Der "Naturwissenschaften" Thread

Sei mal ehrlich.
Wenn wir die Technologie auf dem Mars installieren könnten, um die Atmosphäre zu verdichten, dann wäre man auch in der Lage, die Minibrocken Phobos und Deimos irgendwohin zu entsorgen.
Das sind doch "nur" 11 und 15 km große Staubkörnchen.
Die könnte man häppchenweise runterbringen, gerade um die Atmosphäre zu verdichten.

Dafür sollte sich selbstverständlich zu diesem Zeitpunkt niemand auf dem Mars aufhalten. :D
 
Verdichten geht nur mit Gasen, die schwer sind. Hat schon sein Grund wieso die Venus eine dichtere Atmosphäre hat als die Erde.
Dürften recht umfangreiche Gasgewinnungswerke sein.
Mit einem einzelnen Musk-Raumschiff wird es nicht getan sein.
Müsste ja ein für Menschen unschädliches, schwereres Gas ein.
Ein Edelgas?
Argon? Wäre mit 40 Atommasse fast das 2,5-fache von Sauerstoff.
Und wir haben es hier in unserer Atmosphäre.
Für die Gewinnung auf dem Mars bräuchte man Kalium, glaube ich.
Und wie entsorgst du denn 15km große Felsbrocken, die mit 4 km/s umherfliegen?
Och, da der obige Prozess sicherlich länger dauern wird (und ich gehe eher von Jahrhunderten denn Jahrzehnten aus und wenn Nachfahren von gewissen Berliner Politikern beteiligt sind, evtl. auch Jahrtausende), könnte man schauen, ob es dort Rohstoffe gäbe, die man für Raumstationen oder Treibstoff gewinnen könnte.

Oder man schiebt die Brocken langsam aber stetig mit einem Ionentriebwerk weiter nach außen, außerhalb des Bereichs der entstehenden , dichteren Atmosphäre.
Man hätte ja viele Generationen Zeit dafür.

Oder man höhlt die aus und nutzt die Brocken als riesiges Raumstationen oder Expeditionsraumschiffe für weiter draussen.

Kombiniert mit Ionentriebwerken oder auch anderer Tech., die es evtl. bis dahin gibt, sicherlich mindestens so einfach, wie die Terraforming-Gas-Fabriken auf dem Mars zu bauen.

Wie gesagt, wenn man den Mars terraformen kann, bekommt man auch so was in den Griff.
Wäre ja gelacht...
 
Zuviel Star Wars geguckt? :ugly:
Nö, dann würden wir ja über 500 km Brocken reden. :D

Ernsthaft, wenn wir technisch in der Lage sind, einen ganzen Planeten zu terraformen, bzw. in diesem Falle eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, dürfte ein 15 km großer Felsblock kein unüberwindbares Hindernis für den Hauptplan sein.

Raumfahrt mit Großen Massen/zu transportierenden Dingen wird immer eine Generationenaufgabe sein.
Es macht gar keinen Sinn, an so einen großen Fels ein Riesentriebwerk anzuklemmen und Vollgas zu geben.

Hier in dem Fall muss die Fluchtgeschwindigkeit vom Mars überwunden werden.
Der ist mit ca. 5 km/s deutlich geringer als die der Erde mit über 11 km/s.
@Threshold meinte, dass die Bahngeschwindigkeit der Brocken ca. 4 km/s beträgt, wäre also gerade mal die Beschleunigung um 1 km/s, also eine Differenzgeschwindigkeit von ca. 3.600km/h.
Abhängig von der Masse des Brockens braucht man nun halt einen kontinuierlichen Schub für eine Bahnveränderung und falls nötig/sinnvoll oder gewünscht auch raus aus der Umlaufbahn vom Mars.

Evtl. als hochausgerüstete, vollautomatische Wissenschaftsstation um z. B. ein paar Jahrzehnte später Io oder Europa beim Jupiter (mit nachgeschickter Menschenbesatzung) zu erkunden.
 
Nö, dann würden wir ja über 500 km Brocken reden. :D

Ernsthaft, wenn wir technisch in der Lage sind, einen ganzen Planeten zu terraformen, bzw. in diesem Falle eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, dürfte ein 15 km großer Felsblock kein unüberwindbares Hindernis für den Hauptplan sein.
Die dichte Atmosphäre nützt dir nur nichts, weil du ja eine O2 Atmosphäre brauchst und jedes schwere Gas würde den Sauerstoff und alles andere am Boden verdrängen.
Im Grunde genommen müsste man die Masse des Mars vergrößern.
 
Die dichte Atmosphäre nützt dir nur nichts, weil du ja eine O2 Atmosphäre brauchst und jedes schwere Gas würde den Sauerstoff und alles andere am Boden verdrängen.
Die Idee mit der dichteren Atmosphäre kam aber von dir, oder?
Im Grunde genommen müsste man die Masse des Mars vergrößern.
Witzig...

Wenn wir schon beim Spinnen sind, warum nicht einfach die Venus an einen LaGrange Punkt in der Erdumlaufbahn setzen, die retrograde Drehung in eine Normaldrehung mi 24 h umzuwandeln und den Druck der Atmosphäre reduzieren?
Welcome to earth 2.0
 
Die Idee mit der dichteren Atmosphäre kam aber von dir, oder?
Die dichtere Atmosphäre kann eben auch die Elemente binden, die es für das Leben braucht.
Dass dichter geht, sieht man an der Venus.
Aber Co2 oder noch schwerere Gasen nützen halt nichts.
Der Mars ist schlicht zu klein um eine Atmosphäre zu halten.
Witzig...

