Ob man das "naturwissenschaftlich" nennen mag, wäre diskutabel...
Trump oder sonstwer sind dann 4000km entfernt.
Dorthin, wo ich gehe, wird niemals auch nur der Hauch eines Präsidenten der USA vorbeiwehen.
Na ja.
Tidenhub mit 8m grob gleich:
12,7km = 250 MW
Ergibt rechnerisch bei 600 km: 11.811 MW
Check, reicht locker für ganz D. als Grundlast.
Du versteht weder Gezeiten noch Gezeitenkraftwerke noch kennst du die Nordsee.
1. Gezeitenkraftwerke liefern nur ein bis viermal am Tag Strom. Das von dir verlinkte speißt laut deinem Link 550 GWh/a ein, hat also eine Durschnittsleistung von 62 MW. Nicht 250 MW.
2. An der Nordsee hat man keine Tiedenhübe von 8 m, sondern eher von 4 m. Allein die beiden Punkte machen aus deinen 11 GW 1,5 GW. Also wenig mehr als ein herkömmliches Großkraftwerk. Aber, und das ist der wichtigste Punkt:
3. Die 4 m Hub sind ein dynamische Effekt. Wenn du ein paar dutzend Kilometer an einer Küste baust (und damit das gesamte Ökosystem dort zerstörst, was bei dem hohen Kohlenstoffgehalt eine Klimakastrophe wäre), was im Schlick der Nordsee vermutlich schon mehr Energie kostet als es auf absehbare Zeit produziert, kannst du die nutzen. Wenn du die halbe oder ganze Nordsee zubaust, zerstörst du aber genau das Strömungsystem, dass du nutzen willst. Dann hast du nur noch die direkte lunare Auslenkung der Wasseroberfläche respektive den Wasseraustausch der Nordsee mit dem Atlantik. Iirc sind das irgenwas um 0,5 m herum. Aber davon, dass es an der Küste Schottlands mal 6 m in die eine Richtung nach unten geht, während es an der norddeutschen Küste im gleichen Moment 4 m über Niedrigwasser hat, bleibt dann gar nichts mehr.
Ergibt also nach deinem Milchmädchenprinzip 185 MW. Abzüglich des Bauaufwands. Endlich mal auf ein paar bayrischen Gipfeln die Kreuze gegen was produktives zu ersetzen dürfte ungleich wirkungsvoller und weitaus weniger schädlich sein. Außer natürlich für die Blockadestärke der CSU.