Der "Naturwissenschaften" Thread

Anfang Juni gab die Nasa bekannt, dass mehrere Mikrometereoriten den Spiegel des JWST getroffen hätten. Das größte Objekt sei zwischen dem 23. und 25. Mai 2022 in ein Segment des Hauptspiegels eingeschlagen und habe es beschädigt.

Das JWST arbeite aber noch auf einem Niveau, das alle Missionsanforderungen übertreffe, teilte die Nasa seinerzeit mit. Das getroffene Spiegelsegment solle nachjustiert werden, um die verursachte Verzerrung auszugleichen.

Der Schaden ist irreparabel

Die Auswirkungen des Einschlags sind aber offensichtlich stärker, als zunächst angenommen. Das geht aus einem Aufsatz hervor, der als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar ist. Danach sind die Schäden an dem Spiegelsegment C3 nicht mehr reparabel.

Von Treffern durch Mikrometeoriten war die Nasa ausgegangen. Die Anzahl der Einschläge bisher entspricht etwa dem, was zu erwarten gewesen war. Anders deren Stärke: Der Schaden des sechsten Einschlags übertraf Annahmen um den Faktor 120.

"Der einzelne Mikrometeoriteneinschlag, der sich zwischen dem 22. und 24. Mai 2022 ereignete, übertraf die vor dem Start erwartete Schadenshöhe für einen einzelnen Mikrometeoriten, was weitere Untersuchungen und Modellierungen durch das JWST-Projekt auslöste", schreibt das Team der Nasa, der Raumfahrtagenturen aus Europa (European Space Agency, Esa) und Kanada (Canadian Space Agency, CSA).

Allerdings kann der Schaden ausgeglichen werden. Die Spiegelsegmente wurden neu justiert. Den Fehler werden Algorithmen herausrechnen. Der Fehlerwert für den gesamten Spiegel hat sich um etwa 9 Nanometer erhöht. Die Auswirkungen dieser Schäden seien minimal und das Teleskop bleibt innerhalb seiner Konstruktionsspezifikationen, betonte Mark McCaughrean, Esa-Astronom und Mitglied des JWST-Teams, in einem Tweet

Wird das öfter passieren?

Die Frage, die sich die Wissenschaftler jetzt stellen, ist, ob der Einschlag im Segment C3 "ein seltenes Ereignis war (das heißt ein unglücklicher früher Einschlag eines Mikrometeoriten mit hoher kinetischer Energie, der statistisch gesehen nur einmal in mehreren Jahren vorkommt) oder ob das Teleskop möglicherweise anfälliger für Schäden durch Mikrometeoriten ist, als die Modellierung vor dem Start vorausgesagt hat."
Quelle: Schaden am James-Webb-Teleskop schwerer als gedacht

Hoffen wir mal das sowas zukünftig nicht zu oft passiert.
 
Keine Sorge,
das wird zwar öfters mal passieren,
kann aber durch die adaptive Optik ausgeglichen werden.


Hubble hatte anfangs auch einen Sehfehler,
da mussten dann Astronauten hin,
um diesen Fehler zu beheben.

Beim JWT geht das nicht,
ist halt zu weit weg,
da hat man schon vorsörglich ein paar Puffer eingebaut:nicken:
 
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Beschreibung des Videos:
Wenn es nach Elon Musk geht, werden schon bald Menschen den Mars bewohnen. Doch wie realistisch ist das? Und: Auf dem Mars erwarten uns extreme Kälte, eine dünne CO2-Atmosphäre und kosmische Strahlung. Warum wollen wir eigentlich dorthin? Woher kommt die Mars-Begeisterung?

Der Astrobiologe Cyprien Verseux von der Universität Bremen will seit seiner Kindheit Planetenforscher werden und hofft, selbst vielleicht noch zum Mars reisen zu können, um dort zu forschen. Unternehmer Elon Musk will mit seiner Raketenfirma SpaceX schon bald eine Million Siedlerinnen und Siedler zum Mars fliegen, die dort eine sich selbst versorgende Stadt errichten. Elon Musk will den Mars zum Planeten B machen; zu einer zweiten Erde, falls unsere Erde nicht mehr bewohnbar sein sollte. In der Wissenschaft gelten Musks Pläne als umstritten bis absurd. "Ich denke, dass wir mittelfristig eher daran interessiert sein werden, Forschungsbasen zu errichten, mit Besatzungen, die sich abwechseln, vielleicht wie derzeit in der Antarktis", sagt Cyprien Verseux.

