Trotz der immensen Entfernungen und dem Thema, dass die technische Zivilisationen quasi zeitgleich existieren müssten, damit ein mehr oder weniger direkter Kontakt zu Stande kommt, darf ich darauf verweisen,
welche unglaublichen Fortschritte wir innerhalb von Jahrzehnten dabei gemacht haben, andere Planetensysteme zu entdecken.
Zeitgleich ist ja schon ein Problem. Wir nehmen mal an, dass in einer Entfernung von 600 Lichtjahren ein Planet um einen Stern kreist, der FCKW in der Atmosphäre beinhaltet. Das ist also vor 600 Jahren passiert. Wer sagt denn, dass die Population die Gefahr von FCKW erkannt und reagiert hat? Kann durchaus sein, dass sie "jetzt" schon ausgelöscht sind.
Klar, wir haben fortschritte gemacht um mehr sehen zu können. wir haben aber auch Fortschritte gemacht unsere Lebensgrundlage zu vergiften. Und wenn das fortschreitet -- wird irgendwann kein Geld mehr dafür da sein zu forschen. Es geht dann nur noch darum zu überleben.
Wenn eine fremde techn. Gesellschaft mit ähnlichen biologische Ansprüchen an die Umwelt nur wenige Jahrzehnte oder Jahrhunderte irgendwann vor uns in der Galaxis war(oder vielleicht noch ist, oder vielleicht erst noch kommt),
wird es ihr recht leicht fallen, unser Sonnensystem als "geeignet" zu identifizieren.
Besteht dann noch der Wille oder die Notwendigkeit in dieser Zivilisation, den gewaltigen Aufwand einer interstellaren Expedition aufzunehmen,
ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, sich ausgerechnet unser System herauszupicken.
Jede Spezies im Universum hat die gleichen Probleme, was das interstellare Reisen angeht. Es ist sehr viel aufwändiger, Lebewesen zu transportieren als unbemannte Sonden.
Hat ja ein Grund, wieso noch keiner konkrete Pläne für eine Reise zum Mars vorgelegt hat und der Mars liegt ja bei uns direkt vor der Tür.
Zeit spielt fast keine Rolle, technologisch wären selbst wir schon in der Lage oder sind kurz davor, Nanosonden, Lichtsegelschiffe oder Generationenschiffe zu bauen un diese entweder mit biologischer Masse oder robotisch in den interstellaren Raum zu schicken.
Ja, wir sind immer "kurz davor". Wir sind auch "kurz davor" Fusionsreaktoren zu bauen und die Energieprobleme zu beenden. Funktioniert nur nie.
Um ein Kohlekraftwerk zu betreiben, reichen ein paar Schimpansen aus. Um ein Kernkraftwerk zu betreiben, muss man schon Ingenieure heranholen.
Um ein Fusionskraftwerk betreiben zu können, muss man Genies haben.
Gerade Fusionsenergie ist praktisch nur durch Industrieländer umzusetzen. Was ist aber mit den Milliarden Menschen, die nicht in Industrieländern leben?
Und zum Generationenschiff sage ich jetzt mal nichts.
Steck 100 Leute in eine Sporthalle. Lasse sie mal einen Monat drin leben und schau dir an, was so passiert. Und ein Generationenschiff ist wie lange unterwegs?
Es ist m. M. nicht die Frage "ob" sondern her die Frage "wann" Kontakt hergestellt wird.
das kann Morgen oder in 10, 100, 1.000 oder 10.000 Jahren sein
Kontakt wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Wer weiß, was auf der Erde in 1000 Jahren ist?
Eine verträumte Gene Roddenberry Gesellschaft, in der sich alle lieb haben und mit den tieren kuscheln?
Die Überbevölkerung, die Gier und die Verschmutzung des Planeten sorgen dafür, dass es in 1000 Jahren ganz andere Dinge sein können, die wichtig sind.