Der Biologie Thread - Tiere, Pflanzen etc

Im Zoo macht man das letztendlich auch nicht anders.
Nur mit jungen Tieren. Die Szene mit dem Lachsbrötchen und dem über die Reling kletterndem Eisbären ist absolut leichtsinnig, es sei denn, sie kennen den Eisbären seit Geburt. So sieht das aber nicht aus. Das zeigt die Szene mit dem Angriff, als sie in der Kabine waren. Nein, Eisbären füttern man nie. Eisbären müssen lernen, dass von Menschen immer höchste Gefahr ausgeht, damit sie uns von ihrer Speisekarte streichen.

Eisbären zu füttern kommt einem Todesurteil gleich, denn sie werden sich Menschen dann häufiger nähern und in Folge irgendwann erlegt. Auch Wölfe bei uns sollte man niemals füttern. In Ruhe anschauen ja, aber ihnen immer zeigen, dass wir die Herren über sie sind und nicht anders herum. Als Jäger spüren sie sofort, ob man ängstliches Opfer oder selbstbewusster Täter ist.
 
Eisbären zu füttern kommt einem Todesurteil gleich, denn sie werden sich Menschen dann häufiger nähern und in Folge irgendwann erlegt. Auch Wölfe bei uns sollte man niemals füttern. In Ruhe anschauen ja, aber ihnen immer zeigen, dass wir die Herren über sie sind und nicht anders herum. Als Jäger spüren sie sofort, ob man ängstliches Opfer oder selbstbewusster Täter ist.
Das hat man auch schon mit Löwen gemacht oder anderen Raubtieren und meist ist alles bestens. Ab und zu ist der Arm ab, aber so ist das eben.
Wieso regst du dich auf, dass die den Eisbären füttern?
Der kriegt ja was zu essen, wieso also sollte er die Hand essen, die ihn füttert?
Ein Eisbär ist auch mal pragmatisch.
 
Weil es die Assoiation erzeugt "Menschen => Nahrung". Und genau das wird langfrietig für das Tier tödlich. Denn nicht jeder schmiert liebevoll Lachsbrötchnen und teilt, in der Regel, werden Gewehre geladen.
Ich bin davon überzeugt, dass jemand im Hintergrund stand, der ein Gewehr im Anschlag hatte.
Ich kann mich nur an Andreas Kieling erinnern, der auch einen moment zu sorglos war und von einem Bären attackiert wurde. Sowas kann auch einem Profi passieren. Ich persönlich würde mich nie auf sowas einlassen und ein Strauß zu füttern kann schon gefährlich sein.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
.... und ein Strauß zu füttern kann schon gefährlich sein....
Schon Ziegen, Schafe und Rehe reichen, die haben wir hier im Streichelzoo. Und geht man da mit einer Packung Futter rein, dann geht das Gebalge los. Da sit man als kleines Kind schnell verletzt. Ich finde das ziemlich unverantwortlich vom Zoo bei uns. Die Tiere sind zu gro? und zu stark. Um ein Auge zu verlieren reichen kleine Hörner.
 
Ich bin davon überzeugt, dass jemand im Hintergrund stand, der ein Gewehr im Anschlag hatte.
Ich kann mich nur an Andreas Kieling erinnern, der auch einen moment zu sorglos war und von einem Bären attackiert wurde. Sowas kann auch einem Profi passieren. Ich persönlich würde mich nie auf sowas einlassen und ein Strauß zu füttern kann schon gefährlich sein.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Leider wurde Andreas Kieling mehrmals von Steffen Hallaschka unterbrochen.
Ich hätte dem noch eine Stunde zuhören können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider wurde Andreas Kieling mehrmals von Steffen Hallaschka unterbrochen.
Ich hätte dem noch eine Stunde zuhören können.

Werde ich mir mal angucken. Ich habe großen Respekt vor Naturfilmern - und Fotografen.
Was die für Gefahren auf sich nehmen und um uns mit faszinierenden Bildern zu versorgen.
Google einfach mal was er bei 7 vs Wild im Vorfeld gemacht hat und warum er im Endeffekt nicht teilnehmen durfte.
ich hab noch keinen Menschen gesehen, der an der Leine eines Hundes war. ;)
Ich schon.
 
Habe ich.
Alaska, Grönland, Kanada, Russland, Spitzbergen tauchen beide Arten auf.
Und wo Robben und Zwergwale sind, sind auch beide Spitzenprädatoren anwesend.
Oder anders herum, wenn die Robbe vom Land ins Wasser flüchtet, wartet dort der Orca.