Die Sehnsucht danach, auf dem Mars zu leben, erklärt der Science-Fiction-Autor Kim Stanley Robinson mit der Sehnsucht nach einem Neustart. Das Bedürfnis, den persönlichen, irdischen Realitäten zu entfliehen. Der Wunsch, noch einmal von vorne anzufangen. Nicol Caplin von der Europäischen Weltraumorganisation ESA hält Marsmissionen nach dem heutigen Stand der Technik noch nicht für möglich. Erst einmal müsse man Erfahrungen mit den geplanten Mondreisen sammeln. Doch auch wenn die ESA und die amerikanische Weltraumagentur NASA noch keine künftigen Missionen zum Mars planen, forschen sie bereits, wie sie in Zukunft Menschen zum Mars bringen könnten. Inspiration kommt aus der Science Fiction; etwa die Idee, Crews während der 260 Tage Anreise zum Mars in Kälteschlaf zu versetzen, um Gewicht für Wasser und Nahrung einzusparen.

Eine Kolonisierung des Mars halte ich für sehr unwahrscheinlich. Dazu müßte man erstmal Terraforming beherrschen. Und auch dann ist fraglich, ob man nicht mehr Ressourcen und Energie reinsteckt als man rausbekommt.
Cryoschlaf funktioniert auch nicht wirklich.
 
Zuletzt bearbeitet:
So langsam bereitet mir das JWT wirklich Freude:


@RyzA

Was die Kolonisierung des Mars betrifft:

Neben den technischen Fragen frage ich mich,
warum investiert ein privater Unternehmer soviel in das Projekt,
als Menschenfreund sicherlich nicht.

Vlt. ist aber auch die Gier unendlich ...
... immer mehr ...

Unseren Planeten geht es ja jetzt schon nicht mehr so gut,
da rennt man einfach weg,
und macht woanders weiter ...
 
Sehe ich ähnlich wie Adi1.
Der Mars ist das neue Neuseeland.
Da hat die Regierung, glaube 2020, den Verkauf von Land und Häusern an Ausländern stark reglementiert, nachdem primär Superreiche auf der Südinsel sich "Doom-Day" Bunker mit darüber liegenden Luxusvillen in erklecklicher Stückzahl gegönnt haben.

Nett zu lesen:
oder hier:

Irgendwo müssen ja auch Exa Dark Sideræl und X Æ A-Xii glücklich aufwachsen können.
Mars ist da ideal dafür.
Man wird unter seines Gleichen sein.
 
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Wieder ein tolles Video mit Harald Lesch, wo er quantenmechanische Zusammenhänge einfach erklärt.
 
Dass Webb Teleskop ist schon der Hammer.
Erster Test und schon Wasser auf dem Gasplaneten Wasp-96b in über 1.100 LJ Entfernung dedektiert.
1659010267116.png


Link zum Planeten: https://en.wikipedia.org/wiki/WASP-96b
 
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Was interessantes über Sterne.
 
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Aus dem dunklen Zeitalter des Universums und der frühen Sternentstehung.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Aus dem dunklen Zeitalter des Universums und der frühen Sternentstehung.
Das kann der Harald Lesch immer gut erklären,
Hut ab dafür,
das er neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit,
immer noch Zeit hat,
das auch medial zu vermitteln.

Danke, Herr Professor :daumen:
 
Glaube nicht, dass das ehrenamtlich geschieht ?
Der verdient bestimmt ganz gut als Moderator. Und er macht ja auch nicht nur eine Sendung/Format.

Hier wieder was neues:
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Die kosmischen großräumigen Strukturen sehen mit den Galaxienhaufen und Voids aus wie neuronale Netze.
 
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Ist das ein Quatsch. Zuerst dachte ich ein SciFi Film. Aber das soll wohl eine Doku oder Live- Film sein.
Erstaunlich wieviele Menschen daran glauben.
 
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Ist das ein Quatsch. Zuerst dachte ich ein SciFi Film. Aber das soll wohl eine Doku oder Live- Film sein.
Erstaunlich wieviele Menschen daran glauben.
Unglaublich ...

Die Krönung der Schöpfung bleibt für mich immer noch
eine Koryphäe darin,
aus der Blödheit der Vielen richtig Schotter zu machen. :D
 
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