliens mit einem "Problem" eines Tages mit einem Generationenraumschiff vor unserer Haustür stehen.
 
Dann müßte sie wohl einen (flüssigen) und rotierenden Eisenkern haben.

Spricht ja erst mal nix dagegen, selbst der Jupiter erzeugt mehr Wärme als er von außen empfängt (wenn auch mit anderen Mechanismen) und hat ein gewaltiges Magnetfeld.

In dieser Rotationsebene, der angenommenen Masse der Supererde und der mutmaßlichen Zusammensetzung würde es uns eher wundern, wenn dieser Planet kein Magnetfeld hätte.
 
Ach so, Warp-Antrieb:
Wir wissen nicht, was die technische Entwicklung in den nächsten 10.000 Jahren noch so bringen mag, insofern Spekulatius.

Ich selbst favorisiere die Thematik im Zusammenhang der Inflation und die Denkesweise, dass dunkle Energie und Materie "von außen" in unser Universum eingedrungen ist.

Wenn dem so wäre, wäre das Universum in einem "Superraum" eingebettet,d er definitiv "überlichtschnelle Eigenschaften" hat - sonst hätte die Inflation nicht gefunzt.

Insofern braucht es nur ein technisches "Loch" oder "Zugang" zum Superraum un die Möglichkeit, diesen zu bereisen und wieder heil in unser Universum zurückzukehren - eigentlich ganz einfach :D


Eine technische Alien-Population, die uns 50.000 Jahre voraus ist, wäre sicherlich in der Lage,

abermillionen Nano-Sonden mit Railguns auf ein 1/2 der LG zu beschleunigen und innerhalb von den genanten 50.000 Jahren alles Untersuchenswerte (aus deren Perspektive) in der Galaxis näher zu beleuchten.

Aliens, die ein "Problem" haben und 50.000 Jahre techn. voraus sind, mögen es mit Generationenraumschiffe und/oder Kyrothechnik versuchen.

Selbst wenn die dann nur geringe Speed erzielen, dürften die alles innerhalb von 500-1000 LJ abgeklappert haben, stellt sich die Frage ob wir in deren Radius sind... :D

Nur glaube ich nicht, das wir besonders glücklich sein werden, wenn Aliens mit einem "Problem" eines Tages mit einem Generationenraumschiff vor unserer Haustür stehen.


Ich habe mich noch nicht wirklich intensiv damit auseinander gesetzt, was das Universum darstellt, und was davor/dahinter steckt (dein Superraum). Kann alles so sein. Oder ganz anders.

Die Dimensionen, eine Alienrasse hätte 50.000 Jahre technischen Vorsprung zu unserer, sehe ich anders. Denn ich würde eher von Millionen bis Milliarden Jahren Unterschied ausgehen. Sieht man doch anhand unserer Erde, was alles passiert ist. Stellt euch vor, aus den Dinosauriern wäre intelligentes Leben entstanden. Ein Raptor, der Feuer selbst entzündet und Werkzeuge/Fallen nutzt für Beute. Das wären ca. 60.000.000 Jahre Vorsprung zu uns Menschen. Naja, wie dem auch sei, ich glaube (glauben heißt nicht wissen :D ), dass es mit den physikalischen Möglichkeiten die uns als "Organismen" zur Verfügung stehen, und somit auch anderen außerirdischen Organismen, das alles mit der Streckenüberbrückung zwischen Galaxien / Sternensystemen nicht möglich ist. Nicht zu unseren Lebzeiten. Leider.

Falls uns doch mal eine so hochentwickelte Rasse besucht, glaube ich auch nicht, dass die uns feindlich gesinnt sind. Denn was hat unsere Erde schon zu bieten, was es an Resourcen nicht auch auf anderen unendlich vorhandenen Planeten gibt? Finde das alles faszinierend. Und wenn sie es feindlich meinen, merkt man vom folgenden Tod wahrscheinlich nicht viel.

Edit:
Ich finde als Roman die Bücher von Andreas Brandhorst ganz interessant, was diese Sci-Fi Themen angeht. Habe "Das Schiff" gelesen, und finde das dort schon ziemlich realistisch dargestellt, wie es in einigen tausend Jahren auf der Erde aussehen könnte.
 