Gut beschrieben und bestätigt das, was ich gesagt habe: Eisbär an Land, Orca im Wasser. Nimmt man mal die Hand voll Orca-Populationen aus, die bis auf den Strand jagen, endet das Aktivitätsgebiet des einen bevor das des anderen beginnt. Die Eisbären sind auf Grönland, die Orcas sind vor Grönlands Küste. Erst wenn das Meer zufriert, ist der Eisbär über dem Wasser (und bis zum finalen Angriffssprung nicht "im"), aber da sind die Orcas schon längst weitergezogen.


Das hat man auch schon mit Löwen gemacht oder anderen Raubtieren und meist ist alles bestens. Ab und zu ist der Arm ab, aber so ist das eben.
Wieso regst du dich auf, dass die den Eisbären füttern?

Bären, insbesondere Eisbären sind ein ganz anderes Kaliber als Löwen.
Letztere leben in Rudeln und beherrschen dafür Kommunikationsformen, die auch für Menschen ersichtlich sind sowie ein breites Spektrum nicht-lethaler Reaktionen. Außerdem gibt es in ihrem natürlichen Umfeld eine ganze Reihe von Tieren mit denen man sich besser nicht anlegt und selbst ihre Hauptbeutetiere können unter bestimmten Bedingungen gefährlich werden. Einige wenige Tiere legen sich sogar aktiv mit Löwen an, wenn die Bedingungen gut sind. Ein Löwe unterscheidt also von Natur aus zwischen "leichte Beute", "im Moment keine leichte Beute", "Ranghöherer", "Familienmitglied, nur einschüchtern", "Feind", etc.. Im Zweifelsfall sind sie dabei ausgesprochen vorsichtig und geradezu schreckhaft. Ein fähiger Mensch kann all das nutzen, um nicht ausgerechnet in die erste Kategorie zu fallen respektive längst weg zu sein, wenn das droht.

Bären dagegen? Einzelgänger, absolute Apex-Predatoren, komplett ohne natürliche Feinde und das Beutespektrum besteht samt und sonders aus Fluchttieren. Grizzlys und Braunbären begegnet in seltenen Fällen noch eine Elchmutte mit nicht fluchtfähigem Kalb oder ein Wolfsrudel in Verteidigungsstimmung, aber bei Eisbären gehört selbst das nicht zum normalen Erfahrungsspektrum. Die kennen nur zwei Arten von Dingen:
a) Sollte man mal von kosten
b) ist mir egal
Und es gibt keine Möglichkeit von außen zu erkennen, wann sie von b) auf a) umschalten.

Daher würde ich den direkten, ungeschützten Kontakt zu Eisbären selbst bei Flaschenaufzucht einfach nur als Leichtsinn bezeichnen. Das kann zwar lange gut gehen, denn Bären sind auch intelligent und de facto baut sich zwischen Halter/Pfleger und Tier so etwas wie eine Mutter-Kind-Beziehung auf. In freier Wildbahn endet die mit der Vertreibung des Nachwuchses durch die Mutter, aber in Gefangenschaft kann sie dauerhaft erhalten bleiben. Aber es ist halt trotzdem eine halbe Tonne Kind und davon ist eine ganze Menge Muskel, ein entscheidender Teil Zähne und Krallen. Wenn der Bär doch mal verärgert ist, was man ihm nicht direkt ansehen kann, dann reicht ein Hieb oder ein Biss und das wars.
Der gleiche Umgang mit Löwen ist dagegen nur ein Risiko, aber Risiken kann man beherrschen. Notfalls nimmt man halt einen Sicherheits-Karton mit, Katze bleibt Katze.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Weil es die Assoiation erzeugt "Menschen => Nahrung". Und genau das wird langfrietig für das Tier tödlich. Denn nicht jeder schmiert liebevoll Lachsbrötchnen und teilt, in der Regel, werden Gewehre geladen.

Eisbären haben von Natur aus sowieso keine Scheu vor Menschen. Oder vor irgendwas anderem. Dafür aber Interesse an allem, was essbar sein könnte. Also an allem, von dem sie noch nicht mit Sicherheit wissen, dass man es nicht essen kann. Bei Forschung in Eisbärengebiet braucht man deswegen immer mindestens zwei Leute, die mit einem Gewehr umgehen können und mindestens einer davon hält auch permanent Ausguck, während Tierfotografen z.B. in Löwengebiet vermutlich auch ganz alleine losziehen würden (und das in Einzelfällen auch gemacht haben), wenn Logistik und Vorschriften sie nicht stoppen würden.
 