Wenn wir schon beim Spinnen sind, warum nicht einfach die Venus an einen LaGrange Punkt in der Erdumlaufbahn setzen, die retrograde Drehung in eine Normaldrehung mi 24 h umzuwandeln und den Druck der Atmosphäre reduzieren?
Welcome to earth 2.0
Deswegen brauchen wir die Quantisierung der Schwerkraft. Die daraus resultierende Technologie könnte man nutzen, um die Gravitationskonstante lokal zu verändern.b :D
 
Deswegen brauchen wir die Quantisierung der Schwerkraft. Die daraus resultierende Technologie könnte man nutzen, um die Gravitationskonstante lokal zu verändern.b :D
Hehehe...
Hört sich nach Antigrav-Motoren für den emissionsfreien Start der Sternenflotte von der Erde weg an.
Und die 1000g Beschleunigung mit dem Antimaterieantrieb umzusetzen, wäre dann auch handlebarer Kleinkinderkram. :daumen:
 
@Cleriker :
Ach, wenn Pierson´s Puppetiers aus Ringworld FÜNF Planeten zu einem Ringgebilde zusammenschließen und auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen können...
Und das sind dreibeinige Huftiere ohne Arme aber mit zwei Köpfen.^^

Hey, da wird eine Affenart wohl auch mal die Venus durchs All schubsen können.
 
Der Mars ist schlicht zu klein um eine Atmosphäre zu halten.
Der Mars kann eine Atmosphäre halten - nur eben nicht sehr gut. Den Verlust kann man jedoch theoretisch auf ein erträgliches Maß verringern, indem man die Dichte und Zusammensetzung der Atmosphäre einmalig radikal verändert.
Und radikale Eingriffe sind kein Problem, da der Mars - nach jetzigem Kenntnisstand - ein toter Planet ist. Wir können da also in fernerer Zukunft alles runterkommen, abfackeln und brüten lassen, was wir für nötig halten, um die Atmosphäre zu verdichten.

Da oben erwähnte erträgliches Maß bedeutet: Der selbstverständlich weiterhin stattfindende Verlust juckt niemanden, weil es tausende, wenn nicht zehntausende Jahre dauert, bis erneut zu viel Atmosphäre verloren gegangen ist.

Die Frage ist ja auch, wie bewohnbar und gemütlich der Mars werden muss bzw. wie groß die habitablen Zonen sein sollen. Für eine Erstbesiedlung genügt es unter Umständen bereits, wenn es für Menschen nicht gleich den Tod bedeutet, sich für einige Zeit ohne Hilfsmittel außerhalb von Habitaten aufzuhalten und wenn einige spezielle Nutzpflanzen / Kulturen wachsen können.
 
mMn muss man doch gar nicht außerhalb vom habitt rumlaufen können. Einfach die Oberfläche Stück für Stück zubauen. Es geht doch vorrangig darum überhaupt erst Mal dort aushalten zu können. Das Wie, klärt man später.
 
Hier mal wieder etwas wissenschaftliches vom Harald:

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Na ja, Nicht halten ist schon korrekt. Die Gase werden vom Sonnenwind weggeblasen und solange der Mars ausgast, kommt halt immer was nach.
Das Helium kann die Erde auch nicht halten.
Dementsprechend müsste man auch sagen, die Erde könne ihre Atmosphäre nicht halten, zumal es auch hier Verluste gibt.

Entscheidend ist jedoch immer, in welchen Zeiträumen wie viel Verlust stattfindet und wie viel ersetzt werden kann. Die Marsatmosphäre hat Jahrmillionen gebraucht, um zum jetzigen Stand auzudünnen. Sprich, wenn man Wege findet, sie schneller zu verdichten, als der Verlust stattfindet, wäre selbiger zu vernachlässigen.

Wir haben hier auf der Erde unfreiwillig Einiges darüber gelernt, wie man die Lufthülle eines Planeten quasi nebenbei binne weniger Jahrzehnte drastisch beeinflussen kann. Stellt euch mal vor, was man anstellen kann, wenn man das mit Absicht macht und dabei keinerlei Rücksicht auf planetares Leben nehmen muss. Ein komplettes Terraforming des Mars wäre eine Aufgabe für Jahrhunderte, aber eine Veränderung der Atmosphäre wäre selbst mit heutigen Mitteln dabei noch die leichteste Übung.

Wir Menschen sollten unseren Planeten versuchen zu retten, und nicht schon an Alternativen denken.
Just my 2 cents.
Es geht meines Erachtens nicht um eine langfristige Alternative, sondern um eine langfristige Perspektive: Selbst wenn wir hier endlich mal alles richtig machen sollten, wäre eine weitere Welt, auf der sich Menschen ausbreiten können, ohne ihre Urprungswelt damit zu belasten, nicht das Schlechteste.

Mit zukünftigen technischen Mittel wären sicherlich auch Habitate im Weltraum, die in energiereicher Position optimal platziert sind, eine Option. Doch eine feste Scholle, viel freie Fläche, natürliche Schwerkraft, Material vor der Haustür sowie eine zumindest prinzipiell vorhandene und bearbeitbare Atmosphäre haben auch viel für sich.
 
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