Da mich das Thema auch interessiert und ich selber einen kleinen Einblick in die Genetik bekam, als ich mal einem Mutationsgenetiker "lauschen" (eher lesen) konnte.
Konkret würde mich interessieren, welche Mechanismen dazu beigetragen haben, dass nach einem Massensterben explosionsartig (im geologischen Sinne) neue genetische Baupläne hervorkamen. Gerne auch garniert mit Forschungsergebnissen oder -experimenten.
Vermutlich gab es die schon viel früher:
"... Reise in die Vergangenheit: Der letzte gemeinsame Vorfahre aller irdischen Organismen könnte schon vor 4,32 bis 4,52 Milliarden Jahren gelebt haben ..."
Reise in die Vergangenheit: Der letzte gemeinsame Vorfahre aller irdischen Organismen könnte schon vor 4,32 bis 4,52 Milliarden Jahren gelebt haben – und
www.scinexx.de
Finde ich recht spannend, aber ich konnte nicht herauslesen, ob das zurück gerechnet oder durch Funde belegt ist. Was ich noch von "damals" in Erinnerung habe, sind Sedimentfunde auf Grönland im Alter von ~3,8mrd Jahren, dessen Kohlenstoffablagerungen spezifisch für Lebewesen sind.
Zudem soll es wohl keine Sedimente älter als ~4mrd Jahre geben, weil man annahm, dass da die Erde noch zu heiß war. (>600°C) Ich schreibe deswegen Konjunktiv, weil diese Infos mindestens 40 Jahre alt sind. Über neueres Wissen bin ich daher nicht ganz so im Bilde.
Was ich dahingehend auch spannend fand, ist, dass einige Chemikalien, die für eine funktionierende Zelle notwendig sind, Halbwertszeiten haben. Z.B. Glycin 20 Jahre (in wässriger Lösung), D-Ribose 44 Jahre, Alanylanin bei 25°C 600.000 Jahre (kürzer bei steigender Temperatur) oder Ammoniak. Bei Ammoniak war der Vergleich: Wenn es in der Atmosphäre soviel davon gäbe wie heute Stickstoff, wäre alles innerhalb von 30.000 Jahren wieder weg gewesen.
Wenn chemische Verbindungen (Arginin, Chlorophyll und Porphyrine) von Lehm aufgesaugt werden, sind sie für das Leben nutzlos.
Oder allein der Prozess der Polymerisation. (DNA-Kettenbildung) Polymere verbinden sich leichter mit Blockern statt mit sich selber. Zudem entsteht beim Kettenwachstum H2O, welches die Kette wieder leicht trennen kann.
Bei industrieller Polymerisation muss man da schon sehr "sauber" arbeiten, um gute Ergebnisse zu bekommen. Eine DNA-Kette ist da natürlich weitaus komplexer.
Ich find das dass schon damals ein wahnsinniger Zufallstreffer war, nur damit ich heute diese Zeilen schreiben kann.