Auf dem Land sind aber Löwen und Tiger absolute Apex-Prädatoren.
Es gibt Tiger welche sich auf die Jagd von Bären spezialisiert haben:

In manchen Populationen machen auch Bären einen Anteil der Beute aus. Während die Indischen Lippenbären offenbar selten Opfer von Tigern werden, zählen Kragenbären und seltener auch Braunbären zu den potentiellen Beutetieren der Sibirischen Amurtiger. Insgesamt stellen Bären im Fernen Osten Russlands etwa 5 bis 8 % der Tigerbeute dar, wobei auch ausgewachsene Braunbären erlegt werden.
Quelle: Wikipedia - Tiger Beutespektrum

Meistens greifen sie große Bären von hinten an und beissen ihnen das Genick durch.

Dass Großkatzen für den Menschen weniger gefährlich sind sehe ich nicht so. Das ist nämlich auch genau das Gegenteil von dem was Andreas Kieling im Interview gesagt hat. Bzw sagen wollte... bis er unterbrochen wurde.
Der meinte nämlich, dass ein Unfall mit z.B. einen Leopard wahrscheinlich tödlich ausgegangen wäre, weil der nicht von ihm abgelassen hätte.

Was aber stimmt, dass Großkatzen meistens eine Scheu vor Menschen haben. Nur wenn sie ihre Scheu verlieren, dann wird´s gefährlich. Und in Gefangenschaft hat es auch schon jede Menge Unfälle mit ihnen gegeben.

Das Video ist ganz witzig. Daran kann man sehen, dass sich Katzenarten doch vom Verhalten sehr ähneln. Nur ihr Beutespektrum ist ein anderes. Was ja auch logisch ist, weil sie unterschiedlich groß sind. Und in unterschiedlichen Regionen leben. Aber bei einigen Arten gibt es auch Schnittmengen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bären dagegen? Einzelgänger, absolute Apex-Predatoren, komplett ohne natürliche Feinde und das Beutespektrum besteht samt und sonders aus Fluchttieren. Grizzlys und Braunbären begegnet in seltenen Fällen noch eine Elchmutte mit nicht fluchtfähigem Kalb oder ein Wolfsrudel in Verteidigungsstimmung, aber bei Eisbären gehört selbst das nicht zum normalen Erfahrungsspektrum. Die kennen nur zwei Arten von Dingen:
a) Sollte man mal von kosten
b) ist mir egal
Und es gibt keine Möglichkeit von außen zu erkennen, wann sie von b) auf a) umschalten.
Das widerspricht aber den Erfahrungen von Kieling und ich habe dessen Dokus gesehen.
Bären sind sehr scheu und greifen keine Menschen an (abgesehen von Bärenmüttern mit kleinen Jungen).
Sein Unfall mit dem Bären war eben seine Leichtsinnigkeit, die Sache bestimmen zu können und das geht bei Wildtieren nicht.
Es gibt ja auch eine Szene, wo Kieling vor einer Elefantenkuh wegläuft, weil er sich dem Jungtier wiederholt zu nahe gekommen war, was er in der Doku auch erklärte.
Wildtiere sind immer gefährlich und man sollte ihnen Respekt zollen, egal ob Eisbär, Löwe oder Elch.
Und ich schätze, dass ein angreifender Eisbär bei einem Orca einfach nur abprallen würde und der Wal gar nicht mit bekäme.
 
Und ich schätze, dass ein angreifender Eisbär bei einem Orca einfach nur abprallen würde und der Wal gar nicht mit bekäme.
Es gibt dazu seltene Berichte, dass sind aber absolute Ausnahmen und vermutlich waren die Wale schon tot. Eisbären jagen an Luftlöchern, sowas machen Wale nicht, Wale leben aud dem offenen Meer. Solllten sie aber im Eis eingeschlossen worden sind, haben sie ein Problem. Und wenn da so ein Wal kadaver und ein dahinsiechender Wal "herumschwimmt", dann ist ein Eisbäre schnell zur Stelle. Selbst wenn die Haut unangenehm widerstandsfähig ist, bleibt der Weg über die Zunge in den Körper.

Die einzigen Wale, die ich kenne, die auf der Jagdliste der Eisbären stehen, sind Narwale.
 
Die einzigen Wale, die ich kenne, die auf der Jagdliste der Eisbären stehen, sind Narwale.
Nicht nur. Auch Belugawale.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

Hier sogar im offenen Meer

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.


Aber ein Orca ist noch größer und wiegt 10-15 mal so viel wie ein Eisbär.
 
Zurück