Das war natürlich nur ein Beispiel, das mit den 50.000 Jahren.
Je größer die zeitliche Distanz ist und die entsprechende Rasse sich tatsächlich techn. weiterentwickelt, um so krasser dürfte der Unterschied sein.
Da ist der Fantasie praktisch keine Grenze gesetzt.
Unbedarft davon ist jedoch die räumliche Distanz, gäbe es nix wie Superraum, Warp u. dgl., bleibt auch der Rasse mit 50 Mio. Jahre Vorsprung nix anderes übrig, als mit max. LG durch das all zu schippern.
 
Na, ist ja in dem kurzen Artikel so beschrieben.
Die Venus hatte wohl ähnliche Wasserdampfmassen wie die Erde und durch den Treibhauseffekt den Wasserdampf verloren.
Die ursprüngliche Darstellung der Venus als Urwaldplanet in der Literatur könnte sogar ein Körnchen Wahrheit haben - nur ohne Pflanzen :), da die Venus wohl noch vor Mrd. Jahren wohl eine wasserdampfgesättigte Atmosphäre hatte.
Mutmaßlich sogar mit hohem Sauerstoffanteil, anders wäre die starke Oxydation der Oberfläche auch gar nicht erklärbar.
Sonnensystem: War die Venus frueher lebensfreundlich? - Spektrum der Wissenschaft
Venus war ein bewohnbarer Planet wie die Erde
Die Sonne ist da nicht ein Mal das Maßgebliche, sondern evtl. das fehlende Magnetfeld...
Venus - Atmosphaere | astropage.eu

Na ja, Urwaldplanet suggeriert, dass Leben entstanden sein muss. Auf der Erde hat es rund 1 Milliarde Jahre gedauert, bis mal ein Einzeller entstanden ist. Vom Mehrzellern oder gar Bäumen ist da nicht die Rede.
Durch die Steigerung der Strahlungsleistung der Sonne hat sich das meiner Meinung nach aber schon innerhalb der erste Milliarde erledigt mit der Venus.

Man mutmaßt ja einen großen Asteroideneinschlag, bewiesen ist gar nix.
Es würde aber zum Chaos vor ca. 4,5 Mrd. Jahren passen.
Jupiter fährt mutmaßlich einmal durch System (Saturn mutmaßlich auch), erde kollidiert mit einem marsgroßen Protoplaneten (Supererdeverhinderungsimpact ???)
und der Rest trifft "zufällig" die Venus - wie auch immer, so oder so ähnlich könnte es gewesen sein.

Jupiter ist ja zur Sonne gewandert und wurde vom Saturn wieder herausgezogen. Die Venus hat Jupiter auf keinen Fall getroffen, denn sonst wäre sie nicht mehr da.
Vielleicht hat Jupiter die Venus umgedreht und daher dreht sie sich anders herum. Ich wüsste jedenfalls nichts, was in der Lage ist, den Drehimpuls eines Planeten einfach mal umzukehren.
Der Uranus soll ja deswegen auf der Seite liegen, weil Neptun über ihn "drüber" gesprungen ist.
Aber die Computermodell sind da echt sehr anfällig. Nach den Computermodellen dürfte es den Mars eigentlich gar nicht geben.
Wobei ich eh nicht glaube, dass man tatsächlich mal eine Theorie hat, die sich wirkliche belegen lässt. Es ist eben so lange her und niemand war dabei.

Mond war auch schnell, aber nicht quantitativ in der Literatur benannt.
Ob er noch dabei flüssig gewesen war? Der verlinkte Artikel deutet darauf hin, dass die Kruste oberflächlich schon fest war.
Welt der Physik: Warum wir immer nur eine Seite des Mondes sehen
Die Mare auf der erdzugewandten Seite sind wohl auf Gezeitenvulkanismus zurückzuführen.

Keine Ahnung, ob es mal Vulkanismus auf dem Mond gab. Vermutlich schon, aber eben nicht weil der Mond einen flüssigen Kern hatte, sondern schlicht deswegen, weil er von der Erde durchgeknetet wurde.

Nee, die Flares dürften relativ wenig Einfluss auf welche Atmosphäre auch immer haben.
Der Sonnenwind, der auf die Venus trifft, dürfte grob 20 x stärker sein, als die Flares von dieser kleinen roten Sonne.
Die Strahlung aber dürfte tödlich sein, außer diese "Supererde" hätte ein Magnetfeld, DANN sähe es sehr gut für Leben aus...

Frag mal den Merkur, was der davon hält. Dessen Oberfläche ist weg. Nimmt man den Kern als Maßstab, müsste Merkur eigentlich größer sein. Ist er aber nicht.
Vermutlich hat die Sonne alles weggeblasen und macht das auch heute noch.

Dann müßte sie wohl einen (flüssigen) und rotierenden Eisenkern haben.

Für ein dauerhaftes Magnetfeld brauchst du einen festen Kern und einen flüssigen Mantel. Das ist dann Elektromagnetismus wie wir das von der Schule her kennen.
Die Venus hat das nicht.
Dafür gibt es wieder die Theorie des Mondes. Der Mond sorgt dafür, dass die Erde im Inneren nicht abkühlt und daher kann die Erde ein Magnetfeld erzeugen. Ohne Mond wäre die Erde schon lange erstarrt.

Ich selbst favorisiere die Thematik im Zusammenhang der Inflation und die Denkesweise, dass dunkle Energie und Materie "von außen" in unser Universum eingedrungen ist.

Na, das halte ich aber für sehr weit hergeholt. :D
Universum bedeutet ja, dass da eben nichts mehr ist, es gibt nur das eine.
Was soll also "außerhalb" des Universums sein? Weitere Universen?

Aliens, die ein "Problem" haben und 50.000 Jahre techn. voraus sind, mögen es mit Generationenraumschiffe und/oder Kyrothechnik versuchen.

Ein Generationenschiff brauchst du ja nur, wenn du deinen Planeten aufgeben musst. Denn sonst würde man ihn nicht verlassen.
Und dann musst du ein Ziel haben, das du ansteuern kannst. Du kannst ja nicht einfach mal so losfliegen und hoffen, dass du nach 1 Million Jahre was gefunden hast.

Falls uns doch mal eine so hochentwickelte Rasse besucht, glaube ich auch nicht, dass die uns feindlich gesinnt sind. Denn was hat unsere Erde schon zu bieten, was es an Resourcen nicht auch auf anderen unendlich vorhandenen Planeten gibt? Finde das alles faszinierend. Und wenn sie es feindlich meinen, merkt man vom folgenden Tod wahrscheinlich nicht viel.

Kommt ja immer drauf an. Es gibt genug Kometen, die Wasser enthalten. Wieso also versuchen einen Planeten einzunehmen, auf denen es welche gibt, die sich wehren?
Ebenso ist der Asteroiden Gürtel voll mit Ressourcen. Den kann man problemlos abernten und dann weiter ziehen.
Ich bin eh der Meinung, dass sich ein Generationenschiff keinen militärischen Konflikt leisten kann.

Das war natürlich nur ein Beispiel, das mit den 50.000 Jahren.
Je größer die zeitliche Distanz ist und die entsprechende Rasse sich tatsächlich techn. weiterentwickelt, um so krasser dürfte der Unterschied sein.
Da ist der Fantasie praktisch keine Grenze gesetzt.
Unbedarft davon ist jedoch die räumliche Distanz, gäbe es nix wie Superraum, Warp u. dgl., bleibt auch der Rasse mit 50 Mio. Jahre Vorsprung nix anderes übrig, als mit max. LG durch das all zu schippern.

Tja, aber gibt es überhaupt Aliens, die technisch weiter sind als wir?
Gibt es überhaupt schon mehr als Einzeller in den Weiten des Alls?
Immerhin braucht es, bis ein Stern genug Metallizität hat, damit überhaupt Gesteinsplaneten entstehen können.
Dann brauchst du ein stabiles System. Stabil über Milliarden von Jahren.
Man stelle sich vor, ein anderer Stern wäre durch das Sonnensystem gewandert. Oder in regelmäßigen Abständen haut der Stern mal was Großes in den Raum.
Und die meisten Sternsysteme sind eh Doppel oder Mehrfachsysteme.
 
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